ein bisschen Welt in unserem Haus / a bit of the world in our house

(English version follows below)

Das Tolle an Besuch ist ja, dass man sich immer ein Stückchen Welt in sein Zuhause holt. So ganz ohne weit weg fahren zu müssen. So war es auch letzte Woche, und weil der Besuch sogar für uns kochen wollte, kamen wir in den Genuss eine echten kulinarischen Highlights: Molokhia. Für uns bis jetzt völlig unbekannt (auf der Packung stand als deutsche Übersetzung schlicht und ergreifend “Maul”, was uns nichts sagte, aber wir fanden raus, dass es sich um die langkapselige Jutepflanze handelt.). Zusammengefasst gab es also Reis (mit kleinen frittierten Nudeln drinnen) mit Hühnchen und Juteblättern.

Total lecker! Und mal wieder ein erstes Mal!

Vielleicht sollten wir ab jetzt die Tradition einführen, dass jeder Besuch an einem Abend sein Lieblingsgericht kocht. Da lernt man so leckere Rezepte kennen! Oder wir machen einen internationalen Kochabend einmal pro Monat. Denn die Große fand Molokhia auch sehr lecker! Der einzige Haken an dem Gericht: die Vorbereitung dauert über zwei Stunden.

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The great thing about having guests is that you always get the chance to have a bit of the world at home without actually travelling yourself. Like last week when we had a full house again. And since our guests were determined to cook for us, we had the great pleasure to enjoy a new culinary highlight: Mulukhiyah. So far, we had never heard of it (and the translation on the box simply said “mallow” which didn’t enlighten us either. But we checked and it’s dried jute). It was rice (with little fried noodles in it) with chicken and, well, jute.

Extremely delicious!! Not only for us, but also for the children! And yet another first!

Maybe we should start a new tradition: each guest is invited to cook his favorite dish on one day. That way, we could experience so many good receipes. Or we’ll do an official international evening once a month (additionally to all the pizza, pasta, quiche and so on ;-)). I’ll keep you posted.

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Sommergruß (2) / summer greetings (2)

(English version follows below)

Während die Kinder den Quatsch und Trubel mit der Familie genossen, gab es für Karsten und mich ein kleines Schmankerl, auf das wir uns schon seit einem Jahr gefreut haben: zwei Tage Wandern im Elbsandsteingebirge, ganz alleine. Das war das erste Mal seit der Geburt der Kinder, dass wir zwei Tage ganz alleine irgendwo waren, und was soll ich sagen….es tat SO! gut!

Wir hatten uns in einem kleinen Hotel in Hohnstein einquartiert, mit toller Aussicht, und haben die Zeit richtig genossen. Da wir die Hauptziele des Elbsandsteingebirges schon kennen (Festung Königsstein, Bastei, Schwedenlöcher, Schrammsteine und so), und da das Wetter im Gegensatz zu Norddeutschland dort so unglaublich heiß war (ist man kaum noch gewöhnt), haben wir zwei Touren durch die Täler entlang der Flüsse gemacht- einmal zur Brandaussicht und durch’s Polenztal, und am zweiten Tag an der Kirnitzsch entlang. Und an so Ecken vorbei wie dem nassen Loch, den Hafersäcken, dem Diebskeller, den Rabensteinen oder dem oberen Schweineloch….die Karte der Sächsischen Schweiz ist schon extrem amüsant zu lesen!

Aber ach, was gibt es für schöne Täler und für erfrischende Flüsse dort! Und so schöne Wälder und Felsen und Farne und immer wieder Aufstiege zu tollen Ausblicken. So ein herrlicher Flecken Erde! Übrigens auch mit Kindern super zum Wandern, weil viele Touren je nach Fitness auch Abkürzungen erlauben, aber wir haben es ja sehr genossen, dass wir mal ganz ohne Rücksicht loswandern konnten so lange wir wollten. Zur Abwechslung halt mal an die physischen statt an die psychischen Grenzen kommen. Speziell auf die 20 km am zweiten Tag bei 37°C bin ich schon ein bisschen stolz. Ich hätte aber auch keinen Kilometer mehr geschafft. Auf dem Weg zu den Kindern haben wir dann noch früh morgens bei aufsteigendem Nebel einen Abstecher zur Bastei gemacht und zwar – und das hat Seltenheitswert – komplett ohne Touristen.

Sollte man mal öfter machen, so eine kleine Auszeit 🙂

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One of our highlights of the holiday at my parents place was a two-day time-out for Karsten and me at the Elbe Sandstone Mountains. We had been looking forward to these two days for more than a year now. It was the first time since the birth of the little one that we stayed away for two days, and what shall I say….it was SO! good!

We were staying in a small hotel in Hohnstein, with a suberb view, and we truly enjoyed our time. As we already knew the typical tourist destinations in the area (Königstein Fortress, Bastei, Schwedenlöxher, Schrammsteine and so on), and since the weather was, in contrast to Northern Germany, incredibly hot and sunny, we decided to do two tours along rivers and through forests, with some fabulous view in between. And we hit places like “the wet hole”, “the oat sacks”, “burglars cellar”, “raven stones” or “the lower pig hole”….the map of the Elbe Sandstone Mountains is quite an amusing read.

But oh my, these beautiful valleys and cold rivers!! And these beautiful forests and rocks and ferns and views! It is such a gorgeous area to visit! Many of the walks are, by the way, quite doable for kids as well as there are plenty of opportunities for short-cuts along the way, but we did enjoy the option to just start walking without paying attention to little ones and/or the time. It was nice, for a change, to get to your physical limits instead of your mental ones! I am especially proud of the 20 kilometers up and down on the second day with sunshine and 37°Celsius (though I admit I couldn’t have walked for even one more kilometer!).

On the way back to the kids, we did a quick detour to the Bastei as it was a beautiful morning with fog rising from the valleys. As it was still early, we managed something I so far never experienced: the Bastei without a single tourist! Normally, the bridges and view points are extremely crowded during the holidays.

It’s definitely recommendable, a short time-out like this.

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Sommergruß (1) / summer greetings (1)

(English version follows below)

Zwei Wochen Sommerurlaub liegen hinter uns, angefüllt mit Trubel und Wasserspaß, mit Basteln und Malen und Experimentieren, mit Freibad-Besuch, im Wald stromern, viel Vorlesen, Quatsch machen und Süßkram, mit Kaffee (von der Nichte gekocht und ans Bett gebracht – und nur einmal schon um 5:33 Uhr), abertausenden Hummeln und Bienen im Garten, mit Wespen- und Bienenstichen (nur der Kleine, der dafür dreimal innerhalb von zwei Tagen, in Hand und Gesicht), und mit Schatzsuche. Die Große haben wir tagsüber lange nicht zu Gesicht bekommen, weil sie mit ihren zwei Cousinen rumstromerte und ihr eigenes Ding machte (hauptsächlich Quatsch). Der Kleine genoss die Aufmerksamkeit der Familie, vor allem das Traktorfahren und das Hauswand-Streichen. Und den Quatsch.

Den Magendarm-Infekt in der ersten Woche, der innerhalb von fünf Tagen neun der zehn Anwesenden flach legte, den hätte man sich allerdings sparen können. Vor allem, wenn man erst eine Nacht lang durchfährt um in den Urlaub zu kommen, dann drei Tage später eine ganze Nacht lang durchspuckt und dann nochmals zwei Tage später den Kleinen hält, der ebenfalls die ganze Nacht lang durchspuckt. Allein die Große blieb am Ende als Einzige verschont.

Nun folgt eine kurze Arbeitsunterbrechung für Karsten, bevor wir nochmal die Sachen packen.

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We are back home from a two week summer break at my parents place, and our bags are full of sunny memories. The days were filled with a hustle and bustle, with water games, crafting, painting and experimenting. With swimming pools, roaming around the forest, reading, with nonsense, sweets, treasure hunts and coffee (made by my niece and delievered to my bed in the morning. And only one time already at 5:33 am). We saw thousands of bees, butterflies and bumblebees, the hobbit got his first wasp sting, and his second, and his first bee sting as well (they seemed to really like him). The little one was enjoying the company of her two older cousins so much that we didn’t see much of her (we just noticed that a whole lot of nonsense was going on). The hobbit was enjoying the company of the cousins and the adults very much, who did their best regarding nonsense too.

The stomach bug during the first week, who got nine of the ten family members within five days, was quite unnecessary though (after already spending one night in the car, the last you want to do is spending another night vomiting and then spending yet another night holding your vomiting child…). The little one was the only one of the whole crew who somehow got away with it. Lucky her!

Now we’ll have a short break at home (while Karsten needs to work) before we hit the road again for another wee trip.

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Mittagsruhen-Boykott / naptime boycott

(English version follows below)

Zur Zeit wird seitens der Großen eine Art Boykott der Mittagsruhe zelebriert. Schlafen tut sie ja länger schon nicht mehr, aber wir haben die Abmachung, dass sie mittags auf dem Bett Hörspiel hört oder Bücher anguckt während ich eine halbe Stunde für mich habe. Nur leider wird diese halbe Stunde neuerdings  vier bis fünf mal unterbrochen (und ich wäre da wesentlich entspannter, wenn sie das Gleiche nicht auch nachts abziehen würde).

Heutiges Special: sie schmiert sich Kaugummi (aus dem Kindergarten…) aufs Bein, wir brauchen zehn Minuten um das klebrige Zeugs überhaupt wieder abzukriegen (merke: Wasser und Waschlappen helfen nicht!) und dann kriegt sie einen Schreianfall, weil ich den dreckigen kleinen Kaugummirest in den Mülleimer schmeiße. Grrr.

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Right now we are in some kind of boycott phase regarding the lunch time nap. Since spring, the little one is normally not napping after lunch anyway, but we do have the agreement that she lies on the bed and listens to audio tapes or reads books so that I can have half an hour for myself. Unfortunately, this half hour is lately interrupted four or five times (and I would be much more relaxed if she wouldn’t do the same thing during the night).

Today’s boycott special: she manages to glue the chewing gum (which she got in kindergarden…) to her leg and after it took ten minutes to remove the sticky stuff (note: water and washcloth do not help) she threw a big tantrum because I dared to throw away the dirty, little rest of the gum. Grrr.

 

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Staffellauf / relay

(English version follows below)

Wir haben hier momentan so etwas wie einen Besucher-Staffellauf, was uns volle Tage mit vielen schönen Erinnerungen beschert.

Am Freitag kam eine eine Freundin aus Studienzeiten zu Besuch. Wir hatten uns seit Jahren nicht gesehen und seit fast genau so lange eigentlich ein Treffen geplant. Jetzt hatte es endlich geklappt! Damals haben wir Stockholm unsicher gemacht erkundet, heute sitzen wir tatsächlich mit vier Kindern auf dem Spielplatz. Das ist schon ein lustiges Gefühl.

Am Samstag ging es nach Molfsee ins Freilichtmuseum, dass wir unseren anderen Freunden zeigen wollten (unser Weihnachtsgeschenk…der aufmerksame Leser wird inzwischen gemerkt haben, dass das einer unserer Lieblingsorte ist). Die hatten wiederum auch gerade Freunde da, die mitkamen. Also liefen wir mit acht Kindern durch’s Museum und es war richtig super! Und so völlig ohne Trotzanfälle!

Am Sonntag hatten wir dann die Schwiegereltern zu Besuch und fuhren nach einem entspannten Vormittag an den Strand. Leider zeigt sich der Sommer hier mal wieder von seiner typischen Seite….wie man auf den Bildern sieht. Aber immerhin wurde es am späten Nachmittag noch trocken, sodass die Kinder beschlossen, ihre Gummistiefel auszuziehen und mit nackten Füßen ins Wasser zu gehen (gebadet wurde nicht, weil sie zur Zeit beide eine Rotznase haben. Ich schieb’s auf den Sommer).

Übermorgen geht es dann weiter, dann kommen liebe Freunde aus der Schweiz zu Besuch.

Und dann drehen wir den Spieß um und fahren auch mal zu Besuch.

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Right now, we are doing some kind of a visitor-relay at our place, which causes full days and lots of good memories.

On Friday, a good friend from my time at university came to visit. We hadn’t seen each other for years and had been planning a visit for pretty much as long. Now it finally worked out! Years ago in Stockholm we painted the town  discovered Sweden. Now we are sitting on the playground, watching our four kids. It’s a funny feeling.

On Saturday, we went to the Open-Air-Museum in Molfsee again which we wanted to show to our other good friends (our christmas present for them…..the attentive reader might have noticed by now that Molfsee is one of our favorite places). These friends had friends visiting them, which joined us too, so we walked around with eight children and it was absolutely awesome. And there wasn’t a single tantrum that day!

On Sunday, my parents-in-law were visiting us, and we went to the beach in the afternoon. Unfortunately, the summer was as usual….as you can see on the pictures. But well, it got a bit drier in the late afternoon, so the kids decided to get rid of their wellies and bathed their feet (only the feet (and the legs) as both of them have a running nose. I blame the summer!)

In two days, the next beloved friends are swinging by for a visit.

And then, we’ll turn the tables. Then, we’ll go and visit!

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Waldkindergarten-Zwischenbericht / update from the forest kindergarden

(English version follows below)

Seit über einem halben Jahr geht die Große nun in den Waldkindergarten und in ein paar Tagen fangen offiziell die Sommerferien an. Zeit für ein kleines Resumé. Anfangs war ich skeptisch, ob dieses Konzept so zur ihr passt, denn sie hatte zwischendurch eine Phase, wo sie nur sehr schwer an die frische Luft zu kriegen war. Außerdem überlegte ich, wie das im Waldkindergarten wohl mit so Sachen wie Bücher vorlesen, Basteln und Vorschulprogramm ist (ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich großen Wert auf Vorschulprogramm lege oder nicht, aber ich denke, dass Kinder das ab einem gewissen Alter selber spannend finden).

Vor allem habe ich in der ersten Woche auf gutes Wetter gehofft.

In der ersten Woche war das Wetter, bis auf den ersten Tag, scheußlich. Es hat am zweiten Tag in Strömen geregnet (ich saß zu Hause, guckte aus dem Fenster und dachte voller Herzschmerz an mein Kind, dass draußen im Wald steht…), am dritten Tag mussten sie wegen Sturm in die Notunterkunft, und an den letzten beiden Tagen waren es -8 Grad und Wind. Dazu kam, dass es hier Anfang Januar um 8 Uhr morgens noch stockfinster ist – es fühlte sich doch sehr, sehr merkwürdig an, sein Kind morgens im dunklen Wald abzugeben und nach Hause zu fahren.

Die Große hat sich bis heute mit nicht einem Wort beim Abholen über das Wetter beschwert. An keinem Tag. Egal welches Wetter. Das Wetter scheint ihr total egal zu sein. (Gut, wie es der Zufall so will, hatte sie prompt gestern morgen keine Lust nach draußen zu gehen weil es mal wieder in Strömen regnete. Spaß gehabt hat sie trotzdem!). Es sind andere Sachen, die für sie zählen.

Das sind zum einen die anderen Kinder. Mit 3,5 war es einfach höchste Zeit, dass sie andere Kinder in ihrem Alter um sich herum hat, und zwar regelmäßig. Schon vom ersten Probetag an hat sie sich mit den Kindern angefreundet, und die haben sie gleich aufgenommen. Generell habe ich das Gefühl (und das wurde mir von anderen Müttern bestätigt), dass sich im Waldkindergarten die Kinder sehr umeinander kümmern. Es gibt bestimmte Regeln – dass sie immer in Sichtweite der Erzieher sein müssen, dass sie nicht ohne Erzieher zurück auf den Parkplatz oder zum See dürfen – und die Kinder achten gegenseitig darauf, dass sich alle daran halten. Gleichzeitig identifizieren sich die Kinder total mit dem Wald. “Wir sind die Waldkinder!!” war der erste Satz, mit dem ich am Probetag von den Kindern begrüßt wurde. Im normalen Kindergarten, wo die Kinder alle zwei Wochen zur musikalischen Früherziehung sind, sagt kein Kind “Wir sind die blaue/gelbe/grüne Gruppe”…

Dann kommt hinzu, dass die Kinder im Wald eine unglaubliche Freiheit genießen können. Sie dürfen so laut sein wie sie wollen. Oft höre ich sie beim Abholen schon am Waldrand – Wolfsgeheul, Gekreische, Gelache, oder oft das Abschiedsritual, wo am Ende so laut wie möglich “Tschüs, bis baaaald!” gerufen wird. Sie dürfen klettern und toben und rennen und schnitzen wie sie wollen. Die Große ist eigentlich jeden Tag komplett verdreckt wenn ich sie abhole. Ab und an hat sie ein Pflaster an der Hand. Aber sie ist inzwischen sehr sicher im Klettern. Im normalen Kindergarten dürfen die Kinder draußen bis zu einer Höhe von ca 1,5 Metern klettern. Der Erzieher meinte nur lachend zu mir, dass sei für ihn kein Klettern. Im Wald klettert das eine Mädchen ca vier Meter hoch. Die Regel ist: nur so weit klettern wie du alleine wieder runterkommst. Und es funktioniert: die Kinder klettern nur so weit wie sie können. Ab und an fällt jemand runter, ja. Aber ernsthaft passiert ist noch nie etwas.

Dadurch, dass viel getobt wird, ist die Große auch viel selbstsicherer im Umgang mit anderen Kindern geworden. Wurde sie früher von einem anderen Kind gehauen, dann stand sie da und fing furchtbar an zu weinen und verstand die Welt nicht mehr. Jetzt hat sie verschiedene Strategien gelernt, wie sie mit sowas umgeht. Von Stopp sagen über Sich jemand anderen zum Spielen suchen bis hin zu einem kräftigen Schubser. Gut, letzteres muss man nicht unbedingt gut heißen, aber hey, einfach dastehen und heulen ist auch blöd, vor allem wenn das später immer noch so ist, insofern bin ich froh, dass sie sich auch mal behauptet.

Und das Basteln und Lesen? Im Bauwagen gibt es eine Bücherecke und Bastelsachen. Alle zwei Wochen sind die Vorlesepaten im Wald. Und gebastelt und gemalt wird sehr viel, wenn man denn will. Seit die Große im Kindergarten ist, hat sie einen richtigen Bastel-und Malflash bekommen. Sie hat schneiden und kleben gelernt und ist total kreativ. Was mir ausserdem aufgefallen ist: eine der Lieblingsbeschäftigungen der Waldkinder sind Rollenspiele. Seien es Feuerdrachen, Räuber, Piraten, Wölfe, Bären, Prinzessinnen, Pferde oder Polizisten….es gibt so gut wie jeden Tag ein Rollenspiel in der einen oder anderen Form.

Die gängigen Gefahren – in erster Linie Zecken – hielten sich bis jetzt in Grenzen. Bisher haben wir nur eine einzige entfernen müssen. Fuchsbandwurm kommt in dieser Gegend so gut wie nie vor, und die eigentlich größte Gefahr, der Prozessionsspinner, wurde zum Glück um unser Dorf herum auch noch nicht gesichtet. Dafür haben wir nach wie vor im Verdacht, dass sich die Große im Frühjahr mit dem Hanta-Virus infiziert hatte, aber sicher sind wir nicht, denn darauf wurde im Krankenhaus nicht getestet. Sollte bei ihr irgendwann mal wieder Blut abgenommen werden, dann lasse ich interessehalber mal Antikörper bestimmen. Was sie zuhauf nach Hause bringt, sind Mückenstiche. An einem Frühlingstag schwirrten die Kriebelmücken das erste Mal aus und beim Abholen sah die gesamte Kindergartengruppe aus, als wären Windpocken ausgebrochen. Aber auch hier wird erstaunlich wenig drüber gejammert. Respekt!

Und der Kleine? Der freut sich jeden Tag tierisch, wenn er die Große im Wald abholt, wirft sich voller Freude den Erziehern in die Arme und wird von den anderen Kindern begeistert begrüßt. Und ist bereits für nächstes Jahr angemeldet.

(Ich könnte ja noch so viel schreiben zu dem Konzept des Waldkindergartens und wie toll es ist…..ich hebe mir einfach ein bisschen für später auf.)

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More than half a year ago, the little one has joined the forest kindergarden and in a few days, summer holidays will officially begin. Time for a small update. At the beginning, I was quite sceptical whether a forest kindergarden might be the right concept for the little one. She did have a time last year when she wasn’t too keen on going outside. Also, I was wondering about things like reading, crafting and pre-school stuff and how it is going to fit in a forest kindergarden (not sure yet how important the pre-school activities are, but I think that kids are eager to it at a certain age anyway).

More than anything else, I was hoping for good weather during the first week.

Well, except for one day, the weather during the first week was absolutely horrible. It was puring dogs and cats (I was sitting at home, staring out of the window and feeling sorry for my kid), on the third day they had to go to the emergency shelter due to a storm and on the last day it was windy with -8° celsius. Moreover, in January it is really, really dark at 8am – it did feel kind of weird to leave my child in a pitch black forest in the morning!

So far, the little one hasn’t complained about the weather once (no, I am lying….yesterday, she would have preferred to stay in bed because it was again raining cats and dogs. But when I picked her up, she didn’t say a word about the rain). No matter which type of weather: it’s fine. It doesn’t seem to affect her. There are other things than the weather that count.

The other kids, for instance. With 3,5 years it was time for the little one to finally be regularly surrounded by kids her own age. Starting with the first trial day, she made friends and the group accepted her right from the start. Generally, I feel (and I was assured the same thing by the other parents) that the children in the forest kindergarden take especially good care of each other. There are certain rules – always stay in sighting distance of the teachers, for instance, and don’t go back to the parking area or the lake on your own – and the kids are taking care that everyone follows these rules. At the same time, the kids identify themselves strongly with the forest. “We are the forest kids!” was the first sentence with which we were by the children greeted on our first day.  In the “normal” kindergarden, which the children visit every second week for their music session, noone is saying “We are the blue/yellow/green group!”

Moreover, the children have an incredible freedom in the forest. They are allowed to be as loud as they want. Quite often I can already here them although I haven’t even reached the parkin lot. – wolf sounds, ululation, laughter or the goodbye ritual. They are allowed to climb and romp around and run and carve, whatever they like. Amost every day, the little one is covered in mud when I pick her up. Every now and then she has a patch on her hand. She got very confident in climbing. At the normal kindergaden, the kids are allowed to climb the trees up to 1,5 meters. The forest teacher only laughed and said that 1,5 meters isn’t really considered climbing, is it? In the forest, the best climbing girl sometimes climbs up to four meters. The rule is: only climb as high as you feel comfortable and check that you are able to climb down again too. And it works. The kids are only climbing as high as they are able to climb down again. During the almost 15 years that the forest group exists, nothing serious has happened.

Due to the romping around, the little one also grew more confident regarding the interaction with other kids. When she got hit by another child last year, she stood there and started crying and didn’t understand what was going on. By now, she has learned different strategies to deal with situations like this. Saying “stopp!”, looking for someone else to play or even a hearty push back. Well, the latter probably isn’t considered the best option, but hey, it’s better to know how to hold one’s ground instead of simply standing there and crying, I think.

And the reading and crafting? In the trailer there is a shelf with books and a crafting table. Even a work bench. Every second week, two retirees are coming and reading stories to the kids. There is a lot of crafting and drawing going on and the little one got a real crafting-flash since she started. She learned how to cut and how to glue and is really creative. Also, I noticed that one game the kids in the forest love to play is role-play. Let it be fire dragons, pirates, wolves, bears, princesses, horses or police men…there is a role-play almost every day!

The popular risks – mainly ticks – have been limited so far. We had one tick in spring. fox tapeworm is not very common in this area and the actually most dangerous risk, the oak processionary moth, has not been sighted around our village so far. We still do have the suspicion that the little one had the Hanta virus in spring, but we don’t know for sure as they didn’t test it in the hospital. The next time when the little one has to do a blood test, we’ll check for antibodies just so we know (or don’t know). The one thing that is a bit annoying are the mosquitos. On one day in spring, the black flies started to fly and the whole kindergarden group looked like they had chickenpox. But even regarding the mosquito bites there are almost no complaints. Respect!

And the hobbit? He gets really excited every time we pick up the little one in the forest. He hugs the teachers, is greeted happily by the other kids and is already registered for autumn 2018.

(I could go on and on about how great the concept of a forest kindergarden is….but I’ll save a bit for later)

 

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Freude am Mittag / lunchtime delight

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Heute fuhr die Tochter mal spontan mit dem Laufrad in den Kindergarten. Und weil das Wetter so schön war und man nach vielen frühlingshaften Tagen mal wieder das Gefühl von richtigem Sommer hatte (so mit Temperaturen über 20° Celsius nämlich), haben der Kleine und ich vor dem Abholen spontan ein Picknick zusammengepackt und wir sind mittags nicht nach Hause gefahren, sondern am See geblieben und haben unser Mittagessen draußen gegessen. Einfach weil wir’s können. Auf dem Rückweg haben wir uns viel Zeit gelassen, so dass wir erst am Nachmittag wieder zu Hause ankamen.

Beim nächsten Mal muss ich noch mehr Sachen zum Picknicken einpacken. Denn eigentlich wären die Freundinnen der Großen auch alle gerne dageblieben!

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Today, the little one decided spontaneously to go to kindergarden by bike. And since the weather was nice and there was a real summer feeling in the air (with temperatures above 20° celsius, you know, something we haven’t had for a while), the hobbit and I decided to pack a picnic before picking the little one up. So at lunchtime, we didn’t go home directly, but stayed at the lake and enjoyed our lunch outside. Simply because we can.

Next time, I should remember to pack more stuff for lunch. Because actually, all of the little one’s friends would have loved to stay and join the picnic.

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Unser Sammler / our gatherer

(English version follows below)

Seit wir vor ein paar Wochen das Gitterbett des Kleinen geöffnet haben, zeigt sich tagtäglich eine seine wahren Leidenschaften: der Kleine gehört zu den Sammlern! Anfangs überwältigte ihn an dem offenen Bett einfach nur die Möglichkeit, sich jederzeit frei im Zimmer bewegen zu können – was er nach wie vor gerne macht, wenn er eigentlich schlafen soll (vorzugsweise morgens um halb sechs). Inzwischen hat er aber dazu noch entdeckt, dass nicht nur er aus dem Bett raus, sondern auch alles andere ins Bett rein kann. Der große Bagger zum Beispiel, den er vor zwei Wochen von meiner Mutter geschenkt bekommen hat, der darf nicht mehr fehlen und hat seinen festen Platz neben dem Kopfkissen. Wie so vieles anderes. Denn sobald man ihm gute Nacht gesagt und das Zimmer verlassen hat, krabbelt er aus dem Bett und sammelt alles ein, was er für einen guten Nachtschlaf braucht. Den Duplo-Zug. Die zwei Anhänger. Den Traktor. Das Bilderbuch. Die Holzkuh. Die große Lupe. Meinen alten Reisepass. Alle Schnuffeltücher, die er im Dunklen entdecken kann. Den Massageball. Und dazu natürlich noch ein paar Kuscheltiere.

Jeden Abend! Und zum Mittagsschlaf übrigens auch. Wenn man zwischendurch wieder reinguckt um ihn zu ermahnen doch mal die Augen zuzumachen, dann wirft er mit einem Quietschen das Spielzeug und sich ins Bett – das ist alles ein super Spiel für ihn! Nur die Große, die liegt manchmal da und schreit “Mama, er läuft schon wieder rum, ich KANN so nicht schlafen!!!”

Wenn wir abends schlafen gehen, sammel ich erstmal den Großteil der Sachen wieder raus….zum Einen, weil ich immer noch das Schreckgespenst plötzlicher Kindstod im Hinterkopf habe, aber zum Anderen auch, weil es sonst nachts jedes Mal ordentlich scheppert, wenn er sich bewegt (und bewegen tut er sich im Schlaf, oh ja!).

Leider geht der Kleine auch mitten in der Nacht auf Sammeltour, wenn er merkt, dass zuviel fehlt. Ein geborener Sammler halt.

Übrigens: die Große war in dem Alter das genaue Gegenteil. Die hat nämlich alles vor dem Schlafengehen aus dem Bett geworfen, sodass sie tatsächlich nur auf der bloßen Matratze lag, mit nichts weiter drumherum (noch nicht mal eine Decke). Und wehe, man hat es gewagt, ihr zur Gesellschaft ein Kuscheltier ins Bett zu legen!

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Nicht verwirren lassen – diesmal liegt die Große drinnen. / Not to be confused – this time, it’s the little one lying there.

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Since we opened up the hobbit’s crib a few weeks ago, we are daily experienceing one of the passions of our child: he is a true gatehrer! While he was first overwhelmed by the mere opportunity to leave his bed and wander around freely – which he still loves to do, especially early in the morning – he know discovered that it’s not only him who can leave the bed, but also everything else that can enter it. The big excavator, for instance, which he got from my mother two weeks ago. No night can be spend in peace without the excavator next to his pillow. And that’s not the only item. As soon as we say good night and switch off the light, he leaves the bed and starts gathering. He starts gathering all the things that one apparently needs for a good nights sleep. The Duplo train. The two trailers. The tractor. A book. The wooden cow. The big magnifying glass. My old passport. All the cuddly cloths he can find. The ball. And, of course, some soft animals.

He does it every evening. And for his lunchtime nap as well. As soon as I come into the room in order to tell him to please finally close his eyes, he is already on his way back to his bed, throws his toys in there with a happy squeal and jumps right after. For him, it’s one of his favorite games, I sense. But the little one suffers a bit at night and from time to time she is shouting: “Mom, he is walking around again, I CAN’T possibly fall asleep like that!!”

When we go to bed later in the evening, I remove most of the objects from his bed again. On the one hand because I am still a bit afraid of the crib death. On the other hand because it is making a lot of noise every time the hobbit moves around in his sleep (and moving around he does, oh yes!).

Unfortunately, as a born gatherer the hobbit is also gathering in the middle of the night when he notices that some of his favorite things have gone.

By the way: the little one was, when being in his age, the complete opposite. Before she went to bed, she removed everything she could get a hold of so that she was often falling asleep on her bare matress with nothing else in the bed (not even a blanket). And god beware if I tried to put a soft animal in the bed!

 

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nass / wet

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Gestern blieb der angekündigte Regen noch aus und ich hatte die Waldkinder bei uns im Garten zum Johannisbeerpflücken. Ein paar Beeren hat jeder gepflückt, dann haben sich viele auf die Wasserbahn gestürzt. Oder auf die Rutsche. Oder die Slackline. Oder sich ins Haus verkrümelt und Duplo gespielt oder geknetet. Ein paar haben tatsächlich sehr ambitioniert weitergepflückt mit dem Plan, dass ihre Mutter ja Marmelade draus kochen kann.

So oder so sieht man an den Büschen nicht wirklich einen Unterschied….da muss ich mich wohl auch noch ans Marmelade-Kochen machen. (Nächstes Jahr sollen es bitte zwei oder drei Büsche weniger sein und dafür eventuell noch Himbeeren).

Heute Nacht kam dann der Regen. Es regnet und regnet und regnet in Strömen und hört nicht mehr auf und das erste Mal seit Beginn des Kindergartens guckte die Große heute morgen aus dem Fenster und meinte “Puh, das ist ja scheußlich!”. Wie gut, dass ich inzwischen mit dem Auto aus unserer Ausfahrt rauskomme! Aber ich stelle trotzdem schon mal das Kakaopulver für die heiße Schokolade bereit.

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Yesterday, the announced rain kept us waiting and the kids from the little one’s forest kindergarden came to our place to pick red currants. Each kid picked at least a few, but then many were soon off to play with the water games, the slides or the slackline, or to sneak inside to play with Duplo or the modelling clay. A few kids, though, were very amibitious and picked a full box of currants, planning that their mother could make some nice jam.

However, one doesn’t really see a difference when looking at the bushes. There are still lots and lots of red currants. So I guess I have to do some jam-cooking as well… (Next year, we’ll probably go for two or three bushes less and get some rasberries instead).

This night, it started raining. And since then it’s raining and raining and raining. Non-stop. For the first time since kindergarden started, the little one looked out of the window this morning and said: “Phew, that’s horrible!”. Thank god I am by now able to drive out of our drive-way….But I am going to prepare some hot chocolate for lunch anyway!

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unser neuer Sommer / our new summer

(English version follows below)

Die Schweiz und der Rest von Deutschland leidet unter einer Hitzewelle. Ich denke an die letzten Jahre, in denen ich morgens um zehn Uhr wegen der Hitze nicht mehr bei uns auf den Spielplatz konnte und die Kinder sich abends noch Brandblasen auf der metallenen Röhrenrutsche geholt haben. Tja, also wir waren gestern am Ostseestrand. Mit Jacke und Mütze. An dieser Stelle also ein fröhliches und erfrischtes Winken gen Süden 🙂

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Switzerland and the South of Germany are experiencing kind of a heat wave again. I am thinking back to the last years when we had to leave the playground latest at 10 am due to the heat and when the kids burned themselves on the metallic slide in the evening.

Well, we had a beach day at the Baltic Sea yesterday. With jackets and hats. So, we send some happy and refreshed greetings down south 🙂

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