Absurdistan

(English version follows below)

Manche Sachen sind ja schon sehr absurd. Letzten Herbst zum Beispiel wurden bei uns um die 600 Bäume im Wald gefällt. Die Waldkinder haben wochenlang nur noch Baumfäller gespielt. Gestern wurden dann ein paar der riesigen Buchenstämme in einen Container geladen. Der kommt jetzt nach Hamburg. Von dort werden die Stämme nach China verschifft. Und dort werden dann Essstäbchen draus gemacht.

Absurd.

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Sometimes, life’s absurd. Last fall, for instance, about 600 trees were cut in our forest. The children from the forest kindergarden played “tree cutters” for weeks. Yesterday, some of the huge beech logs were put in a container. The container is now on its way to Hamburg. From there, the logs are going to be shipped to China. And there, they will be turned into chopsticks.

Absurd.

 

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mütterliches Wunschdenken (und die Realität) / wishful maternal thinking (and reality)

(English version follows below)

Vorgestern Abend musste meine Familie leider ziemlich schlechte Laune meinerseits ertragen. Und Schuld daran war die Spielzeugsindustrie. Und der eine, der einzige Laden in unserem Ort, der ein nennenswertes Spielzeugangebot hat. Und wenn ich die Zeit und die Muße und vor allem das Geld hätte, dann würde ich noch dieses Jahr einen eigenen Spielzeugladen hier aufmachen, jawohl, nur damit das mal klar ist!

Wir nähern uns nämlich dem 5. Geburtstag der Großen. Natürlich soll es auch wieder eine Feier mit ihren Freunden geben, und wie wir letztes Jahr gelernt haben, ist es hier so üblich, dass die Geburtstagskinder in besagtem Laden einen Geburtstagskorb haben. Dort packen sie alles rein, was sie sich wünschen, und die Gäste können die Sachen dann kaufen und schenken. Ein System, was ich sowieso schon etwas fraglich finde. Der klare Vorteil ist, dass man auf jeden Fall etwas schenkt, worüber sich das Kind auch freut (die Eltern nicht unbedingt, wie man vielleicht schon vermuten mag). Aber erstens finde ich es nett, wenn die Gäste selber Ideen haben, was sie schenken könnten. Individualität und Selbstständigkeit und sowas, nicht? Und zweitens….nun ja, zweitens drückt man seinem Kind einen Korb in die Hand und sagt “Such dir aus, was du am Liebsten hättest” und dann steht man am Ende da und könnte spontan in Tränen ausbrechen. Denn: es gibt halt nur diesen einen Laden. Und dieser eine Laden hat zwar viel, aber vor allem viel Mist.

Und mit Mist meine ich wirklich Mist. Für Mädchen gibt es alles, was das stereotypische achsomädchenhafte Herz erfüllt, und zwar ausschließlich in der Farbpalette rosa-pink-lila-glitzer. Man darf sich entscheiden zwischen Topmodel-Stickeralben, rosa Einhornschmuckkästchen, pinkglitzernden Stiften oder Kuscheltieren, die ich persönlich eher in ein Horrorkabinett stecken würde.

Für Jungs gibt es natürlich, ganz klassisch, Autos, Dinosaurier und Feuermann Sam. Und Plastikwerkzeug und Gewehre. Ist ja klar.

Natürlich gibt es auch Sachen dazwischen. Ein paar Bücher, Tiptoi, Puzzle und Schleichtiere. Aber die Tendenz ist klar, oder? Und da stehe ich nun als Mutter und muss zusehen, wie mein Kind ein furchtbares Geschenk nach dem anderen in den Korb packt. Hauptargument? “Das haben die anderen auch!”. JA! Die anderen haben das auch, weil es hier nun mal NICHTS ANDERES GIBT! Schlimm ist das. Warum, frage ich mich, fährt der Laden diese Schiene? Warum überlegen sich die Leute nicht, was es sonst noch an coolen Spielsachen gibt? Ob man nicht vielleicht sogar eine Verantwortung hat, den Kindern noch was anderes außer dünnen Models und glubschäuigen Viechern zu bieten?

Nehmen wir doch mal die Farben. Wie wäre es denn mit grün, gelb, orange, oder schlicht und ergreifend mal rot statt rosa? Aber Gott bewahre, wenn ein Mädchen sich nicht über rosa freut. Das ging mir schon damals so, als die Große ein Baby war und ständig für einen Jungen gehalten wurde, weil sie grün anhatte.

Ja, meine Tochter findet rosa toll. Und Einhörner. Und Glitzer. Das ist auch ok für mich (zumindest arbeite ich dran). Aber der Grund, weshalb sie das toll findet, ist nicht ihr Geschlecht. Ich weigere mich zu glauben, dass es Mädchen angeboren ist, was sie toll finden. Und wir haben wirklich unser Bestes gegeben, um ihr vorzuleben, dass es auch andere Sachen gibt. Trotzdem hielt irgendwann Elsa bei uns Einzug. Weil ihre Freundin das toll fand. Und weil es in jedem verdammten Laden Elsa-Sachen gibt. Damit habe ich mich inzwischen angefreundet. Immerhin steht der Hobbit total auf Anna – zumindest ein Stereotyp weniger. Und auch mit rosa kann ich mich schon lange arrangieren. Aber dieses glubschäuigige Glitzermonster, das hat relativ wenig Chance meine Gunst zu gewinnen. Im Korb ist es trotzdem geblieben. Weil die Große ganz richtig bemerkt hat “Mama, es ist doch MEIN Geburtstag!”. Und da hat sie total recht.

Aber nun stellt euch mal vor, nur mal so rein theoretisch, wir hätten hier einen Spielzeugladen, der sinnvolles, schönes Spielzeug verkauft. Mit dem man was anfangen kann, das nicht sofort kaputt geht, und das nicht geschlechtsspezifisch aufgezogen ist. Was Spaß macht, lustig und cool ist und das Kind auch ein bisschen fordert (mehr als nur aufgemalten Models Glitzerbikinis anzuziehen). Ich bin mir 100% sicher, meine Tochter hätte ebenso glücklich ihren Korb gefüllt und wäre beseelt aus dem Laden gegangen. Und mir hätte es wahrscheinlich nicht das Abendessen verdorben.

(Letztes Jahr haben wir übrigens auf den Korb verzichtet. Aus eben diesen Gründen. Da hat das Kind eine Stofftasche mit pinkem Kunstfell und Neonstiften zum Bemalen geschenkt bekommen. Aus eben diesem Laden. Kommt also auf’s Gleiche raus!)

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Two nights ago, my family had to endure quite a bad mood on my part. And I’m sorry to say, but the toy industry is to blame. The toy industry, and the one (and only) toy shop in our town. And if I had the time and the money, then I would open my own toy shop in this town, just to make that clear!

We are approaching the 5th birthday of the little one. Of course there will also be a party with her friends again, and by now we learned that it is a common thing here to prepare a so called birthday basket in the (one and only) toy shop. The kid is allowed to put everything fun in there, and the guests can then choose between the gifts. I’m not a big fan of this system. The (one) advantage is that always buy a gift that the kid will truly like (not necessarly the parents, though, as you might already suspect). But first of all, I think it’s nice when the guests have some own ideas about possible presents. Individuality and all that… And secondly….well, secondly you tell your child “choose what you like best” and then you are about to burst into tears when checking the basket. Because: there is just this one shop in town. And it might have some kind of variety, yes, but I’m sorry to say but this variety contains a lot of crap.

And by “crap” I really mean crap. This shop fullfills every stereotypical gender aspect. For girls, you’ll find everything in the colous pink-purple-rosé-glitter. You can choose between top model sticker albums, pink unicorn jewelry boxes, pink glittery pens or soft animals which I personally would rather put in a horror cabinet (not sure if the word “animal” even covers it).

For boys there are of course cars, dinosaurs and Fireman Sam. And plastic work tools and rifles. Obviously.

Of course, there are things in between. A few books, TipToi, puzzles and so on. But the tendency is clear, isn’t it? And here I stand, as a mother, and have to watch how my child puts one horrible gift after another into the basket. Her main argument? “All the others have it too!”. YES! The others have all that stuff too, because there is NO OTHER OPTION!  Why, I wonder, does the store run these products? Why don’t people order any other toys – there are so many cool, creative and fun toys on the market!

Let’s take the colors. How about some green, yellow, orange, or simply red instead of pink? But God forbid if a girl is not happy about pink. It starts with giving birth: the little one was constantly mistaken for a boy when she was a baby because she was wearing a green jacket.

And yes, my daughter likes pink. And unicorns. And glitter. And that’s fine for me (at least I’m working on it). But the reason for it isn’t her gender. I refuse to believe that girls have an inborn passion for pink. And we really tried our best to show her that there are other things/colours/toys. Nevertheless, one day Elsa moved in with us. Because her friend loved it. And because there’s Elsa stuff in every damn store. I’ve gotten used to it by now. After all, the Hobbit is totally into Anna – one stereotype less :-). And I don’t object pink stuff.  But this glitter monster which found its way into the birthday basket has a pretty slim chance to win my trust! It’s still in the basket, though. Because, as the little one correctly stated: “Mom, it’s MY birthday!”. She’s right!

But now imagine, just in theory, that we’d have a toy shop here that sells nice toys. Toys that make sense. Toys that don’t break right away and that are not gender-specific. Toys wich are funny and cool and creative and also challenge the child a bit (more challenge than putting on glittery bikinis on thin models). I am 100% sure my daughter would have been just as happy to fill her basket there, and she would have left the shop being completely happy. And I might have had a nice dinner that evening.

 

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Zwischenbericht / this and that in between

(English version follows below)

Viele große und kleine Unternehmungen, Erkenntnisse und Situationen derzeit, daher schnell ein paar Stichpunkte:

Man mag es als Norddeutscher ja gar nicht schreiben, denn man könnte es unnötig heraufbeschwören, aber: es hat seit sicher sechs Wochen nicht mehr geregnet bei uns. Der Boden ist staubtrocken und knochenhart, das Gras überall verdorrt. Ungefähr 95% der letzten Wochen schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel herab. Wann hat man das das letzte Mal gehabt? Und keiner traut sich zu sagen, dass man ja eigentlich der Pflanzen zu liebe mal auf ein bisschen Niederschlag hofft – denn man weiß genau: spricht man es aus, dann kommt der norddeutsche Sommer zurück, und der beeinhaltet, nun ja, reichlich Regen und wenig Sonne. Heute hatte das Wetter aber von selbst ein Einsehen und es nieselt ein wenig vor sich hin. Da freut sich der Rasen, und der Apfelbaum sicher auch, denn der hängt zwar voller Äpfel, wirft aber bereits gelbe Blätter ab. Und vielleicht haben wir ja Glück, und der Regen hört in den nächsten Wochen auch wieder auf.

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Gestern waren wir auf dem Hansekulturfestival in Lübeck, wo ich sozusagen einen Arbeitseinsatz hatte und meine Freundin sieben Stunden beim Bau von Steckenpferden unterstützt habe. Also, eigentlich habe ich die Kinder beim Bauen unterstützt. Auf den neuen Werkbänken (und hier wird ja keine Werbung gemacht, auch nicht in eigener Sache, aber Holzprojekte mit Kindern sind ja eine extrem feine Sache). Dabei gab es jede Menge Einsichten, was das Arbeiten mit Kindern und Eltern angeht – eine Hauptarbeit besteht unter anderem darin, den Eltern auf liebevolle Art klar zu machen, dass ihr Kind kompetent genug ist, um selber sägen und bohren zu können.

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Der Hobbit macht anscheinend eine schwierige Phase durch. Zwar kann er es kaum erwarten in den Kindergarten zu kommen (zumindest tut er das mehrmals täglich kund), aber er verhält sich so völlig konträr dazu. Ständig versteckt er sich hinter meinen Beinen, will auf meinen Arm oder vergräbt den Kopf irgendwo. Alle Situationen, die von ihm irgendeine Art von Aktion erfordern (Zähneputzen, Schuhe anziehen, Windel wechseln, Aufräumen, sich zum Essen an den Tisch setzen, Hände waschen….) ziehen unweigerlich einen langwierigen Trotzanfall nach sich. Gestern auf dem Hansekulturfestival sogar in dem Maße, dass Karsten von einer Frau angesprochen wurde, ob das wirklich sein eigenes Kind sei, dass da schreiend vor ihm weglaufen würde. Ach ja, die Freuden des Elterndaseins…

Unser Baumhaus ist fertig! In luftigen 2 Meter Höhe, aber hoffentlich sicher genug, dass auch der Hobbit, wenn er erstmal die Leiter bewältigt hat, nicht runterfallen kann und somit alle Großeltern beruhigt schlafen können. Karsten drängt mich, mehr darüber zu schreiben, aber das ist einen eigenen Beitrag wert, also muss hier noch etwas Geduld geübt werden.

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Am Wochenende fand wieder der jährliche Umzug des Schützenvereins statt. Mit Dschingerassabums. Von der Großen sehnsüchtig erwartet, weil sie genau an unserem Haus vorbeiziehen und uns Bonbons in den Vorgarten werfen. Das ist schon ein echter Luxus. Bei mir löst dieses Dschingerassabums der Blaskappelle eine ganze Welle komischer Kindheitserinnerungen aus, die ich allesamt mit einer zutiefst spießbürgerlichen Wohngegend verbinde. Ich muss mich da echt zusammenreißen, um zu den Kindern rauszugehen und freundlich zu winken. Naja, jetzt haben wir eine ganze Schale voller Bonbons auf dem Tisch stehen.

Nun wünsche ich schnell allseits noch ein schönes Wochenende!! Ich muss jetzt mal Einladungen für einen kommenden Geburtstag basteln…

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Many big and small insights, trips and situations right now, therefore just a quick update on the blog:

  •  As someone living in Norther Germany, one doesn’t really dare to say it out loud because, sure enough, one is going to jinx it. But: it hasn’t rained since six weeks. The soil is completly dry and hard as concrete, the gras has turned brown. About 95% of the days, the sun is shining down from a clear blue sky. When was the last time something like this happened in Northern Germany, one wonders? And noone dares to say that the vegetation is actually in urgent need of a bit of rainfall – because everyone knows that, as soon as one says it out loud, the North German summer is going to start. And the North German summer involves, well, a lot of rain and very little sunshine. But today, the weather decided to manage it itself and it cloudy with light rainfall. I can almost hear our gras sighing in relief, and the apple tree is happy too, because it does seem to have a lot of apples this year, but the first leaves turned yellow already. And maybe we are lucky and the rain is going to stop again at one point during the next weeks 🙂

  • Yesterday, we went to the Hanseatic Culture Festival in Lübeck, where I had a work shift, so to say, when I helped my friend to build hobby horses for seven hours. Well, to be correct, I helped the children to build horses. Using our new work benches (and I don’t host any advertisement here, not even for myself, but I have to say that wood projects with kids are extremly awesome). I gained many insights yesterday regarding the work with children (and their parents). One of the main tasks is to friendly explain the parents that their kids are indeed capable to use a saw and a drill all by themselves. And then enjoy how the kids are growing at least 3 centimeters when they actually saw and drill.

  • Apparently, the hobbit is going through a difficult phase again. On the one side, he can’t wait to join the forest kindergarden (at least that’s what he says several times a day), but he acts completely contrary to it. He is constantly trying to hide behind my legs, or on my arm, or he is burying his head somewhere. Every situation which requires some kind of action by him (brushing teeth, putting on shoes, changing diapers, tidying up, sitting down for dinner, washing hands… the list is admittedly endless) is automatically followed by denial and a tantrum. Yesterday, at the festival in Lübeck, Karsten was even asked by a woman wether it is acually his own child who is running aways from him, screaming. Oh yes, the pleasures of parenthood….

  • Our treehouse is finished. In airy 2 meters above the ground, but hopefully secure enough even for the hobbit so that all the grandparents can sleep well at night. Karsten is rushin me to write more about it, but it deserves an own entry, so he (and you) have to be patient for a little while longer.

  • During this weekend, the local shooting club celebrated their annual anniversary. (Yes, even in Germany there are shooting clubs! But they don’t really shoot, but meet and drink beer). The little one has been asking about this celebration for a while now, because it starts with a parade wich happens to pass our house, and this parade involves a lot of very traditional German parade music and a lot of candy which they throw into our front yard. Very much to the delight of the children (while I am overthrown by weird childhood memories every time I hear this kind of music, which are all linked to a very, very conservative neighbourhood). It is actually quite an act for myself to go outside and smile and wave when they pass. But hey, now we have a bowl full of candy on our table.

And now I am wishing you a wonderful Sunday evening! I am off to write invitations for an upcoming birthday…

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Der Garten im Mai / our garden in May

(English version follows below)

Vielleicht muss ich mich korrigieren und mein Lieblingsmonat ist nicht der April sondern der Mai. Nachdem im April der Frühling eingezogen hat, wurde es bei uns im Mai richtig sommerlich. Das lag vor allem am Wetter – so viel Sonne und blauen Himmel hatten wir ja im ganzen letzten Jahr nicht. Auf einmal guckt man aus dem unserem Schlafzimmerfenster nur noch ins Grüne, und den Pflanzen kann man praktisch beim Wachsen zuschauen.

Anfang des Monats blühten wunderschön die Tulpen (besonders gefreut habe ich mich über ein paar orange, die ich aus unserem letzten Schwedenurlaub mitgebracht hatte). Dann fing der Flieder an zu blühen und ein-zwei Wochen duftete der ganze Garten morgens und abends ganz wunderbar. Als der Flieder fast fertig war, fing der Rhododendron an – so geht eines ins andere über. Ab Mitte Mai begannen dann Akelei, Zierlauch, Iris und Storchenschnabel zu blühen. Generell ist Mai und Anfang Juni bei uns eine sehr lilafarbene Phase, da unser Vorbesitzer anscheinend einen Hang zu lila und rosa hatte. Dank des heißen Wetters blühen auch die Rosen schon, sehr harmonisch zusammen mit dem Giersch. Man könnte fast meinen, es sei gewollt.

Die Hochbeete sind voll bepflanzt und wir haben erste Radieschen geerntet. Die Zuckerschoten ranken fleißig nach oben, der Dill wächst gut und auch der Buschtomate fühlt sich sichtlich wohl. Wenn der Sommer weiter so schön bleibt, können wir vielleicht mal wieder einen Kürbis ernten. Die zwei Hochbeete sind zwar kein Vergleich zu unserem früheren Gemüsegarten, in dem wir im Sommer täglich abends einen Korb voll Abendbrot ernten können (habe ich erst heute Nacht wieder von geträumt), aber dafür haben wir jetzt eben Beeren. Johannisbeeren vor allem.

Zwischendurch kommen wir übrigens immer ordentlich ins Schwitzen was komische Pflanzkrankheiten angeht. Unsere Blutjohannisbeere zum Beispiel, die ich letzten Monat noch fotografiert habe, hat nur zur Hälfte geblüht. Die andere Hälfte hatte komplett vertrocknete Blütenansätze und beim Abschneiden der Äste innen einen schwarzen Mittelpunkt, was bei uns kurze Zeit für Panik sorgte, weil wir Verticillium in Verdacht hatten. Nicht zu verwechseln mit Vermicelli. Eines ist ein superfieser Welkepilz, das andere lässt einen alles andere als welken. Leider kann man gegen die Pilz-Variante nicht viel machen. Inzwischen haben wir uns beruhigt und hoffen, dass es einfach nur zu trocken war. Falls es aber doch Verticillium sein sollte, dann haben wir in vier-fünf Jahren hier im schlimmsten Fall weder Beerenbüsche noch Obstbäume oder Rhododendren übrig. Keine schöne Aussicht, nein wirklich nicht! Also Daumen drücken und abwarten, auch wenn es schwer fällt.

Auch der Rhododendron hat zum Teil schwarze Blütenansätze und komische Blätter. Und die Rosen hatten schon wieder erste Rostblätter. Der Wein an der Hauswand hat komische Parasiten. Und der Rosmarin hatte lauter braune Nadeln. Generell macht so ein riesiger Garten auch riesig viel Arbeit. Eigentlich müsste überall gejätet, gedüngt und was nicht alles gemacht werden. Und ich bin viel zu ungeduldig und hätte alle neu gepflanzten Stauden gerne schon viel größer. Gottseidank kamen Ende Mai meine Eltern zu Besuch. Das bedeutet nicht nur gute Gesellschaft und glückliche Kinder, sondern auch einen ordentlichen und aufgeräumten Garten 🙂 Überall, wo noch Platz war, wurden einjährige Blumen gesäät, die hoffentlich noch kommen.

Bei Karstens wohlintentionierter Wildecke im Vorgarten wird noch interveniert. Die sieht nämlich eher wie ein vergessenes Salatbeet aus, und blühen tut da auch nicht wirklich was.

Und abseits der Pflanz- und Beerenthematik tut sich mal wieder einiges an der Baufront.  In luftiger Höhe entsteht zur Zeit ein neuer Lieblingsplatz, eigentlich für die Kinder gedacht, aber genau so fein für Erwachsene. Mehr Details dazu folgen bald.

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Anfang Mai

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Ende Mai

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Maybe I have to correct myself and my favorite garden month is not April but May. While spring arrived in April, summer already started in May. This was mainly due to the exceptional warm weather during the last weeks – we had more blue sky, sunshine and warm temperatures than during the whole last year. Suddenly, there is only green, green and green again when looking out of our bedroom window, and one can literally watch the flowers while they grow.

At the beginning of the month, it was still tulip season. I especially enjoyed some orange tulips which I bought during our last holiday in Sweden. Then, the lilac started to blossom and for around two weeks, there a beautiful scent entered the house every time we opened the windows. Once the lilac was done, the rhododendron was starting – one follows the other. Since the middle of May, aquilegia, iris and the wild geranium is flowering. Generally, we have a very purple and pink period in our garden right now since the previous owner seemed to have a passion for these colours. Thanks to the warm weather, the first roses are blooming too, next to the white bishop’s weed which looks so nice together as if it’s intended.

The vegetable beds are fully occupied and we had our first harvest: garden radish. The mangetouts are growing well, the dill too, and the tomato (a so called bush tomato) is obviously loving the spot. Maybe we’ll even be able to harvest a pumpkin this year, given that the summer stays like this. The two vegetable beds are not comparable to our vegetable garden in Switzerland where we were able to pick a basket full of dinner each evening (I actually had a dream about it last night), but hey, now we have lots of berries instead. Currants, to be exact. Lots of currants.

Every now and then I am slightly panicking when it comes to weird sicknesses. Our blood currant, for instance, which I photographed last month, only flowered on some branches. The other buds were completely dry and when I cut the branches, they had weird black spots in the middle. My worry is that it is struck by Verticillium. Not to be confused with Vermicelli. One lets you wilt, the other one does quite the opposite. Unfortunately, one can’t really fight the wilting version. By now, we hope that spring has simply been too dry this year, but in case it’s Verticillium wilt we won’t have any berries left in a few years. Or fruit trees. Or Rhododendrons. Sooooo….let’s not think about it and hope for the best.

Talking about rhododendron: the big one doesn’t look good either. It has black buds and weird leaves. The roses show first signs of rust. The wine inhabits weird parasites. And the big rosmary bush suddenly turned brown. Generally, such a huge garden also means a huge amount of work. It urgently needs weeding, fertilizing, staking or cutting. And I am far too impatient and would love all the perennials to be much bigger already.

Thank god that my parents visited us at the end of May. Their visits do not only mean good company and happy children, but also a clean, up-to-date garden 🙂 And every halfway free space has been covered with annual flowers which will hopefully still grow even though it is a little late for them.

Karsten’s well-meant wildflower spot in our front yard has to be redone though as I’m doing an intervention. So far, it looks like a forgotten salad bed and it doesn’t flower at all.

And you might have spotted on the pictures that there is stuff going on aside the flower and berry topics, too. In lofty heights, a new favorite garden spot is being created (originally for the kids, but it’s already my favorite spot  too). But more about that later.

 

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Wollgras / cotton grass

(English version follows below)

Dieses Mal haben wir es tatsächlich geschafft zur Wollgrasblühte in das nahegelegene Moor zu fahren. Ich glaube, ich habe vorher noch nie bewusst Wollgras blühen sehen – das ist ja im Moor ein recht beeindruckender und schöner Anblick! Mit dabei waren hunderte von kleinen Libellen, die sehr zur Freude der Kinder munter auf unseren Armen und Köpfen landeten. Auch mit dabei tausende von Mücken, die ebenfalls auf unseren Armen landeten. Darüber freut man sich erfahrungsgemäß aber weniger.

Und nicht mit dabei: der Buggy! Denn der Hobbit kann mittlerweile immer besser Laufen und Laufrad fahren. Auch wenn er es, ganz hobbitmäßig, meistens lieber gemächlich angeht.

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This year, we managed to visit our nearby bog during the blooming of the cotton grass. I think I have never actually seen blooming cotton grass, at least not in this dimension. The whole bog was covered with white cotton, which looked very impressive and beautiful. We also saw hundreds of small, shiny dragonflies which landed on our arms and heads – very much to the amusement of the children. The mosquitos didn’t quite cause the same level of amusement when they tried to do the same.

And please notice: the buggy is missing. The hobbit is getting better and better in using his balance bike (and walking). Even if he likes things easygoing – like hobbits do.

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Nervkram / annoying stuff

(English version follows below)

Ganz ehrlich, die ganze Datenschutzsache nervt. Und geht doch total nach hinten los. Es gibt ja kaum eine Webseite mehr, auf der man nicht mit Cookie- und Datenschutzbannern zugeballert wird. Überall, wohin man schaut. Hand auf’s Herz, die liest sich doch eh keiner durch. Geht doch gar nicht. Woher soll ich denn die Zeit nehmen, auf einmal jede Internetseite auf Herz und Nieren zu prüfen? Das Einzige, was gerade passiert, ist, dass alle Internetnutzer ihr Einverständnis zur Datenverarbeitung geben (was dann auch schön gespeichert wird). An der Datenverarbeitung selber hat sich doch nicht groß was geändert. Sprich, das hat überhaupt nichts mit Schutz zu tun, sondern schlichtweg mit rechtlicher Absicherung der Anbieter. Irgendwie ein Schuss in den Ofen, oder?

Ach ja….

*************************************************************************************Seriously, this whole hustle about the new privacy law is becoming more and more annoying. Wherever you go, you are constantly facing cookie banners and privacy declarations which you have to confirm. Who the hell has time to read all of it?

The only thing that is happening now is that millions of users give their agreement for cookies and data to be used (which is then, of course, saved). Nothing has changed regarding the actual use of data, has it? So, basically it’s not at all about the protection of data, but simply about the legal coverage of the providers. Seems to me like a waste of effort.

Argh…

 

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Skansen

(English version follows below)

Wenn ich in Stockholm bin, gehört ein Besuch im Skansen eigentlich schon fest dazu. Das wird mittlerweile fast schon zelebriert – jedes Lieblingshaus muss kurz angeschaut, jede Liebingswerkstatt besucht werden.

Ich fange zum Beispiel immer ganz links in der Ecke mit den ganzen Handwerkern an. Und zwar als allerserstes beim Bäcker, mit einer frisch gebackenen Zimtwecke. Der Buchbinder und die Buchdruckerei muss auch immer mit dabei sein. Das Schöne ist ja: man entdeckt jedes Mal etwas Neues. Dieses Mal waren wir zum Beispiel in der Mechanik-Werkstatt, wo Kinder den halben Tag mit Begeisterung damit zubringen können, Metallstücke aneinander zu schrauben. Die Apotheke, ein weiterer Lieblingsort von mir, war zu. Dafür habe ich das erste Mal den Eislieferanten gesehen. Und gelernt, dass das Eis damals blockweise in Scheunen gelagert und mit Sägemehl zugedeckt wurde und somit den ganzen Sommer über gehalten hat. (Die Mini-Version einer Eisbox, aus der der Eismann in Skansen sein Eis holt, haben wir dann am Ende des Nachmittags auch gefunden.).

Ich habe neu gelernt, wie man Tunnbröd backt. Und mir wurde beigebracht, wie ich mit der Handspindel spinne. Austausch von Berufserfahrung, sozusagen, für meine nächste Führung. Wir haben rausgefunden, wie man Bast dreht. Und am Ende des Nachmittages, nachdem das Patenkind hunderte von Rädern geschlagen hatte, wir müde Füße hatten und voll von schönen Eindrücken waren, da haben wir noch ganz in Ruhe am Schnitzstand kleine Enten geschnitzt. Und meine Freundin hat sich gefreut, weil die Schnitzerin eine Schülerin von Wille Sundquist war. Das ist in der Tat eines der schönsten Museen, das ich kenne! Und jetzt hätte ich so gerne selber eine kleine Druckmaschine, eine Handspindel, ein Schnitzmesser, ach, und so ein kleines hübsches Holzhäuschen, das wäre auch fein. Nur die Eisbox mit Huhn drauf, die ist zwar pittoresk, aber auf die kann ich verzichten.

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When visiting Stockholm, a day at Skansen hast almost become a must-see for me. It’s almost like a celebration when I go there – every favorite building has to be visited, every favorite workshop has to be stopped at. For instance, I always start at the very left with all the handicraft buildings. First stop: the little bakery, where you can buy freshly baked cinnamon buns. The bookbinder and the printer are a must, too. And the beauty of Skansen is: you always discover something new. This time, for example, we went to the mechanic workshop, where children can spend almost half a day screwing metal items together. The pharmacy, another favorite place of mine, was closed. Instead, I met the ice-delivery-guy for the first time. And I learned that the ice blocks were stored in barns and covered with saw dust because it isolates the cool temperature. That way, the ice lasted indeed the whole summer. (At the end of the afternoon, we also found the little ice-box where the delivery guy got his ice from).

I learned how to bake Tunnbröd. I was also taught how to use a hand spindle. Very useful knowledge for my next guided tour – an exchange of work experience, so to say. We found out how to make bast. And at the end of the day, after hundreds of cart wheels by my godchild and full of new, beautiful impressions, we sat down and carved little dugs. And my friend was happy to find out that the carver was a student of Wille Sundquist.

It is indeed one of the most beautiful museum I have seen so far. And now I would like to have my own little printing machine, a hand spindle, a carving knife and, oh well, one of these pittoresque little wooden houses would be nice too. The ice box with the chicken looks nice, but I could manage to live without it, I guess.

 

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Lieblingsstadt, eine / a favorite city

(English version follows below)

Ein langes Wochenende jagt das andere und man kommt ja gar nicht hinterher mit allen Sachen, geschweige denn mit Schreiben. Deswegen an dieser Stelle ganz kurz und knapp ein paar Eindrücke vom letzten Wochenende: ein Kurztrip mit meiner Freundin und meinem Patenkind in eine der wunderschönsten Städte Europas, Samstagfrüh hin, Montagfrüh zurück. Sonne, funkelndes Wasser, warme Farben, Zimtgeruch, Touristenströme und viele schöne Erinnerungen an die vergangenen Jahre, in denen die Stadt immer mal wieder eine Rolle gespielt hat.

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We are enjoying one long weekend after the other right now, and there is hardly any time to do some work, let alone some writing. Therefore, without much elaborations some impressions of last weekend: a short trip with my friend and one of my godchildren, start Saturday morning, end Monday morning. Sunshine, glittering water, warm colours, the smell of cinnamon, countless tourists and many beautiful memories of the last years coming back.

*Auf dem einen Bild zur Erklärung: eine heiße, weiße Schokolade im Chokladkoppen. Vor was? 13 Jahren? oha! das erste Mal getrunken, mit sehr, sehr lieben Menschen – seitdem immer wieder, bei jedem Besuch, zu unterschiedlichen Zeiten mit unterschiedlichen, aber allesamt ebenfalls sehr, sehr lieben Menschen. Ein kleiner Becher reicht, aber mannomann, ist das fein!

*One explanation you’ll get: the drinks on the one pictures are hot, white chocolates at Chokladkoppen. First enjoyed what? 13 years ago? with very dear people – and since then enjoyed over and over again, at different times with different yet very dear people. One small cup is enough, that’s for sure, but geeee, it’s so delicious!

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Insektenhotel / Bug hotel (guest entry by Karsten)

I can’t remember exactly how old I was, but I must have been 14 or 15 when I was building my first nest site for insects (back then it was a nesting box for bumblebees to be precise) and the memory is particularly engraved into my brain because my sister came down asking why I am making so much noise and when I told her, she ran upstairs infuriated, shouting why among all of her friends she must be the only one that is cursed with such a freak as a brother. Lots has changed since them – both in the relationship between me and my sister and for bug hotels as well, which nowadays are very common and almost fashionable.

Five years ago I built my first bigger bug hotel and while I barely had time to built any since (with work etc consuming most of my time) I still have learnt a thing or two, so that when I started the newest project for our garden I had a better idea of how to approach some things. So I thought I share the progress in this project with you. Before raising the expecations too high though, let me emphasize that I am neither talented in woodwork, nor are all the things I will write here be huge revelations that noone ever thought of. The pictures are not great either, because they were more for documenting purposes than for artwork. Also I should note that I am not an entomologist or even a biologist. I am just an enthusiast, but dont take my word for granted because of that.

Nevertheless, despite the bughotel not being finished yet, the success is already showing and several sections are already buzzing with life. Only while taking the few pictures in the last minutes I saw three different bee species coming and going and climbing inside the bamboo… And in the end that was all I was going for (one of the advice one always encounters is: A good bug hotel is not beautiful to us but to the bees (and other insects).

So this is what I did:

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The bug hotel is made out of unplaned construction wood. This has three main advantages: a) there are no toxical industrial glues etc that are volatile and can affect the insects, such as OSB-  or glued wood contains. b) it is incredibly durable and easy to work with. To increase durability I treated the weather exposed bits with linseed oil. This can be bought very cheap as a feed additive for horses and this also ensures that no artificial additives are contained such as in boiled linseed oil.This brings me to c)  unplaned construction wood is really cheap. This bug hotel has the dimensions of 120 x 100 cm and the entire constriction wood was around 13 EUR.

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I came up with 6 main segments. The general frame is just made by cutting each corner into a 45° angle to create a more stable miter joint. Then I cut out some notches at the bottom and top, as well as the sides. This is to stabilize the wooden panels in the center. They themselves are linked at the crossways by cutting out half of each wood to create a splice joint. The piece of wood in the center is oak, which was stripped of its bark. The entire thing is manteled with tarboard. Admittedly not an organic product but it doesn’t produce toxic fumes or leachates and increases the life time quite a bit. The backwall of the insect hotel is useful because it helps to reduce wind flowing through the bug hotel thus enabling particularly higher temperatures in spring. For this I used untreated floorboard because they have grooves and tongues, thus they provide a perfect fit. But again it should be untreated.

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The bamboo sticks were another thing I bought because they always are one of the most used elements. But To make it cheaper I always cut them in comparably uniform sizes independent of the internodes. But because the wild bees dont bite their way through the internodes I helped with the drill, to ensure that when an internode wasnt at the end of the bamboo, but in the middle, I got rid of it. This is important because bees prefer bamboo sticks that have a depth of at least 10 cm.

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Even when there is no internode in the way it sometimes makes sense to “clean out” the ends with a drill, to enable the bees to enter

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Removing the internodes creates a problem: Bees will only nest in bamboo that has an end. So I used tile adhesive that I spread at the bottom of the segment. This seals the open bamboo tubes at the end, thus enabling nesting in it. It also provides a second benefit simultaneously. In my first insect hotels birds were quick to discover the new buffet, pulling out the bamboo to feed on the larvae inside. This is not possible anymore with the tile adhesive either.

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This is the door for a butterfly home. I never built any of those before, so I am quite curious to see how it goes. The hole in the middle is basically just for observation purposes and was covered with translucent plastic glass, as can be seen later. The slits were combined with a wood nail (see later as well) to provide a landing platform and then the butterfly can enter through the slits.

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One of the main ingridients of almost every insect hotel is a clay wall, where the insects can also get clay etc to seal there holes or to nest inside as well. I was lucky that there was a construction site closeby that was very rich in clay. So after the construction workers had left we took three shovels and buckets and I went with the kids to go get us some clay.

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View of the clay-rich construction site. Construction was still predominantly further away, so noone bothered with us running around there.

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Because the final bug hotel weighs at least 60 kg (including filling) and I dont want it to fall on the kids, I used earth anchors that go 90 cm into the ground, This was necessary because our soil is very sandy and this is the easiest way to get a strong base without using concrete.

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The insect hotel should have a slight elevation towards the front. That way water can easily run out of the holes or of the insect hotel, thus preventing (slowing down?!) mould in the insect homes and/or decay of the insect hotel.

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Unfortunately the clay got wet quite often from rain after I filled it into the bug hotel, so everything initially got a bit soggy. Now it is rock hard, but it of course doesnt look that great. Really important here is the oak. As you saw earlier I had removed the bark. This is because unlike most people do one should not drill the holes into the end grain part of the wood (where you see the rings). Holes should always be drilled orthogonal to the wood fiber rather than parallel to the fiber. This is to a) prevent closing of the holes when the wood fiber should swell up due to wetting etc, and b) if the hole is not perfectly cut, this enables the insects to chew off little pieces that protrude into their hole.

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First visitors

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The butterfly homes are loosely filled with wood shavings that I made from planing the construction wood

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This is as far as I got now. As you can stee there is still lots of empty spaces and as I dont want to hammer etc anymore now, in order not to annoy the already developing grubs etc this has now become a long-term project to be continued across the years… Further things I want to include are accomodations for ladybirds, earwigs, green lacewings and include different species of wood to drill holes in, to see which one is liked best.

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Diversification is the key. To prevent spreading of disease etc, many bug hotels are always advantageous. So i made this small one from leftovers and installed it at our carport.

Basically that is it. The orientation of the bug hotel should ideally be south facing yet not directly into the prevailing rain direction, so adjustments can be made. As sunny as possible is great and a proximity to the home is also advantageous as it provides more safety from predators. But of course, bug hotels generally only make sense when also a diversity in flowers exists that provide nectar and pollen throughout the year and are accessible to the pollinators. So I hope that some of these things mentioned here were of some use and that maybe someone was inspired to build a bug hotel who has not previously thought about it. One of these absurdities of our time is that in many regions the polinator density is now higher in urban areas than in agricultural areas, so providing refuge and food for them is a great way to actively engage in nature conservation. Its also great fun for kids and I think few things are more relaxing than sitting in the garden and listening to the buzzing of the bees all around me.

 

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Dornröschen-Frage / Sleeping Beauty contemplations

(English version follows below)

Aus gegebenem Anlass beschäftige ich mich gerade mit Märchen und deren Hintergründen. Das nimmt zum Teil recht skurrile Züge an. Heute vormittag bin ich zum Beispiel der Frage nachgegangen, woran sich Dornröschen eigentlich gestochen hat. Das war nämlich kein Spinnrad. Daran kann man sich, wie ich inzwischen weiß, höchstens klemmen. Aber eine normale Handspindel hat meistens auch keine so piksige Spitze, dass man sich richtig stechen kann. Sehr mysteriös, das Ganze!

Die derzeitigen Theorien sind:

1) Die damaligen Spindeln hatten tatsächlich Spitzen, damit sich die Handspindel zentrierter drehen konnte. Oder damit die Spindel beim Fallen auf den Fußboden (was bei Handspindeln ja öfter passiert) steckenblieb und nicht umkippte und somit die Wolle schmutzig machte.

2) Dornröschen hat sich gar nicht an der Spindel gestochen, sondern wollte Flachs spinnen und hat sich dabei an einem noch im Flachs steckenden Holzsplitter gestochen.

Womit man sich als angehende Museumsführerin halt so auseinandersetzt…

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In view of upcoming events, I am familiarising myself with fairy tales and their historic backgrounds. Which leads me on slightly bizarre paths. This morning, for instance, I spent quite some time researching the question on what Sleeping Beauty actually pricked her finger. It wasn’t a spinning wheel, that is for sure. The best way to hurt yourself with a spinning wheel is to pinch your finger, but not prick. But a normal hand spindle doesn’t have such a sharp and pointy end either. At least not so sharp that it would be enough for a deep prick. Very mysterious, isn’t it?

The main theories right now are:

1) The historic spindles had indeed a sharper end than the ones today, so that they could spin in a more centered way. Or because the spindle would, when falling on the floor (what happens every now and then with hand spindles), stick into the floor instead of rolling away which would make the woold all dirty.

2) Sleeping Beauty didn’t actually prick her finger with a spindle but she was trying to spin flax and managed to get a wooden splinter as flax is often still full of small wooden leftovers from the plants.

Things you have to learn when you are going to be an interpreter….

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