Rock, Rotwein und Rentner / rock, red wine and retirees

(English version follows below)

Gestern Abend waren Karsten und ich aus. So richtig aus. Nämlich auf einem Konzert. Zusammen! Das haben wir seit Geburt der Großen nicht mehr gemacht. Zusammen mit den Erlebnissen im Sommer sieht man also: auch mit Kindern kann man irgendwann wieder eigene Sachen machen.

Nun ist der Ort, in dem wir leben, nicht wirklich für sein aktives Nachtleben bekannt. Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass ein Nachtleben hier nicht existent ist. Wenn man mal von Mardern, Fledermäusen und Waldkauzen absieht. Aber! Es gibt hier ein kleines, aber feines Kino mit sehr engagierten Betreibern, die sich die Mühe machen nicht nur gute Filme zu zeigen sondern anscheinend auch einige ziemlich gute Bands in den Ort zu holen. Seit unserem Umzug wollten wir in dieses Kino gehen, und nun hatten wir tatsächlich gestern eine Babysitterin und sind zu einem dänischen Blues-Rock Konzert gegangen. Und was soll ich sagen? Es war richtig cool!

Cool war auch das Publikum. Denn Karsten und ich bemerkten beide mit einem Schmunzeln: wir waren wahrscheinlich mit die Jüngsten im Saal. Ich würde mal schätzen, dass knapp 50% der Gäste über 60 war. Und so saßen wir im Schein von kleinen roten Lampen gemütlich da und tranken ein Glas Rotwein. Bis die Musik losging. Da konnte es einen nämlich eigentlich nicht mehr auf den Plätzen halten. Und zur Pause gaben wir unsere Plätze frei und tanzten lieber. Zusammen mit vielen anderen. Die Stimmung war nämlich super und glaubt es oder nicht, aber besagte 50% haben echt abgerockt.

Voll beschwingt und glücklich und verschwitzt traten wir spätabends wieder ins Freie und machten uns auf den Rückweg, während der Herr neben uns seinen Rollator aufklappte.

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Yesterday evening, Karsten and I went out. Properly. To a concert. Together! We hadn’t done that since the birth of the little one. Combined with the experience during our summer holiday, it is safe to say: even with kids, one is able to, after some time, follow own interests again.

Now, the town we live in is not really famous for its vibrant night life. I would even say that a night life is non existent here. Apart from the bats, the owls and the martens, of course. But! The town happens to have a small, but very fine old cinema with a very dedicated managament who do not only choose very good movies but who also manage to invite really good bands to our town. We wanted to go to this cinema ever since we moved here, and yesterday we finally had a babysitter on a day of a concert, so we went to a Danish Blues Rock Band. And what shall I say….it was amazing!

Not only the band was amazing, but also the audience. As Karsten and I both noticed quickly: we seemed to be among the youngest in the room. I’d guess that about 50% of the audience was over 60. And so we sat down in a small cinema hall, illuminated by little red lamps, and drank a glass of red wine. Until the music started. Because then, one wouldn’t want to sit down anymore. And after the break, we gave our seats away and danced instead. Together with many others. The atmosphere was awesome and, believe it or not, said 50% rocked the concert.

Late in the evening, we left the place sweaty and happy and with a bounce in our steps, while the gentlemen next to us unfolded his walking frame.

 

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abseits / off the beaten track

(English version follows below)

Manchmal kommt man an Orte, die hat man einfach nicht auf der Reihe. Heute zum Beispiel, da hatte ich einen Tanten-Nichten-Tag mit dem Versprechen, unsere Fotokamera mitzunehmen zwecks einer kleinen, entspannten Fotosession. Die Nichte durfte vorschlagen, wo es hingehen sollte.

Ziemlich cool! Aber ganz ehrlich, ich hab mich da ja schon ein bisschen gegruselt!

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Sometimes, you discover places that you’d actually never picture yourself in. Like today. Today, I had an aunt-niece-day with the promise to take my camera and to do a small, relaxed foto session. The locations were decided upon by my niece.

It was a pretty cool place. But honestly, it also gave me the creeps.

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Alltagsunterhaltung / daily entertainment

(English version follows below)

Mein lieber Sohn, du hältst mich auf Trab! Ich habe ja inzwischen mitgekriegt, dass du anders drauf bist als deine Schwester. Dass du mehr Blödsinn machst und gerne ein Leben am Limit lebst. Dass du, wie mir scheint, deinem Papa sehr ähnlich bist.

Vorgestern, zum Beispiel, da kam ich auf die wahnwitzige Idee, die Fingerfarben auszupacken. Wir haben tolle Bilder gemalt, du und die Große und ich, und dann bist du hinterher ganz tüchtig und schnell zum Waschbecken gelaufen, um dir die Hände zu waschen. Nun ja. War ja sehr lieb gemeint von dir, und ich habe auch nur 15 Minuten gebraucht, um die rote Farbe überall wieder wegzuputzen. (Ich erinnere mich da an eine Eskalation deines Papas beim Pralinen-Herstellen, wo hinterher alles vom Lichtschalter bis hin zur Klospülung voll mit weißer Schokolade war).

Gestern kam es dann etwas hart auf hart. Da waren wir draußen am See und du hattest beim Reingehen einen kleinen Schreianfall und bist mit den Gummistiefeln aufs Sofa geklettert. Was nicht so schlimm wäre, wärst du nicht blöderweise am See in einen Hundehaufen getreten. Habe ich schon irgendwann erwähnt, dass man unser Sofa nicht waschen kann? Also habe ich gestern grimmig eine halbe Stunde versucht, das Sofa zu reinigen. Ah, und der gesamte Boden musste natürlich auch gewischt werden. Denn es stank. Dein Papa fand, dass das eigentlich kein Grund für schlechte Laune ist. (Aber den stört es ja auch nicht, wenn ihm Tauben auf den Kopf…nun ja….lassen wir das.)

Heute war ich dann mit dir bei der U7 und du hast deine “Everybodies Darling” Karte gespielt. Das war ziemlich süß und der Doktor ist davon überzeugt, dass du ein wunderbar kooperatives kleines Kind bist. Hast du gut gemacht! Weniger klug war es allerdings, dich zu Hause auf das Rutschauto zu stellen und dann voll Karacho den Abgang zu machen, so dass es eine Viertelstunde lang aus deinem Mund geblutet hat. Nun hast du also zusätzlich zu einem eh schon halb abgeschlagenen Zahn auch noch schiefe Vorderzähne.

Naja, es gibt Schlimmeres. Aber am Wochenende, da darfst du es mal wieder ruhig angehen lassen, ja? Uns wird bestimmt trotzdem nicht langweilig, versprochen!

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Dear son of mine, you do keep me busy, don’t you? By now, I have clearly noticed that you are not at all like your sister. That you are up to more nonsense. That you apparently like to live life on the edge. And it seems that you are very similar to your dad.

Two days ago, for instance, I came up with the crazy idea to use the finger paint with you kids. We did some great drawings, you and the little one and I, and then you were a good kid and you went to wash your hands. Well. It was a nice gesture, I’ll give you that. It just took about 15 minutes to get rid of all the red color in the bathroom. (And it very much reminded me of a baking experiment of your dad that ended with white chocolate on pretty much everything in his flat, including the light switchs and the toilet flush).

Yesterday, it got tough. We were outside at the lake and you happened to throw a minor tantrum when we went inside again. Unfortunately, in your anger you climbed the sofa and, even more unfortunately, you happened to have dogshit on your wellies. Have I mentioned that we have a non-washable sofa? So I tried for about half an hour to deep-clean it, and oh, the floor had to be swept as well. Because, as the little one put it: “It smells like the hobbit pooped his diapers!”. Your dad thinks that this wasn’t actually a reason to be in a bad mood. (But well, he doesn’t mind when sea gulls shit on….oh, whatever, never mind…)

Today, you and me went to the doctor for your 2-year check up, and you played “everybodies darling”. That was very cute and the doctor is now convinced that you are a very cooperative little child. Well done, my kid, well done. A little less brilliant was the idea to stand on your little push car and then do a full tilt downfall so that your mouth was bleeding for about 15 minutes. Additionally to your already half chipped front teeth, your teeth are also slightly askew.

Well, things could be worse. But during the weekend, you are allowed to take it easy, ok? Life will still be fun, I promise!

 

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Abendessen / dinner

Abendessen, von den Kindern gesammelt. So lob’ ich mir das! /Dinner, gathered by the kids. That’s how I like it!

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Sintflut / deluge

(English version follows below)

Was da seit letzter Woche an Wasser vom Himmel kam, kann einen ja wirklich an die Sintflut erinnern. Es scheint, als ob dieses Jahr nicht nur der Frühling und der Sommer in Norddeutschland verregnet sind….

Im Waldkindergarten wurden letzte Woche fleißig Kanäle gebuddelt, damit der Platz mit dem Bauwagen nicht unter Wasser stand. Am Freitag war die Große neu eingekleidet – es gab da anscheinend eine große Pfütze auf dem Weg, wo sie plötzlich “Flutsch!” machte und es gar nicht anders möglich war als nass zu werden (beteuerte sie). Der Erzieher grinste im Hintergrund und machte pantomimisch vor, dass das “Flutsch” eher ein “Hüpf!” gewesen war.

Besagte Pfütze ist inzwischen so groß geworden, dass die Jogger entweder umkehren oder ihre Schuhe ausziehen und durchwaten müssen.

Am Sonntag aber, da war der Himmel blau und die Sonne schien. Passend dazu kamen Familie und Freunde und es gab es Kuchen und Kaffee. Wir haben den Garten hergerichtet und ein paar letzte Blumensträuße gemacht. Es wurden Laternen gebastelt, Waffeln gegessen und abends gegrillt.

So ein kleines Herbstfest zwischendrinnen, das ist doch was Feines!

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Last week, it has been raining cats and dogs. After three days, we were wondering whether it would be necessary to build an ark, and it definitely seems like we’ll not just have a rainy spring and a rainy summer this year, but also a very wet autumn.

In the forest kindergarden, canals had to be digged so that the space around the trailer wouldn’t drown. On Friday, the little one was wearing new clothes when I picked her up – apparently, there was a puddle on the way where she just happened to make “Whooosh!” and there was no way how she could not have ended up soaked (according to her). Her teacher smiled in the background and showed me pantomimicly that the “whoosh” was more likely a “Jump!”.

Said puddle has grown so big by now, that the runners around the lake either run back and take another way or they get rid of their shoes and wade through it barefoot.

But on Sunday! On Sunday the sky was blue and the sun was shining. What a good day to invite family and friends for a small autumn gathering. There was cake and coffee, and the little one and I picked some last flowers. We tidied up the garden and made lanterns and waffles and did a bbq in the evening. What a good way to enjoy this time of the year!!

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Kampf dem Staub! / fight the dust!

(English version follows below)

Es heißt ja immer als guter Ratschlag an Mütter: man muss auch einfach mal seine Standards ändern, es kann halt nicht immer alles perfekt sauber sein und sowieso lieber dreckig und glücklich, als sauber und keine Zeit für die Kinder.

Daran habe ich mich ja auch gehalten, auch wenn mich die Unordnung manchmal rasend macht. Nun ist es nur leider so, dass bei der Großen ein Allergietest gemacht wurde und sich rausgestellt hat, dass sie auf Hausstaub allergisch ist.

So ein Mist.

Karsten ist übrigens auch auf Hausstaub allergisch. Aber er behauptet standhaft seit Januar, dass er erkältet ist.

Jetzt kriegen wir also für’s Kinderzimmer etwas, dass sich Encasing nennt, und müssen uns nur schnell entscheiden, in welcher Bettengröße beide Kinder in Zukunft schlafen sollen. Aber neben diesen Schutzbezügen wäre es wohl ganz ratsam, äußerst regelmäßig und oft zu saugen, zu wischen, Staubzuwischen und Kuscheltiere etc zu waschen. Ein bisschen wie Entlausungskur, nur halt ständig. Nicht, dass wir das hier bisher gar nicht gemacht haben, nein, so ist es ja nicht. Aber es war halt kein Schweizer Standard mehr.

Karsten und ich diskutieren übrigens noch über das Staubsaugen und Staubwischen. Einer von uns sagt, dass hat eh keinen Sinn, gegen Staub kommt man nicht an, der würde ja immer neu produziert werden. Der andere argumentiert, dass das der Grund ist, weshalb jeder normale Mensch regelmäßig putzt. Wenn Staub nicht neu produziert würde, müsse man ja nur einmal allen Staub beseitigen und dann hätte sich das Problem für den Rest des Lebens erledigt.

Das wäre allerdings cool!

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As a newborn mother, you get a lot of good advice. For instance: you might need to overthink your standards – it wont be possible to have a perfectly clean flat, and it is more important to have dirty, but happy kids instead of having no time for your kids at all.

I tried to follow this advice. I think, it is a good one, even if I am reguarly driven crazy by the chaos in our house. But unfortunately, the little one turned out to be allergic to dust mite.

Bummer.

Karsten is, by the way, allergic to dust mite as well. But he perseveringly states since January that he is having a cold.

Now we are about to get something called “encasing” for the kid’s room and we just need to quickly figure out in what kind of bed (sizewise) the kids will be sleeping in the future. But apart from these protective covers, it would be wise to vacuum, to whipe, to dust and to wash the soft animals on an extremely regular basis. It’s a bit like de-lousing, but constantly. And don’t get me wrong, it’s not that we haven’t been cleaning at our place, no. But it’s no Swiss standard anymore.

Karsten and I are also discussing about the sense of vacuuming and dusting. One of us is saying that it doesn’ make sense anyway, there is no way to beat the dust as it is newly produced on a daily basis. The other one argues that this might be the reason that normal people clean on a regular basis. If the dust wouldn’t be continously produced, one would just need to clean once and then we could lean back for the rest of our lives.

That would be cool indeed!

 

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Bericht an den Außenposten/ Report to the outpost

(English version follows below)

Lieber Außenposten,

da du ebenfalls mit dem Elternsyndrom geschlagen zu sein scheinst (so schön, diese Ruhe ohne Familie, aber ach, wie sehr ich sie vermisse…), sei hier eine Auflistung aller Dinge, die wir heute gemacht haben (und du dementsprechend vermeintlich verpasst hast).

Ich: Frühmorgens den Wecker verdöst, denn: die Kinder haben noch geschlafen. Ja, sowas passiert hier tatsächlich, wenn du weg bist. 🙂 Dementsprechend im Eiltempo die Kinder angezogen, mit Essen versorgt, dabei mit meiner Mutter telefoniert, mir den Kopf an der Treppe gestoßen, Brotdose gepackt, allen im Hause Anwesenden Zähne geputzt (wie gut, dass es einer weniger war), allen Anwesenden Schuhe etc angezogen und mit dem Auto losgedüst. Erster Stopp: Wald. Einem Kind erklärt, dass Zugucken beim Minecraft-Spielen langweilig ist und gleichzeitig überlegt, ob wir der Großen gerade eine Karriere als Informatikern versauen, weil das Kind noch kein Copmuter spielt. Zweiter Stopp: Tagesmutter. Kurz gequatscht, beim Wegfahren den Seeadler gesehen. Kurz Innegehalten.

Im Garten geschuftet, viele kleine Laubhaufen gebaut, drei Frösche gesehen, den Container weiter befüllt, die Zeit vergessen. Kaffee getrunken, geduscht, Fotos bearbeitet. Im Turbogang Spaghetti Bolognese gekocht. Den Kleinen abgeholt. Die Große abgeholt. Diesmal mit dem Fahrrad. Zuhause ein Kind ins Bett gebracht, dem anderen beigebracht, wie man Tulpen malt. Mittag gegessen. Kind mit Bonbon und Hörspiel ruhiggestellt und noch einen Kaffee getrunken. Mit dem Kind eine Folge Bullerbü geguckt. Küche aufgeräumt. Wäsche gefaltet. Zweites Kind wieder aufgeweckt. Wäsche gewaschen. Klamotten sortiert. Kaufmannsladen gespielt. Mit den Kindern zum See spaziert und ein Eis gekauft. Die Hälfte meines Eises geteilt. Im Regen zurückspaziert. Abendbrot warm gemacht. Kinder gebadet. Währenddessen das Bad geputzt. Kinder bettfertig gemacht. Sandmann geguckt. Versucht, auch so ein schönes Tageslied zu singen wie du. Du singst aber anscheinend noch mehr “lalala”, sagt die Große. Ein Einhorn in meinen warmen Socken gefunden.

Die Große: Lange geschlafen. Leckeren Saft zum Frühstück getrunken und Joghurt gegessen. In den Wald gefahren. Zugehört und gewundert, was Minecraft ist. Mit der Kindergartenfreundin ab in den Wald gedüst, vorher noch schnell Mama gewunken. Mit dem Kindergarten zum Hühnengrab gegangen. Frühstück im Bauwagen. Geweint, weil xx mir mit dem Hammer auf den Daumen gehauen hat. Pflaster abgelehnt, zu Hause gibt’s viel schönere! Mittags beim Abholen den Kleinen in die Arme genommen und auf dem Rückweg bespaßt, damit er nicht einschläft. Zu Hause gleich ein Bild gemalt, das ist aber beim Abmachen kaputt gegangen. Fand ich ziemlich blöd! Gelernt, wie man Tulpen malt. Kann ich jetzt. Zwei Portionen Nudeln gefuttert. Mit Mama gekuschelt. Einen Bonbon abgestaubt, damit ich Hörspiel höre. Win-win. Ein gemüliches Bett für mein Einhorn gebaut. Nach einer halben Stunde Mama wieder aufgesucht zum Bullerbü-Gucken. Kaufmannsladen gespielt. Klamotten im Keller anprobiert. Schuhe anprobiert. Mützen anprobiert. Leider vergessen, alles wieder wegzuräumen.  Zum See gelaufen, Kaugummi-Eis gegessen, geschaukelt, im Sand gespielt, zurückgelaufen. Dem Mädchen von nebenan Hallo gesagt. Nudeln und Käsebrot gegessen, gebadet, bettfertig gemacht, Sandmann geguckt, ins Bett gekrabbelt und geschaut, ob Mama heute auch mal ein Tageslied singt. Hat sie gemacht, aber anders.

Der Kleine: Lange geschlafen. Vor Mama geflüchtet, damit ich nicht angezogen werde. Gemerkt, dass es keinen leckeren Saft gibt, wenn ich nicht angezogen bin. Klargestellt, dass ich bereit zum Anziehen bin. Drei Portionen Joghurt gefuttert. Vor dem Zähneputzen geflüchtet (Mama hat mich erwischt). Vor dem Schuhe-Anziehen geflüchtet (Mama hat mich erwischt). Den Rucksack der Großen getragen. Zwei Stufen lang. Das Fenster im Auto ganz weit runter gekurbelt. Bei der Tagesmutter schnell spielen gegangen. Gespielt, gespielt, Mittags Mama in die Arme gelaufen. Im Wald protestiert, als ein anderes Kind mit Mama kuscheln wollte. Der Großen in die Arme gelaufen. Ihr den Helm gebracht. Auf dem Rückweg fast eingeschlafen. Zu Hause Mittagsschlaf gemacht. Vorher sichergestellt, dass Mama da ist und mich auf den Arm nimmt, wenn ich rufe. Nachmittags geweckt worden. Im Keller auf dem Bett gehüpft. Schuhe anprobiert (immer die, die gerade die Schwester haben wollte. Sonst macht es keinen Spaß.) Mama und die der Großen das Licht ausgemacht, die Tür zugemacht und “Tschüs” gerufen. Vor Mama weggelaufen, als sie meine Windel wechseln wollte. Mich versteckt, als wir zum See gehen wollten. Es ignoriert, dass Mama ständig gerufen hat. Dann doch irgendwann mitgegangen. Mit dem Laufrad gefahren. In Windeseile mein Eis gefuttert, damit ich auch noch was von Mamas Eis abkriege. Geschaut, wie weit ich mit meinen Gummistiefeln ins Wasser kann. Im Sand gespielt. Sand in den Schuhen gehabt. Wieder zurückgefahren. Und gelaufen. Geschaut, ob Mama mich trägt. Geschaut, ob Mama wirklich weitergeht, wenn ich nicht komme. Geschrien, weil Mama mich unter den Arm geklemmt hat. Mama zugestimmt, dass ich doch laufen kann. Nudeln und Käsebrot gegessen. Aufs Klo gegangen. Gebadet. Heimlich Badewasser getrunken. Vor Mama geflüchtet, weil ich mich nicht anziehen wollte. Von der Schwester überreden lassen, doch den Schlafanzug anzuziehen. Sandmännchen geguckt. “Papa in der Grube” eingefordert. Ganz schnell eingeschlafen.

Alle: Haben dich vermisst!

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Dear Outpost,

since you seem to be hit by the parent syndrom too (SO nice, this quietness without being surrounded by family, but gee, I do miss them…), here’s a list of all the things we did today (and which you, accordingly, missed).

Me: Overheard the alarm this morning because: the kids were still sleeping. Yes, something like this happens indeed when you are away 🙂 Accordingly, dressed the kids at the double, fed them, talked to my mom on the phone, hit my head, packed the lunch box, brushed the teeth of all people here this morning (how good that it was one less than usual, haha), put on everbodies shoes etc and rushed off by car. First stopp: forest. Explained to one of the kids that watching someone play Minecraft is quite boring, while contemplating whether we are destroying our daughter’s future career in computer science because we don’t let our kid play games yet. Second stopp: childminder. Quick but friendly talk. Seen the sea eagle outside. Pause for a moment.

Worked in the garden, built many small leaf spots, said hello to three frogs, filled the container, lost track of time. Had a coffee, had a shower, worked on the pictures of the wedding. Cooked lunch (spaghetti bolognese). Picked up the hobbit. Picked up the little one. By bike, this time. Put one kid to bed, explained the other one how to draw tulips. Had lunch. Calmed down the little one with a candy and an audio book. Had another coffee. Watched an episode of Bullerbü with the little one. Cleaned the kitchen. Folded laundry. Woke up the hobbit. Played shops. Washed some laundry. Sorted some clothes. Took the kids to the lake and bought them icecream. Shared half of my icecream. Walked back in the rain. Prepared dinner. Bathed the kids. Cleaned the bathroom. Tried to get the kids ready for the night. Watched Sandmann. Tried to sing a our-day-song as good as you. But according to the little one, you do more “lalala”. Found a unicorn in my warm socks.

The little one: Slept long. Had yummy juice and joghurt for breakfast. Went to the forest. Listening and wondered what minecraft might be. Off to the forest with my friend, but first waved mom goodbye. Went to the megalithic grave. Breakfast at the trailer. Cried because xx hit my thumb with a hammer. Refused the plaster as we have more beautiful ones at home. Hugged the hobbit when he was picking me up. Entertained him on the way back so he wouldn’t fall asleep. Drew a picture, but accidentaly destroyed it. That was bad! Learned how to draw tulips. Check. Ate two plates of spaghetti. Snuggled with mom. Managed to get a candy so I would listen to an audio book. Win-win. Built a nice bed for my unicorn. After half an hour, consulted mom about the chances to watch Bullerbü. Watched an episode of Bullerbü. Played shops. Tried on clothes in the basement. Tried on shoes. Tried on hats. Unfortunately forgot to put it all away again. Walked to the lake, had an icecream. Played with the swings and in the sand, walked back. Ate spaghetti and bread with cheese. Bathed, got dressed for the night, watched Sandman, crawled into bed and checked whether mom can sing a song about our day. She can, but she does it differently than you.

The hobbit: Slept long. Escaped mom when she tried to dress me. Realised that I don’t get any of the yummy juice if I’m not dressed. Made clear that I’m ready to get dressed. Ate three bowls of joghurt. Escaped when it was my turn to brush my teeth (mom got me). Escaped when I was supposed to put on shoes (mom got me). Carried the backpack of the little one. Two whole steps. Winded down the window in the car before we drove off. Played at the daycare. Ran into mom’s arms at lunchtime. Protested loudly when another child in the forest tried to snuggle with mom. Ran into the little one’s arms. Brought her helmet. Almost fell asleep on the way back. Lunchtime nap at home. But before, made sure that mom is there and that she picks me up and snuggles when I call her. Being woken up in the afternoon. Jumped on the bed in the basement. Tried on shoes. Always the one’s the little one wanted to have. It’s no fun otherwise. Switched off the light, closed the door and told mom and the little one “bye bye”. Escaped mom when she tried to change my diaper (she got me…again…). Tried to hide when we wanted to walk to the lake. Ignored mom’s callings. But went outside eventually. Drove my bike. Ate my icecream in next to no time so that I was able to eat half of mom’s too. Checked how far I can walk into the lake with my rubber boots. Played in the sand. Had sand in the shoes. Drove back. And walked back. Checked whether mom might carry me. Checked whether mom really keeps on walking when I stopp. Cried because mom tucked me under her arm. Agreed with mom that I am actually able to walk. Ate spaghetti and bread with cheese. Went to the toilet. Bathed. Secretely drank out of the bath tub. Escaped mom because I didn’t want to get dressed. Got convinced by the little one to finally put my pyjamas on. Watched Sandman. Made sure mom sings my favorite song. Fell asleep really quickly.

All of us: Missed you!

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Schuften, schuften und nochmals schuften / work, work and work again

(English version follows below)

Die Entsorgung von fünf Bäumen ist ja eine endlose Plackerei, so viel steht fest. Was anfangs noch ganz locker angegangen wurde (hier mal einen Ast rausziehen, da mal einen Ast rausziehen und immer gucken, was man davon für eventuelle Bastelarbeiten im Haus verwenden könnte), das ist inzwischen einem etwas verzweifelten Blick gewichen und man fragt sich, ob der Garten jemals wieder ordentlich aussehen wird. Denn es ist ja nicht nur so, dass die Bäume irgendwie zwischen Feuerholzstapeln (WO eigentlich?? WO lagert man fünf Bäume Feuerholz??) und Container aufgeteilt werden müssen, sondern die vier Nadelbäume haben natürlich auch inzwischen einen Großteil ihrer Nadeln verloren. Es gibt folglich bei uns im Garten keinen Rasen mehr, sondern eine zehn Zentimeter dicke Schicht vermodernde Nadeln und Zapfen. Und als Hobbygärtner wissen wir inzwischen: das ist gut für Blaubeeren, aber für alles andere leider nicht.

Und so habe ich den heutigen sonnigen Vormittag mal wieder genutzt und habe mich trotz dicker Erkältung in den Garten gestellt und Äste geschnitten und weggeworfen und gehäckselt und Nadeln zusammengefegt. Wie gut, dass wir zwischendurch schon so tolle Unterstützung von Freunden und Familie hatten, sonst würden wir es bis zum Winter wahrscheinlich gar nicht schaffen. Noch cooler wäre es eigentlich, wenn wir nochmal ein Arbeitswochenende machen und dann aber mal so richtig schön Stockbrot am Lagerfeuer grillen und so!. Nun bin ich dieses Wochenende erstmal auf einer Hochzeit eingeladen, aber nächstes Wochenende, da könnten wir sowas eigentlich mal machen.

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The disposal of five trees is an endless fag, that’s for sure. What started halfway easy and relaxed (here a branch, there a branch, and always checking what can be used for possible crafts work during winter time) changed by now into desperate sighs and the question whether our garden will ever be nice again. It’s not just the dividing of the trees between firewood piles (WHERE? WHERE do you store five trees cut into fire wood??) and the container, it’s also the problem that the conifers have lost most of their needles. Hence, there is no grass in our garden anymore but a ten centimeter thick layer of conifer needles and cones. And even as new gardeners we know: that’s fine for blueberries, but not for anything else.

So I used the sunny autumn day today and did a work out in our garden, despite a bad cold (the first cold of the season, I guess). I cut branches, filled the container, shredded smaller branches and swept needles. Thank god we had some help from friends and family so far, otherwise we would surely be occupied until the end of the year. It would be even cooler to do another work weekend, but with a proper bonfire and bread on a stick and so on. This weekend, I am off to a wedding, but maybe next weekend?

 

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Decke, Thermoskanne und Sitzmatte / Blanket, thermos jug and seat mat

(English version follows below)

Die Mitbringliste für den ersten Elternabend im Kindergarten: Decke, Schal, Po-Matte, Thermoskanne mit heißem Tee…. Denn als Eltern von einem Waldkind trifft man sich, ja genau, im Wald. Genauer in der kleinen, offenen Hütte am See. Und dann kommt man da an, bei einbrechender Dunkelheit, und steht vor einem mit Kerzen und Laternen beleuchteten Unterstand, der von den Kindern vormittags noch mit Efeu und ausgeschnittenen Sternen und Birken- und Eichenlaub geschmückt wurde. Und dann sitzt man da, trägt mit Taschenlampe seinen Namen in die Liste ein, hört zwischendurch den Regen aufs Dach prasseln, trinkt heißen Tee und sieht Fledermäuse vorbeifliegen. Und denkt sich, dass Elternabende im Waldkindergarten jawohl die coolsten Elternabende überhaupt sind.

The packing list for our first parent’s evening in the kindergarden: blanket, scarf, seat mat, thermos jug with hot tea…..Because as parents of a forestkid you meet – exactly! – in the forest. More specifically at the small, open hut at the lake. And then you arrive at dawn and you stand in front of a hut which is illuminated by candles and lanterns, and which was decorated by the kids with ivy and paper stars and birch- and oak branches. And then you sit there, writing down your name in the light of a torch, listening to the rain on the roof, drinking hot tea and watching bats flying by. And then you think that parent’s evenings at the forest kindergarden are no doubt the coolest meetings of that kind you could ever have.

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Froschparadies / frog’s paradise

(English version follows below)

Während wir uns in den letzten Tagen damit abgemüht haben, die fünf gefällten Bäume irgendwie in den vor unserer Terassentür stehenden Container zu räumen, haben wir festgestellt, dass wir in einem Froschparadies wohnen. Da muss man echt aufpassen, wo man hintritt. Überall hüpft es. Wie gut, dass wir auch nach Abholung des Containers noch genügend feuchte Mauern, Haufen mit Totholz und vermodernden Blättern haben werden, damit die alle über’n Winter kommen.

Und wer ist die Beste im Frösche fangen? Na klar, das Waldkind….

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While we are busy filling five chopped down trees into a container which is parked directly in front of our terrace door, we couldn’t help but noticing that we are living in a paradise for frogs. We have to carefully watch our steps as it is hopping  rustling everywhere. How good that there will be plenty of wet walls, piles of branches and rotting leaves left, even once the container is picked up again.

And who’s the best when it comes to catching frogs? Of course, the little one…

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