Gesprächsfetzen / conversation snippets

(English version follows below)

“Schatz, der Kleine bräuchte ganz dringend mal eine frische Windel!” – “Warte, ich kümmer mich gleich drum. Ich muss nur ganz schnell noch die Rhizobien im Garten verteilen!”

Was man halt so sagt.

*************************************************************************************

“Darling, the hobbit is in urgent need of a fresh diaper!” – “Wait, I’ll take care of it in a second. I just have to cast the rhizobia in our garden!”

Things you say…

 

Posted in PhD | Tagged , | Leave a comment

Es werde Licht! / Let there be light!

(English version follows below)

Hat tatsächlich irgendwann mal jemand geglaubt, dass man umzieht und schwuppdiwupp nach ein paar Tagen alles an seinem Platz steht und man sich zufrieden zurücklehnt, einen Schluck Wein nimmt und sich denkt: “Ah! Jetzt ist alles ausgepackt, aufgebaut und genau so, wie es sein soll!”? Nein, nein, so läuft das nicht. Nicht, wenn der neue Ort viel größer als der alte ist, man aber aufgrund der finanziellen Situation nur nach und nach gewisse Dinge angehen kann.

Immerhin schallt es inzwischen nicht mehr so bei uns im Wohnzimmer.

Seit langer Zeit waren wir am Grübeln, was für Lampen wir für unser Esszimmer nehmen könnten. Vom Vorbesitzer waren noch große, dunkelbraune, scheinwerferartige Strahler an einer dunkelbraunen Schiene vorhanden, die wir einfach weitergenutzt haben. Aber die Ausgeburt an Schönheit waren sie nun nicht, auch wenn uns schon gesagt wurde, dass man sicherlich viel Geld bei Ebay für sie bekommen würde. Genau wie uns ja auch immer gesagt wird, dass unser kackdunkelbraunes Badezimmer mit dem pipicurrygelben Waschbecken wieder total im Kommen ist. Das macht es aber leider nicht hübscher. Dazu kam, dass ständig die Glühbirnen durchbrannten, und sowieso der Stromverbrauch bei drei Strahlern ziemlich hoch war.

Wir waren also auf der Suche nach einer geeigneten Lösung, aber zum Leidwesen von Karsten habe ich bei sämtlichen modernen Strahlern für Schienensysteme im Internet nur den Kopf geschüttelt. Passte alles irgendwie nicht. Sah nicht nach uns aus. Es sollte etwas sein, dass etwas aussagte wie “Hier wohnt eine leicht chaotische, aber im Grunde sehr liebenswerte vierköpfige Familie, die es gerne gemütlich hat”.

Dann hatte Karsten plötzlich eine Idee, und verschwand über einen längeren Zeitraum jeden Abend im Keller. Dort hörte man ihn bohren und hämmer und klopfen, und ständig war die Wäsche voller Holzspäne.

Am Freitag kam dann der große Moment! Und tadaaaaa! Wir haben eine neue Lampe. Eine, die zu uns passt und die total prima ist und den weltbesten Ehemann mit großem Stolz erfüllt, auch wenn es noch das eine oder andere Detail zum Verbessern gibt.

Alles selbstgebaut. Und braucht nur noch einen Bruchteil des bisherigen Stroms. Und dimmbar ist sie noch dazu.

Wieder eine Baustelle weniger!

IMG_20171117_200911IMG-20171117-WA0007DSC_5417

Did anyone ever think that, after a move, everything is just right and at its proper place? That one sits down after two or three days of work, taking a sip of wine, thinking: “Ah! Now we are done! Everything’s unpacked and exactly like it’s supposed to be!”. No, no, that’s not how it works! Not if the new place is much bigger than the old one, and the financial situation only allows one small step at a time.

At least there’s no echo in our living room anymore.

For quite some time now, we have been thinking about a good solution regarding the lights in our living/dining room. So far, there have been big, dark brown spotlights on a darkbrown rail which were left by the previous owner. But they weren’t exactly a beauty, even though we were told that we could probably get a lot of money for them on ebay. But people also tell us that the darkbrown bathroom tiles and the yellow sinks are having a revival, and it still doesn’t make them look any better! Moreover, the light bulbs tended to burn through, and the spotlights also had a pretty high consumption of electricity.

So we have been looking for a good option, but to Karstens’ regrets I did’t like any of the modern spotlights for rails that we found online. Didn’t fit! Didn’t look like us! We needed something that says “Here lives a slightly chaotic, yet very lovable family of four, who likes to have a cozy home!”.

Then Karsten had an idea, and he disappeared into the basement for many evenings in a row, where I could hear him drilling and hammering and puttering around, and constantly the laundry was full of wood shavings.

Friday was the big day! Tadaaaaaaa! We have a new lamp. One, that fit’s and that’s awesome and that makes the best husband in the world feel very proud, although there are still some minor details to improve.

All done by himself. And it needs only a fraction of the electricity consumption. And it’s even dimmable.

One item less on the list!

 

Posted in firsts, Miscellaneous | Tagged , , , , , , , , | 3 Comments

Pferdezeugs / horse stuff

(English version follows below)

Hach, manchmal bin ich echt genervt. Und müde. Weil ich müde bin, versuche ich, nicht alle hundert Dinge aufzulisten, die mich gerade nerven. Das interessiert wahrscheinlich sowieso keinen. Deswegen nur ein Beispiel:

Die Suche nach schönen Freizeitbeschäftigungen für die Große entpuppt sich als gar nicht so einfach, wenn man ständig ein quengeliges, bockendes und unentschiedenes Kleinkind auf dem Arm rumtragen muss.

Eltern-Kind-Reiten ist theoretisch ‘ne feine Sache. Wenn der Elternteil dann kein quengeliges, bockendes und unentschiedenes Kleinkind auf dem Arm tragen muss, das mit seinem Geschrei die Pferde scheu macht.

Auch wäre es nett, wenn auf der Homepage irgendwo vermerkt ist, dass man sich gefälligst vorher anmelden muss, auch wenn es kein fester Kurs ist und man jede Stunde entscheiden kann, ob man kommt oder nicht. Und wenn dann eine Mutter vorbeikommt und sich das nur mal angucken will, dann darf man sich freuen und die Mutter begrüßen und sowas sagen wie “Schön, dass sie hier sind, ich heiße xy, schauen sie doch einfach mal zu!”

Es ist total nett, dass dann eines der älteren Mädchen die Große auf dem Pferd mit rumführen kann, während ich ein quengeliges, bockendes …(aber das weiß man ja nun)…

Trotzdem: Ich fände es super, wenn bei einem Kurs für Kinder ab 2 Jahren (!) damit gerechnet wird, dass die Eltern potentiell keine Ahnung von Pferden haben. Und dass nicht einfach zum Kind gesagt wird “Hier ist ein Pferd. Und hier ein Hufkratzer, heb mal das Bein vom Pferd hoch und kratz…” sondern eher sowas wie “Das ist ein Pferd. Das ist mindestens dreimal so groß wie du. Es ist ganz lieb und man kann prima auf ihm reiten, aber es gibt ein paar Dinge, die du beachten solltest.  Man muss aufpassen, dass man nicht von hinten an das Tier herankommt, weil es sich dann erschrecken und ausschlagen kann. Auch mag es keine lauten Geräusche, du musst also aufpassen, dass du nicht plötzlich laut schreist oder lachst, auch wenn du dich freust. Aber das Pferd mag es total, wenn man….”. Wisst ihr, was ich meine?

So war das schon damals, als ich als Kind meine ersten und einzigen Ferien auf einem Ponyhof gemacht habe. Keiner hat mir je ordentlich erklärt, wie man eigentlich mit Pferden umgeht. Auch bei meinem einzigen Ausritt auf einem Pferd in Neuseeland (Horse Trekking für Touristen…ich suchte verzweifelt nach Aktivitäten, die kein Bungee Jumping, Autorennen oder Fallschirmspringen involvierten!) wurde ich auf ein Pferd gesetzt bin ich auf ein Pferd gestiegen und dann ging es los und dann blieb ich zurück, weil mein Pferd lieber Gras gefressen hat und mir keiner gesagt hat, wie man es eigentlich dazu bringt, dahin zu laufen, wo man selber hin will…Das es dann plötzlich von null auf hundert losgaloppiert, hat mir mit meiner Beziehung zu Pferden auch nicht wirklich geholfen

Jetzt schreibe ich mich hier ein bisschen in Rage, aber das leider vor dem Hintergrund, dass hier im Nachbardorf gerade ein Mädchen auf der Weide durch sein Pferd tödlich verunglückt ist. Alles, was ich eigentlich sagen will, ist: man sollte im Hinterkopf behalten, dass Pferde große und starke Tiere sind und wenn man Geld für Eltern-Kind Kurse nimmt, dann muss man den Kindern Leuten auch ein paar Grundlagen beibringen, bevor man sie an die Pferde lässt.

Die Große fand das Reiten jedenfalls prima. Gottseidank fand sie das Schnuppern beim Musikkurs noch besser.

**********************************************************************************

Gee, am I annyoed. And tired. And since I am tired, I’ll try not to write about all the hundreds of things that are annoying me. Probably it’s not interesting anyway. So here’s just one example:

We are looking for a nice afternoon thingy to do for the little one, and the search turns out to be rather challenging with a mourning, loud and undecisive toddler on my arm.

Parent-children-horse riding is, theoretically, a good thing. If the parent doesn’t have to carry a mourning, loud and undecisive toddler whose screaming is scaring the horses.

Also, it would be nice if the homepage would say something about the need to register beforehead, even though it is not a regular course and one can decided each week again if one participates or not. And if there is a new mother swinging by who just wants to have a look, it would be nice to say something like “Hello, nice to meet you, my name is xy, feel free to have a look around”.

It is really nice that one of the older girls can walk around and lead the little one on a horse while I am carrying a mourning, loud…(well, you know the rest)…

STILL! It would be great if, in a course for children starting at the age of 2 (!), the person in charge would keep in mind that the parents have, potentially, no prior knowledge about horses either. And that one doesn’t say to the child “Here’s a horse. And that is a hoof pick, so now you can just pick up the horses leg and clean the hoof…”. Maybe instead, it would be good to say: “Look, that is a horse. It is at least three times bigger than you are, but they are friendly creatures. However, don’t ever approach a horse from behind because then it might get scared and lash out. Also, it doesn’t like loud noises, so keep in mind not to shout or laugh loudly when you are next to it. But the horse likes it very much when…” You know what I mean?

I remember my first and only holiday on a pony farm to be the same. Noone ever explained to me how to handle horses properly. Even when I was a grown up and I signed up for a horse trekking day in New Zealand (I was desperate for an activity that wasn’t bungee jumping, racing or parachuting!), I was put on a horse and then I lost the group because my horse decided to graze instead of walk and I had no clou how to make it move (and my relationship to horses wasn’t really improved when it suddenly decided to gallop!)

Yes, I know I am writing myself in a rage here, but unfortunately I am writing this against the background that a little girl in a nearby village was accidentaly killed last week because of her horse. All I actually would like to say is: keep in mind that horses are big and strong animals, and if you take money for a horse riding course, make sure to teach some basics.

The little one loved the horse riding. But luckily for me, she liked the music course even better.

 

Posted in the little one | Tagged , , | 8 Comments

Spaziergang / walk

(English version follows below)

Gestern gab es das erste Mal Bodenfrost bei uns. Der Morgen war kalt und ich musste mich erstmal sammeln und überlegen, was bei den Temperaturen (eisig, aber potentiell im Laufe des Vormittages wärmer) eigentlich kleidungsmäßig für den Waldkindergarten angesagt ist. Als dann seit langem Mal wieder beide Kinder aus dem Haus waren, habe ich die Gelegenheit genutzt und bin bei strahlendem Sonnenschein mit Kamera durch’s Moor spaziert. Das ist manchmal genau das, was die Seele braucht!

DSC_5286DSC_5313DSC_5316DSC_5323DSC_5337DSC_5348DSC_5355DSC_5358

DSC_5382

DSC_5394

Yesterday, we had the first ground frost. The morning was cold and I had to quickly collect my thoughts at breakfast and decide what clothes the little one should wear in the forest (reagarding the icy temperatures with potential to get much warmer within the morning). As soon as both kids were out of house, I took the opportunity (freedom! sunshine!) and went for a walk at the nearby swamp. Sometimes, that’s exactly what is needed!

Posted in Herbst | Tagged , , , , , , | 5 Comments

Bruchstücke aus der letzten Woche / last weeks’ this and that

(English version follows below)

Da wir letzte Woche lieben Besuch hatten und zudem die Kinder zu Hause waren (Feiertage, Blasenentzündung…), fehlte die Zeit für Blogbeiträge. Manchmal fehlen auch die Worte. Die sind dann zwar in mir drinnen, wollen aber nicht raus. Deswegen kommen heute ein paar zusammengefasste Bruchstücke aus den letzten Tagen.

  • Letztes Wochenende haben wir die Kinder zu einem kleinen Spaziergang im nahegelegenen Moor überredet. War zwar nur kurz, davor aber voller Pfützen. Dabei ist eins meiner Lieblingsbilder aus den letzten Wochen entstanden.
  • Die Eichhörnchen haben ihre eigene Futterstelle entdeckt und entern nun nicht mehr das Vogelhaus. Stattdessen freuen wir uns tagtäglich darüber, wie lustig es aussieht, wenn die Eichhörnchen komplett im Futterhaus verschwinden. Neben den vielen anderen Vögeln hat sich letzte Woche auch ein Buntspecht zu uns in den Garten gesellt.
  • Meine Schwester, mein Schwager und mein Neffe waren zu Besuch und haben ein Hochbett mitgebracht, in dem die Große nun voller Wohlbehagen und Stolz schläft. Noch steht es mitten im Zimmer herum, aber in den nächsten Wochen wird noch ein bisschen umgebaut – unter anderem soll ein Balken eingezogen werden, damit wir eine Schaukel (oder ähnliches) aufhängen können.
  • Verbunden mit dem Hochbett war ein Besuch bei Ikea, der bei den Kindern Begeisterungsstürme auslöste (und ich war heilfroh, dass ich nicht alleine war….zwei Arme reichen bei sowas einfach nicht aus!). Seitdem wohnen zwei weitere Stoffkatzen bei uns, nahezu identisch, bis auf das aufgemalte Bild am Wäschezipfel: die Große hat eine Blume, der Kleine wollte “U-A-Ä” draufgeschrieben haben.
  • Der Kleine kann seit gestern seinen Namen sagen! Es wird!
  • Irgendjemand hat mit einem Messer in alle Äpfel in der Obstschale ein Kreuz geritzt. Wer kann das wohl gewesen sein? (Ironisches Augebrauenhochziehen an dieser Stelle)
  • Am Freitag war der Laternenlauf vom Kindergarten. Im Wald, wo die Waldkinder vormittags bereits den ganzen Weg mit Teelichtern in Gläsern geschmückt hatten. Das sah total schön aus! Schön war auch die Saxophonspielerin, die mit Lichterkrone aus dem dunklen Wald kam. Um halb sechs war es dann aber so dunkel im Wald, dass man die Kinder nicht mehr wiedergefunden hat, sobald sie zwischen den Bäumen verschwanden, und wir haben uns wieder auf den Heimweg gemacht.
  • Der Weg am See entlang ist total überflutet. Gestern kamen mir Enten entgegengeschwommen. Ohne Witz.
  • Gestern waren wir bei einem Musik-Kaffee-Kuchen Nachmittag vom Freundeskreis für Asylsuchende. Leider gab es keinen Kuchen. Und die Musik war zwar cool, aber auf Konzertlautstärke und ziemlich düster. Spätestens als der Sänger etwas von seiner abgeschlachteten Tante sang, ergriff die Große die Flucht (ich persönlich hätte sie schon beim Rattenfänger von Hameln ergriffen, der mit düstere Stimme “Gebt mir eure Kinder” gesungen hat…). Aber wir haben ordentlich gespendet und uns gefreut, so viele sympathische Leute zu sehen!

DSC_4896DSC_5188DSC_5262IMG_20171103_160914

Since we had some lovely people staying at our place last week, and since the kids were at home too (holiday, bladder infection…stuff like that), there was no time for blogging. Sometimes, there’s time but no words. At least no words that like to come out. So here are some fragments of the last days.

  • Last weekend, we convinced the kids to go for a walk at the nearby swamp. It was a short walk, but full of puddles. That’s when one of my favorite pictures of the last weeks was taken.
  • The squirrels have finally found their own food and stopped boarding the birdhouse. Now we are quite amused every day when we watch how they disappear completely while eating. And apart from all the wee tomtits, a spotted woodpecker visited our garden last week.
  • My sister and her family visited us and brought my nephew’s old loft bed for the litttle one. She is very proud and sleeps very comfortably in her new bed. So far, it is still located somehow in the middle of the room, but within the next weeks, we are going to do some work in the kids room – among others, we are planning to somehow install a beam for a swing. Big plans!
  • The loft bed came with a mandatory visit of the Swedish furniture shop, which caused a lot of enthusiam among the kids (and I was happy to have some help…two arms are simply not enough when it comes to such trips!). Ever since this visit, we have two little soft cats living with us. They are pretty much identical, except for the two little drawings: the little one’s cat has a small flower and the hobbit insisted on the letters “U-A-Ä” on his cat.
  • Since yesterday, the hobbit can say his name! Slowly, but steadly there’s progress 😉
  • Somebody carved a cross into every single apple in my fruit bowl.
  • On Friday, we went to the annual lantern walk of the kindergarden in the forest. The children from the forest kindergarden spent their morning decorating the path with candles in glasses, which looked incredibly nice at dawn. At half past five, it was so dark that one couldn’t find the kids anymore once they disappeard between the trees, so we went home again.
  • The path along the lake is completely flooded in parts. Yesterday, ducks were swimming along the path. No joke.
  • Yesterday, we went to a music-coffee-cake afternoon organised by the Friends for asylum seekers. Unfortunately, there was no cake. And the music was cool, but as it was a real band it was more like a concert and accordingly loud. And dark. With dark, I mean the music. When the singer sang about his slaughtered aunt in the basement, the little one decided to leave (I, personally, would have left when he was singing about the Pied Piper who sang with a really dark voice “Give me your children!!”…) But we donated money and were happy to see so many likeable people.
Posted in forest kindergarden, Garden, Herbst | Tagged , , , , , , , | Leave a comment

Gartenbewohner / garden residents

(English version follows below)

Letzte Nacht lag ich lange wach und lauschte, wie der Sturm draußen tobte. Drei kräftige Herbststürme haben wir diesen Herbst schon gehabt, und jedes Mal rüttelt der Wind an unserem Schlafzimmerfenster, klappert mit der Lüftung in der Küche und pustet uns durch den Kamin die Asche ins Wohnzimmer. Beim letzten Sturm ist unser Ahorn aufs Nachbargrundstück gefallen. Diesmal ist ein kleiner Baum vom Spielplatz zu uns aufs Grundstück gekommen. Kein Wunder, dass man nachts bei solchen Stürmen nicht schlafen kann.

Heute Vormittag war der Himmel dann freigepustet und sobald der Sturm etwas nachließ, kamen unsere Gartenbewohner wieder aus ihren Verstecken. Bei uns ist nämlich richtig viel los im Garten. Die vielen Frösche haben inzwischen ihr Winterversteck gefunden (bis auf einen Trödelfrosch, den wir gestern noch gesehen haben), aber Karsten war in den letzten Wochen fleißig und hat an seiner Werkbank gehämmert und gesägt, und seitdem sind wir stolze (sehr stolze) Besitzer eines 1A Vogelhäuschens und einer Eichhörnchenfutterstelle. Beide werden liebevoll befüllt (nach NABU Richtlinien) und unser Garten erfreut sich sowohl bei Vögeln als auch bei Eichhörnchen an großer Beliebtheit.

Jetzt macht es sich auch so richtig bezahlt, dass ich den Basteltisch der Kinder strategisch gut unter dem großen Fenster zum Garten platziert habe – zur Zeit erschallt in schöner Regelmäßigkeit der Ruf “EICHHÖRNCHEN!!!” durch das Haus und dann hängt die ganze Familie an genau diesem Fenster.

Nur die Verteilung der Futterstellen müssen die Tiere noch kapieren…die Eichhörnchen haben noch nicht ganz verstanden, dass sie ein eigenes Eichhörnchen-Luxusrestaurant haben und entern stattdessen immer waghalsig das Vogelhaus.

DSC_4999DSC_5022DSC_5036DSC_5075

DSC_5056DSC_5103

Last night, I was awake for quite some time, listening how yet another autumn storm went on outside. There have been three strong storms so far, and every time the wind shaking our window frame, rattling in our kitchen ventilation and blowing down our fireside, spreading ashes around our living room. The last storm blew our maple tree over to our neighbours. This time, a small tree from the playground leaned into our garden. No wonder that one can’t sleep at night anymore when it’s stormy outside. (Nothing compared to the American tornados though!)

This morning, when the sky was blue again, our garden residents left their safe hiding places again in order to visit us. There is a lot going on in our garden, indeed. The numerous frogs have, by now, found their winter spot (except for one late guy who was still hopping around yesterday, but Karsten has spent quite some time at his work bench and we are now proud (very proud!) owners of not only a topnotch birdhouse but also a squirrel restaurant. Both are filled with seeds and nuts and raisins and love (according to proper guidelines) and our garden has turned into a favorite spot for birds and squirrels.

The idea to place the kid’s crafting table right beneath the big window facing the garden pays off pretty well by now. Every now and then, an enthusiatic shout “SQUIRREL!!” can be heard throughout the house, and then the whole family is pushing around said window.

The only thing that needs to be figured out is the allocation of the food….so far, the squirrels haven’t checked that they own an special squirrel food spot, and instead they continue boarding the birdhouse. But maybe we just need to give them more time.

 

Posted in Garden, Herbst | Tagged , , , , , , , , , | 1 Comment

neue Morgenroutine / new morning routine

(English version follows below)

Seit Kurzem haben wir, wenn es trocken ist*, eine neue Morgenroutine:

IMG_20171027_081001

Der Anhänger zieht sich ja so viel leichter mit nur einem Kind drinnen! Aber man merkt verstärkt, dass es auf den Winter zugeht – die Sonne geht beim Fahren gerade erst auf und wir müssen immer mal wieder anhalten. Die eine, um sich auszuruhen, und die andere, um das Licht zu genießen.

Allerdings müssen wir das Kinderrad noch ein wenig aufpäppeln. Wieso Räder für Kinder kein Licht und keinerlei Reflektoren haben, kann ich ja nicht wirklich überhaupt nicht nachvollziehen. Auch wenn das Rad von der Größe her noch nicht unter offizielle Räder fällt, so ist das Kind doch, sobald es fährt, Teilnehmer im Straßenverkehr. Sollte man meinen. Gleiches gilt für Laufräder. Also her mit dem Licht!

*(Also derzeit so einmal die Woche…)

IMG_20171027_081915IMG_20171027_083315

***********************************************************************************

Every now and then, when we hit a dry morning (which is not that often, unfortunately), we have a new morning routine! Pulling the bike trailer is so much easier with only one kid aboard 🙂 But winter is definitely coming – the sun only rises while we are on our way and we have to do several stopps. Some for the kid to rest and some for the adult to enjoy the light.

However, we still need to pimp the little one’s bike a bit. I don’t really understand why children bikes don’t have any lights or cat’s eyes. Even if it is, according to the size, not a “proper” bike yet, the children are, as soon as they are cycling (or even using a balance bike) part of the road traffic, aren’t they? So, more light please!

Posted in Children, firsts, Herbst, the little one | Tagged , , , , , | 2 Comments

Herbstmarkt / autumn market

(English version follows below)

In unserem Lieblings-Freilichtmuseum war die ganze letzte Woche Herbstmarkt. Das ist so etwas wie ein fulminantes Finale der Saison, bevor das Museum den Winter über schließt. Eine Woche lang waren knapp 150 Aussteller im vorderen Teil des Museums verteilt und da wir eine Jahreskarte haben, haben wir den Markt ausführlichst genossen. Da gab es aber auch tolle Stände. Wolle, Selbstgenähtes, Obst, Gemüse, Gartenartikel, Dekorationen, Lederarbeiten, Buchbinder, Stempel, Karten, Möbel, Skulpturen, diverse kulinarische Stände angefangen bei Bärlauch über Käse und Marmeladen bis hin zu verschiedensten Sanddornprodukten, Seife und und und….dazu natürlich viele Leckereien, insbesondere das Eiz zur eigenen Zusammenstellung wurde von uns genossen (sehr zu empfehlen: Kaffee-Kakao-Rumkugel und Kirsche-Kokos). Voll war es auch. So voll, dass eine Stunde nach Öffnung schon die ganzen Seitenstreifen an den Landstraßen zugeparkt waren, weil der riesige Parkplatz vor dem Museum komplett besetzt war.

Heute vormittag habe ich dann nochmal die Chance und das gute Wetter genutzt und habe mich auf mein Rad geschwungen und habe mir ganz in Ruhe die noch nicht gesehenen Stände angeschaut. Schön, so ein Herbstmarkt! (Und weil ich hin und zurück knapp 30 Kilometer geradelt bin, konnte ich mir auch mit ruhigem Gewissen wieder einen der diversen kulinarischen Höhepunkte gönnen!)

DSC_4783DSC_4786DSC_4791DSC_4793DSC_4796DSC_4806

Before our favorite Open-Air-Museum is closing its gates during the winter, it came up with its annual, big autumn market. During the whole last week, more than 150 exhibitors showed their products in the first half of the museum. As owners of an annual ticket it goes without saying that we were truly enjoying the last week. There were so many beautiful and interesting stalls. Woolen things, homemade clothes, fruits, vegetables, garden products, decorations, leather products, bookbinders, stamps, selfmade stationaries, furnitures, sculptures and not to forget the various culinary stalls selling stuff like wild garlic products, cheese, various jams or sallow thorn products….and of course many treats for the moment (especially the ice-cream that can be individually compiled was one of our favorites….we were especially pleased with the combinations coffee-chocolate-rum truffle and cherry-cocosnut). Apparently, we also weren’t the only ones who truly enjoyed the market: it took less than an hour last weekend until the big parking lot for the museum was packed and the people started parking on both sides along the roads.

This morning, I took the chance and went there again by bike. The sun was shining and I was able to peacefully stroll around the parts that we didn’t manage to see last weekend (there is only so much you can visit with children before there’s the urgent need to go to the playground). Such a nice autumn market! (And because I biked all in all almost 30 kilometers, I felt very much obliged to enjoy the culinary delights again!)

 

Posted in Herbst, Miscellaneous | Tagged , , , , , | Leave a comment

Rock, Rotwein und Rentner / rock, red wine and retirees

(English version follows below)

Gestern Abend waren Karsten und ich aus. So richtig aus. Nämlich auf einem Konzert. Zusammen! Das haben wir seit Geburt der Großen nicht mehr gemacht. Zusammen mit den Erlebnissen im Sommer sieht man also: auch mit Kindern kann man irgendwann wieder eigene Sachen machen.

Nun ist der Ort, in dem wir leben, nicht wirklich für sein aktives Nachtleben bekannt. Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass ein Nachtleben hier nicht existent ist. Wenn man mal von Mardern, Fledermäusen und Waldkauzen absieht. Aber! Es gibt hier ein kleines, aber feines Kino mit sehr engagierten Betreibern, die sich die Mühe machen nicht nur gute Filme zu zeigen sondern anscheinend auch einige ziemlich gute Bands in den Ort zu holen. Seit unserem Umzug wollten wir in dieses Kino gehen, und nun hatten wir tatsächlich gestern eine Babysitterin und sind zu einem dänischen Blues-Rock Konzert gegangen. Und was soll ich sagen? Es war richtig cool!

Cool war auch das Publikum. Denn Karsten und ich bemerkten beide mit einem Schmunzeln: wir waren wahrscheinlich mit die Jüngsten im Saal. Ich würde mal schätzen, dass knapp 50% der Gäste über 60 war. Und so saßen wir im Schein von kleinen roten Lampen gemütlich da und tranken ein Glas Rotwein. Bis die Musik losging. Da konnte es einen nämlich eigentlich nicht mehr auf den Plätzen halten. Und zur Pause gaben wir unsere Plätze frei und tanzten lieber. Zusammen mit vielen anderen. Die Stimmung war nämlich super und glaubt es oder nicht, aber besagte 50% haben echt abgerockt.

Voll beschwingt und glücklich und verschwitzt traten wir spätabends wieder ins Freie und machten uns auf den Rückweg, während der Herr neben uns seinen Rollator aufklappte.

*************************************************************************************

Yesterday evening, Karsten and I went out. Properly. To a concert. Together! We hadn’t done that since the birth of the little one. Combined with the experience during our summer holiday, it is safe to say: even with kids, one is able to, after some time, follow own interests again.

Now, the town we live in is not really famous for its vibrant night life. I would even say that a night life is non existent here. Apart from the bats, the owls and the martens, of course. But! The town happens to have a small, but very fine old cinema with a very dedicated managament who do not only choose very good movies but who also manage to invite really good bands to our town. We wanted to go to this cinema ever since we moved here, and yesterday we finally had a babysitter on a day of a concert, so we went to a Danish Blues Rock Band. And what shall I say….it was amazing!

Not only the band was amazing, but also the audience. As Karsten and I both noticed quickly: we seemed to be among the youngest in the room. I’d guess that about 50% of the audience was over 60. And so we sat down in a small cinema hall, illuminated by little red lamps, and drank a glass of red wine. Until the music started. Because then, one wouldn’t want to sit down anymore. And after the break, we gave our seats away and danced instead. Together with many others. The atmosphere was awesome and, believe it or not, said 50% rocked the concert.

Late in the evening, we left the place sweaty and happy and with a bounce in our steps, while the gentlemen next to us unfolded his walking frame.

 

Posted in Miscellaneous | Tagged , , , | Leave a comment

abseits / off the beaten track

(English version follows below)

Manchmal kommt man an Orte, die hat man einfach nicht auf der Reihe. Heute zum Beispiel, da hatte ich einen Tanten-Nichten-Tag mit dem Versprechen, unsere Fotokamera mitzunehmen zwecks einer kleinen, entspannten Fotosession. Die Nichte durfte vorschlagen, wo es hingehen sollte.

Ziemlich cool! Aber ganz ehrlich, ich hab mich da ja schon ein bisschen gegruselt!

DSC_4576DSC_4463DSC_4464

Sometimes, you discover places that you’d actually never picture yourself in. Like today. Today, I had an aunt-niece-day with the promise to take my camera and to do a small, relaxed foto session. The locations were decided upon by my niece.

It was a pretty cool place. But honestly, it also gave me the creeps.

Posted in Miscellaneous | Tagged , , , , | Leave a comment