Die Birken / our birches

(English version follows below)

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht im Garten bin oder aus dem Fenster schaue und mich über unsere Birken freue. Diese unglaublich großen, wunderschönen Birken mit ihren weißen Stämmen, für die ich bei jedem Sturm die Daumen drücke. Als letztes Jahr eine der vier Birken gefällt werden musste, tat es mir zugegebenermaßen in der Seele weh.

Als ich heute im Vorgarten war, sprachen mich plötzlich drei Damen an, eine älter als die andere. Ob ich hier wohnen würde und ob sie vielleicht kurz einen Blick in den Garten werfen könnten – sie würden so gerne mal schauen, ob die Birken noch stehen würden.

Die hat ihr Vater bzw ihr Großvater nämlich gepflanzt, ganz früher. Als hier noch ein Reetdachhaus stand.

Und so standen wir hinten im Garten, und mir wurde gezeigt, wo das Haus stand, und wo die Ställe. Wo die Gartenlaube früher war, und wo der Brunnen, denn fließend Wasser hatten sie damals nicht (als einziges Haus in der Straße). So ganz genau konnten sie sich auch nicht mehr erinnern, die älteste der dreien ist definitiv weit über 80 Jahre alt. Aber sie wollen bei Gelegenheit nochmal mit Fotoalben vorbeikommen und mir zeigen, wie das Grundstück früher aussah. Denn ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, dass hier früher mal ein Bauernhaus stand.

Und dann standen wir bei den drei verbliebenen Birken, die ihr Vater gepflanzt hatte und die dementsprechend sicher über 70 Jahre alt sind. Und wir haben uns alle gefreut. Weil die Birken noch stehen. Und weil die Birken so schön sind. Und weil ihr Vater sie gepflanzt hat.

Jedes Mal, wenn ich die Birken nun anschaue, denke ich auch ein bisschen an diese drei alten Frauen. Und an ein Reetdachhaus mit Ställen, Brunnen und Laube, das hier früher mal gestanden hat. Und ich hab das Gefühl, als ob diese Erinnungen nun auch ein kleines bisschen zu meinen Erinnerungen geworden sind.

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There is hardly a day that goes by without me being in the garden or looking out of the window, admiring our birch trees. These incredibly large, beautiful birches with their white trunks, for which I keep my fingers crossed in every storm. When one of the four birches had to be taken down last year, I had indeed a tear in my eye.

When I was in the front yard today, three ladies suddenly approached me, one older than the other. If I would live here and if they could have a quick look at the garden – they would love to see if the birch trees are still there.

The birch trees their father planted, decades ago. When there was a thatched farm house instead of brick house.

And so I found myself in my back yard, and I was shown where the farm house stood and where the stables used to be. Where their mother sat in her gazebo, and where the well used to be as they didn’t have running water at that time (the only house in the street without running water). They couldn’t remember everything exactly – the oldest lady is definitely well over 80 years old. But they want to come again with photo albums one afternoon and show me what the house and the garden looked like when they were young. To be honest, I had no idea that there used to be a farmhouse here.

And then we stood beneath the three birch trees which their father had planted and which are therefore surely at least 60 or 70 years old. And we were all very happy. Because the birches are still growing. And because the birches are so beautiful. And because their father planted them.

 Every time I look at the birches now, I also think a little bit of these three old women. And of a thatched house with stables, a well and and a gazebo that used to be here. And I feel like these memories have turned a little bit into my own memories.

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derzeit / currently

(English version follows below)

Derzeit…

…befinde ich mich seit zwei Wochen in einer neuen Ära: beide Kinder gehen nun in den Kindergarten! Die Eingewöhnung vom Hobbit ging erstaunlich gut, vor allem wenn man bedenkt, dass ihn es noch vor wenigen Wochen vollkommen aus der Bahn geworfen hat, wenn ihn jemand ansprach. Ich muss zwar immer noch da bleiben, bis die Gruppe offiziell die Rucksäcke aufschnürt und gesammelt loszieht (meistens zum Bauwagen), aber danach scheint es gut zu gehen. Langsam kommt er auch damit klar, dass der andere gleichaltrige Junge von sehr stürmischer, lauter Art ist, das aber meistens gar nicht böse meint, sondern eigentlich nur spielen will. Trotzdem beschränken sich die Berichte des Vormittages meistens darauf, wer wen geärgert und mit Sand/Kastanien/Stöcken/Ähnlichem beworfen hat. Aber ich erinnere mich dunkel, dass das bei der Großen auch so war und er scheint trotzdem Spaß zu haben. Ich hingegen muss noch lernen, dass ich nicht mehr so furchtbar zeitig zum Abholen da sein muss, sondern ich gerne eine halbe Stunde später losfahren kann.

…fegt der erste Herbststurm übers Land. Die Bäume rauschen vor dem Fenster und ich beobachte wie bei jedem Sturm etwas sorgenvoll unsere großen Birken im Garten. Beim Abholen im Wald trägt man am Besten einen Helm, der Parkplatz ist gesäumt mit Kastanien und Eichen, und ständig kriegt man was auf den Kopf. Am Freitag war innerhalb von einer Stunde der Boden komplett mit Kastanien bedeckt und ich staune immer wieder, was für eine Faszination von schön glänzenden Kastanien ausgeht – ich kann einfach nicht anders als sie aufzuheben und in meine Taschen zu stopfen.

…bin ich äußerst gefrustet, was Nachrichten und Politik angeht. Man mag ja morgens kaum noch die Schlagzeilen anschauen, das verhagelt einem meistens den ganzen Tag. Hier stand eigentlich ein langer Absatz, wovon ich speziell gefrustet bin, aber im Prinzip ist das auch egal. Ich hoffe einfach, dass mir in ein paar Jahrzehnten von meinen Enkelkindern nicht die gleiche Frage gestellt wird, die wir unseren Großeltern gestellt haben, nämlich warum wir das alles nicht haben kommen sehen).

…habe ich für die Saison erstmal die letzte Führung im Freilichtmuseum gemacht. Das waren in dieser Saison deutlich weniger als erwartet und besprochen (und mit deutlich weniger meine ich so gut wie gar keine), für Schulführungen wurde ich noch gar nicht eingesetzt, was sehr ärgerlich war. Dafür habe ich meine eigene Führung konzipiert und mehrmals gehalten, an diesem Wochenende nochmal für eine Kindergartengruppe aus unserem Ort, die speziell nach dieser Führung angefragt hatte. Ich hoffe, dass ich durch so ein bisschen Nachfrage auch mal stärker auf dem Radar des Museums erscheine. Denn die Führungen machen viel Spaß, wenn man mal komplett ausblendet, dass sie finanziell ein Trauerspiel sind (vor allem, wenn ein Drittel des Gehalts auch noch für den Babysitter draufgeht, weil der Ehemann nach wie vor auf Geschäftsreise ist).

…weilt Karsten immer noch in China, kommt aber bald wieder. Er hat inwzwischen anscheinend deutlich positivere kulinarische Erfahrungen gemacht und neben dem durchgetackteten Programm auch Sachen wie die Verbotene Stadt, die Chinesische Mauer und einen kleinen Teil der Inneren Mongolei gesehen. Aber ich bin mir sicher, er freut sich darauf, mal wieder morgen um sechs von seinen Kindern aus dem Schlaf gekitzelt zu werden!

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Currently….

…I have entered a new era: both kids are going to the forest kindergarden now. Which means that I finally got some reliable amount of time each week for work! The first two weeks went surprisingly well with the hobbit, especially if you consider that even a few weeks ago he was absolutely terrified when someone dared to talk to him. I still have to stay in the forest until the group officially ties up the backpacks and starts the day, but when I am gone things seem to be going well. He also gets slowly used to the fact that the other boy at his age is a loud and rather rompish child who is preferred way to show his love and friendship is to chase and tackle. When the hobbit tells me about his morning in the forest, he mainly talks about who hit who with what (chestnuts, sticks, sand and other forest stuff) and one might get the impression that he has a terrible time there, but then again it can’t too bad as he really likes going there. The only thing I still have to get used to is that I can actually stay at home half an hour longer than before. I am still among the first parents who come to pick up their kids, but I am sure I’ll get into the rhythm soon.

…the first storm of the autumn sweeps over our region. I am carefully watching our large birches in the back yard, half expecting them to fall over and I am always relieved when they made it through another stormy night. The expert last year said they should be fine, but still, the movement in the treetops is enormous. When I pick up the kids at the forest, wearing a helmet seems like a good idea these days as the parking lot is lined with chestnuts and oaks and I constantly try to avoid getting hit on the head. On Friday, the whole floor was completely covered with chestnuts and I am always amazed by the magic of it – I simply can’t resist picking them up and putting them in my pockets.

…I am extremely frustrated concerning news and politics. I don’t even like to read the news headlines anymore as it will normally ruin the whole day. I originally wrote a long paragraph about things I am especially frustrated with, but actually it doesn’t matter. I just hope that my grandchildren wont ask me the same question that we asked our grandchildren – that is why we didn’t see it coming.

…I had my last guided tour in the open-air museum for the season. To be honest, the season wasn’t at all what I expected and what I discussed with the museum as I didn’t get any guided school tours at all (the main reason they were looking for new freelancers was because they needed help with all the school visits). That was slightly annoying, but then again I worked out my own specific guided tour for families which I was booked for this weekend again. I hope that this kind of demand will actually put me on the radar for next year, so maybe I’ll get more work done next season. Anyhow, from a finanical point of view the guided tours are a desaster (especially if a third of the salary has to be used for a babysitter because the husband is still on his business trip), but hey, they are fun, so I am still up for it.

… Karsten is still in China, but will return soon. In the meantime, he seems to have had more positive culinary experiences and has seen the Forbidden City, the Great Wall of China and a small part of Inner Mongolia in addition to the very tight program. But I’m sure he’s looking forward to us, and especially to his children who are keen to tickle him awake again at six am on a Sunday.

 

 

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Drachenkönig / king of the dragons

(English version follows below)

Der werte Ehemann weilt derzeit im fernen Osten. Oder im Reich der Mitte. Je nachdem, von wo man es betrachtet. Auf jeden Fall haben die Kinder und ich erstmal wieder gründlich die große Weltkarte studiert, und festgestellt, dass genau dort, wo Karsten gerade ist, ein lustiges Haus abgebildet ist. Und darüber ein langer, roter Drache.

Whatsapp funktioniert nicht und telefonieren per Handy ist teuer, daher ist die Kommunikation zwischen uns derzeit recht rudimentär. Aber wir haben schon gehört, dass Karsten tapfer Magen und geronnenes Blut gegessen hat, und die Krabben mit Kopf und Schale verspeist wurden. Den darauffolgenden Toilettengang stelle ich mir ja eher pieksig vor.

Dann hat er noch erzählt, dass er ganz viele Drachen gesehen hat. Und sogar den Drachenkönig, zu dem die Bauern beten, wenn es mehr regnen soll. So einen Drachenkönig hätten wir hier dieses Jahr auch gut gebrauchen können.

Nun möchte die Große unbedingt wissen, ob Karsten auch eine Drachenprinzessin gesehen hat.

Und der Hobbit möchte wissen, ob er auch Drachenkacki gesehen hat.

(Neben dem Drachen möchte die Große außerdem gerne mal an den Ort in Russland, wo das große Loch mit dem Meteoriten zu sehen ist. Und zu den Osterinseln. Nebenbei haben wir auch noch etwas über Plattentektonik gelernt und Vulkane gesucht und gefunden. Unnötig zu sagen, dass der Hobbit den Popocatépetl am Besten fand, oder?)

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My beloved husband is currently experiencing the Far East (though that is definitely in the eye of the beholder). In any case, the children and I first studied the big map of the world thoroughly again, and found out that there is a picture of a funny looking house exactly where Karsten is staying right now. And above the funny house is a long red dragon.

Whatsapp doesn’t work and mobile phone calls are expensive, so communication is quite rudimentary between us these days. But we have already heard that Karsten bravely consumed stomach and clotted blood, and that the crabs were eaten with head and shell. I imagine the following toilet visit to be rather scratchy.

Then he told us that he has already seen lots of dragons. And even the king of the dragons, to which the people pray when hoping for more rainfall. It seems we were definitely lacking a dragon king here in Germany this summer.

Now the little one is wondering whether he also saw the dragon princess.

And the hobbit wants to know whether he also saw dragon poo.

Besides the dragon, the little one would also like to visit the place in Russia with the big hole and the meteorite. And the Easter Islands, too. Besides, we also learned something about plate tectonics and looked for volcanoes. Needless to say that the hobbit liked Popocatépetl the best…)

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Einmal im Monat am Montagmorgen / once a month on a monday morning

(English version follows below)

Heute war mal wieder einer dieser Tage. Da steht man morgens um sieben mit den Kinder im Badezimmer und hört plötzlich draußen auf der Straße ein rumpelndes Geräusch. Woraufhin alle von uns panisch die Treppe nach unten runterstürzen, ich in die Küche und die Kinder zur Terassentür. Und dann stürze ich im Nachthemd mit der vollen Tasche Papiermüll nach draußen, während mir die Kinder die Tür aufhalten und  “Schneller, Mama, schneller!” rufen, und dann wuchte ich ganz schnell die Papiertonne nach vorne an die Straße und verschwinde wieder im Haus, während ich mir denke, dass ich wirklich mal öfter auf den Abfallkalender schauen sollte.

Danach ist man jedenfalls wach!

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Today was one of these days again. It is shortly before 7am, the kids and I are standing in our bathroom when we hear a rumbling noise from the street. Which causes all of us to sprint down the stairs. I run into the kitchen, the kids are running to the terrace door. And then I sprint outside, just wearing my pyjamas, with the big bag of paper in my hand, while the kids are holding the terrace door open, shouting “Faster, Mom, faster!!”. And the I pull the big paper bin onto the sidewalk and vanish into the house again, telling myself to check our garbage disposal schedule more often.

Well, at least we are awake afterwards!

 

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Der Garten im August / our garden in August

(English version follows below)

Ach ja. Verspätet und so, nicht wahr? So könnte ja auch fast jeder Beitrag diesen Sommer beginnen, aber ich belasse es jetzt mal dabei…

Der Garten im August? Der musste sich erstmal kräftig erholen. Die meisten Pflanzen sahen angesichts des trockenen Sommers überhaupt nicht gut aus, obwohl fleißig gegossen wurde. Verbrannte Blätter, komisches Wachstum, und alles irgendwie viel schneller verblüht als letztes Jahr. Einen Flieder ist komplett eingegangen, mehrere Rosen anscheinend auch. Wobei ich mir bei den braunen Blätter wirklich nicht sicher bin, ob es die Trockenheit oder irgendein fieser Pilz ist. Bei letzterem muss ich nun leider bald kapitulieren – mehr als die Hälfte der Rosen hat entweder komplett braun vertrocknete Blätter oder aber starken Rostbefall und ich komme einfach nicht mehr hinterher. Diese Pflanzen konsumieren sowieso schon viel zu viel meiner zur Zeit der raren Freizeit und langsam bin ich echt genervt.

Nach den ersten Regengüssen hat man den Garten förmlich aufatmen gehört. Das Gras fing langsam wieder an zu wachsen. Die Erde staubte weniger. Und die nächsten Blumen fingen an zu blühen. Der neue Kandelaber Ehrenpreis zum Beispiel ist nach wie vor nur ca 15 Zentimeter hoch, hat aber mehrere schöne Blütenrispen. Man kriegt einen ungefähren Eindruck, wie schön das aussehen wird, wenn er erstmal anderthalb Meter hoch ist. Auch die Sonnenblumenstaude hat im August angefangen zu blühen und der gelbe Farbfleck macht sich in dem bisher eher grünen Bereich total gut. Ansonsten haben noch geblüht: der Phlox in seiner Endphase, der Sonnenhut (der dieses Jahr genau wie die Jungfer im Grünen echt klein ist), die Dahlie, der Kerzenknöterich, die Rosen, die Herbstanemone, mmmh, ach, und so hier und da noch ein paar kleine Sachen. Generell aber alles sehr verhalten. So verhalten, dass ich noch nicht mal einen kleinen Blumenstrauß für einen Wochenendbesuch pflücken konnte, weil es nicht genug Blumen gab. Und der Kirschbaum verliert die ersten bunten Blätter.

Die Möhren im Hochbeet sind mittlerweile aufgenascht. Die Gurke hat uns verlässlich jede Woche Gurken produziert, das waren mal gut angelegte 50 Cent! Und die Buschtomate hat massenweise kleine Tomaten, sodass wir auf der Suche nach Verarbeitungsmöglichkeiten waren. Wir haben jetzt mit Hilfe eines Rezepts aus einer gängigen süddeutschen Zeitung in mehreren Gläsern Tomaten mit Sojasoße und Ingwer eingelegt, was ziemlich lecker schmeckt!

Worüber ich mich diesen Sommer jeden Tag gefreut habe, ist unser blaues Gartentor. Die Kinder wollen derzeit jeden Nachmittag auf den Spielplatz, und jedes Mal, wenn die Kinder durch das Tor zurückgehen und die Sonne so schön durch die grünen Bäume scheint, dann macht mich das ganz glücklich und man fühlt sich fast so, als ob’s in der Welt keine Probleme gibt. Vielleicht sollten mehr Leute Kinder und blaue Gartentore haben!

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Mitte August

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Ende August

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Well, well, delayed again, aren’t I? It feels like I could actually start every article like this….but I am gonna leave it like that.

In August, our garden had to recover first. Most of the plants didn’t look great at all after this dry summer, although they had been watered regularly. Burned leaves, strange growth, and everything somehow withered much faster than last year. One lilac didn’t make it, several roses apparently neither. But I’m really not sure whether the brown leaves are caused by the dryness or by some nasty fungus. With the latter I unfortunately have to capitulate soon – more than half of the roses have either completely brown leaves or strong rust infestation and I simply can’t keep up with it any longer. These plants are already consuming far too much of my spare time anyway and slowly I am really annoyed.

After the first rain showers, one almost heard the garden breathe a sigh of relief. The grass slowly began to grow again. The earth was less dusty. And the next flowers began to bloom. The new Culver’s root, for example, is still only about 15 centimetres high, but has several beautiful flower panicles. At least that gives me an impression of how beautiful this will look once it is one and a half metres high. The sunflower has also started to flower in August and this spot of yellow is looking really good in our so far green area of the backyard. Apart from that, the phlox was still blooming in August (in its final phase),  and so were the coneflower (which is really small this year just like the devil in the bush), the dahlia, the red bistord, the roses, the autumn anemone, mmmh, oh, and a few small things here and there. Generally, however, there wasn’t much going on in the garden. There was, in fact, going on so little that I couldn’t even pick a small bouquet for a weekend visit because there weren’t enough flowers. And there are the first colored leaves falling from our cherry tree.

The carrots all vanished (into the stomachs of the kids). The cucumber was a success and regularly produced cucumbers every week – that’s what I call well invested 50 cents! And the tomato bush had tons of small tomatos so that we had to look for a good way to process them. We are now using a recipe where you pickle them with soy sauce and ginger, which is very delicious!

By the way: something that made me happy almost every day this summer is our blue garden gate. These days, the kids want  to go to the playground almost every afternoon, so we use our secret playground-path from the backyard through the blue gate. And every time when the kids run back into our garden, through the gate, with the sun shining through the green leaves, it just looks so beautiful! And every time there is this moment of utmost happiness and it feels like we live in a perfect, peaceful, happy world. Maybe more people should have children and blue garden gates!

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Gedanken am Wochenende / weekend thoughts

(English version follows below)

Nachdem Karsten in den letzten Monaten viele Holzprojekte für Haus und Garten verwirklicht hat (das Insektenhotel, das Baumhaus, die Schaukelkonstruktion im Kinderzimmer, die Halterung für den Hängesessel, ein weiteres Insektenhotel, das Erdbeerbeet…..) und dabei herausgefunden hat, dass er beim Holzwerken wunderbar entspannen kann, ist er nun auf der Suche nach einem neuen Projekt.

Daher wurde mir letztes Wochenende die Idee unterbreitet, er würde überlegen, seinen eigenen Sarg zu bauen.

(An dieser Stelle gleich Entwarnung: es gibt keinen konkreten Anlass für derlei Gedanken, außer dass er anscheinend ein neues Projekt sucht!)

Aber Karsten baut nicht nur gerne mit Holz, sondern er ist auch in vielerlei Hinsicht äußerst umweltbewusst. Deswegen sollte der Sarg nicht nur selbstgebaut sein, sondern bei der Gelegenheit auch gleich Löcher für die Würmer und Käfer haben.

Leider ist das anscheinend nicht erlaubt. Also die Löcher, nicht das Selberbauen (was zunächst auf Unverständnis stieß, bis ich gewisse Körperflüssigkeiten erwähnte).

Auch verboten ist leider die Art von Bestattung wie sie im Himalaya durchgeführt wird: da wird man nämlich zerteilt und an die Adler verfüttert. Haben wir mal in einer BBC-Dokumentation gesehen und fanden es beide recht romantisch. Die tolle Kulisse, die Stille und der majestätische Flug der Adler mögen dazu beigetragen haben.

Stattdessen hat Karsten rausgefunden, dass man auch einfach einen Papiersarg kaufen kann. Zum Selber-Zusammenfalten. Mit Anleitung. Ein bisschen wie beim schwedischen Möbelhaus, nur ohne das Risiko der fehlenden Schrauben.

Das ist viel ökologischer, verrottet viel schneller und ist außerdem viel günstiger als ein Vollholzsarg. Eine super Sache also! Einzig die Sarg-Lobby ist dagegen, so ein Papiersarg symbolsiert für sie die Wegwerfgesellschaft. Aber ich vermute, dass einem das egal ist, wenn man erstmal drinnen liegt.

Über was man sich am Wochenende halt so unterhält….

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After having finished quite a few woodwork projects during the last months (the insect hotel, the tree house, the construction for the swing in the childrens room, another bug hotel, the strawberry bed…) and after realising that woodworking is one of the best ways for him to relax, Karsten is looking for new projects to start.

So last weekend, he came up with the idea to build his own coffin.

(At this point, a quick all-clearer: there is no pressing matter that would require us to look for coffins! We are all well, as far as we can tell!).

Daher wurde mir letztes Wochenende die Idee unterbreitet, er würde überlegen, seinen eigenen Sarg zu bauen.

But Karsten does not only love woodwork, he also loves the environment and animals in particular. So the coffin should not only be self-made, but it should also already contain the holes for the worms and bugs in order to make it a bit easier and more inviting for them.

Unfortunately, that’s not allowed. The holes, I mean, not the self-made aspect (which first caused incomprehension until I mentioned certain body juices that appear after death).

Not allowed is also the burial which is practised in some parts of the Himalayas. There, you are chopped up into pieces and then fed to the eagles. We once saw it in a BBC documentary and found it quite romantic. I guess, the stunning views, the silence and the peaceful flight of the eagles played a big part.

But instead, Karsten found out that you can actually buy paper coffins. Which you then have to built by yourself following the construction manual. A bit like with the furniture of a certain Swedish furniture shop. Without the risk of missing screws.

It is much more environmentally friendly, decompeses faster and is also much cheaper than a solid wood coffin. A fine thing indeed. Solely the coffin lobby argues that a paper coffin symbolises our throw-away society. But I guess one doesn’t care so much once you are lying inside.

Things you discuss during the weekend….

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this moment

A single photo capturing a moment from the week. A simple, special, extraordinary moment. A moment to pause, savor and remember. Inspired by SouleMama.

Versteckenspielen / Playing hide and seek…..

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Manche wissen’s halt…/ Some just know…

(English version follows below)

“Du, Karsten, von wem ist nochmal der Song mit dem badabadabadaaa….?” – “?” – “Na, der mit der Greyhoundstation!” – “Ach so. Death Cab for Cutie!”

…..

“Wie heißt nochmal der südafrikanische Song?” – “Pata pata?”

…..

“Und wie hieß nochmal diese italienische Band?” – “Mh. Modena City Ramblers?”

Was würde ich nur ohne meinen Mann machen? Definitiv verzweifeln, wenn ich versuche eine Playlist zu erstellen…

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“Karsten? Who wrote this song again: badabadabadaaa…?” – “?” – “The one with the greyhoundstation!” – “Ah, right. Death Cab for Cutie!”

“What’s the name of this Southafrican song again?” – “Pata pata?”

“And the name of this Italian band?” – “Mh. Modena City Ramblers?”

What would I do without my husband?? I would definitely become desperate when trying to do a playlist….

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before/after

(English version follows below)

Mir fiel beim Durchschauen der Gartenbeiträge auf, dass ich ja noch ein Vorher-Nachher-Bild von unserer Kamikaze-Aktion letztes Jahr schuldig bin. Leider fehlt das Bild von der Ausgangssituation. Man stelle sich einfach eine grüne, dornige, verzweigte Hecke vor. Dann folgte letztes Jahr dies:

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Und dieses Jahr sieht es (aus etwas anderer Perspektive) so aus:

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Das ist natürlich im Winter deutlich weniger grün, aber dafür vom Frühling bis zum Herbst viel, viel bunter! Es wird, es wird!

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While I was browsing through the garden posts from last year, I noticed that I still owe you a before/after picture from our front yard. Remember that we had some kamikaze gardening going on last year? Well, here you can see the result now (unfortunately, I don’t have a picture showing  the thick, green and thorny hedge that was growing there originally). During the winter, it is less green than before, obviously, but from spring to autumn it just looks so much better, we think.

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Der Garten im Juli (leicht verspätet) / our garden in July (slightly delayed)

(English version follows below)

Im Juli hatte der Garten noch eine kurze Zeit der Blüte, bevor es am Ende dann merklich bergab ging. Grund dafür war die anhaltende Trockenheit, die sich sehr hartnäckig seit Anfang Mai bei uns hielt. Glücklicherweise haben wir eine Pumpe im Garten, sodass wir nicht ständig Trinkwasser aus dem Hahn zum Gießen nehmen mussten, aber selbst mit Pumpe und Gartenschlauch kam man kaum hinterher. Wir haben seit Beginn des Sommers fast jeden Tag gießen müssen, und das dauert bei dem großen Grundstück gerne mal eine Stunde. Das ist zusammengezählt eine ganze Menge Zeit, die dafür draufgegangen ist!

Das Staudenbeet hat auch im Juli noch schön bunt geblüht. Am Ende des Monats war dann der Großteil der Pflanzen verblüht oder verbrannt.

Die Hortensien haben geblüht, bis sie vor der Sonne kapituliert haben und inzwischen verbrannt sind. Im Herbst pflanze ich die eine aus der prallen Sonne in den Schatten unterm Apfelbaum.

Die Ringelblumen haben schön geblüht, bis sie alle von Mehltau befallen wurden.

Die Dahlie hat schön geblüht, bis die Blüten vertrocknet sind und sie vom Wein erwürgt wurde.

Dem Wein geht’s gut.

Den Rosen auch, zumindest halbwegs. Einige haben komplett braune Blätter – ich gehe davon aus, dass sie verbrannt sind, ganz sicher bin ich mir aber nicht.

Das Gras ist jenseits von Gut und Böse.

Der Kirschbaum hat trotz Gartenschlauch schon bunte Blätter.

Besonders gefreut haben wir uns über die dicken Blaubeeren am Busch, von denen es keine einzige bis ins Haus geschafft hat.

Die Johannisbeeren haben inzwischen auch ihren Nutzen gefunden: dank meiner Schwester haben wir nun einen Dampf-Entsafter und so wurden inzwischen schon ca 6 Kilo Beeren in Johannisbeersaft verwandelt. Das ist besonders in so einem heißen Sommer ein schön erfrischendes Getränk!

Der Apfelbaum trägt unglaublich viele Äpfel und bald müssen wir die Äpfel zwangsernten, bevor die Äste runterbrechen. Wir sind gespannt – es sind die ersten Äpfel, die wir hier ernten können!

Da wir im Juni gemerkt haben, dass wir mehr Erdbeeren brauchen, haben wir spontan zwei neue Erdbeerbeete gebaut. Eines hinten im Garten für die leckeren großen Erdbeeren, und eines vorne an der Terasse aus einer Europalette für die kleinen Walderdbeeren.

Außerdem habe ich eine kleine Gurkenpflanze und eine Paprikapflanze beim Baumarkt gerettet, die für 50 Cent rausgeschmissen wurden. Wir haben schon vier große Gurken geerntet, auf die Paprika warten wir noch. Auch die Rote Beete von der Großen haben wir inzwischen geerntet und aufgefuttert. Die im Frühling gepflanzten Möhren haben ein ähnliches Schicksal wie die Blaubeeren erfahren: die meisten von ihnen sind direkt in den Mund gewandert. So soll es sein!

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In July, the garden still had a high peak in terms of flowers and berries before it went downhill at the end of the month. The reason for the degradation was the constant lack of rain, which has lasted since the beginning of May. Fortunately, we have a water pump in our back yard so we didn’t have to rely on drinking water in order to water the garden. I think we would have paid a fortune otherwise. But since the beginning of the summer, we had to water the garden almost every day, and with the size of our garden it takes more or less an hour until we are done. Just imagine how much time we have spent watering the plants this year – unbelievable!

The perennial flower bed was very beautiful at the beginning of July. At the end of the month, most of the flowers were sunburnt or withered.

The hydrangea were blooming until they burnt in the sunshine. In fall, I am planning to relocate them under the shadow of our apple tree.

The calendulas were beautiful until they were hit by mildew.

The dahlia was gorgeous until the flowers dried up in the sun and the plant was strangled by the wine.

The wine is fine.

The roses are fine, too, at least most of them. Some of them got completely brown leaves – I assume that they got sunburnt too, but I am not sure.

The grass is completely gone.

The cherry tree has colored autumn leaves by now, despite constant watering.

We were especially delighted about the big blueberries in our backyard (none of them made it into the kitchen).

We also found a good use for all the red currants: thanks to my sister, we are now owners of a steam juicer and we turned about 6 kilos of currants into red currant juice. Especially during a hot summer like this one it is a very refreshing drink!

The apple tree carries an incredible amount of apples and the branches are almost touching the ground. I think we have to start picking soon before the tree collapses. We are curious how the apples turn out – it’s the first batch of apples we’ll be able to harvest.

As we noticed in June that more strawberries are necessary, we spontaneously built two more strawberry beds. One in our backyard for the big strawberries, and one for our terrace, made out of a europalette, for the small wood strawberries.

I also rescued a small cucumber and pepper plant which were on sale for 50 cents at the local garden centre. We already harvested four big cucumbers (still waiting for the pepper). We also harvested and ate up the little one’s beetroots. The carrots which we sowed in sprng, experienced a similar destiny as the blueberries: most of them were directly eaten and didn’t find their way into the kitchen. That’s exactly how it should be, isn’t it?

 

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