Wattenmeer / Wadden Sea

(English version follows below)

Große Reisen stehen diese Ferien nicht für uns an. Stattdessen haben wir uns lieben Besuch nach Hause geholt und die Große konnte nach 1,5 Jahren endlich wieder mit einem ihrer Babymassage/Sandkasten/Mittwochnachmittagsspielrunden-Freunde spielen. Es hat auch nur ganze fünf Minuten gedauert, bis die zwei ein Herz und eine Seele waren und für die restliche Zeit begeistert und außerordentlich harmonisch miteinander gespielt haben.

Mit Besuch unternimmt man dazu ja jede Menge Sachen, die im Alltag sonst zu aufwendig sind, die man aber schon immer gerne mit den Kindern machen wollte. Eine Wattwanderung zum Beispiel. Das weckt bei manchen Familienmitgliedern anscheinend so große Aufregung, dass man ab 5 Uhr morgens nicht mehr schlafen kann. Jetzt wissen wir, wie man Herzmuscheln aufspürt, wie sie sich selber wieder vergraben und dass der Wattwurm ein äußerst nachhaltiges Tier ist, weil ihm bis zu 40 Mal im Leben der Hintern abgebissen werden kann ohne das er stirbt.

Der Kleine mochte den Matsch an den Füßen allerdings gar nicht. Dafür hüpfte er um so begeisterter in der nahenden Flut – da kennt er nichts. Wenn man nicht aufpasst, würde dieser knapp dreijährige Kerl einfach immer weiter ins Wasser laufen. Die Große hingegen, mit zwei Jahren mehr an Weisheit und Vernunft, wäre am Liebsten sofort ans Ufer gerannt, als sie merkte, dass die Flut zurückkam. Das ging aber auch erschreckend schnell!

An diesem Abend kamen wir glücklich und geschafft mit salziger Haut und dreckigen Füßen wieder zurück. Wir sollten öfters mal an die Nordsee! Ist ja eigentlich auch gar nicht so weit weg. Und vielleicht kann Karsten dann beim nächsten Mal auch länger schlafen.

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We don’t have any big travel plans this summer, except for a week at my parents place. Instead of driving far away, we welcomed some far away visitors at our home. After 1.5 years, the little one could finally play with her baby massage/sandbox/Wednesday afternoon playdate -Friend again. It didn’t take more than five minutes until th two of them were a heart and a soul and played together enthusiastically and harmonically for the rest of the stay.

One of the advantages of having good friends staying with you – apart from the obviously splendid company – is that you do stuff which is normally too big and time-intensiv for your daily life although you have alway been thrilled about it. A tour at the Wadden Sea, for instance. This seems to cause so much excitement that some family members wake up at 5am, being too thrilled to go back to sleep. Well, now we know how to detect cockles, how they bury themselves again and that the lugworm is an extremely sustainable animal because it can have its butt bitten off up to 40 imes in its life without dying.

The hobbit didn’t like the mud on his feet, though. But he jumped all the more enthusiastically in the approaching tide – he is a real daredevil. If I wouldn’t pay attention, this almost three-year-old would keep on running into the water without being able to swim. In contrast, the little one with two years more wisdom and knowledge would have loved to run back to the shore immediately as soon as she realized that the water was coming back. And the water did come back surprisingly fast, I’ll admit that.

That evening, we came back happy and exhausted, with salty skin and dirty feet. We should go to the North Sea more often – it is actually not that far away. And maybe Karsten will be able to sleep longer next time.

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Symbolbild / symbolic picture

(English version follows below)

Es ist ja nun mal so, dass man in den Sommerferien mitunter ganz schön viel unternimmt. Und dass die Kinder dauernd deutlich später ins Bett gehen als sonst. Dass sie aber gleichzeitig wegen der aufregenden Tage schlechter schlafen als sonst. Und natürlich trotzdem genau so früh wach werden wie sonst.

Da muss man als Eltern jede Minute Schlaf mitnehmen, die man so kriegen kann!

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Some facts about summer holidays with kids:

The days are more active than usual!

The kids go to bed way later than usual!

They sleep more unsteady than usual due to the exciting days!

Of course they wake up just as early as usual!

Hence, as a parent, you have to appreciate every minute of sleep you can get! 🙂

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Der Garten im Juni / our garden in June

(English version follows below)

Im Juni ist ja bereits fast alles in schönster Blüte. Immer wieder freuen sich vorbeigehende Spaziergänger über die vielen Rosen im Vorgarten – ich hingegen seufze angesichts eben dieser (der Rosen, nicht der Spaziergänger) immer wieder laut auf. Die machen echt viel Arbeit! Vor allem dieses ständige Abzupfen der gelben Rostblätter. Rost ist so eine ziemlich unnütze Erfindung der Natur, finde ich.

Unser Staudenbeet ist dieses Jahr schon deutlich bunter als letztes. Während es 2017 dominiert war von rosa Phlox, lila Storchenschnabel, lila Lavendel und roten Rosen, so ist dieses Jahr gelb (Ringelblumen und Schafgarbe), weiß (Bauernrose, Phlox und Gartenmargherite) und rot (Brennende Liebe) dazu gekommen. Meine Lieblingsblume war diesen Monat aber die Trollblume. Die hat nicht nur einen lustigen Namen, sondern hat auch ganz ausdauernd gelb-orange geblüht. Auch an der Hauswand sieht es deutlich bunter aus als zum Einzug. Ein bisschen durcheinander vielleicht, und etwas unorthodox, und hoffentlich auch bald nicht mehr so konservativ wie beim Einzug. Konservativ ist ja in diesem Land zur Zeit leider schon genug.

Die Hauptattraktion im Sommer sind die vielen Beeren im Garten. Ich frage mich ab und an noch kopfschüttelnd, wie man zehn Sträucher mit roten Johannisbeeren pflanzen kann. Zehn! Wisst ihr, wieviele rote Johannisbeeren das ergibt?? Leider sind nun rote Johannisbeeren ausgerechnet die Beeren, mit denen wir gar nicht so viel anfangen können. Gelee kochen, ja, geht, ist aber nicht unser Lieblingsgelee. Letztes Jahr habe ich noch Johannisbeeressig gemacht. Geht auch. Johannisbeerkuchen….jaaaa, geht auch, aber auch da haben wir eigentlich andere Favoriten. Jetzt probieren wir halt mal Johannisbeerlikör. Außerdem hatte ich die Kinder vom Waldkindergarten hier, die alle eine Schüssel zum Beerenernten bekommen haben. Da wurde auch fleißig gepflückt und genascht, aber man sah trotzdem hinterher keinen großen Unterschied.

Zusätzlich zu den roten Johannisbeeren haben wir noch weiße. Und schwarze, aber da sind nur ganz wenige am Strauch. Was besonders gut schmeckt dieses Jahr sind die Stachelbeeren. Und ein paar Himbeeren konnten wir auch ernten, aber die verschwinden immer gleich im Mund. Genau wie die Erdbeeren. Mensch, wir brauchen viiiieeel mehr Erdbeeren im Garten!!

Das absolute Monsterhighlight in diesem Monat ist aber unsere Buschtomate. Die haben wir im Frühling als kleine Tomatenpflanze im Molfsee auf dem Gartenmarkt gekauft, und inzwischen hat sie die Sonnenterasse fast in einen Urwald verwandelt. Der Fenchel und der Mangold sind nahezu gänzlich unter diesem Busch verschwunden, an den Knoblauch komme ich auch nicht mehr ran. Nun warten wir gespannt darauf, wie die Tomaten schmecken werden (das ist eine Sorte mit ganz minikleinen Tomaten. Die werden angeblich nicht viel größer als Johannisbeeren).

Auch die Kürbisse wachsen munter vor sich hin, nicht zuletzt wegen der vielen Sonnenstunden, mit denen wir dieses Jahr verwöhnt werden. Ich habe also weiterhin die vorsichtige Hoffnung, dass wir im Herbst Kürbisse ernten können.

Ansonsten habe ich noch eine Wildrose gepflanzt, die ist mir aber immer kurz vor dem Vertrocknen, und eine Staudensonnenblume, die mir frecherweise mit Mehltau geliefert wurde, und einen Kandelaber Ehrenpreis, der riesig werden soll, zur Zeit aber nur ca 10 Zentimeter hoch ist. Generell könnten alle Blumen noch höher werden, finde ich. Die Jungfer im Grünen zum Beispiel, die war in der Schweiz immer kniehoch. Und hier? Hier kriecht sie knapp überm Boden rum.

Generell schaffen wir uns nach und nach viele schöne Ecken im Garten!

Oh, ich hab noch die Kirschen vergessen. Wir haben dieses Jahr Kirschen! Richtig leckere! Und so viele, dass wir spontan auch noch einen Liter Kirschlikör angesetzt haben. Das ist übrigens in der Theorie ganz einfach: Kirschen mit ein bisschen Zimtrinde und Nelken und Kandiszucker in ein verschließbares Gefäß tun und mit weißem Rum (oder ähnlichem) übergießen. Und dann mehrere Wochen warten. Wir sind gespannt!

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In June, almost everything is blooming in our garden. Every now and then I get some friendly comments by people walking by who are delighted by the many red roses in our front yard. If they’d only know how much work theses roses are. Take for example the constant picking of the yellow rust leaves. When I look at the roses, I sometimes have to remind myself to enjoy the red flowers instead of always spotting the yellow leaves. Rust is such a useless invention by nature, isn’t it?

Our perennial bed is much more colorful this year than last summer. While 2017 was dominated by pink phlox, purple geranium, purple lavender and red roses, this year also includes yellow (marigolds and yarrow), white (peasant rose, phlox and margherites) and red (a flower with the passionate name of “burning love”). My favorite flower last month was, however, the globe flower. Not only does it have a funny name in German (troll flower), but has also constantly bloomed all month long with beautiful yellow-orange blossoms). Another part which looks more colourful than last year is our house wall. It was very…well, green and spiky at the time we moved in. By now, it’s colorful, a little more chaotic maybe and slightly unorthodox.

The main highlight during summer time are the berries, though. I still wonder every now and then how much of a passion for red currant you must have in order to plant TEN bushes!! Ten! Do you know how many red currants that makes? Unfortunately, red currants are the one type of berries which we don’t like as much as the others. Red currant jelly is fine, yes, but not our favorite jelly. Last year, I made red currant vinegar. That works out well, too. Red currant pie…yeah, it’s ok, but we have other favorites, to be honest. So this year we are trying red currant liqueur. Also, I invited the kids from the forest kindergarden two weeks ago and they were allowed to pick as many berries as they could. They picked and they nibbled, but in the end you could not see much of a difference, really. Ten bushes!

Luckily enough, we also have white currants. And black, but there are very few on the bush as I only bought it two years ago. The gooseberries are particularly good this year. And we were also able to pick some raspberries, although they never make it into the kitchen. Same with the strawberries! Gee, we definitely need more strawberries in our garden!

But the absolute monster highlight this month is our bush tomato. We bought it in spring as a small tomato plant at the Molfsee on the garden market, and in the meantime it has almost turned the sun terrace into a jungle. The fennel and the chard have almost completely disappeared under it, and I can’t reach the garlic either. Now we are eagerly waiting for the tomatos to be ripe (this type of tomato is supposed to have many, many very small tomatos which are apparently not much bigger than a currant).

The pumpkins are growing their way through the grass and along the fences. I think they quite enjoy the seemingly endless hours of sunshine with which we are spoiled this summer. So, it still looks like we’ll be able to harvest pumpkins again.

Apart from that, I planted a wild rose (which is almost close to drying out), and a perennial sunflower (which was delivered with mildew) and a candelabra speedwell (which is supposed to get huge, but right now it is only about ten centimetres high). Generally, all the flowers could be a bit bigger and higher, I think. The devil-in-the-bush, for instance, used to be knee-high in Switzerland. Here, it prefers to grow just above the ground.

Generally, we are creating more and more nice little spots in our garden!

Oh, and I forgot the cherries. We are harvesting cherries this year! And they are really deliciuos. As we can’t eat all of them, I spontaneously started to make cherry liqueur. Which is supposed to be quite easy: you put cherries in a closable container, together with a little cinnamon bark and cloves and rock sugar, and then you cover it with white rum (or something similar). Then you simply have to wait several weeks. We’ll keep you posted!

 

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Nachtrag / addendum

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Ein kleiner Nachtrag zum Geburtstag für mehr Transparenz und Realität online: ich habe zum Geburtstag das erste Mal überhaupt nicht gebacken! Der Kuchen auf dem Tisch ist eine kleine, beim Discounter im Angebot gekaufte Benjamin Blümchen Torte, von der die Große schwer begeistert war. Nachmittags gab’s auch keinen Kuchen, sondern Eis satt. Und in den Kindergarten habe ich schlicht und ergreifend kleine Schokoküsse und eine große Schüssel Wassermelone mitgegeben. Ich muss sagen, dass war alles ziemlich entspannt!

Die Wimpelkette hingegen ist selbstgenäht. Und soll gefälligst für die nächsten 15 Jahre halten!

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A little addendum regarding the birthday in order to create more transparency and reality online: It was the first birthday where I didn’t bake a thing! The cake on the birthday table was bought at the local discounter and the little one was more than happy with it (in contrast to last years self-made unicorn cake). In the afternoon, I didn’t bake either – we had tons of icecream instead. And as little something for the kindergarden I bought little chocolate kisses and a big bowl full with watermelon. That was as easy and stress-free as possible and everyone was happy!

The bunting, however, is self-made. And is supposed to last for the next 15 years 🙂

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5 Jahre / 5 years

(English version follows below)

Alles etwas vollgepackt hier im Alltag, und der Mann ständig auf Dienstreisen, so kommt man nicht wirklich zum Schreiben. Der Vollständigkeit halber muss aber unbedingt erwähnt werden, dass die Große letzte Woche fünf Jahre alt geworden ist. FÜNF! Das muss man sich mal vorstellen!

In alter Tradition war sie am Geburtstag leicht verhindert und blieb morgens zu Hause – 2016 hatte sie Hand-Mund-Fuß, 2017 Magendarm und dieses Jahr ist sie am Vortag die Treppe runtergestürzt und so dass nun Platzwunde Nummer drei an ihrer Stirn prangt. Gefeiert haben wir nachmittags trotzdem, mit vielen Freunden. Als Highlight haben wir unser Kellerfenster zur Eisdiele umfunktioniert, wo die Kinder nach Herzenslust diverse Toppings für ihren Eisbecher aussuchen durften (der Favorit war “Alles! Und DREI Waffeln!” Bitteschön, gerne!). Auch die Schatzsuche durfte nicht fehlen, wir müssen uns nur für das nächste Jahr merken, dass es taktisch unklug ist, die Naschitüten für die Gäste schon eine halbe Stunde vor Abholzeit rauszurücken. Ach ja, und der glubschäugige Giraffenhund wohnt nun übrigens im Kinderzimmer. Ab und an darf der Kleine ihn streicheln, aber nur ganz vorsichtig.

Ich finde übrigens, dass 5 Jahre ein ganz fantastisches Alter ist. Es ist so völlig mittendrinnen in der Kindheit, mit all ihren Zaubern. Hier ist wie gewohnt meine Liste, wie unser Alltag mit einem Fünfjährigen Kind aussieht (die anderen sind hier, hier, hier und hier):

  • Der benötigte Kaffeekonsum zur Mittagszeit wird alle paar Minuten unterbrochen durch Aktivitäten wie Naschi rausrücken, Hörspiel wieder anmachen, Hörspiel lauter machen, Abputzen, ein weiteres Naschi rausrücken…
  • Am Strand bauen wir wieder Sandburgen mit langen Kanälen und warten darauf, dass das Wasser für eine Katastrophe sorgt.
  • Man wacht nachts durch ein “Tapptapptapp” und ein “Plätscherplätscher” und ein “Tapptapptapp” auf und während man wieder wegdämmert, seufzt man innerlich “Mal wieder nicht abgespült…:”
  • Anstatt mehr oder weniger geduldig abzuwarten, bis die Wutanfälle vorbei sind, wird immer öfter (mehr oder weniger geduldig) das Für und Wider bestimmter Situationen besprochen.
  • Man kann nicht mehr aus dem Terassenfenster schauen, weil alles mit säuberlich ausgeschnittenen Figuren vollgeklebt ist.
  • Man schaut wieder “Die Sendung mit der Maus” und weiß deshalb, warum die ISS immer auf schön um die Erde kreist und nicht einfach ins Weltall abdriftet!
  • An vielen Tagen hat man Fohlen, Babykatzen, Einhörner oder sonstige versorgungsbedürftige Tiere zu Hause.
  • Ab und an besteht ein Drittel des Einkaufswagen aus Süßigkeiten.
  • Man kommt immer wieder ins Grübeln über philosphische Fragen und merkt, wie wenig man sich eigentlich bewusst ist. Warum dürfen wir zum Beispiel Tiere essen, aber keine Menschen? Und warum sollten Ärzte allen Menschen helfen, auch Dieben?
  • Immer öfter denkt man “Huch, wo ist die Zeit geblieben?”
  • Während Wanderungen erzählt man nun gleichzeitig Märchen oder spannende GEschichten, um seine Mitwanderer zu unterhalten. Das fördert die Kreativität und das geistige Fitnesslevel.
  • Ich sitze nachmittags ab und an mit einem Kaffee auf dem Spielplatz, esse Kekse und unterhalte mich mit anderen Müttern während mein Kind alleine seinen Nachmittagskurs besucht.
  • Anstatt zu trösten, weil die Freundin das Spielzeug weggenommen hat, wird man nun Zeuge dramatischer Streiterein inklusive “Dann bist du nicht mehr meine Freundin!”, theatralischen Abgängen und vermeintlich bösen Beleidigungen (“Du hast blöde blaue Augen!!”)
  • Man wird morgens geweckt, weil sich jemand an einen kuschelt, die Arme um einen schlingt und “Ach Mama, du bist die aller-, allerbeste!” seufzt! Du auch, meine Große, du auch!! ♥

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Our daily life is kind of packed right now, and with the man constantly being on business trips I hardly find the time to sit down and write something. However, we had a highlight last week which definitely needs to be mentioned. The litlle one turned five! FIVE! Can you imagine? And suddenly she is not that little anymore (she never had been little anyway).

Since we apparently don’t want to break with birthday traditions, our daughter made sure she couldn’t go to kindergarden that day (though she would have loved to). While it was hand-foot-mouth disease in 2016 and a stomach bug in 2017, she fell down the stairs this year and ended up with her third laceration on the forehead. And while she stayed at home in the morning, enjoying her birthday gifts and some quality time with us, we did stick to the birthday party in the afternoon with her friends. The weather was windy and cold, but it didn’t stop us from turning our basement window into an ice-cream shop where the children could choose between numerous toppings for their ice-cream (the favorite of the day was “Everything! And THREE waffles on top!”. Here you go, my dear, here you go….). The obligatory treasure hunt took place, too, and we just have to keep in mind for next year that it is tactically unwise to hand out the candy bags already half an hour before the kids are picked up.

Oh yes, and the aweful giraffe-dog-thingy with the weird eyes moved into our house. From time to time, the hobbit is allowed to carefully hold it. 😉

I think, by the way, that 5 years is a fantastic age. It’s right in the middle of childhood, with all its magic. So, here comes the list how our daily life with a five-year-old looks like right now (the others are here, here, here and here):

  • The well-earned coffee consumption at lunchtime is interrupted every few minutes by activities such as handing out candy, turning the audio tape on again, changing the audio tape, handing out another candy…
  • You are building sand castles at the beach again!
  • At night, you wake up by a “trapptrapptrap” and a “splattersplattersplatter” and another “trapptrapptrapp” and while you fall back to sleep you think “Again not flushed!”
  • Instead of waiting patiently (more or less) until the tantrum is over, you now discuss patiently (more or less) the pros and cons of certain situations.
  • You can look through your garden window anymore because it is covered by accuratly cut out figurines and pictures.
  • You are watching the Show with the Mouse and therefore know why the ISS is always flying around the earth and never leaving it’s orbit!
  • On many days, you have to take care of little kittens, dragons, foals, little dogs or unicorns .
  • Quite often, one third of your shopping cart contains sweets.
  • You wonder about things like “Why are we allowed to eat animals but not other humans?” or “Why do doctors have to help thiefs when they are sick?”
  • Every now and then you think “Time flies!” or “Where have the last years gone??”
  • When you go on hikes, you come up with great fairy tales and other stories to entertain your follow hikers. It increases creativity and is good in order to keep your brain going.
  • Your kid now attends afternoon stuff where parents don’t have to stay or participate. You bring her there, leave, pick her up after an hour. Just like that. So cool!
  • Instead of consoling your kid because the friend has taken the favorite toy, you now witness dramatc fights like “Then you are not my friend anymore!”, dramatic gestures and supposedly bad insults (“I don’t like your blue eyes!”)
  • In the morning, you wake up because someone is snuggling up. Then you are hugged by two little arms and someone whispers in your ear “Oh Mama, you are the very, very best!!”. You too, my big girl, you too!! ♥
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Absurdistan

(English version follows below)

Manche Sachen sind ja schon sehr absurd. Letzten Herbst zum Beispiel wurden bei uns um die 600 Bäume im Wald gefällt. Die Waldkinder haben wochenlang nur noch Baumfäller gespielt. Gestern wurden dann ein paar der riesigen Buchenstämme in einen Container geladen. Der kommt jetzt nach Hamburg. Von dort werden die Stämme nach China verschifft. Und dort werden dann Essstäbchen draus gemacht.

Absurd.

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Sometimes, life’s absurd. Last fall, for instance, about 600 trees were cut in our forest. The children from the forest kindergarden played “tree cutters” for weeks. Yesterday, some of the huge beech logs were put in a container. The container is now on its way to Hamburg. From there, the logs are going to be shipped to China. And there, they will be turned into chopsticks.

Absurd.

 

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mütterliches Wunschdenken (und die Realität) / wishful maternal thinking (and reality)

(English version follows below)

Vorgestern Abend musste meine Familie leider ziemlich schlechte Laune meinerseits ertragen. Und Schuld daran war die Spielzeugsindustrie. Und der eine, der einzige Laden in unserem Ort, der ein nennenswertes Spielzeugangebot hat. Und wenn ich die Zeit und die Muße und vor allem das Geld hätte, dann würde ich noch dieses Jahr einen eigenen Spielzeugladen hier aufmachen, jawohl, nur damit das mal klar ist!

Wir nähern uns nämlich dem 5. Geburtstag der Großen. Natürlich soll es auch wieder eine Feier mit ihren Freunden geben, und wie wir letztes Jahr gelernt haben, ist es hier so üblich, dass die Geburtstagskinder in besagtem Laden einen Geburtstagskorb haben. Dort packen sie alles rein, was sie sich wünschen, und die Gäste können die Sachen dann kaufen und schenken. Ein System, was ich sowieso schon etwas fraglich finde. Der klare Vorteil ist, dass man auf jeden Fall etwas schenkt, worüber sich das Kind auch freut (die Eltern nicht unbedingt, wie man vielleicht schon vermuten mag). Aber erstens finde ich es nett, wenn die Gäste selber Ideen haben, was sie schenken könnten. Individualität und Selbstständigkeit und sowas, nicht? Und zweitens….nun ja, zweitens drückt man seinem Kind einen Korb in die Hand und sagt “Such dir aus, was du am Liebsten hättest” und dann steht man am Ende da und könnte spontan in Tränen ausbrechen. Denn: es gibt halt nur diesen einen Laden. Und dieser eine Laden hat zwar viel, aber vor allem viel Mist.

Und mit Mist meine ich wirklich Mist. Für Mädchen gibt es alles, was das stereotypische achsomädchenhafte Herz erfüllt, und zwar ausschließlich in der Farbpalette rosa-pink-lila-glitzer. Man darf sich entscheiden zwischen Topmodel-Stickeralben, rosa Einhornschmuckkästchen, pinkglitzernden Stiften oder Kuscheltieren, die ich persönlich eher in ein Horrorkabinett stecken würde.

Für Jungs gibt es natürlich, ganz klassisch, Autos, Dinosaurier und Feuermann Sam. Und Plastikwerkzeug und Gewehre. Ist ja klar.

Natürlich gibt es auch Sachen dazwischen. Ein paar Bücher, Tiptoi, Puzzle und Schleichtiere. Aber die Tendenz ist klar, oder? Und da stehe ich nun als Mutter und muss zusehen, wie mein Kind ein furchtbares Geschenk nach dem anderen in den Korb packt. Hauptargument? “Das haben die anderen auch!”. JA! Die anderen haben das auch, weil es hier nun mal NICHTS ANDERES GIBT! Schlimm ist das. Warum, frage ich mich, fährt der Laden diese Schiene? Warum überlegen sich die Leute nicht, was es sonst noch an coolen Spielsachen gibt? Ob man nicht vielleicht sogar eine Verantwortung hat, den Kindern noch was anderes außer dünnen Models und glubschäuigen Viechern zu bieten?

Nehmen wir doch mal die Farben. Wie wäre es denn mit grün, gelb, orange, oder schlicht und ergreifend mal rot statt rosa? Aber Gott bewahre, wenn ein Mädchen sich nicht über rosa freut. Das ging mir schon damals so, als die Große ein Baby war und ständig für einen Jungen gehalten wurde, weil sie grün anhatte.

Ja, meine Tochter findet rosa toll. Und Einhörner. Und Glitzer. Das ist auch ok für mich (zumindest arbeite ich dran). Aber der Grund, weshalb sie das toll findet, ist nicht ihr Geschlecht. Ich weigere mich zu glauben, dass es Mädchen angeboren ist, was sie toll finden. Und wir haben wirklich unser Bestes gegeben, um ihr vorzuleben, dass es auch andere Sachen gibt. Trotzdem hielt irgendwann Elsa bei uns Einzug. Weil ihre Freundin das toll fand. Und weil es in jedem verdammten Laden Elsa-Sachen gibt. Damit habe ich mich inzwischen angefreundet. Immerhin steht der Hobbit total auf Anna – zumindest ein Stereotyp weniger. Und auch mit rosa kann ich mich schon lange arrangieren. Aber dieses glubschäuigige Glitzermonster, das hat relativ wenig Chance meine Gunst zu gewinnen. Im Korb ist es trotzdem geblieben. Weil die Große ganz richtig bemerkt hat “Mama, es ist doch MEIN Geburtstag!”. Und da hat sie total recht.

Aber nun stellt euch mal vor, nur mal so rein theoretisch, wir hätten hier einen Spielzeugladen, der sinnvolles, schönes Spielzeug verkauft. Mit dem man was anfangen kann, das nicht sofort kaputt geht, und das nicht geschlechtsspezifisch aufgezogen ist. Was Spaß macht, lustig und cool ist und das Kind auch ein bisschen fordert (mehr als nur aufgemalten Models Glitzerbikinis anzuziehen). Ich bin mir 100% sicher, meine Tochter hätte ebenso glücklich ihren Korb gefüllt und wäre beseelt aus dem Laden gegangen. Und mir hätte es wahrscheinlich nicht das Abendessen verdorben.

(Letztes Jahr haben wir übrigens auf den Korb verzichtet. Aus eben diesen Gründen. Da hat das Kind eine Stofftasche mit pinkem Kunstfell und Neonstiften zum Bemalen geschenkt bekommen. Aus eben diesem Laden. Kommt also auf’s Gleiche raus!)

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Two nights ago, my family had to endure quite a bad mood on my part. And I’m sorry to say, but the toy industry is to blame. The toy industry, and the one (and only) toy shop in our town. And if I had the time and the money, then I would open my own toy shop in this town, just to make that clear!

We are approaching the 5th birthday of the little one. Of course there will also be a party with her friends again, and by now we learned that it is a common thing here to prepare a so called birthday basket in the (one and only) toy shop. The kid is allowed to put everything fun in there, and the guests can then choose between the gifts. I’m not a big fan of this system. The (one) advantage is that always buy a gift that the kid will truly like (not necessarly the parents, though, as you might already suspect). But first of all, I think it’s nice when the guests have some own ideas about possible presents. Individuality and all that… And secondly….well, secondly you tell your child “choose what you like best” and then you are about to burst into tears when checking the basket. Because: there is just this one shop in town. And it might have some kind of variety, yes, but I’m sorry to say but this variety contains a lot of crap.

And by “crap” I really mean crap. This shop fullfills every stereotypical gender aspect. For girls, you’ll find everything in the colous pink-purple-rosé-glitter. You can choose between top model sticker albums, pink unicorn jewelry boxes, pink glittery pens or soft animals which I personally would rather put in a horror cabinet (not sure if the word “animal” even covers it).

For boys there are of course cars, dinosaurs and Fireman Sam. And plastic work tools and rifles. Obviously.

Of course, there are things in between. A few books, TipToi, puzzles and so on. But the tendency is clear, isn’t it? And here I stand, as a mother, and have to watch how my child puts one horrible gift after another into the basket. Her main argument? “All the others have it too!”. YES! The others have all that stuff too, because there is NO OTHER OPTION!  Why, I wonder, does the store run these products? Why don’t people order any other toys – there are so many cool, creative and fun toys on the market!

Let’s take the colors. How about some green, yellow, orange, or simply red instead of pink? But God forbid if a girl is not happy about pink. It starts with giving birth: the little one was constantly mistaken for a boy when she was a baby because she was wearing a green jacket.

And yes, my daughter likes pink. And unicorns. And glitter. And that’s fine for me (at least I’m working on it). But the reason for it isn’t her gender. I refuse to believe that girls have an inborn passion for pink. And we really tried our best to show her that there are other things/colours/toys. Nevertheless, one day Elsa moved in with us. Because her friend loved it. And because there’s Elsa stuff in every damn store. I’ve gotten used to it by now. After all, the Hobbit is totally into Anna – one stereotype less :-). And I don’t object pink stuff.  But this glitter monster which found its way into the birthday basket has a pretty slim chance to win my trust! It’s still in the basket, though. Because, as the little one correctly stated: “Mom, it’s MY birthday!”. She’s right!

But now imagine, just in theory, that we’d have a toy shop here that sells nice toys. Toys that make sense. Toys that don’t break right away and that are not gender-specific. Toys wich are funny and cool and creative and also challenge the child a bit (more challenge than putting on glittery bikinis on thin models). I am 100% sure my daughter would have been just as happy to fill her basket there, and she would have left the shop being completely happy. And I might have had a nice dinner that evening.

 

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Zwischenbericht / this and that in between

(English version follows below)

Viele große und kleine Unternehmungen, Erkenntnisse und Situationen derzeit, daher schnell ein paar Stichpunkte:

Man mag es als Norddeutscher ja gar nicht schreiben, denn man könnte es unnötig heraufbeschwören, aber: es hat seit sicher sechs Wochen nicht mehr geregnet bei uns. Der Boden ist staubtrocken und knochenhart, das Gras überall verdorrt. Ungefähr 95% der letzten Wochen schien die Sonne von einem wolkenlosen Himmel herab. Wann hat man das das letzte Mal gehabt? Und keiner traut sich zu sagen, dass man ja eigentlich der Pflanzen zu liebe mal auf ein bisschen Niederschlag hofft – denn man weiß genau: spricht man es aus, dann kommt der norddeutsche Sommer zurück, und der beeinhaltet, nun ja, reichlich Regen und wenig Sonne. Heute hatte das Wetter aber von selbst ein Einsehen und es nieselt ein wenig vor sich hin. Da freut sich der Rasen, und der Apfelbaum sicher auch, denn der hängt zwar voller Äpfel, wirft aber bereits gelbe Blätter ab. Und vielleicht haben wir ja Glück, und der Regen hört in den nächsten Wochen auch wieder auf.

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Gestern waren wir auf dem Hansekulturfestival in Lübeck, wo ich sozusagen einen Arbeitseinsatz hatte und meine Freundin sieben Stunden beim Bau von Steckenpferden unterstützt habe. Also, eigentlich habe ich die Kinder beim Bauen unterstützt. Auf den neuen Werkbänken (und hier wird ja keine Werbung gemacht, auch nicht in eigener Sache, aber Holzprojekte mit Kindern sind ja eine extrem feine Sache). Dabei gab es jede Menge Einsichten, was das Arbeiten mit Kindern und Eltern angeht – eine Hauptarbeit besteht unter anderem darin, den Eltern auf liebevolle Art klar zu machen, dass ihr Kind kompetent genug ist, um selber sägen und bohren zu können.

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Der Hobbit macht anscheinend eine schwierige Phase durch. Zwar kann er es kaum erwarten in den Kindergarten zu kommen (zumindest tut er das mehrmals täglich kund), aber er verhält sich so völlig konträr dazu. Ständig versteckt er sich hinter meinen Beinen, will auf meinen Arm oder vergräbt den Kopf irgendwo. Alle Situationen, die von ihm irgendeine Art von Aktion erfordern (Zähneputzen, Schuhe anziehen, Windel wechseln, Aufräumen, sich zum Essen an den Tisch setzen, Hände waschen….) ziehen unweigerlich einen langwierigen Trotzanfall nach sich. Gestern auf dem Hansekulturfestival sogar in dem Maße, dass Karsten von einer Frau angesprochen wurde, ob das wirklich sein eigenes Kind sei, dass da schreiend vor ihm weglaufen würde. Ach ja, die Freuden des Elterndaseins…

Unser Baumhaus ist fertig! In luftigen 2 Meter Höhe, aber hoffentlich sicher genug, dass auch der Hobbit, wenn er erstmal die Leiter bewältigt hat, nicht runterfallen kann und somit alle Großeltern beruhigt schlafen können. Karsten drängt mich, mehr darüber zu schreiben, aber das ist einen eigenen Beitrag wert, also muss hier noch etwas Geduld geübt werden.

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Am Wochenende fand wieder der jährliche Umzug des Schützenvereins statt. Mit Dschingerassabums. Von der Großen sehnsüchtig erwartet, weil sie genau an unserem Haus vorbeiziehen und uns Bonbons in den Vorgarten werfen. Das ist schon ein echter Luxus. Bei mir löst dieses Dschingerassabums der Blaskappelle eine ganze Welle komischer Kindheitserinnerungen aus, die ich allesamt mit einer zutiefst spießbürgerlichen Wohngegend verbinde. Ich muss mich da echt zusammenreißen, um zu den Kindern rauszugehen und freundlich zu winken. Naja, jetzt haben wir eine ganze Schale voller Bonbons auf dem Tisch stehen.

Nun wünsche ich schnell allseits noch ein schönes Wochenende!! Ich muss jetzt mal Einladungen für einen kommenden Geburtstag basteln…

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Many big and small insights, trips and situations right now, therefore just a quick update on the blog:

  •  As someone living in Norther Germany, one doesn’t really dare to say it out loud because, sure enough, one is going to jinx it. But: it hasn’t rained since six weeks. The soil is completly dry and hard as concrete, the gras has turned brown. About 95% of the days, the sun is shining down from a clear blue sky. When was the last time something like this happened in Northern Germany, one wonders? And noone dares to say that the vegetation is actually in urgent need of a bit of rainfall – because everyone knows that, as soon as one says it out loud, the North German summer is going to start. And the North German summer involves, well, a lot of rain and very little sunshine. But today, the weather decided to manage it itself and it cloudy with light rainfall. I can almost hear our gras sighing in relief, and the apple tree is happy too, because it does seem to have a lot of apples this year, but the first leaves turned yellow already. And maybe we are lucky and the rain is going to stop again at one point during the next weeks 🙂

  • Yesterday, we went to the Hanseatic Culture Festival in Lübeck, where I had a work shift, so to say, when I helped my friend to build hobby horses for seven hours. Well, to be correct, I helped the children to build horses. Using our new work benches (and I don’t host any advertisement here, not even for myself, but I have to say that wood projects with kids are extremly awesome). I gained many insights yesterday regarding the work with children (and their parents). One of the main tasks is to friendly explain the parents that their kids are indeed capable to use a saw and a drill all by themselves. And then enjoy how the kids are growing at least 3 centimeters when they actually saw and drill.

  • Apparently, the hobbit is going through a difficult phase again. On the one side, he can’t wait to join the forest kindergarden (at least that’s what he says several times a day), but he acts completely contrary to it. He is constantly trying to hide behind my legs, or on my arm, or he is burying his head somewhere. Every situation which requires some kind of action by him (brushing teeth, putting on shoes, changing diapers, tidying up, sitting down for dinner, washing hands… the list is admittedly endless) is automatically followed by denial and a tantrum. Yesterday, at the festival in Lübeck, Karsten was even asked by a woman wether it is acually his own child who is running aways from him, screaming. Oh yes, the pleasures of parenthood….

  • Our treehouse is finished. In airy 2 meters above the ground, but hopefully secure enough even for the hobbit so that all the grandparents can sleep well at night. Karsten is rushin me to write more about it, but it deserves an own entry, so he (and you) have to be patient for a little while longer.

  • During this weekend, the local shooting club celebrated their annual anniversary. (Yes, even in Germany there are shooting clubs! But they don’t really shoot, but meet and drink beer). The little one has been asking about this celebration for a while now, because it starts with a parade wich happens to pass our house, and this parade involves a lot of very traditional German parade music and a lot of candy which they throw into our front yard. Very much to the delight of the children (while I am overthrown by weird childhood memories every time I hear this kind of music, which are all linked to a very, very conservative neighbourhood). It is actually quite an act for myself to go outside and smile and wave when they pass. But hey, now we have a bowl full of candy on our table.

And now I am wishing you a wonderful Sunday evening! I am off to write invitations for an upcoming birthday…

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Der Garten im Mai / our garden in May

(English version follows below)

Vielleicht muss ich mich korrigieren und mein Lieblingsmonat ist nicht der April sondern der Mai. Nachdem im April der Frühling eingezogen hat, wurde es bei uns im Mai richtig sommerlich. Das lag vor allem am Wetter – so viel Sonne und blauen Himmel hatten wir ja im ganzen letzten Jahr nicht. Auf einmal guckt man aus dem unserem Schlafzimmerfenster nur noch ins Grüne, und den Pflanzen kann man praktisch beim Wachsen zuschauen.

Anfang des Monats blühten wunderschön die Tulpen (besonders gefreut habe ich mich über ein paar orange, die ich aus unserem letzten Schwedenurlaub mitgebracht hatte). Dann fing der Flieder an zu blühen und ein-zwei Wochen duftete der ganze Garten morgens und abends ganz wunderbar. Als der Flieder fast fertig war, fing der Rhododendron an – so geht eines ins andere über. Ab Mitte Mai begannen dann Akelei, Zierlauch, Iris und Storchenschnabel zu blühen. Generell ist Mai und Anfang Juni bei uns eine sehr lilafarbene Phase, da unser Vorbesitzer anscheinend einen Hang zu lila und rosa hatte. Dank des heißen Wetters blühen auch die Rosen schon, sehr harmonisch zusammen mit dem Giersch. Man könnte fast meinen, es sei gewollt.

Die Hochbeete sind voll bepflanzt und wir haben erste Radieschen geerntet. Die Zuckerschoten ranken fleißig nach oben, der Dill wächst gut und auch der Buschtomate fühlt sich sichtlich wohl. Wenn der Sommer weiter so schön bleibt, können wir vielleicht mal wieder einen Kürbis ernten. Die zwei Hochbeete sind zwar kein Vergleich zu unserem früheren Gemüsegarten, in dem wir im Sommer täglich abends einen Korb voll Abendbrot ernten können (habe ich erst heute Nacht wieder von geträumt), aber dafür haben wir jetzt eben Beeren. Johannisbeeren vor allem.

Zwischendurch kommen wir übrigens immer ordentlich ins Schwitzen was komische Pflanzkrankheiten angeht. Unsere Blutjohannisbeere zum Beispiel, die ich letzten Monat noch fotografiert habe, hat nur zur Hälfte geblüht. Die andere Hälfte hatte komplett vertrocknete Blütenansätze und beim Abschneiden der Äste innen einen schwarzen Mittelpunkt, was bei uns kurze Zeit für Panik sorgte, weil wir Verticillium in Verdacht hatten. Nicht zu verwechseln mit Vermicelli. Eines ist ein superfieser Welkepilz, das andere lässt einen alles andere als welken. Leider kann man gegen die Pilz-Variante nicht viel machen. Inzwischen haben wir uns beruhigt und hoffen, dass es einfach nur zu trocken war. Falls es aber doch Verticillium sein sollte, dann haben wir in vier-fünf Jahren hier im schlimmsten Fall weder Beerenbüsche noch Obstbäume oder Rhododendren übrig. Keine schöne Aussicht, nein wirklich nicht! Also Daumen drücken und abwarten, auch wenn es schwer fällt.

Auch der Rhododendron hat zum Teil schwarze Blütenansätze und komische Blätter. Und die Rosen hatten schon wieder erste Rostblätter. Der Wein an der Hauswand hat komische Parasiten. Und der Rosmarin hatte lauter braune Nadeln. Generell macht so ein riesiger Garten auch riesig viel Arbeit. Eigentlich müsste überall gejätet, gedüngt und was nicht alles gemacht werden. Und ich bin viel zu ungeduldig und hätte alle neu gepflanzten Stauden gerne schon viel größer. Gottseidank kamen Ende Mai meine Eltern zu Besuch. Das bedeutet nicht nur gute Gesellschaft und glückliche Kinder, sondern auch einen ordentlichen und aufgeräumten Garten 🙂 Überall, wo noch Platz war, wurden einjährige Blumen gesäät, die hoffentlich noch kommen.

Bei Karstens wohlintentionierter Wildecke im Vorgarten wird noch interveniert. Die sieht nämlich eher wie ein vergessenes Salatbeet aus, und blühen tut da auch nicht wirklich was.

Und abseits der Pflanz- und Beerenthematik tut sich mal wieder einiges an der Baufront.  In luftiger Höhe entsteht zur Zeit ein neuer Lieblingsplatz, eigentlich für die Kinder gedacht, aber genau so fein für Erwachsene. Mehr Details dazu folgen bald.

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Anfang Mai

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Ende Mai

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Maybe I have to correct myself and my favorite garden month is not April but May. While spring arrived in April, summer already started in May. This was mainly due to the exceptional warm weather during the last weeks – we had more blue sky, sunshine and warm temperatures than during the whole last year. Suddenly, there is only green, green and green again when looking out of our bedroom window, and one can literally watch the flowers while they grow.

At the beginning of the month, it was still tulip season. I especially enjoyed some orange tulips which I bought during our last holiday in Sweden. Then, the lilac started to blossom and for around two weeks, there a beautiful scent entered the house every time we opened the windows. Once the lilac was done, the rhododendron was starting – one follows the other. Since the middle of May, aquilegia, iris and the wild geranium is flowering. Generally, we have a very purple and pink period in our garden right now since the previous owner seemed to have a passion for these colours. Thanks to the warm weather, the first roses are blooming too, next to the white bishop’s weed which looks so nice together as if it’s intended.

The vegetable beds are fully occupied and we had our first harvest: garden radish. The mangetouts are growing well, the dill too, and the tomato (a so called bush tomato) is obviously loving the spot. Maybe we’ll even be able to harvest a pumpkin this year, given that the summer stays like this. The two vegetable beds are not comparable to our vegetable garden in Switzerland where we were able to pick a basket full of dinner each evening (I actually had a dream about it last night), but hey, now we have lots of berries instead. Currants, to be exact. Lots of currants.

Every now and then I am slightly panicking when it comes to weird sicknesses. Our blood currant, for instance, which I photographed last month, only flowered on some branches. The other buds were completely dry and when I cut the branches, they had weird black spots in the middle. My worry is that it is struck by Verticillium. Not to be confused with Vermicelli. One lets you wilt, the other one does quite the opposite. Unfortunately, one can’t really fight the wilting version. By now, we hope that spring has simply been too dry this year, but in case it’s Verticillium wilt we won’t have any berries left in a few years. Or fruit trees. Or Rhododendrons. Sooooo….let’s not think about it and hope for the best.

Talking about rhododendron: the big one doesn’t look good either. It has black buds and weird leaves. The roses show first signs of rust. The wine inhabits weird parasites. And the big rosmary bush suddenly turned brown. Generally, such a huge garden also means a huge amount of work. It urgently needs weeding, fertilizing, staking or cutting. And I am far too impatient and would love all the perennials to be much bigger already.

Thank god that my parents visited us at the end of May. Their visits do not only mean good company and happy children, but also a clean, up-to-date garden 🙂 And every halfway free space has been covered with annual flowers which will hopefully still grow even though it is a little late for them.

Karsten’s well-meant wildflower spot in our front yard has to be redone though as I’m doing an intervention. So far, it looks like a forgotten salad bed and it doesn’t flower at all.

And you might have spotted on the pictures that there is stuff going on aside the flower and berry topics, too. In lofty heights, a new favorite garden spot is being created (originally for the kids, but it’s already my favorite spot  too). But more about that later.

 

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Wollgras / cotton grass

(English version follows below)

Dieses Mal haben wir es tatsächlich geschafft zur Wollgrasblühte in das nahegelegene Moor zu fahren. Ich glaube, ich habe vorher noch nie bewusst Wollgras blühen sehen – das ist ja im Moor ein recht beeindruckender und schöner Anblick! Mit dabei waren hunderte von kleinen Libellen, die sehr zur Freude der Kinder munter auf unseren Armen und Köpfen landeten. Auch mit dabei tausende von Mücken, die ebenfalls auf unseren Armen landeten. Darüber freut man sich erfahrungsgemäß aber weniger.

Und nicht mit dabei: der Buggy! Denn der Hobbit kann mittlerweile immer besser Laufen und Laufrad fahren. Auch wenn er es, ganz hobbitmäßig, meistens lieber gemächlich angeht.

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This year, we managed to visit our nearby bog during the blooming of the cotton grass. I think I have never actually seen blooming cotton grass, at least not in this dimension. The whole bog was covered with white cotton, which looked very impressive and beautiful. We also saw hundreds of small, shiny dragonflies which landed on our arms and heads – very much to the amusement of the children. The mosquitos didn’t quite cause the same level of amusement when they tried to do the same.

And please notice: the buggy is missing. The hobbit is getting better and better in using his balance bike (and walking). Even if he likes things easygoing – like hobbits do.

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