erste Male (ähm, 17, oder 18, oder was?) / firsts

(English version follows below)

Und dann darf man bei den ganzen Urlaubserinnerungen natürlich auch nicht vergessen, dass ich in dieser einen Woche in Schweden endlich mal meinen ersten Elch in freier Wildbahn gesehen habe. Mitten am Tag, ein Auto vor uns über die Straße gesprungen und dann eine Weile neben uns langgaloppiert. Dabei waren wir noch nicht mal in der Wildnis.

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And then,  somwhere in the big pile of holiday memories, it should be mentioned that I finally saw my very first wild moose. Right in the middle of the day it jumped across the street and ran along the edge of the forest for a while. And we weren’t even in the wilderness.

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Sommergruß (Teil 7) / summer greetings (part 7)

(English version follows below)

So, nun wird es aber Zeit, dass hier die Urlaubsgrüße ein Ende nehmen, schließlich ist seit über einer Woche wieder Alltag eingekehrt. Schöner, strukturierter Alltag. Ist ja auch was Feines. Und herbstlich wird es auch noch dazu.

Unser letzter Urlaubstag in Schweden war nochmal so ein richtiges Sommerurlaubshighlight. Nachdem wir einen Regentag etwas erfolglos damit verbracht haben, die Zeit zu vertreiben (in Schweden machen ja wirklich nach den schwedischen Ferien alle interessanten und urlaubsnotwendigen Geschäfte (zum Beispiel Eisdielen!) zu, was einen teilweise vor leichte Probleme stellen kann. Zum Beispiel, wenn man der Tochter in Fiskebäckskil eine Zimtwecke versprochen hat, was ja in Skandinavien jetzt nicht so utopisch ist, aber leider kein Laden auf hat, der welche verkaufen würde. Oder wenn die hochgepriesene Eisdiele nur noch am Wochenende auf hat. Ausserdem hegen wir die Vermutung, dass alle guten Kaffemaschinen nach den Ferien ausgeschaltet werden und nur noch auf die klassische Kaffeepott,derseitStundenaufderheißenPlattesteht-Variante umgestellt wird. Aber ich schweife ab…), also nach einem Regentag gab es tatsächlich nochmal so richtig geniales Wetter. Sonne, blauer Himmel, Wind. Total schön. Wir fuhren erst nach Grundsund, von wo aus wir kurz vor dem Ort loswanderten, um den Leuchtturm von Islandsberg anzuschauen. Die Strecke war wunderschön, aber irgendwie länger als erwartet, zumindest für die Kinder. Die Große machte trotzdem super mit und irgendwann kamen wir an die Felsen und das Meer und fanden gerade rechtzeitig eine traumhafte kleine Badebucht, wo wir Rast machten und im Wasser planschten. Ich lief noch schnell weiter um den Leuchtturm zu finden – die Aussicht dort oben auf den Felsen ist fantastisch, aber für die Kinder wäre die Strecke dann doch zu lange geworden – und dann freuten wir uns einfach über diesen schönen Flecken Erde. An dieser Stelle eine Notiz an mich selbst: immer Badezeug und genug Essen mitnehmen. Hier hätten wir nämlich auch einfach den ganzen Tag verbringen können. Stattdessen machten wir uns irgendwann auf den Rückweg, um nochmal nach Lysekil zu fahren und dort etwas zu essen.

Im Anschluss fuhren wir noch ein ganz kleines Stückchen weiter und erkundeten den kleinen Naturpark an der Spitze von Lysekil – der war uns nämlich beim ersten Besuch gar nicht aufgefallen. Hach, habe ich schon gesagt, wie sehr ich diese schönen, runden Felsen liebe? Ich finde, wir sollten so einen Felsen im Garten haben. Und wieder lief die Große ganz prima mit, am liebsten barfuß, und wir genossen das blaue Wasser und die vielen weißen Segelyachten, die das Wetter ausnutzten. Der Kleine kletterte anfangs auch fröhlich, dann schrie er eine Weile, dann wollte er nur noch getragen werden, am Ende war er wieder vergnügt…es ist ein Auf und Ab zur Zeit. Was unserer Laune aber gottseidank keinen Dämpfer verpasste. Denn Mensch, war das ein schöner Tag!

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It is about time to finish this holiday greeting business on this blog as we have been back to our daily routine for more than a week now. Beautiful, structured daily routine. It’s nice, isn’t it? And there are more and more signs of autumn now.

Our last day in Sweden was yet another summer holiday highlight for us. After we had unsuccessfully tried to make the best out of a rainy day the day before (in Sweden, all the nice and holiday-survival shops are closed directly after the end of the Swedish summer holidays (ice-cream shops for instance!), which can cause slight problems. For example when having promised a cinnamon role to the daughter in Fiskebäkskil when there is actually nothing open that would sell cinnamon roles. We also suspect that the good coffee machines are switched off at the end of the summer and replaced by the conservative coffeepot-on-a-hot-plate version. But I am getting distracted…), so, after a rainy day the last day made up for it with sunshine, blue sky and wind. Really beautiful. We decided to drive to Grundsund, parked our car right outside the town and started walking towards Islandsberg in order to see the lighthouse. The hike was really nice, but somehow longer than expected, at least for the kids. The little one was, once again, a great walker, and when we just thought that it’s getting too long we discovered a gorgeous little bay where we stopped. Such a great spot. The kids immediately started to play in the water, I took the chance to walk a bit further to look for the lighthouse (with such a fantastic view over the cliffs!) and we enjoyed life. Note to myself: always pack swimsuites and enough food. Because we could have easily spend the whole day here. But at one point, we started to feel hungry, so we walked back and drove to Lysekil in order to have lunch.

After lunch we drove just a little bit further and explored the small nature park at the edge of Lysekil – we didn’t really know it was there when we visited the aquarium at the beginning of the week, and it was so worth coming back! Gee, have I mentioned how much I love these beautiful rocks?? I think we should have one of them in our garden! The little one was, again, walking with great endurance, preferably barefoot, and we enjoyed the blue water and all the white sailing boats which took advantage of the great weather. The hobbit was climbing around happily, then he screamed quite a while, then he wanted to be carried all the way and at the end he was happy again…..it’s an up and down with him right now, but it didn’t spoil the good mood, because hey, that was a beautiful day!

 

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Sommergruß (Teil 6) / summer greetings (part 6)

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Zwei Tage in dieser einen Woche waren ganz besonders schön, nicht nur, weil das Wetter wirklich toll war, sondern auch, weil wir ganz fantastisch mit den Kindern spazierengehen wandern konnten. Zeit für Fotos war auch. Und es gab natürlich Eis. Also ein voller Erfolg für alle Beteiligten.

Hier also der erste Tag. An dem waren wir in Fjällbacka. Süße kleine Stadt, aber jetzt nicht so, dass man dort den ganzen Tag verbringt – dazu ist es zu klein. Wäre da nicht der Vetteberg mit der Kungsklyftan. Die Kungsklyftan, das ist die Wolfsschlucht im Ronja Räubertochter Film. Da kann man ganz fantastisch durchlaufen, wenn es auch mit Kraxe etwas erschwert wird, und wenn man dann noch ein paar Stufen weiterklettert, dann kommt man oben auf den Berg rauf und dort kann man wirklich ganz fantastisch die Zeit verbringen. Schöne Felsen soweit das Auge reicht (ok, die Große hat zuerst gemeckert, dass die nicht hoch genug waren, aber dann ging es wohl doch), überall blühende Heide und immer im Hintergrund eine fantastische Aussicht über die Schären. Leute, die Welt ist schön!

(Menschen ohne Kinder laufen da oben wahrscheinlich nur ‘ne halbe Stunde rum. Aber mit Kindern dauert es länger, vor allem, wenn das ältere Kind plötzlich auf den Felsen einschläft und wenn man hinten am Berg erst wieder runterklettert und dann nochmal um den Berg rumlaufen muss um überhaupt wieder zum Ausgangspunkt zu kommen.)

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Two days in Sweden were especially memorable, I think. Not just because the weather was really good, but also because we did some really nice walks hikes with the kids. There was enough peace to take pictures. And we had ice-cream. So, a success for all everyone, I’d say.

So here’s the first day on  which we went to Fjällbacka. Cute little town, but not the place were you would spent hours walking down the streets (it’s too small for that). The actual cool thing for us was the Vetteberg with the Kungsklyftan. The Kungsklyftan is a gorge which was part of the film set of Ronia, the Robber’s Daughter. Is very nice to walk through (though slightly challenging when carrying a child on the back), and when you continue to climb upwards you end up on a hill from where you can spend a wonderful afternoon. The view over Fjällbacka and the archipelago is fantastic, there is blooming heather and beautiful rocks to climb and jump on (though the little one was first complaning that they are not high enough, but I assume that is was ok after a while). What a beautiful world we live on, right?

(People without children probably just wander around for half an hour or so. But with children it takes slightly longer, especially when they decide to nap up there and when you  descent on the other side of the hill and then have to walk around it in order to get back to your starting point).

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Sommergruß (Teil 5) / summer greetings (part 5)

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Nachdem wir erstmal die Fährfahrt hinter uns hatten, wurde der Urlaub übrigens total schön. Wenn man mal davon absieht, dass der Kleine beschlossen hat, mit voller Macht in sein Trotzalter Autonomiealter einzutauchen und uns jeden Tag die Ohren geklingelt haben.

Wir hatten für das Ende der Ferien eine Woche auf einem schwedischen Bauernhof gebucht, weil uns letztes Jahr unser Wochenende auf dem Bauernhof in der Schweiz so gut gefallen hat. Der Bauernhof dieses Jahr war zwar für die Kinder weniger spannend, weil alle Tiere auf den Weiden standen und es deshalb nicht viel in punkto Füttern oder Streicheln gab, aber als Ferienwohnung hat sich der Hof allemal gelohnt. Wir waren etwa eine Stunde nördlich von Göteborg und haben dort die Küste unsicher gemacht. Ein bisschen mussten wir uns noch einspielen was den Urlaubsrhythmus angeht. Ich denke, dass ist einfach so als Familie mit kleinen Kindern – man testet aus, was geht und was nicht, und man versucht, jeden Erwartungen irgendwie ein bisschen gerecht zu werden. Meistens haben wir uns kurze Unternehmungen rausgesucht und uns dann vor Ort ganz viel Zeit zum Klettern und Spielen gelassen. Der Kleine kam mehrmals in die Kraxe und die Große hat mich total beeindruckt, weil sie inzwischen super mitwandert ohne sich auch nur einmal zu beschweren. Das erweitert den Unternehmensradius enorm und macht echt viel Spaß, vor allem, weil sie immer einen Hüpfer beim Laufen hat (schritt, schritt, HÜPF, schritt, schritt, HÜPF). Die allermeiste Zeit sind wir auf irgendwelchen Felsen rumgeklettert und haben Eis gegessen – unsere größten gemeinsamen Nenner sozusagen.

(Die Bilder sind übrigens gemischt aus Lysekil, Fiskebäkskil und Grosshamn)

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After having survived the ferry ride with the kids, the holiday actually became very relaxing! If one ignores that the hobbit has decided to fully jump into his terrible twos (but hey, he’s turning two as we speak, so it’s his right, isn’t it?).

For the end of the summer holiday, we booked a week at a Swedish farm because we had had such a great time last year at a farm in Switzerland and we figured that it’s an awesome thing to do with kids. The farm this year was, however, slightly less interesting for the kids as all the animals were outside on the fields and there was not much going on regarding feeding or cuddling. But it was still a beautiful holiday flat at a beautiful location. It was located about an hour north of Goteborg and we spent much time at the seaside. We are currently still adjusting our way of spending holidays as a family of four – there are different expectations and different needs and we tried to find a good balance so that everyone woul be happy. And I think we succeeded. Most of the days, we chose a destination which was not more than up to 50 minutes away by car, and the we took a lot of time at that destination in order to make everyone happy (which involves the peace to take pictures, enough rocks to climb on and most certainly ice-cream). The hobbit was put in the baby- backpack several times and the little one really impressed me by her endurance and her happiness when we went on short hikes. She didn’t complain even once which allowed us to actually have quite a large radius of activity. She is also a lot of fun to watch, especially since she has a small jump in her walk (step, step, JUMP, step, step, JUMP). I’d love to have that kind of energy again, that’s for sure :-).

(The pictures are taken at Lysekil, Fiskebäkskil and Grosshamn)

 

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Eine Fährfahrt, die ist lustig…(Sommergruß, Teil 4) / Happy times on the ferry….(summer greetings, part 4)

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Ich persönlich fahre ja sehr gerne Schiff. Egal, ob Segelschiff, Fähre oder Ruderboot – ist alles toll!  Insofern ist es schon lustig, dass mein auserwählter Ehemann nicht nur Höhenangst hat, sondern auch noch ein großes, generelles Unwohlsein bei offenen Wasserflächen verspürt. Es scheint sich jedoch etwas relativiert zu haben, denn wir sind nicht nur erfolgreich vor ein paar Wochen über die Brücken der Bastei spaziert, sondern hatten auch für diese eine letzte Ferienwoche eine Fährfahrt nach Schweden gebucht, im vollen Bewusstsein und mit Ausblick auf durchaus erinnerungswürdige Momente.

Eine Fährfahrt, so dachten wir, wird voll entspannt! Wir fahren abends aufs Schiff, genießen zu Beginn des Urlaubs das Buffet, schauen begeistert zu, wie die Küste verschwindet und wir aufs offene Meer fahren (auch an dieser Stelle der Beschreibung guckte Karsten begeistert, ich denke also, Wasserflächen sind ok, wenn es in den Urlaub geht), erkunden mit den Kindern das Schiff und gehen dann ganz gemütlich schlafen, in einer Kabine mit Seeblick.

So hätten wir das gemacht.

Wären da nicht die Kinder gewesen.

Die Kabine war jedenfalls super. Kein Vergleich zu den Nachtzügen der deutschen Bahn. Ganz ehrlich, wer will noch mit dem Nachtzug fahren, wenn man die Nacht auch auf einem Schiff verbringen kann. Wir hatten viel mehr Platz, konnten uns tatsächlich um die eigene Achse drehen ohne irgendwo anzustoßen, die Betten waren sicherlich 20 Zentimeter breiter und der Rausfallschutz für die Kinder schützte in der Tat vor dem Rausfallen! Die Kinder fanden die Kabine auch super, es gab sogar für jeden ein kleines Kuscheltier und Naschis (die Große hatte eine Kuscheltomate auf dem Bett liegen. Sie ist aber davon überzeugt, dass es eine Erdbeere ist. Ist vielleicht auch besser so.). Nur leider zeigten sie nicht die erwartete Begeisterung, was das Stehen an Deck anging. Es wurde gehüpft, unkontrolliert geklettert (zu viel Adrenalin für den Urlaubsstart, ganz ehrlich!) und ständig war der Großen kalt (aber wärmer anziehen war irgendwie nicht drinnen). Karsten und ich schielten sehnsüchtig auf die Leute, die entspannt mit einem Cocktail die Aussicht genossen. Statt die vorbeifahrenden Schiffe zu bewundern, hing der Nachwuchs lieber hypnotiesiert vor den blinkenden Spielautomaten.

Nun denn, schnell auf zum Buffet. Das war ganz lecker, die Große probierte auch mutig Krebse, nur der Kleine, der machte nur Blödsinn. Die Großeltern können sich das anscheinend nicht vorstellen, aber es war tatsächlich so, dass wir uns in der unangenehmen Situation befanden, der eine berüchtigte Tisch mit dem kreischenden und schmeißenden Kind zu sein und alle anderen zu uns rüberschauten. Wir griffen also zur einzigen Möglichkeit, uns noch ein paar ruhige Bissen zu verschaffen: dem Nachtisch. Etwas präziser: Eis! Erst das Kugeleis, und dann wurde auch noch entdeckt, dass es am anderen Ende des Buffets Softeis gab. Also Eis in Massen, nur damit wir unseren Teller leeressen konnten (erfahrene Eltern werden ahnungsvoll die Augen rollen).

Nun denn, da die Kinder sehr zu meiner Empörung nicht wieder nach draußen wollten, gingen wir alle in die Kabine und versuchten zu schlafen. Also, eigentlich sollten die Kinder schlafen. Taten sie aber nicht. Denn nun setzte der Zuckerschock ein. Der Kleine war so aufgedreht, dass an Schlafen nicht zu denken war. Er redet ja wirklich noch nicht viel, aber wenn er schlafen soll, dann plappert er plötzlich wie ein Wasserfall. Nach anderthalb Stunden Abendprogramm zogen Karsten und ich uns auch schon mal vorsorglich den Schlafanzug an. Nach zwei Stunden waren wir echt genervt. Und müde. Die Schlaflieder gingen in Drohungen über (ich plante, die Kinder am Ziel unserer Reise in den Kuhstall des Bauernhofes zu sperren. Der Kleine protestierte: „NICHT! Dididi!“ – er wollte lieber in den Hühnerstall – und die Große wollte auf das DACH des Hühnerstalles, bitteschön) und als alles nichts half, wurde geflucht. Irgendwann schliefen alle zusammen ein, viel zu spät. Die Große erwachte am nächsten Morgen, zeigte auf ihre Kuscheltomate und sagte sachlich „Mama, die heißt gar nicht SCh….Erdbeere, sondern „Liebe, kleine Prinzesinnen-Erdbeere!“

Nicht ganz so schlimm, aber doch ähnlich verlief übrigens die Rückreise. Aber dazwischen, da war es total schön! Werdet ihr noch sehen!

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Kabine mit Fenster! Purer Luxus! Im Hafen von Kiel war die Stimmung noch super! / Cabin with view! Pure luxury! At Kiel harbour, the mood was still good!

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Netter Leuchtturm vor Göteborg! Fotografiert neben meckernden Kindern! Der Rest der Fährfahrt wurde gottseidank nicht dokumentiert! / Nice lighthouse near Göteborg! Picture taken next to annoying kids! The rest of the ferry ride was not documented (luckily!).

Personally, I love ships. Let it be a tall ship, a ferry or a rowing boat – it’s all awesome! It is therefore kind of funny that my beloved husband is not only afraid of heights, but also feel a general strong indisposition regarding open waters. However, both fears seem to be a bit weaker by now as we not only successfully climbed the bridges of the Bastei a few weeks ago, but also booked a ferry crossing to Sweden for our last week of summer vacation. It was booked by full consciousness and with the prospects of many memorable moments.

A ferry ride, we thought, is going to be super relaxed. We’ll drive to the ferry in the late afternoon, enjoy the buffet, watch happily how the coast line disapperas and we enter the open waters (Karsten still looked positively excited at this point, so I guess open waters are ok when being on a ferry), we let the kids discover the ship and then we’ll have a good nights sleep in a comfortable cabin with sea view.

That’s how we  would have done it.

If we would have been without kids.

The cabin, by all means, was great! Nothing like a night train with the German Railways. Honestly, who wants to go by night train if one can spend the night in such a great cabin on a ferry? We had much more space, and we were actually able to turn around without hitting our heads or shoulders or knees. The beds are at least 20 centimeters wider than in the night trains, and the bed guard which is supposed to stop the kids from falling off the bed at night is actually designed in a way that it fulfills its duty. The kids were quite happy with the cabin too, especially since there was a soft animal and some sweets for each (the little one got a soft tomato. But she insists that it is a strawberry).

However, they didn’t show the same amount of excitement when we wanted to go on deck. They jumped, climbed (too much adrenalin for a vacation start, I tell you!) and the little one was constantly complaining about feeling cold (yet putting on an extra sweater was somehow not an option). Karsten and I were jealously watching the other people, who enjoyed the sunset while drinking a cocktail. Instead of watching the passing ships, they preferred to stare at the blinking gambling machines. Well then, off to the buffet, quickly.

The buffet was pretty nice, the little one was brave enough to try crayfish, but the hobbit was doing nothing but nonsense. The grandparents have a hard time imagining it, but we indeed found ourselves in the uncomfortable situation to be the one infamous table with the crying and stuff-throwing kid (while being watched by everyone else). So we did the only possible thing to ensure we could actually finish our plates: we let them have dessert. More specifically: ice cream. First the normal one, and then they discovered the soft ice at the other end of the buffet. So they ate lots and lots of ice cream (and experienced parents will probably feel a forebording here).

So, after dinner I was a bit indignant as the kids didn’t want to go on deck again, so we went back to  the cabin and tried to sleep. Actually, the kids were supposed to sleep. But they didn’t. Because guess what, the sugar started kicking in. The hobbit was so excited that there was no chance to put him to bed. After one and a half hours, Karsten and I decided to brush our teeth and get ready for bed too. After two hours, we were pretty annoyed. And tired. The lullabies were replaced by threats (I planned to put the kids in the cowshed of the farm we were staying at. The hobbit cried “NICHT! Dididi!” – which means that he preferred to be put in the hen-coop – and the little one wanted to be put on the roof of the shed, please!) and when nothing worked, we started to curse. At one point, all of us were falling asleep, far too late. When the little one woke up the next morning, the first thing she said was “Mom, it’s not a sh…strawberry! It’s called a “lovely, small princess strawberry!”

By the way, the trip back was about the same. Maybe not as bad, but bad enough. But the time in between those ferry rides was wonderful! You’ll see.

 

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Spätsommer / late summer

(English version follows below)

Heute morgen mitten in den Sommerferien erstmals ein Vorbote vom Herbst: Nebel und meterlange Spinnenweben überall. Eigentlich dürfte es ruhig noch ein bisschen Sommer bleiben, aber ach, dieser Morgennebel, der ist ja schon schön!

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The first autumn forerunner today: mist and long cobwebs in the morning. Actually, it would be nice for the summer to stay just a wee bit longer, but I do love the morning mist!

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Fünf weniger / five less

(English version follows below)

Aus den vergangenen Jahren hat man eventuell in Erinnerung behalten, wie sehr ich mich über die unnötigen Baumfäll-Aktionen in unserer alten Siedlung geärgert habe (die Tatsache, dass das Metall der neue Röhrenrutsche an heißen Sommertagen abends noch über 60°C heiß war, bestärkte mich in meinen Plädoyers für mehr Schatten, nur geholfen hat es nicht).

Nun kommt es ja so, dass wir inzwischen einen Garten haben, der sehr reich mit Bäumen gesegnet ist. Unter anderem vier wunderschöne große Birken. Und mit groß meine ich so 25 Meter hoch. Unvorstellbar für Schweizer Wohnverhältnisse – unser alter Hausmeister würde da nachts kein Auge zukriegen!

Dazu kommen noch zahlreiche andere Bäume, und nun waren wir als bekennende Baumliebhaber leider in der Situation, dass zwei der Nadelbäume Milben- und Käferbefall hatten, die anderen zwei Nadelbäume höchstwahrscheinlich auch schon krank waren und alle sowieso viel zu dicht standen und sich gegenseitig störten. Leider wurde bei der Gelegenheit auch gleich festgestellt, dass eine der wunderschönen Birken recht schräg stand und sich das Wurzelwerk schon hochwölbte, so dass der Forstwirt meinte, dass sie höchstwahrscheinlich beim nächsten Herbststurm auf’s Nachbargrundstück stürzen würde. Das ist schon blöd, wenn man plötzlich selber Bäume fällen muss, ich sag’s euch!

Zu Beginn des Wochenendes kamen also zwei Baumkletterer und fällten in spannenden Kletteraktionen sage und schreibe fünf Bäume in unserem Garten. Stück für Stück, nur mit Kletterausrüstung und Motorsäge. Der erste ging recht schnell (ich habe 15 Minuten gestoppt), die Birke dauerte fast so lange wie die vier Nadelbäume zusammen.

Nun haben wir mehr Licht im Garten, Pläne für ein cooles Baumhaus, reichlich Kaminholz, reichlich Schnitz- und Bastelholz, viele Ideen und einen Garten voller gefällter und halbwegs kleingeschnittener Bäume. Und was soll ich sagen: von oben ist der Garten eigentlich noch genau so grün wie vorher. War gar nicht so schlimm.

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Vorher (mit krankem Nadelbaum) / Before (with a sick conifer)

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Sieht aus wie nach ‘nem Wirbelsturm / Looks like there has been a tornado in our garden

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Nachher…..mit fünf Bäumen weniger…/ Afterwards…with five trees less…

The regular reader might remember how annoyed I have been during the last years regarding some unnecessary tree cutting actions in our old neighbourhood (the fact that the metal of the new slide was over 60° C hot at the end of a sunny day supported my plea for more shadow, but didn’t really help in the end).

We now happen to have our very own garden with our very own trees. Many trees. Among others four very beautiful tall birch trees. And with tall I mean up to 25 meters. Unthinkable for Swiss housing conditions! Our Swiss janitor wouldn’t be able to sleep at night!

But there are many other trees as well, and unfortunately we, as avowed tree lovers, found ourselves in the situation that two of the conifers were sick and two more were about to get infested as well and all of them were disturbing each other anyway as they were growing to close to each other. Unfortunately, it was also asserted that one of the birch trees was askew and that the roots had already been lifted up, so that the trees was estimated to fall on our neighbours garden during the next big autumn storm. It’s not easy to suddenly be the one to decide to cut trees, I assure you!

At the beginning of the weekend, two “tree climber” came and cut, believe it or not, five trees in our garden. With using nothing more than their climbing tools and a chainsaw. It was quite impressive. The first one was done quickly (I checked: 15 minutes), the birch tree, however, took as long as all four conifers together.

Now there is much more light and sunshine in our garden, we have plans for an awesome tree house, plenty of fire wood, plenty of wood for carving and creating stuff, many ideas and a garden full of cut and halfway shredded trees. And you know what? The look from our window somehow hasn’t really changed – it is as green as before. Wasn’t as bad as expected!

 

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Sommergruß (3) / summer greetings (3)

(English version follows below)

Aus den Heckenrosenblüten vom Juni sind inzwischen viele, tiefrote Hagebutten geworden. Das Wetter verhielt sich tatsächlich der Jahreszeit (nämlich Sommer!) entsprechend. Der Himmel war blau, der Wind pustete schöne weiße Ostsee-Wolken über uns hinweg, die Krebse krabbelten vergnügt über den Meeresboden (was für einen leichten Gruselfaktor beim Baden sorgte) und es gab reichlich Kuchen, Melone, Sonne, Wasserplanscherei und Familie. Abends dann lange Gespräche mit Blick auf Sonnenuntergänge, Kaminfeuer und Hugo – das Ganze übrigens mit einer meiner liebsten Freundinnen und zweien meiner Patenkinder, während Karsten arbeiten musste.

(Zu diesem Anlass bin ich auch das erste Mal seit über vier Jahren wieder Autobahn gefahren und musste auch nur ab und an mal mein Handgelenk ausschütteln, damit ich vor Verkrampfung keine Sehnenentzündung kriege).

Sommergruß (1) und Sommergruß (2)

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The dog rose flowers from June have turned into many, many deep red hips. The weather was finally behaving accordingly to the time of the year (which is summer!). The sky was blue, the wind was blowing beautiful white Baltic-Sea clouds across the sea, the crabs were crawling happily from here to there (and added a slight fear factor to  the swimming) and there was plenty of cake, melon, sunshine, water fun and family. Complemented by long talks, sunsets, open fires and Hugo in the evening – everything with one of my dearest friends and two of my godchildren, while Karsten had to work.

(And it was for this special occasion that I was driving on the highway again for the first time since more than four years and I just had to shake my hand a little bit every now and then so it wouldn’t get inflamed due to the tensity).

summer greetings (1) und summer greetings (2)

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ein bisschen Welt in unserem Haus / a bit of the world in our house

(English version follows below)

Das Tolle an Besuch ist ja, dass man sich immer ein Stückchen Welt in sein Zuhause holt. So ganz ohne weit weg fahren zu müssen. So war es auch letzte Woche, und weil der Besuch sogar für uns kochen wollte, kamen wir in den Genuss eine echten kulinarischen Highlights: Molokhia. Für uns bis jetzt völlig unbekannt (auf der Packung stand als deutsche Übersetzung schlicht und ergreifend “Maul”, was uns nichts sagte, aber wir fanden raus, dass es sich um die langkapselige Jutepflanze handelt.). Zusammengefasst gab es also Reis (mit kleinen frittierten Nudeln drinnen) mit Hühnchen und Juteblättern.

Total lecker! Und mal wieder ein erstes Mal!

Vielleicht sollten wir ab jetzt die Tradition einführen, dass jeder Besuch an einem Abend sein Lieblingsgericht kocht. Da lernt man so leckere Rezepte kennen! Oder wir machen einen internationalen Kochabend einmal pro Monat. Denn die Große fand Molokhia auch sehr lecker! Der einzige Haken an dem Gericht: die Vorbereitung dauert über zwei Stunden.

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The great thing about having guests is that you always get the chance to have a bit of the world at home without actually travelling yourself. Like last week when we had a full house again. And since our guests were determined to cook for us, we had the great pleasure to enjoy a new culinary highlight: Mulukhiyah. So far, we had never heard of it (and the translation on the box simply said “mallow” which didn’t enlighten us either. But we checked and it’s dried jute). It was rice (with little fried noodles in it) with chicken and, well, jute.

Extremely delicious!! Not only for us, but also for the children! And yet another first!

Maybe we should start a new tradition: each guest is invited to cook his favorite dish on one day. That way, we could experience so many good receipes. Or we’ll do an official international evening once a month (additionally to all the pizza, pasta, quiche and so on ;-)). I’ll keep you posted.

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Sommergruß (2) / summer greetings (2)

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Während die Kinder den Quatsch und Trubel mit der Familie genossen, gab es für Karsten und mich ein kleines Schmankerl, auf das wir uns schon seit einem Jahr gefreut haben: zwei Tage Wandern im Elbsandsteingebirge, ganz alleine. Das war das erste Mal seit der Geburt der Kinder, dass wir zwei Tage ganz alleine irgendwo waren, und was soll ich sagen….es tat SO! gut!

Wir hatten uns in einem kleinen Hotel in Hohnstein einquartiert, mit toller Aussicht, und haben die Zeit richtig genossen. Da wir die Hauptziele des Elbsandsteingebirges schon kennen (Festung Königsstein, Bastei, Schwedenlöcher, Schrammsteine und so), und da das Wetter im Gegensatz zu Norddeutschland dort so unglaublich heiß war (ist man kaum noch gewöhnt), haben wir zwei Touren durch die Täler entlang der Flüsse gemacht- einmal zur Brandaussicht und durch’s Polenztal, und am zweiten Tag an der Kirnitzsch entlang. Und an so Ecken vorbei wie dem nassen Loch, den Hafersäcken, dem Diebskeller, den Rabensteinen oder dem oberen Schweineloch….die Karte der Sächsischen Schweiz ist schon extrem amüsant zu lesen!

Aber ach, was gibt es für schöne Täler und für erfrischende Flüsse dort! Und so schöne Wälder und Felsen und Farne und immer wieder Aufstiege zu tollen Ausblicken. So ein herrlicher Flecken Erde! Übrigens auch mit Kindern super zum Wandern, weil viele Touren je nach Fitness auch Abkürzungen erlauben, aber wir haben es ja sehr genossen, dass wir mal ganz ohne Rücksicht loswandern konnten so lange wir wollten. Zur Abwechslung halt mal an die physischen statt an die psychischen Grenzen kommen. Speziell auf die 20 km am zweiten Tag bei 37°C bin ich schon ein bisschen stolz. Ich hätte aber auch keinen Kilometer mehr geschafft. Auf dem Weg zu den Kindern haben wir dann noch früh morgens bei aufsteigendem Nebel einen Abstecher zur Bastei gemacht und zwar – und das hat Seltenheitswert – komplett ohne Touristen.

Sollte man mal öfter machen, so eine kleine Auszeit 🙂

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One of our highlights of the holiday at my parents place was a two-day time-out for Karsten and me at the Elbe Sandstone Mountains. We had been looking forward to these two days for more than a year now. It was the first time since the birth of the little one that we stayed away for two days, and what shall I say….it was SO! good!

We were staying in a small hotel in Hohnstein, with a suberb view, and we truly enjoyed our time. As we already knew the typical tourist destinations in the area (Königstein Fortress, Bastei, Schwedenlöxher, Schrammsteine and so on), and since the weather was, in contrast to Northern Germany, incredibly hot and sunny, we decided to do two tours along rivers and through forests, with some fabulous view in between. And we hit places like “the wet hole”, “the oat sacks”, “burglars cellar”, “raven stones” or “the lower pig hole”….the map of the Elbe Sandstone Mountains is quite an amusing read.

But oh my, these beautiful valleys and cold rivers!! And these beautiful forests and rocks and ferns and views! It is such a gorgeous area to visit! Many of the walks are, by the way, quite doable for kids as well as there are plenty of opportunities for short-cuts along the way, but we did enjoy the option to just start walking without paying attention to little ones and/or the time. It was nice, for a change, to get to your physical limits instead of your mental ones! I am especially proud of the 20 kilometers up and down on the second day with sunshine and 37°Celsius (though I admit I couldn’t have walked for even one more kilometer!).

On the way back to the kids, we did a quick detour to the Bastei as it was a beautiful morning with fog rising from the valleys. As it was still early, we managed something I so far never experienced: the Bastei without a single tourist! Normally, the bridges and view points are extremely crowded during the holidays.

It’s definitely recommendable, a short time-out like this.

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