Heute auf dem Weg zum Kindergarten / Today, on our way to kindergarden





Heute auf dem Weg zum Kindergarten / Today, on our way to kindergarden





(English version follows below)
Das war vielleicht nicht die durchdachteste Sonntagsidee, die wir jemals hatten, aber wir wollten endlich mal an den Strand fahren und wenn nun dauernd Schietwetter ist, ja dann muss man halt bei Schietwetter an den Strand. Dementsprechend präsentierte sich die Ostsee düster, mit Geisterschiffen im Nebel und mit eisigkaltem Wind, wegen dem auch schnell wieder die Flucht hinter das Strandgras angetreten wurde. Wie gut, dass genau dort ein kleines und sehr feines Café auf uns wartete, wo wir zwar nur draußen sitzen konnten, aber immerhin windgeschützt und mit heißer Schokolade.
Nun wissen wir auch, dass die Ostsee genau zwei Lieselotte-Geschichten weit weg ist. Und immerhin: eine kleine Tüte mit Muscheln und Steinen haben wir mit nach Hause genommen, und Karsten hat den ersten schönen Hühnergott gefunden. Hoffentlich den ersten von vielen!







Ok, maybe it wasn’t the smartest Sunday morning idea, but we have been planning to go to the beach for quite some time now and if the weather always feels the need to be lousy, well then that’s how it’s supposed to be, apparently. Accordingly, the Baltic Sea presented itself with gloomy, with ghost ships in the fog and icy wind, due to which we quickly retreated to the safety behind the beach grass again. What a coincidence that there was a nice little café waiting for us – with no free spots inside, but a wind-shaded place outside where we could warm ourselves with a hot chocolate and a piece of cake.
Now we also know that it takes only two audio stories of the “cow Lieselotte” to get to the Baltic Sea. And we brought back our first bag with collected stones and shells, and Karsten found our first hagstone. Hopefully many more will follow!
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Meine Tochter kann jetzt mit einer Schere schneiden. Und übt diese neue Fähigkeit morgens, mittags, nachmittags und nach dem Abendbrot. Das sind ganz neue Dimensionen beim Aufräumen. 🙂

My daughter learned how to use scissors. And is practising her new ability in the morning, after lunch, in the afternoon and after dinner. Tidying up suddenly involves a whole new dimension! 🙂
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“Huch, schon wieder so ein wütender Beitrag!” war der Kommentar von Karsten, als ich mich gestern über die Weltpolitik im Groben und den fehlenden sprachlichen Schliff im Besonderen aufgeregt habe. Tja, was soll ich sagen…manchmal ist halt nicht alles rosa-glitzer, und mein Einhorn steht auch nicht immer im Garten.
Sowieso, ich würde auch gar kein Einhorn im Garten wollen (aber das nur so nebenbei). Ich habe ja stattdessen Waldtraut. Und Waldtraut ist viel cooler als ein Einhorn.
Nach einem Monat Waldkindergarten bin ich nun von fast allen Eltern gefragt worden, ob ich eigentlich immer aus Überzeugung mit dem Fahrrad fahre oder ob wir kein Auto haben. “Beides!” antworte ich dann. Karsten und ich haben tatsächlich noch nie ein eigenes Auto besessen. Bisher ging es immer ohne, und die monatlichen Kosten (gerade in der Schweiz, wo man über 100 CHF allein für den Parkplatz pro Monat zahlt) und die Auswirkungen auf die Umwelt haben uns bisher von einem Autokauf abgehalten. In der Schweiz ging das ganz gut: unser Ort war gut angebunden, ein Einkaufszentrum mit allen lebenswichtigen Dingen war nur zehn Minuten zu Fuß entfernt (mit Kind entsprechend 30 Minuten) und auch der Kinderarzt war in unmittelbarer Nähe. Zum Bahnhof lief man 20 Minuten. Alles andere war mit Rad oder Bus oder S-Bahn erreichbar.
In Deutschland ist es ähnlich, aber zugegebermaßen ein bisschen schwieriger. In unserem Ort ist alles etwas weitläufiger verteilt, so dass man mitunter einiges an Kilometern zurücklegt und die Kinder immer wieder ein- und ausladen muss. Das erfordert, je nach Wetter, manchmal etwas Überwindung. Mit dem Kinderwagen komme ich nur selten irgendwo hin. Aber auch das geht. Trotzdem wollen wir uns irgendwann ein Auto leisten. Denn mit zwei Kindern ist es schon praktisch, wenn man auch mal einen Großeinkauf machen kann und nicht jeden zweiten Tag los muss um Milch und Brot zu holen. Außerdem gibt es viele schöne Ausflugsziele in der Umgebung, die man aber mit ÖV nur schwer (oder gar nicht) erreichen kann. Aber wenn wir ein Auto kaufen, dann soll es eines sein, dass sich zumindest annähernd mit unserem Umweltbewusstsein vereinbaren lässt. Und bis dahin tucker ich halt mit dem Fahrradanhänger durch die Gegend.
Und während die anderen ihre Kinder mit dem Auto in den Kindergarten bringen, freue ich mich halt jeden Tag über die Natur. Über die Vögel, die morgens schon zwitschern, über den Specht, den ich immer höre oder über die Eule, die neulich im Morgengrauen auf einem Ast saß. Über den Mond, der sich an manchen Morgenden im See spiegelt. Über den Nebel zwischen den Bäumen. Oder, wie letzte Woche, über fabelhafte Sonnenaufgänge, die mich immer mal wieder andächtig innehalten lassen. Selbst wenn wir ein Auto hätten, würde ich weiterhin mit dem Rad zum Kindergarten fahren. Ich muss mir nur noch angewöhnen, die Kamera bei schönem Wetter dabei zu haben.




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“Oh dear, yet another angry blog post!” Karsten commented yesterday, when I got steamed up about world politics in general and the missing linguistic polish in particular. Well, what should I say…sometimes, it’s not all pink and glittery, and my unicorn is not always parked around the corner.
I wouldn’t want a unicorn around the corner anyway. ‘Cause I got Waldtraut instead. And Waldtraut is much cooler than a unicorn.
After one month with the forest nursery, I have been asked by almost all the parents whether I would cycle because on principle or because we don’t have a car. “Both”, I normally answer, and it’s true, Karsten and I have never owned a car. So far, we simply didn’t need one, and the monthly costs (especially in Switzerland where you already pay around 100 CHF each month for a parking space) and the impact on the environment were holding us off the purchase. In Switzerland, it was working quite well for us. Our town had a good infrastructure, a small shopping mall was 10 minutes away by foot (with kids 30 minutes accordingly) and also the pediatrist was nearby. We walked 20 minutes to the train station. Everything else was available via bike, bus or metro.
In Germany, it turns out to be slightly more difficult, at least in our town. Everything has a slightly longer distance and there is no shopping mall that combines all the important shops – so I cycle quite a bit, and I also have to “pack and unpack” every time I enter a shop. That requires, depending on the weather, a bit of overcoming. The buggy is hardly used at the moment as it takes too much time. But it still works. However, one day we’d like to buy a car. With two kids, it’s definitely an advantage to be able to do one big round of shopping every now and then instead of needing to buy milk and bread every second day. Also, there are a lot of nice destinations in the area which are difficult (or not at all) to reach via publich transport. But if we buy a car, we’d like to buy one that somehow agrees with our environmental consciousness. And until then I’ll do my daily trips by bike.
And while the other parents are driving their kids to the forest nursery by car, I am happy about all the small discoveries that I make on my way by bike. The birds, that are chirping in the morning, the woodpecker that I hear almost every day or the owl that I saw at dawn last week. The moon which is reflected on the frozen lake. The mist between the trees. Or the absolutely beautiful sunrises that make me pause on my way back. Even if we had a car, I would still cycle to the kindergarden. I just need to get used to bringing a camera with me.
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Man kann momentan wieder keine Nachrichten lesen ohne dabei jedes Mal die Krise zu kriegen, oder? Ich komme bald aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus und frage mich fassungslos, wo das noch enden soll. Insbesondere das Land auf der anderen Seite des Ozeans sorgt ja für eine unmögliche Nachricht nach der anderen. Was mich neben den nicht absehbaren aber höchstwahrscheinlich auf Dauer katastrophalen Folgen am meisten ärgert ist dabei der Umgangston. Wo ist denn bitte die gute Ausdrucksweise geblieben? Ist in den sozialen Medien kein Platz mehr für höflichen Umgang und ein bisschen Eloquenz? Oder ist es neuerdings modern, dass Weltpolitiker locker flockig fluchen und derbe Sprüche bringen müssen? Wenn man schon täglich so frustrierende Nachrichten um die Ohren gehauen bekommt, dann doch bitte so, dass man zumindest ein gewisses Maß an Bildung bei den Führungskräften dieser Welt vermuten kann. (Aber der Anspruch darauf ist wahrscheinlich auch 2016 gestorben).
Ps: Und ja, ich weiß, dass es ganz andere Probleme gibt als die Ausdrucksweise von Politikern. Sehe ich genau so. Aber trotzdem! Das nervt mich alles!
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One can’t read the news nowadays without having a blue fit, can one? I can’t stop but wonder what went wrong and where it will end. Especially the country on the other side of the pond is causing one worrisome news after the other. Apart from the not foreseeable but most probably catastrophic consequences, I am really annoyed by the tone of communication. Where is the good style? Is there no place for a polite phrasing and a little bit of eloquence in the social media? Or is just hip for the world leaders of today to casually swear, use the f-word and show no good manners at all? If I already have to read such frustrating news, I’d love to read them in a way that indicates at least a certain level of education regarding the world politicians. (But this standard probably died in 2016 too).
Ps: And yes, I am aware that there are more serious issues than the manners of the world leaders. I completely agree. But still, it really annoys me!
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Wir wohnen ja nun in einem kleinen Dorf. Noch kleiner als das Dorf, in dem wir vorher gelebt haben. Und es scheint so, als ob man sich in so einem Dorf doch recht schnell einen Namen macht. Heute morgen kam ich jedenfalls zur Post, diesmal mit Ausweis, und wurde mit den Worten “Ach ja, sie sind ja die Schweizer!” begrüßt. Das ist schon lustig, vor allem, weil die Frau tatsächlich dachte, wir wären echte Schweizer (eine Annahme, die angesichts unseres eindeutig nicht schweizerdeutschen Akzents bei jedem Schweizer Empörung auslösen würde).
Nicht ganz so lustig ist es allerdings, wenn einem dann auch jeglich Verhaltensaussetzer der Kinder nachhängen. Es gab nun halt diesen einen Zwischenfall im Dezember. Man stelle sich ein Postamt in der Woche vor Weihnachten vor: eine ewig lange Schlange, alle Leute mit Paketen unter den Armen, und dann ich mit Paketen und zwei Kleinkindern im Schlepptau. Und als ich endlich an der Reihe war, da rannten plötzlich beide Kinder zu den Ständern mit den Flyern, griffen beherzt zu und warfen jauchzend circa hundert Flyer in die Luft. Mir lief der Schweiß von der Stirn, Rauchwolken kamen aus meinen Ohren, und die Postbeamtinnen runzelten pikiert die Stirn. Und sie runzelten weiter, während ich schwitzend versuchte, einen wildgewordenen Einjährigen unterm Arm zu fixieren, eine uneinsichtige Dreijährige zum Helfen zu verdonnern und gleichzeitig die hundert Flyer wieder aufzusammeln. Von allen Leuten, die da standen und schauten und die Stirn runzelten kam mir genau EINE zu Hilfe – natürlich eine Frau, die ebenfalls zwei Kinder hatte.
So, und an diesen Zwischenfall erinnern sich diese Postbeamtinnen auch nach sechs Wochen noch! Und erzählen heute dann gleich auch, dass das wirklich nicht witzig war, weil sie die Flyer hinterher teilweise noch wieder sortieren mussten.
Nein, habe ich gesagt, ich fand das auch nicht witzig! Aber ich habe nun mal nur zwei Arme, und damit zwei Kinder festhalten und Päckchen abzugeben und zu bezahlen geht nun mal nicht gleichzeitig! Natürlich kam daraufhin der Hinweis, dass die Kinder ja auch lernen müssten, das sowas nicht geht. Also Leute, denk ich mir da, nun bleibt mal alle schön locker! Mein Sohn ist noch nicht mal 1,5 Jahre alt und der hat nun eben noch nicht gelernt, dass er nicht einfach juchzend Papier in die Luft werfen darf. Sowieso gibt es in unserer Familie ja eine gewisse Lernresistenz, die sich in vielerlei Hinsicht auf den Nachwuchs zu übertragen scheint. Anstatt pikiert zu gucken und einem das wochenlang nachzutragen, könnte man ja auch einfach mal helfen! Irgendwann zahlen diese Kinder schließlich eure Rente!
Dass sämtliche meiner Postbesuche in letzter Zeit eher chaotisch waren, trägt leider nicht zur Besserung meines Rufes bei. Aber was soll’s. Besser verpeilt und liebenswert, als verklemmt und unfreundlich!
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As you might have noticed, we are now living in a small town. Even smaller than the town we lived in before (to be correct: half as big as before). And it appears that one is quickly known in a town like this.
This morning, I went to the post office (this time I brought my passport), and I was greeted with the words “Of course, you are the Swiss!”. Which is amusing, especially because the woman thought that we are indeed Swiss (an assumption that would almost assault a proper Swiss, regarding our definitely not-existent Swiss accent!).
But it’s not entirely amusing anymore if you notice that every small behavioural misfire of the kids is well remembered. See, there has been this one incident in December. Imagine a post office during the week before christmas: long queues, lots of parcels, sweating customers, and myself with several christmas parcels and two kids in tow. When it was finally my turn, my kids ran to the shelves with the flyers, grabbed about one hundred of them and threw them into the air, with loud jubilance. Sweat was running down my forehead, steam was coming out of my ears, and the post office clerks watched and furrowed their eyebrows while I tried to collect the one hundred flyers again, holding a one year old who’s gone wild and trying to convince a three year old to help. Of all the people standing and watching, exactly ONE woman decided to help me – of course a mother who had two kids herself.
And this one incident is still remembered by the post office clerks six weeks later! And they even tell me that it really wasn’t funny – they even had to sort some of the flyers again after I left.
No, I said, for me it wasn’t funny either. But unfortunately I only have two arms, and it’s not possible to hold two children, carry all the parcels and pay at the same time. Of course I was told that the kids have to learn that they are not allowed to do stuff like this. And I thought: For Christs sake, people, just try and relax! My son is not even 1,5 years old and no, so far he didn’t learn that he is not supposed to happily throw paper into the air. Also, there is a certain resistance to learning in our family and it seems to be inherited by some of our children as well. But instead of watching and furrowing your eyevbrows you could also try and help a little bit. After all, these kids are supposed to pay your pension one day.
The fact that all of by visits at the post office have been rather chaotic so far doesn’t really help to improve my reputation. Whatever. I prefer to have a “chaotic but still somehow lovely” reputation than a “uptight and unfriendly” one.
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Man kann ja wirklich nur staunen, wie viele Sachen man an Wochenenden machen kann. Der Samstag begann zuerst etwas verplant: eigentlich wollten wir das Auto meines Bruders ausleihen, meine Nichte als Babysitterin anheuern und endlich die letzten nötigen Groß- und Kleinteile von Ikea besorgen (zum Beispiel die EINE Schraube, die fehlt um unseren Sessel zusammen zu bauen!). Die ganze Planung war dann aber doch etwas unpraktisch, und so fuhren wir stattdessen mit Rädern und Kindern zur Post, um endlich mal ein gemeinsames Konto zu beantragen. Das war auch eher semi-erfolgreich, weil ich nämlich meinen Ausweis nicht dabei hatte. Und das Geburtstagspäckchen für die Freundin in der Schweiz konnten wir auch nicht abschicken, weil JEMAND die Geburtstagsschokolade einfach aufgegessen hatte.
Aber dann! Dann fuhren wir auf dem Rückweg bei der Bücherei vorbei und besorgten einen Jahresausweis. Natürlich musste gleich alles erkundet werden und wir waren alle sehr angetan von der Buch- und Filmauswahl und der Gestaltung. Die Auswahl an Kinderbüchern in unserem Alter war zwar noch ausbausfähig, aber dafür ist der ganze Kinderbereich schön gemütlich eingerichtet und in jeder Fensternische ist eine Leseecke. Zur großen Freude der Tochter gibt es sogar eine Verkleidungskiste mit, haltet euch fest, einem Prinzesinnenkostüm (!!)- also was will man mehr?
Mit der Lesekarte und mehreren Büchern und Filmen im Gepäck ging es weiter und ich machte kurzerhand einen Abstecher zum Fahrradladen, der gerade Sonderangebote hat. Das Tolle an so kleinen Läden ist ja, dass man dem netten Verkäufer schildert, was man sucht, und dann zeigt er einem ein Rad, das perfekt passt, sich super fährt und auch noch 150 Euro runtergesetzt ist, und dann fährt man mit neuem Fahrrad nach Hause. Das letzte Fahrrad, dass ich neu hatte, bekam ich mit 14 Jahren von Aldi. In den letzten Jahren bin ich mit einem 30 Jahre alten Rennrad gefahren, mit dem ich nur die ersten drei Gänge wirklich nutzen konnte und das sich bei Dunkelheit mit lautem “wiii wiii wii” bemerkbar machte (Dynamo….tjaja). Seit gestern bin ich nun also im Besitz eines richtig tollen Fahrrads, mit Nabenschaltung und Licht, dass einfach so angeht, wenn ich fahre. Total cool! Und das Beste: es ist grün! Deswegen und wegen der täglichen Runde heißt es sie nun auch Waldtraud.
Nachmittags hatten wir es dann ganz entspannt, ich fuhr einkaufen (mit Waldtraud….wuuuusch!), brachte der Großen zu ihrer großen Freude einen Tuschkasten mit, und dann wurde getuscht, Kasimir geguckt, Memory gespielt, rote Grütze gekocht und auf den Spielplatz gegangen. Als die Kinder schliefen, haben Karsten und ich noch ganz gemütlich eine Folge der BBC Dokumentation “The Hunt” geschaut.
Heute morgen gab es Ausschlafen für Karsten, ein sonntägliches Frühstücksei und danach fuhren wir mit dem Zug nach Kiel, um mit den Kindern das kleine GEOMAR Aquarium anzuschauen. Gäbe es die Möglichkeit, sich einfach so mit einem Fingerschnipsen Wissensgebiete anzueignen: Meeresforschung wäre einer meiner Favoriten! Ich werde jedes Mal ein bisschen hibbelig, wenn ich die Forschungsschiffe dort liegen sehe. Für tiefschürfende Forschungsthemen sind die Kinder zwar noch zu klein, aber das Aquarium kam natürlich trotzdem gut an. Das Kindergartenalter ist doch echt großartig – es gibt so unglaublich viel zu entdecken!! Aber draußen am Hafen war es dann doch etwas kalt, und wir haben uns zu Hause erstmal mit Kaffee und roter Grütze gestärkt (einzig kritischer Moment des Tages: die minutenlange Brüllattacke des Kleinen als ich ihm mit dem Löffel die letzte Grütze aus der Schale kratzen wollte…ein Drama, ich sag’s euch!).
Später am Nachmittag bin ich dann nochmal mit der Großen raus, weil sie so gerne mit dem Fahrrad üben wollte. Und so zogen wir bis es zu dunkel wurde unsere Runden um den Spielplatz, immer etwas wackelig und mit Festhalten, aber mit etwas Übung wird das schon.
Nun liegen die Kinder nach dem Sandmann und Vorlesen im Bett und wir werden den Abend hoffentlich ganz geruhsam ausklingen lassen. Morgen dann wieder Alltag.









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It’s amazing how many things can sometimes fit into one single weekend, isn’t it? Saturday started to be a bit out of it: the original plan was to borrow my brother’s car, invite my niece as a babysitter and make a final trip to Ikea to buy some last much needed items (for example the ONE screw that is missing and that we need to finally build up our armchair!). The whole planning was, however, a bit unorganised, so we postponed the plan and took the kids and the bikes and went to the post office instead in order to finally sign up for a shared bank account. Which also turned out to be semi-successfull as I forgot to take my passport with me. We couldn’t even send the birthday parcel for our Swiss friend because SOMEONE has eaten all the birthday chocolate.
On the way back, however, we stopped at the library and signed up for an annual membership. Of course we then had to explore the library and its different features and all of us were quite pleased with the selection of books and movies and the whole design in general. The selection of children books still has some potential to grow, but the children area is nicely desigend and there is a cosy reading spot in every window window recess. To the delight of the little one, there is even a dress-up box with – hang on to your hats – a PRINCESS COSTUME (!!!) – what else could one possibly desire?
With the annual reading pass and several books and dvds in our bags we continued to cycle back home and I made a short detour to a bike shop which had bikes on sale. The great thing about small shops like this is that you can simply walk in and tell the friendly salesman what you need and he will then show you a bike which fits perfectly, which drives smoothly and which has a 150 Euro discount, and then you cycle back home with a new bike. I think I was 14 years old when I got my last new bike (and it was an offer at Aldi). During the last years, I have been using a bike which is about 30 years old and with which I could only use the first three gears. It still had a dynamo which was quite useful: although the light wasn’t very good, everybody was still able to hear me approaching in the darkness (“weeeeweeeweee”). Since yesterday, I am the proud owner of a really good bike, with gear hub and a light that works as soon as I start cycling (just like that, really! I didn’t even know things like this existed!). And the best thing about it: it’s green! We named it her Waldtraud.
Afterwards, we had a very relaxed afternoon. I went shopping (with Waldtraud!), bought a box of water colours (mucht to the delight of the little one), and then we water-coloured, watched short movies, played memory, cooked red fruit jelly and went to the playground. As soon as the children were asleep, Karsten and myself watched an episode of the BBC documentary “The Hunt”.
This morning, Karsten was allowed to sleep in, we then had a Sunday-hard-boiled egg and took the train to Kiel to visit the small GEOMAR aquarium with the kids. If there would be a possibility to learn a whole new field of knowledge, just like this, marine research would definitely be among my top candidates! I always get very excited when I see the research ships in the harbour. Sure enough the kids are still a bit young for deep scientific questions, but they did love the aquarium! I do love this kindergarden age – there is so much to discover, explain and explore!! But it was rather cold at the harbour today, so when we came back home we really had to enjoy some coffee and red fruit jelly! Only critical moment of the day: the almost everlasting cries of the hobbit when I wanted to offer him his last spoonfull of jelly. Life is though.
Later this afternoon, the little one and myself went outside again because she was keen to practice with her bicycle. So we drove around the playground until it got too dark – always a bit shaky and still with me holding her, but with a little bit more practice she’ll get there.
Now the kids are sleeping and we’ll let the evening end as relaxed as this whole weekend has been. Tomorrow, it’s back to the daily routine.
(English version follows below)
Ich kenne da jemanden, der mag für sein Leben gerne Trockenpflaumen. Vor ein paar Jahren hatte ich mal eine 500g Packung Trockenpflaumen für’s Kochen gekauft. Die hat diese Person komplett an einem Abend aufgefuttert. Und es in der folgenden Nacht mehr als bereut. Es stellte sich heraus, dass diese Person tatsächlich nicht wusste, was passiert, wenn man ein halbes Kilo Trockenpflaumen verzehrt.
Nun ja. Diesselbe Person hat heute eine Packung Trockenpflaumen UND eine Packung getrocknete Aprikosen gegessen. Da fällt mir jetzt nichts mehr zu ein. (Und ich überlege schon den ganzen Abend, ob es eigentlich eine liebevolle Umschreibung für “gierig” gibt….).
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I know someone who really loves to eat prunes. A few years ago, I once bought one pound of prunes for the kitchen. Said person ate the whole pound within one evening. And had some deep regrets during the following night. Turns out said person wasn’t aware of the effect that a pound of prunes will cause.
Well. Today, the same person ate a whole packet of prunes AND a whole packet of dried apricots. Words fail me…(And I am desperately trying to find a loving way of paraphrasing the word “voracious”).
(English version follows below)
Heute morgen beim Frühstück haben wir eine Liste mit all den Sachen gemacht, die wir heute eigentlich erledigen müssten. Wohnzimmer wischen, Klos putzen, Arbeitszimmer aufräumen, Post erledigen, ein letztes Weihnachtsgeschenk verschicken, einkaufen, zur Post, Holzplatte über der Werkzeugbank anbringen, Gästebett beziehen, Wäsche verräumen und und und.
Und dann haben wir rausgeguckt und festgestellt, dass seit fast zwei Wochen das erste Mal die Sonne scheint. Da haben wir gepflegt alles stehen und liegen gelassen, den Staubsaugerroboter angemacht und sind am See langspaziert. Solche Tage muss man schließlich genießen.
(Jetzt brauch ich bitte noch einen Wischroboter, einen Aufräumroboter, einen Kloputzroboter und einen Müllrausbringroboter!)









This morning while having breakfast, Karsten and me wrote a long to-do-list with all the chores and tasks that would need to be attend to today. Clean the living room, clean the toilets, tidy up the guest room, go through all the mail and the bills (and possibly pay them), send one last christmas parcel, do the weekend shopping, go to the post office, mount a wooden plate above the work bench, make the guest bed ready, sort the laundry away and and and.
And then we looked outside and noticed that it was the first time since almost two weekds that the sun was shining. So we postponed everything, switched on the vacuum robot and strolled along the lakeside. You got to cherish days like this, really.
(Now I just need a mop-robot, a tidy-up-robot, a toilet-cleaning robot and a taking-the-trash-outside-robot!)