Donnerstag / thursday

(English version follows below)

Alles in allem war heute ein sehr schön frühlingshafter Tag, muss man sagen. Aber anscheinend fährt einem der Frühling nur so in Körper und macht einen ganz frühlingshaft-tobig, jedenfalls wenn man nicht älter als sechs ist. Das sorgt dann schon mal für ein paar Gewitterwolken am Frühlingshimmel.

Dabei war der Vormittag gewohnt langweilig. Staubsaugen, Geschirrspülmaschine einräumen, Wäsche falten….(nach Belieben langweilige Hausarbeit einfügen)….irgendwann habe ich einen Kaffee getrunken und mal in eine Folge Sugar Rush reingeschaut (das ist keine Werbung, nur schlichtes Erwähnen). Danach hatte ich dann überhaupt keinen Hunger mehr auf Süßes. Vielleicht wäre das mal eine gute Diät-Strategie…So oder so, ich finde Fondant scheußlich und kann auch mit Buttercreme nichts anfangen, und statt Cupcakes esse ich eindeutig lieber stinknormale Muffins.

Mittags gab es dann das Highlight des Tages: wir waren morgens mit dem Rad in den Wald gefahren und beim Abholen saß doch tatsächlich der Waldkauz vor seiner Höhle. Mitten am Tag, im Frühlingssonnenschein. Hurra!! (Die Nahaufnahme hat meine Freundin gemacht, deren Handykamera sehr viel besser ist als meine).

Es folgte Flammkuchen zum Mittagessen, gefolgt von einem kurzen Arbeitseinsatz meinerseits: die Weide vor unserer Terassentür musste dringend zurückgeschnitten werden, bevor der Zeitpunkt bei den frühlingshaften Temperaturen zu spät ist. Ganz sicher bin ich mir übrigens nicht bezüglich der Baumart, aber ich bin zuversichtlich, dass es eine Weide ist! Während ich Äste abschnitt, hörte ich durch die Terassentür wie die Kinder drinnen äußerst süß und ausgelassen lachten und spielten.

Eine wahre Idylle.

Bis ich wieder reinkam und sah, dass der Couchtisch umgestoßen war und ich rausfand, dass der Laptop auf den Boden geknallt war. Es folgte ein Donnerwetter, ich war echt sauer. Die Kinder waren aufrichtig zerknirscht, immerhin, und wurden ins Kinderzimmer verbannt. Allerdings hatte sich die Große mit ihrer Freundin verabredet, es musste also bei 20 Minuten Kinderzimmerverbannung bleiben. In diesen 20 Minuten schmissen sie aus Versehen den Cd-Spieler runter, mussten einmal aufs Klo (jeder, natürlich!), mussten einmal was trinken und zerfledderten eine Pappe, wobei die Große dem Kleinen aus Versehen den Schraubenzieher in die Hand rammte. Himmelherrgottnochmal.

Aber dann spielte die Große bei ihrer Freundin und der Kleine und ich waren erst in der Bücherei und schnitten dann noch ein bisschen weiter an der Weide herum, bevor wir ausgiebig vorlasen. Der Abend verlief weitestgehend ruhig, wenn man mal davon absieht, dass trotz meines Ermahnens Seiten im Büchereibuch umgeknickt wurden und der Großen ein großer Stein aufs Laminat geknallt ist. Trotzdem ein schöner Frühlingstag, mit blühenden Krokussen und nichtsdestotrotz allerliebsten Kindern. Und das sage ich nicht nur, weil der Laptop noch funktioniert! Jetzt trinke ich einen Tee, denn so ein Donnerwetter schlägt mir leider immer sofort auf die Stimmbänder – ein guter Grund, das nur im Ernstfall loszulassen!

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All in all, we had a beautiful spring day today, that’s for sure. But apparently spring just gets into your body and causes a lot of jumpiness and nonsense, at least when you are not older than six. Which then causes some dark clouds on the otherwise springlike sky, oh yes.

The morning was as boring as mornings with chores are. Vacuuming, cleaning the dishes, folding the laundry….(insert any boring task you can think of)…at one point I had a coffee and I watched the first episode of sugar rush (this is no ad, just mentioning it). Afterwards my craving for sweets was cured for a long while. Maybe that would be a good strategy for a diet…one way or the other, I don’t like fondant and I am not a fan of buttercream either, and instead of cupcakes I prefer the very normal muffin.

At lunchtime, we had the highlight of the day: when we were cycling back from kindergarden (we went by bike in the morning), we saw the tawny owl sitting in front of her hole in the tree. In broad daylight, apparently enjoying the spring sun. Hooray! (The close-up is a courtesy of my friend whose handy camera is much better than mine)

The event was followed by tarte flambee, which was then followed by a short outbreak of garden work. I started to cut back the willow in front of our terrace before it’s too late due to an early spring. Actually, I don’t really know what kind of tree it is, but I am almost sure it is a willow! While I was cutting branches, I listened to the laughter of the kids, which were playing happily and peacefully in the living room. It was very idyllic!

Until I went inside and saw that the table was overthrown and the laptop apparently hit the ground. It followed something that the dictionary translate with “to be hauled over the coals”…let’s just say that I wasn’t amused. At least the kids were obviously remorseful, and were banned to their room. Which didn’t really work the way I wanted because the little one had a playdate with her friends 20 minutes later and during these 20 minutes they accidentaly smashed the cd player, had to go to the loo (both, of course), had to drink some water or they would have died of thirst, and cut a cardboard to piece while the little one accidentaly pushed a screwdriver into the hobbit’s hand. For God’s sake!!

But then the little one played at her friends’ place and the hobbit and I went to the library and then cut off more branches from the willow, before we read through the books. The evening was mostly calm, if one ignores the fact that the kids were crinkling the pages of  the library books despite my sincere warning seconds before, and the huge stone that the little one accidentaly dropped onto the laminate.

It was a beautiful spring day nevertheless, with blooming crocuses and still very lovely and heartwarming children. And I’m not just saying it because the laptop still works! Now I’ll make myself a cup of tea because such a “hauling over coals” always makes my vocal cords hurt….a good reason to do it only in emergency cases!

 

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Mittwoch / Wednesday

(English version follows below)

So ein bisschen zweifel ich ja daran, ob meine Tage spannender sind als unbeschränkte Zeit zum Lesen, Filme gucken und im Internet surfen…sie sind definitiv lauter, so viel steht fest.

Heute mittag zum Beispiel, da waren die Kinder mal wieder in einer recht unausstehlichen Stimmung. Weniger zu mir als zueinander. “Geschwisterplüsch”, haha, ja klar. Das ist aber oft so, dass nach dem Kindergarten und dem Mittagsessen erstmal ordentlich die Sau rausgelassen werden muss. Geht in den meisten Fällen gottseidank wieder vorbei.

Der Morgen war dafür entspannt, statt Dusche stand noch ein bisschen Kuscheln auf dem Programm, weil ich vormittags sowieso erst Laufen gehen wollte. Der Kleine ist ein außerordentlich verkuscheltes Kind, und so schlecht gelaunt er manchmal ist, so niedlich ist er, wenn er seine Arme um einen schlingt und “Ach Mamichen!” seufzt. Die Große tut sich zunehmend schwerer damit aus dem Bett zu kommen….die Hoffnung besteht, dass wir irgendwann tatsächlich mal wieder ausschlafen können.

Nachdem die Kinder im Wald abgeliefert wurden, bin ich Laufen gegangen. Leider war das Wetter heute nicht ganz so gut wie gestern und ich bin noch dazu aus der Übung, aber der Wille zählt ja bekanntlich. Jetzt muss er nur noch ein bisschen länger durchhalten, der Wille, und sich nicht nach der kleinen Runde schon verabschieden. So ein Feigling.

Mittwochnachmittag steht bei uns Musikkurs auf dem Programm, oder Rhythmik, je nachdem. Ich weiß immer gar nicht genau, was da eigentlich alles gemacht wird in dem Kurs, aber die Große geht gerne hin, auch wenn da einige echt zickige Mädchen mit dabei sind. Ganz ehrlich, es ist doch erstaunlich, dass Mädchen schon mit fünf Jahren zu waschechten Zicken werden – ist das genetisch bedingt, oder was? Ich hoffe nur, dass sie mit denen im Sommer nicht in eine Klasse kommt. Immerhin findet die Große besagte Mädchen selber sehr nervig und versteht immer gar nicht, weshalb die eigentlich die ganze Zeit nur Meckern und Petzen.

Der Kleine und ich vertreiben uns die Zeit meistens auf dem Spielplatz, nur heute lief es anders, weil er vor dem Abflug einen riesigen Wutanfall hatte und ich keine Zeit und Nerven hatte, ihm seine Matschklamotten anzuziehen. Das traditionelle Naschi, dass die Kinder hinterher selber im Tante-Emma-Laden kaufen dürfen (ein Naschi kostet 5 Cent, das ist super zum Einkaufen-Üben), fiel für ihn auch aus, was er aber mit sehr viel Fassung getragen hat, sobald er sich einmal wieder eingekriegt hatte.

Auf dem Rückweg gab’s dann ein spannendes Gespräch mit der Großen, die wissen wollte, warum Männer nicht weinen dürfen. Ja, so einen Quatsch erzählen manche Kinder im Kindergarten und ich frag mich ernsthaft, wo sie das herhaben. Wer sagt denn sowas heutzutage bitteschön noch?? Also, nach der Klärung, dass Gefühle überhaupt nichts mit Männern oder Frauen zu tun haben, folgte ein spannendes Gespräch über traditionelle und veraltete Geschlechterrollen und der Großen klappte zu meiner Freude wortwörtlich der Unterkiefer runter als sie erfuhr, wie das früher mal war. Da hat sie absolut kein Verständnis für. Dann ging es weiter in den Bereich der Berufe, und ich habe ihr versichert, dass sie sich jeden Beruf aussuchen kann, den sie will und dass Berufe nichts mit Männern und Frauen zu tun haben, sondern mit Fähigkeiten. Ein Dachdecker zum Beispiel muss schwindelfrei sein. Und wenn man kein Blut sehen kann, dann sollte man vielleicht kein Arzt werden. “Und als Rettungsschwimmer muss man unbedingt…” fing ich an, und die Große beendete triumphierend den Satz mit: “….eine dicke Speckschicht haben!!” Ganz genau, nun wisst ihr’s!

So, und nun ist hier Bettgehzeit, nach viel Getobe und Gekitzel. Aah, wie freu ich mich auf die Ruhe!

 

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Die Große zeigt mir, dass sie als Dachdecker arbeiten kann / The little one is proving that she could work as a roofer

To be honest, I doubt that my daily routine is more exciting than days with nothing to do but to listen to music, watch tv and surf online…they are definitely louder, that’s for sure…

At lunchtime, for instance, the children were in quite an exhausting mood. Not so much regarding myself, but more regarding their way to deal with the other. Siblings love, ahaha, yes…but that’s often the case when they come back home after a day in kindergarden, and after lunch is normally kind of a peak. It calms down after a while, on most days, thank god.

At least the morning was relaxed. Time in the shower was subsituted by some cuddling with the kids since I wanted to go for a run anyway. The hobbit is such a cute cuddler, it’s really heartwarming! And the little one is having a hard time getting up in the morning these days….who knows, maybe we will indeed be able to sleep in one day again.

After dropping the kids off at the forest, I went for a run. Unfortunately, the weather wasn’t as nice as yesterday and I am not in good shape either, but hey, ambition is all! All I need know is my ambition to last a little longer. Today, it waved goodbye after the short round, the coward!

On Wednesday afternoon, it’s time for the little one’s music course. Or rhythimcal something course. I am not sure what they do, but the little one likes to go there even though there are some really annoying girls there. It always surprises me that even with five years girls can already be really nasty. I just hope that they won’t go into the same class once school is starting after the summer. At least, the little one doesn’t like them either and doesn’t understand why they are constantly complaining and squealing.

Normally, the hobbit and myself go to the playground while we are waiting for the course to end, but since he had a serious tantrum before we got there and since I had no chance to get him into his waterproofed stuff, playground was cancelled. So was the weekly candy that the children normally buy at the nearby corner shop once the little one is done with her course (one candy costs 5 cent – it’s perfect for them to practice “buying stuff” :-)). To my surprise, the hobbit was very, very calm and understanding once he managed to get out of the tantrum.

On our way back, the little one and I had an interesting conversation. She wanted to know why men are not allowed to cry. Yes, there are kids in the kindergarden who tell such a nonsense. Seriously, what parents tell their children that stuff? I thought that’s seriously outdated nowadays. Apparently not. So we talked about traditional gender roles (to my great delight the little one has absolutely no understanding for the fact that women were once supposed to stay at home, cook, clean and take care of the children). We then talked about jobs and what you need for a job (and you definitely don’t need a certain gender). But you do need certain skills. A roofer, for instance, should not be afraid of heights. A doctor should be able to see blood. “And a life guard shoul…” I said, and the little one ended the sentence with “…have a thick layer of flab!”. Now you know!

And now it’s time to go to bed, after dinner and lots of blustering and tickling. Aaaah, I am going to enjoy the silence of sleeping children this evening!!

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Dienstag / Tuesday

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Um gewissen verkabelten und in ihrem Bewegungsradius auf fünf Meter in vier Wänden beschränkten Familienmitgliedern ein bisschen abzulenken, folgt mal ein bisschen Alltagsbloggen….unterhaltsamer als ein Fünfmeterradius sollte es hoffentlich schon sein.

Angefangen morgens, recht unspektakulär, mit Aufstehen, Fertigmachen und Frühstücken mit den Kindern. Allgemeine Begeisterung beim Nachwuchs angesichts der Pomelo, die in die Brotbüchsen kommt, denn Apfel ist anscheinend öde geworden und wird nicht mehr aufgegessen. Dann husch husch, Zähneputzen, den Kleinen mehrmals von der Schaukel pflücken, sämtliche Matschklamotten anziehen und ab in den Wald. Dort klettert die Große sofort auf einen Baum, der Kleine versucht stattdessen, einen halben gefällten Baum mühsam über den Parkplatz zu ziehen. Ich klöne kurz mit den Erziehern, erfahre unter anderem, dass der Erzieher schonmal Robben beim Baden getroffen hat und lasse dann das Auto stehen, um zu Fuß nach Hause zu laufen – so kann ich das Kinderabholen nachher schön mit einem Spaziergang um den See verbinden.

Zu Hause wird gerödelt. Wäsche waschen, einmal durchfegen, Emails schreiben, genervt auf einen wichtigen Anruf warten, der auch heute nicht kommt, Geburtstagspost fertigmachen und zum Briefkasten bringen und ein paar Fenster putzen. Um kurz vor zwölf mache ich mich auf den Weg um den See, ich brauche von Haustür zum Waldkindergarten in die eine Richtung ca 40 Minuten (in die andere Richtung 20).

Hier ist gerade überall Frühlingsahnung in der Luft, was wir sehr genießen. Ich weiß, dass der Schein trügen kann – wer weiß, ob nicht überraschend nochmal ein Wintereinbruch kommt – aber überall deutet es auf Frühling hin. Schneeglöckchen und Winterlinge blühen, Waldmeister- und Buschwindröschenblätter sind zu sehen und die Vögel singen. Hach, hach, hach.

Nach dem Spaziergang dann die Kinder ins Auto gepackt und nach Hause gefahren, zum Mittag gab es Brokkoli, Kräuterquark und mexikanische Bio Vollkorn-Bratlinge vom Discounter die wider Erwarten bei den Kindern großen Anklang fanden. Man wird ja immer wieder überascht. Dann wird ausgiebig gespielt und gemalt und Hörspiel gehört, während ich ein bisschen am Computer arbeite und Kaffee trinke und ab und an ein Naschi in die Runde werfe. Nachmittags steht Spielbesuch an, ich kämpfe mit einem weiteren Fenster zum Putzen, tausche die Wäsche in der Waschmaschine aus, und bin dann mit den Kindern im Garten. Dort verwandeln sich die drei Kinder in Elfen und sitzen in ihrem Elfenhaus, ehemals bekannt als Rhododendron, und verlangen nach Keksen. Recht menschliche Bedürfnisse für solche Wesen, aber sie zaubern mir Blumen und blaue Bänder, da muss ich mich revanchieren. Während die Elfen Orangensuppe kochen, versuche ich, den Kirsch- und den Apfelbaum zu beschneiden. Ich traue mich aber nicht so recht, es kommen nur ein paar recht offensichtliche Äste runter. Der Kleine angelt einen Fisch aus der Orangensuppe, das lässt mich an den Kochkünsten von Elfen zweifeln.

Später gehen wir wieder rein, es gibt noch mehr Essen und die Elfen verwandeln sich in Prinzessinnen und spielen fröhlich vor sich hin während ich mich mit meiner Schwester per Whatsapp über Schmelzpunkte, Käsefondues und Außerirdische unterhalte.

Abends, nachdem das Besuchskind abgeholt wurde, badet der Nachwuchs und Karsten erzählt mir von seinem Tag auf dem Versuchshof, wo er zusammen mit meinem Neffen Saugkerzen ausgewertet hat. Mein Neffe macht gerade ein Praktikum bei Karsten, und ich glaube, der Satz “Und dann habe ich ihm gezeigt, wo überall Saugkerzennester sind…” gehört heute zu meinem Highlight. Nach dem Baden gibt es Abendbrot, die Große wünscht sich am Ende das Lied mit der coolen Stimme – damit meint sie “You want it darker” von Leonard Cohen, dass wir schön laut aufdrehen, damit der Bass ordentlich kitzelt. Mann, Leute, was hat der Kerl für eine Stimme mit seinen 82 Jahren! Oder, um es mit der zur Zeit gängigen Kindersprache hier zu sagen: “ALTER!”

Jetzt ist im Kinderzimmer Ruhe eingekehrt, Karsten übt Klavier und hat den Kamin angemacht, um seine Schuhe davor zu legen – er versucht anscheinend, den Geruch seiner Schuhe auszuräuchern. Ich werde gleich noch ein bisschen über Außerirdische nachdenken, mal schauen, ob da was Lustiges bei raus kommt.

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In order to distract certain heavily wired family members, who can’t move more than five meters and are not allowed to leave their room, I will do a bit of daily blogging just for entertainment…well, as entertaining as a normal weekday might be.

Our Tuesday starts in the morning, quite boring with getting up, getting ready and having breakfast with the children. I cause major enthusiasm when I start to peel a pomelo for their lunchboxes. Apples are apparently too boring at the moment, they don’t get eaten anymore. Afterwards shoo, shoo, brushing our teeth, telling the hobbit to leave the swing and hurry up, putting on all the necessary outdoor clothes (quite a lot, although there is no snow), and then off to the forest. Upon our arrival, the little one immediately starts to climb on trees, whereas the hobbit tries to pull at least half a tree across the parking lot. I leave the car at the parking lot and walk home – that way I can combine picking up the children with a nice long walk around the lake at lunchtime.

At home, I do a little bit of this and that. Laundry, sweeping, Emails, writing and packing birthday mail and cleaning windows. I am also waiting for an important call, but it doesn’t happen and I slowly getting annoyed (it’s about a job application where I was acually convinced that my chances are really good…well, apparently not). Shortly before noon, I drop the birthday mail at the letterbox and start walking around the lake. I need around 40 minutes from our door to the forest kindergarden if I walk the long way (and 20 minutes if I walk into the other direction).

The weather is really beautiful and it feels a lot like spring. I am well aware that winter might still be coming, but right now everything is about to dive into spring. Snowdrops and other early flowers are blooming, and I have spotted the first fresh leaves of woodruff, wood anemones and wood garlic. Well, well, well!

Some time later, I pick up the children and drive home. For lunch we have broccoli, sour cream and some organic wholemeal stuff with mexican flavor which the children actually like. Life is full of surprises! Lunch is followed by extensive playing and drawing while I work a little and drink coffee. Occasionally, I throw some sweets into the crowd to keep the mood bright. In the afternoon, I clean another window and change the laundry in the laundry machine before a friend of the kids arrive for a playdate. We play outside for a while. Well, the children play. Actually, they turn into fairies and live in their fairy house, formerly known as the rhododendron, and expect me to bring them cookies. Which I do, because they conjured flowers and blue ribbons for me, and they also cooked me orange soup. While the fairies are busy eating cookies, I try to prune the cherry and the apple tree. But I am not an expert and so I only dare to cut off some obviously misplaced branches. The hobbit catches a fish in the orange soup, which shows me that the cooking abilties of fairies can’t be trusted!

Later, we go back inside and the fairies turn into princess’. There is more food and quite cheerful playing, while I have enough time to talk to my sister about melting points, cheese fondues and aliens via whatsapp.

When the playdate is over and Karsten back home, the kids are taking a bath while Karsten tells me about his day at the farm, where he and my nephew evaluated suction cups. My nephew is currently doing an internship at Karstens research group, and I think my highlight of the day is the sentence “And then I showed him the suction cup nests…” Then we have dinner, the little one eats three slices of bread and cheese and then asks for the song with the cool voice before she goes to bed – she means “You want it darker” by Leonard Cohen which tickles so nice in the belly when we turn up the volume. Gee, what a voice!! Absolutely amazing!

Now the kids are asleep and Karsten is practicing the piano – his new passion! And I think I might think a bit more about aliens and hopefully I’ll come up with something funny. Cheerio and see you soon!

 

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Argh, argh und nochmal argh!

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Heute hatten die Große und ich einen Termin beim Kinderarzt und ich muss sagen, bei mir raucht’s auch jetzt noch aus den Ohren. Ganz ehrlich, was ist denn los mit deutschen Kinderärzten??

Dabei war der Termin heute eigentlich eine reine Formsache. Im November letzten Jahres hatte der Kindergarten Besuch von einer Sprachheilschule, die wie jedes Jahr bei den Vorschulkindern schaut, wie die sprachliche Entwicklung ist. Bei der Großen wurde festgestellt, dass sie noch deutliche Schwierigkeiten mit dem sch und dem ch hat – was uns auch schon aufgefallen ist. Normalerweise kommt jetzt einmal die Woche die Logopädin im Kindergarten vorbei und übt in einer kleinen Gruppe mit den Kindern die Aussprache. Da die Große aber im Wald ist, kann sie daran nicht teilnehmen – uns wurde deswegen empfohlen, dass wir zur logopädischen Praxis gehen (und uns wurde gleich gesagt, dass es gut sein kann, dass der Sprachfehler recht schnell behoben ist). Für den Logopäden brauchen wir aber eine Überweisung vom Kinderarzt. Und die wollten wir heute schnell holen.

Einziges Problem: der Kinderarzt hat sich unglaublich angestellt. Denn er findet, dass das alles Geldmacherei sei. Dass die Sprachheilschulen alle Kindergärten und Schulen scannen und dann massenweise Bedarf feststellen und sich somit ihre eigene Kundschaft schafffen. Dass nach diesem Ansatz kein Mensch gesund sei. Dass wir alle zum Psychotherapeuten müssten. Und dass er mit jahrelanger Erfahrung sagen könne, dass sich solche Sachen selbst regeln.

“Was denken Sie denn?” hat er mich gefragt. “Also ich bin ja nun keine Logopädin und kenne mich mit der Thematik nicht aus, “antwortete ich, “aber ich finde….” An dieser Stelle wurde ich recht genervt unterbrochen: “Nun lassen Sie mich doch auch mal was sagen!” (Ääääh, halllo? Ich hatte gerade mal einen halben Satz geantwortet?). Das ist alles Geldmacherei etc etc (siehe oben) UND meistens würden damit die Mütter hysterisch gemacht werden, und die würden dann glauben mit ihrem Kind stimmt was nicht. Deswegen würde er wenn, dann die Überweisung nur ausstellen, damit die Mutter beruhigt ist. “Was denken Sie denn?” wurde ich mal wieder gefragt.

“Also es ist ja schon so, dass die Große das SCh und das CH nicht aussprechen kann!” wagte ich einzuwerfen.

“Also dann wollen wir doch mal sehen!” Er holte ein Bilderbuch raus und fragte die Große…welche Farbe ist das? (Blau)….und das? (Rot)….und das? (Gelb)…als was hat sich das Mädchen verkleidet? (Als Prinzessin)…woran erkennst du das? (Weil sie eine Krone aufhat)…welche Farbe haben die Blätter an den Bäumen? (Gelb)…welche Jahreszeit ist dann draußen? (Herbst)…

Triumphierend zu mir: “Ist Ihnen IRGENDETWAS aufgefallen?”

Ich, trocken: “Ne. Aber da kam ja auch kein einziges Wort mit SCH oder CH vor!”

Er: “Na gut. Sag mal Buch!”

Die Große: “Bukch” (wunderschönstes Schweizer Ch :-))

Er: “Sag mal Ich!”

Die Groß: “Iss!”

Er: “Also das ist doch reine Geldmacherei, und den Kindern wird eingeredet, dass sie was nicht können!”

Ich: “Ich denke, der Ansatz von der Sprachheilschule ist eher, dass es mit Eintritt in die Schule genügend Sachen gibt, mit denen die Kinder klar kommen müssen und an die sie sich gewöhnen müssen, sodass man eher in Ruhe vorher noch versucht, das zu üben. Das ist ja nun überhaupt nichts Schlimmes!”

Er: “Na gut, wenn SIE drauf bestehen, dann schreibe ich Ihnen jetzt eine Überweisung. Aber das mache ich nur für SIE!”

Mal ehrlich, ich habe so die Nase voll davon, dass ich mich bei jedem Arztbesuch in irgendeiner Weise rechtfertigen muss und einem ständig unterstellt wird, man wäre hysterisch und überbesorgt. Ich gehe inzwischen mit den Kindern extrem selten zum Arzt, nur wenn es wirklich nicht anders geht. Ich reiße mich nämlich nicht darum, mich ständig zu ärgern. Aber in 80% der Fälle kann man sich einfach nur tierisch aufregen. Als die Große zum Beispiel vor zwei Jahren ihre komische Krankheit hatte und ich mit einem über 40° Grad heißem Kind draußen auf dem Parkplatz sitzen musste, weil das Wartezimmer voll war. Oder als ich mir beim letzten nicht enden wollenden Husten vom Kleinen anhören musste, dass das wahrscheinlich daran liegt, dass ich mich gerade selbstständig gemacht habe und die Kinder solche Veränderungen nicht mögen. Oder als die Arzthelferin beim Allergietest nicht auf meinen Einwand gehört hat, dass die Markierungen zu eng beieinander sind und wir nach über zwei Stunden Aufenthalt in der Praxis gesagt bekamen: “Tut mir leid, die Markierungen waren zu eng beieinander, der Test ist nicht aussagefähig, kommen sie bitte morgen nochmal vorbei!”.

Argh! Argh! Und nochmal Argh!

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My dear English friends, this is a rant about German Pediatricians. Because they constantly make you feel like a hysteric and overly worried mother, even if you just need a piece of paper for another doctor. Because I always have to fight when I’m there, and I am so fed up with it. I wish they would just do their job.

But it would be too much to translate the rant, and it also involves details about German pronounciation, so you just have to take my word for it that the doctors around here suck and that I am seriously pissed off today! End of story. Next time will be about something happy, I hope.

 

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Strand-Intermezzo / a trip to the beach

(English version follows below)

Die Sendung mit der Maus stand gestern ja ganz im Zeichen von Schnee. Da haben wir uns drüber gefreut. Dann haben wir allerdings aus dem Fenster geguckt und festgestellt, dass bei uns strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und milde 5 Grad plus waren, und so haben wir ein schnelles Mittagessen gegessen und sind spontan zum Strand gefahren.

Anscheinend hatten nicht nur wir die Idee, denn der Parkplatz war voller als zu besten Badezeiten, aber gottseidank verteilt sich das ja schön und so haben wir fleißig Steine gesammelt, Containerschiffen zugeguckt und Sonne getankt. Und die Kinder immer wieder drauf hingewiesen, dass es keinen Sinn macht, bereits auf den ersten drei Metern den Arm voller schwerer Steine zu haben, aber da sind sie ja erstaunlich lernresistent.

Nachmittags gab’s dann zu Hause frisch gebackene Waffeln, das war auch super, und die Kinder haben hingebungsvoll ihre großen Steine gewaschen und bemalt und eingewickelt. Das ist der Renner und kann sie stundenlang beschäftigen. Ich muss dabei immer ein bisschen an den komischen Mann aus den Rico- und Oskarbücher denken. Vielleicht haben wir ja Glück und es paaren sich mal zwei Steine…

Für mehr Transparenz: Der Kleine hatte trotz schöner Unternehmung den ganzen Tag durchgehend schlechte Laune. Scheint eine Phase zu sein wo er sich ständig allem und jedem entgegensetzen muss. Ich bete mir immer vor, dass es gut ist, wenn er seinen eigenen Kopf hat, aber mannomann, es ist  eine inzwischen sehr lang andauernde Phase, von der ich hoffe, dass sie irgendwann auch mal vorbei ist, zum Wohle aller! Schön war der Tag trotzdem!

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Yesterday, the Show with the Mouse was all about snow. Which was nice. But then we looked outside and discovered that we actually had blue sky, sunshine and springlike temperatures. So we had a quick lunch and went straight to the beach!

Apparently, we weren’t the only ones with that plan. The parking lot was as full as during the best beach season in summer, but thankfully there is enough space for everyone (and all the dogs which are allowed onto the beach during winter). So we watched containerships, collected stones and enjoyed the sunshine and the sound of the waves. We also tried to teach the children that it doesn’t make sense to collect the big stones during the first five minutes but that they could rather wait until the end so they don’t have to carry so much. But they prove to be surprisingly learn-resistant.

Back home, we had freshly backed waffles and the kids enjoyed washing the stones. And painting the stones. And wrapping them in tissues. It’s a thing that can keep them occupied for quite some time – the perfect activity for a Sunday afternoon!

And for more transparency: the hobbit was in a really bad mood all day. He is in a phase where he constantly opposes each and everything. I always tell myself that it’s good for him to have his own mind, but boy, it’s getting really exhausting! I do hope that this phase will be over soon, for the sake of everybody. Anyhow, it was a good day!!

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Frost / frost

Gestern Morgen, totale Faszination! “Guck mal, Mama, das Holz hat Haare gekriegt!!!” 🙂

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Yesterday morning, with complete amazement: “Look, mum, the branches grew some hair!!” 🙂

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erste Male / firsts

(English version follows below)

Am Wochenende erstmals uralte, bröckelige Fensterfugen entfernt und neue Silikonfugen gezogen. Ein Schweinkram, wirklich, und gar nicht so einfach. Aber immerhin, es sieht besser aus als vorher. So gut, wie kackbraune Fugen auf kackbraunen Fenstern halt aussehen.

Ein Fenster erledigt, neun weitere liegen vor mir. Und die Fugen auf den Außenseiten kann ich erst machen, wenn die Temperaturen wieder wärmer sind.

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Last weekend, I tried to get rid of the old (very old) window sealings in our kitchen, and then draw new ones. Not as easy as it sounds!! But well, it looks better than before. At least as good as brown sealings on brown window frames can look.

One window down, nine more to go. And for the joints outside I have to wait for warmer temperatures.

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Montagmorgen / Monday morning

(English version follows below)

Heute morgen hatten wir Mühe, den Hobbit aus dem Bett zu kriegen. Er war müde, seine Nase war verstopft und gestern Abend hatte er kurz über Halsschmerzen geklagt. Fieber hatte er allerdings keines. Eine kurze Weile überlegte ich, ob ich ihn heute zu Hause lassen sollte. Dann aber verspeiste er drei Honigbrote zum Frühstück, hatte keine Probleme beim Schlucken, weichte eine Klopapierrolle mit Zahnpasta ein, rannte laut kreischend von einem Zimmer ins andere und flüsterte seiner Schwester Schimpfwörter ins Ohr, sodass ich spontan beschloss, dass frische Luft gut für die verstopfte Nase ist und er mit ihn den Wald kommen würde.

Wir zogen uns warm und regensicher an, ich schnappte mir die Rucksäcke der Kinder und den Korb zum Einkaufen und zog die Haustür zu. Und realisierte noch beim Zuziehen, dass ich den Schlüssel nicht eingesteckt hatte.

So ein Mist!

Ich kontrolliere immer, IMMER, ob ich den Schlüssel eingesteckt habe. Nur heute nicht.

Da standen wir nun, um kurz nach acht, und waren ausgesperrt. Kein Haustürschlüssel, kein Autoschlüssel, kein Fahrradschlüssel. Karsten war nicht erreichbar wegen seiner Montagmorgen-Dienstbesprechung. Mein Bruder (mit Ersatzschlüssel) hatte einen Termin mit einem Kollegen, der schon auf dem Weg zu ihm war. Mh.

Also versuchte ich erstmal, die Kinder irgendwie in den Wald zu kriegen. Meine eine Freundin war mit ihrem Sohn beim Kinderarzt. Der Mann meiner anderen Freundin ging nicht ans Telefon. Schließlich kam letztere besagte Freundin schnell von der Arbeit vorbeigesaust und fuhr die Kinder in den Wald. Wie gut, dass wir in so einem kleinen Ort wohnen.

Ich versuchte kurz erfolglos unsere Haustür mit einer Karte zu knacken. Geht nicht. Ist ja irgendwie auch gut so. Und unseren Briefkastenschlitz direkt in der Hauswand neben der Tür haben wir vor zwei Wochen zugeklebt. Mit Montagekleber. Keine Chance, da mit Draht die Haustür aufzukriegen (auch gut so!).

Dann machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof, nahm den Zug nach Kiel und traf Karsten am Bahnhof zwecks Schlüsselübergabe. Dann wartete ich eine knappe Stunde auf den Zug zurück, der natürlich Verspätung hatte. Und lief dann wieder vom Bahnhof zu uns nach Hause, wo ich endlich die Haustür aufschließen konnte.

Dann trank ich einen Kaffee um wieder warm zu werden, und fuhr wieder in den Wald, um die Kinder abzuholen.

Montagmorgen, ich sag’s euch.

Ps: Karsten geht’s übrigens auch nicht besser. Abgesehen von der Tatsache, dass er wegen mir wieder von der Uni zum Bahnhof radeln musste, hat er erfahren, dass er bis übermorgen einen Antrag schreiben muss. Trallalla.

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This morning, we had some trouble getting the Hobbit out of bed. He didn’t want to wake up, had a stuffed nose and yesterday he was complaining about a sore throat. But he didn’t have a fever. For a short while I was wodnering whether I should leave him at home today in order to cure the stuffed nose. But then he ate three slices of bread with honey for breakfast, had no problems swallowing them, soaked a roll of toilet paper with tooth paste, constantly ran from one room to another while wildly roaring and whispered various swear words into his sister’s ear. So I spontaneously decided that fresh air is the best cure for a stuffed nose anyway and that he is definitely going to the forest kindergarden today.

The kids put on shoes, jackets, scarfs, hats, waterproofed trousers, winterboots and mittens, I grabbed their backpacks and the basket for the shopping, and I closed the front door. And while closing it I realized that I forgot the key inside.

Argh!

I always, ALWAYS check if I got the keys. Today was literally the first time I didn’t.

And there we were, at eight o’clock in the morning, in our front yard, without a key to the house, the car or the bikes. I couldn’t get hold of Karsten as he was in his Mondaymorning-Meeting. And my brother, who has a spare key, was expecting a customer who was already on its way. Mh.

I then tried to get the kids to the forest kindergarden. My one friend wasn’t available as she was at the doctors with her son. The husband of my other friend didn’t answer his phone. So after several phone calls, my other friend was so kind to swing by and drop the kids at the forest kindergarden, although she actually had to work. It’s the advantage of a small town like ours.

I, in the meantime, tried various ways to break into our house. It didn’t work. Which is, after all, kind of reassuring. Then I went to the train station and  took the train to Kiel where I met Karsten at the station in order to get his key. I then waited for almost an hour for the train which was running late (of course. It’s the Deutsche Bahn. It’s always late!). And then I was walking back to our house and was finally able to get inside again.

I had a cup of coffee in order to warm up again, and then rushed to pick up the children from kindergarden.

Monday morning……

Ps: Karsten is not having a better start into the week either. Apart from cycling back to the station in order to give me his key, he also got assigned to write up a application until Wednesday.

 

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Wohnzimmerkonzert / sofa concert

(English version follows below)

Es gibt ja Eltern, die sind voll entspannt. Die kriegen Kinder und reisen dann erstmal um die Welt. Oder gehen mit den Kindern auf Festivals. Oder auf Partys. Und die Kinder, die sind auch immer so entspannt. Die schlafen dann beim Festival irgendwann auf der Picknickdecke ein, wenn sie müde sind. Oder spielen selbstvergessen, bis ihnen vor Müdigkeit die Augen zufallen. Und finden es spannend, jede Nacht woanders zu schlafen.

Wir gehören nicht zu dieser Spezies.

Ich könnte das jetzt länger ausführen, aber eigentlich ist es ganz einfach: unsere Kinder schlafen nicht einfach irgendwo ein. Sie schlafen morgens auch nicht länger, wenn es abends spät ins Bett ging. Und andauerndes Programm oder ständigen Tapetenwechsel finden sie anstrengend. Zumal der Hobbit immer noch sehr menschenscheu ist.  Unsere langersehnte Fährfahrt nach Schweden damals war ein Disaster, und ich erinere mich sehr gut an das Hansekulturfestival, auf dem der Hobbit irgendwann laut brüllend vor Karsten davongelaufen ist, weil er komplett überfordert war, und Karsten von einer umstehend Frau skeptisch gefragt wurde, ob das tatsächlich sein Kind wäre, dem er da hinterherjagt. Man möge mir glauben: wir haben es immer wieder versucht, und es war immer super anstrengend.

Neulich haben wir dann eine Einladung zu einem Wohnzimmerkonzert bekommen. Ein total cooles Konzept, finde ich. Da lädt man einen Musiker (oder mehrere), die sowieso in der Nähe sind (wegen Konzerten oder Studioaufnahmen oder ähnlichem), zu einem Konzert im eigenen Wohnzimmer ein, sodass sie in einem kleinen Rahmen spielen können. Was viele anscheinend auch gerne machen. Unser erster Instinkt war einen Babysitter zu organieren. Aber unsere Freundin meinte, beim letzten Mal wären da auch viele Kinder gewesen und sie würden ihre zwei auch mitnehmen. Gut, wir beschlossen also die Kinder mitzunehmen.

Und was soll ich sagen: das ging wider Erwarten erstaunlich gut! Das Ganze ging erst gegen halb acht los, also genau um die Zeit, wenn sich die Kinder eigentlich bettfertig machen. Aber wir waren ganz jung und flexibel und hipp, haben sogar noch schnell einen Beitrag für ein veganes Buffet gezaubert, und trafen mit diversen anderen bei den Gastgebern ein (die übrigens weder wussten, wieviele eigentlich kommen würden, noch wussten, wer der Großteil der Leute eigentlich war, der da in ihrem Wohnzimmer saß…so entspannt wäre ich auch mal gerne!). Dann mussten wir allerdings noch lange warten, denn es wurde erstmal gegessen, und der Musiker wartete anscheinend darauf, dass die Leute sich hinsetzten, während die Leute darauf warteten, dass der Musiker ein Startzeichen gab. Manche Eltern (nicht die ganz hippen, aber die, die so ähnlich sind wie wir) kennen das vielleicht – das ist wie im Restaurant, wenn man weiß, dass man die Kinder ungefähr eine Viertelstunde lang ruhig halten kann ohne das etwas zu Bruch geht, und dann kommt und kommt das Essen einfach nicht und leichte Panik bricht aus.

Um kurz vor neun ging es dann aber endlich los, und dann saßen Karsten und ich jeder mit einem Kind auf dem Schoß im Wohnzimmer und hörten ganz entspannt einem britischen Gitarrenspieler zu. Mit Einsetzen der Musik wurde der Hobbit auf meinem Schoß ganz ruhig, lehnte sich zurück und machte die Augen zu. Und schlief dann tatsächlich ein. Einfach so! Der Wahnsinn!

Die Große schaffte das leider nicht, dafür saß sie zu dicht an der Musik, und so blieben wir auch nicht bis zum Schluß sondern machten uns irgendwann still und heimlich aus dem Staub. Aber hey, das hat tatsächlich funktioniert! Wir waren mit den Kindern abends bei einem Wohnzimmerkonzert, ohne Geschrei und Gemurre, und haben uns kurz mal ein kleines bisschen wie hippe Eltern gefühlt. Sollten wir vielleicht mal öfter probieren. Je älter die Kinder werden, desto einfacher wird so etwas anscheinend.

Und Wohnzimmerkonzerte sind echt was Feines!

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There are parents ou there who are completely relaxed. They decide to travel around the world after their babies are born. Or they take their children to music festivals. Or to parties. And the children are always relaxed, too. At the festival they just fall asleep on the picnic blanket when they are tired.  And find it exciting to sleep at a different place every other night.

Well, that’s not us.

I could write a whole blogpost about this phenomena, but it’s actually quite simple: our children don’t just fall asleep somewhere else, they don’t sleep longer in the morning when they went to bed late, and they find continuous programs or constant changes of scenery exhausting (and therefore become exhausting themselves). Particularly the hobbit is rather shy and doesn’t like crowds. Our long-awaited ferry trip to Sweden back then was a disaster, and I remember very well the Hanseatic Culture Festival, where the Hobbit ran away from Karsten at some point, crying loudly, because he was completely overwhelmed, and Karsten was asked by a concerned woman whether it was actually his child who he was chasing after. Believe me: we tried again and again, and it was always super exhausting.

Last week, we got an invitation for a sofa concert. It’s a really cool concept where you invite a musician (or several) to your house so that they can play in a small setting. Many musicians are indeed up for it, as they have free evenings along a tour or while recording in a different city. Our first instinct, apart from saying “Oh, cool!”, was to organize a babysitter. But our friends told us that there were actually lots of children around last time and that they were planning to take their two kids as well. So, we decided to take our children with us to the concert.

And what can I say: we had a really good evening! The whole thing didn’t start until about half past seven, which is exactly the time when the children are normally getting ready for bed. But we were very young and flexible and hip that evening, even came up with a contribution for a vegan buffet, and arrived with various other guests at the host (who, by the way, neither knew how many people would actually come, nor knew who the majority of the people were who sat there in their living room…Gee, I want to be relaxed like that). We then had to wait for quite a long time, because people wanted to eat first, and the musician was waiting for the people to take their seats while the people were waiting for the musician to give a start signal. Some parents (not the hip ones, but the ones similar to us) might be familiar with the situation – it’s like going to a restaurant with your kids and you know you can keep them busy for about fifteen minutes before the first glas breaks, and then the food takes hours and hours and you are starting to feel slightly panicked.

Well, at around nine o’clock it finally started and Karsten and I sat down, the kids on our laps, and we listened to a very relaxed British guitar player. As soon as the music began, the hobbit (who was sitting on my lap) got completely quiet and calm. He leaned back, closed is eyes and….fell asleep. Just like that! How awesome is that??

The big one couldn’t fall asleep as she was to close to the music, so we didn’t stay until the very end but left at one point quietly. But hey, it really worked out! We went to a concert, in the evening, with children, and there was no screaming and no crying. No tantrums either. We shortly felt like very hip and cool parents. Maybe we should try it more often. The older the children, the easier it seems to get.

And sofa concerts are a pretty cool thing, that’s for sure!

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Norddeutschland…/ Northern Germany…

(English version follows below)

…wenn die Kinder morgens angesichts von zwei Zentimetern Neuschnee in herzerwärmende Begeisterung ausbrechen und im Waldkindergarten sofort die Poporutschen rausgeholt werden, um mit zweimal Rodeln den Schnee von der deutlich dickeren Bläterschicht zu fegen.

Begeisterung aber auch bei mir angesichts lang vermisster Sonne. Beginnend mit einem fantastischen Sonnenaufgang!

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…when the children enthusiastically storm outside to enjoy the two centimeters of snow in the morning while some villages in southern Germany are still inaccessible due to the heavy amounts of snow.

But enthusiasm is also coming from me regarding the long missed sunshine outside. Starting with a beautiful sunrise!

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