Wandern mit Picknick / hiking with picnics

(English version follows below)

Neben dem guten Essen und den kulturellen Stippvisiten haben Karsten und ich die Zeit auch mal wieder genutzt, um ein bisschen in unserem eigenen Tempo zu wandern. Der Begriff “wandern” orientierte sich in diesem Urlaub allerdings eher an Karstens Definition. Schon im ersten Jahr unserer Beziehung haben wir festgestellt, dass wir uns da etwas unterscheiden. Bei mir ist wandern mit Urlauben in Österreich verbunden, wo wir auf Berge rauf und runter gewandert sind und am Abend rechtschaffend müde mit schweren Beinen und verdreckten Schuhen nicht mehr vom Sofa hochkamen. Für Karsten unterscheidet sich eine Wanderung von einem Spaziergang durch genau eine Sache: dem Picknick. Er kann also theoretisch eine halbe Stunde spazierengehen – wenn er sich zwischendurch hinsetzt und etwas isst, dann zählt das als Wanderung!

Wir sind also viel gewandert in diesem Urlaub. Hin und her zwischen kleinen Bergdörfern, vorbei an Olivenhainen und Weinbergen und durch Europas größten Zedernwald. Natürlich immer mit Picknick. Die Wanderwege in der Provence sind allerdings von der Ausschilderung kein Vergleich zur Schweiz – wir haben uns mehrmals verlaufen einen interessanten Nebenweg genommen und mussten auch immer mal wieder an der Straße langlaufen, was angesichts der rasanten Fahrstile dort nicht immer prickelnd ist. Trotzdem: wandernderweise die Gegend zu erkunden ist einfach schön!

Karstens Highlight beim Wandern: die halbe Stunde, die er im Gebüsch rumgekrochen ist um eine Gottesanbeterin zu finde und zu fotografieren.

Mein Highlight beim Wandern: exakt die gleiche halbe Stunde, die ich damit verbracht habe auf einem Felsen zu sitzen und die Aussicht zu genießen.

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Eine violette Holzbiene! / A carpenter bee!

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Das Schloss in Lacoste hat früher dem Marquis de Sade gehört. Heute  ist es im Besetz von Pierre Cardin und ähnelt eher dem Rückzugsort eines James-Bond-Bösewichts…bin mir nicht ganz sicher, wie ich das finden soll, einladend war’s jedenfalls nicht! / This castle in Lacoste was once owned by the Marquis de Sade. Today, it’s in the posession of Pierre Cardin and looks more like a retreat of a James Bond villain…not sure what to think of it, but it’s far from welcoming!

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Besides the excellent food and cultural interludes, Karsten and I also used our holiday to go on some smaller hikes. However, the definition of the term “hiking” in this holiday was based mostly based on Karsten (we do differ in our definitions a bit. For me, hiking is automatically connected with memories of our childhood holidays in Austria, where we hiked up and down mountains so that in  the evening we would crash on the couch with tired legs and dirty shoes and without any intention to get up again. For Karsten, a hike differs from a walk in exactly one way: the picnic. So theoretically he could walk for half an hour and the minute when he sits down and eats something in between, the walk immediately turns into a hike!).

So, we did a lot of hiking this holiday. From one little mountain village to another and back, next to olive groves and vineyards and through one of Euopes largest cedar forest. Always with a picnic in our backpack, of course. Although the hiking trails are not as well signed as for instance in Switzerland (we are a bit spoiled in that way) and although we had to walk along the streets for some time (which is a dangerous thing in Provence considering the speed with which the drivers are racing up and down the hills), we truly enjoyed walking in such beautiful surroundings and in our own speed!

Karstens’ highlight: the thirty minutes he spend in  the bushes chasing a praying mantis (so he could get a good shot with the camera).

My highlight: the same thirty minutes, which I spend sitting on a rock, enjoying the great views and the silence (not counting Karstens ooooohs and aaaaahs).

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Sur le pont d’Avignon…

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Eine tolle Gemeinsamkeit zwischen Karsten und mir ist unsere gemeinsame Vorstellung von Urlaub! Gut schlafen steht natürlich recht weit oben – das ist in den letzten fünf Jahren immer etwas zu kurz gekommen – dicht gefolgt von “alles entspannt angehen”. Aber wir sind beide keine Menschen, die tagelang am Strand liegen können. Wir wollen was sehen, was erleben und neue Orte entdecken. Gleichzeitig geht es uns beiden aber auch so, dass wir menschenreiche Orte nur bedingt lange entspannt aushalten können. Wir visieren also immer, und das finde ich total super, eine gute Mischung zwischen Entspannung, Natur und Kultur an.

Entspannung war in der Provence sowieso schon einmal gegeben. So lange im Bett bleiben wie wir wollten, alles in unserem eigenen Rhythmus machen – das war fantastisch! Dazu das gute Essen…

In diesem grundentspannten Zustand haben wir also die Provence erkundet. Wir waren zum Beispiel in Roussillon und haben uns dort die Ockerfelsen angeschaut, von denen die Ockerfarbe für die schönen Hauswände der Provence kommt. Der einzige Nachteil an der Unternehmung war das Wetter, es war nämlich extrem windig und ständig stand man inmitten dichter Wolken aus feinstem Ockerstaub. Schon nach ein paar Minuten fing es an, zwischen den Zähnen zu knirschen. Schön war es trotzdem, die Farbkontraste sind ziemlich beeindruckend. Viele Touristen gab’s aber natürlich auch.

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An einem der Tage sind wir nach Avignon gefahren, um dort den Papstpalast anzuschauen und natürlich einmal auf der bekannten Brücke zu stehen. Der Papspalast ist schon beeindruckend, wird aber hauptsächlich zugänglich durch eine digitale Führung, denn heute steht in den Räumen kaum noch etwas drinnen. Der Audioguide lädt einen aber per Tablet zu einer Zeitreise ein und zeigt, wie die Räume früher genutzt wurden und ausgesehen haben. Das lädt zu so vielen Geschichten und Ideen ein! Der guide ist im Preis inklusive, das war super. Sowieso waren wir schon bei Ankunft in Avignon recht angetan von dem Management in der Innenstadt, denn es gibt zwei riesige, kostenlose Parkplätze außerdem der Altstadt, von denen alle zehn Minuten kostenlose Shuttlebusse in die Stadt fahren. Muss an dieser Stelle ja mal lobend hervorgehoben werden, da kann sich manch andere Stadt mal was abschneiden!

Und ja, ich habe auf der Brücke ein kleines Tänzchen gemacht, das konnte ich mir in meiner entspannten, gut gelaunten Stimmung nicht verkneifen. Karsten stand derweil weniger entspannt und recht unbeweglich neben mir – es wehte immer noch starker Wind, und die Brücke ist hoch und von Wasser umgeben…das führt bei ihm zu Unbehagen.

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Nachdem wir noch ein bisschen durch Avignon gebummelt waren, sind wir weiter zum Pont du Gard gefahren, dem großen römischen Aquädukt. Da war es schon später Nachmittag, und wir waren kurz vor der Ankunft noch ein bisschen panisch, weil wir uns plötzlich entscheiden mussten, ob wir ans linke oder ans rechte Ufer des Flusses wollten. Woher sollen wir das denn wissen? War am Ende egal, man kann nämlich ohne Probleme rüberlaufen… Die Parkplatzsituation war am Pont du Gard übrigens nicht so super wie in Avignon – wir mussten nämlich für ein Parkplatzticket auch gleich für das Museum mitzahlen, was wir überhaupt nicht angeschaut haben. Wir sind nämlich direkt an den Fluss marschiert, haben dort unser Picknick augepackt und haben mehrere Stunden einfach dort gesessen, gut gegessen, das Aquädukt bestaunt und Ehrfurcht vor dem menschlichen Mastermind gehabt. Wir sind diesem und jenem Gedanken gefolgt, haben die Zeit verinnen lassen und am Ende des Tages den Sonnenuntergang genossen. Ist das nicht Wahnsinn, dass diese 50 km lange Wasserleitung vor knapp 2000 Jahren allein mit Muskelkraft gebaut wurde? Und das innerhalb von drei Jahren! Wenn man jetzt mal überlegt, seit wann schon die A7 bei uns saniert wird….oder der Berliner Flughafen…

So, genug geschrieben, der Naturteil folgt beim nächsten Mal!

Ps: Als quasi Frau vom Fach muss ich übrigens lobend erwähnen, dass der Pont du Gard für mich die erste Welterbestätte seit langer Zeit war, die wirklich detailiert und an präsenter Stelle erklärt hat, warum das Aquädukt Welterbe ist und was Welterbe eigentlich bedeutet! Fand ich prima!

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When it comes to holidays, Karsten and I are pretty much on the same page, and I love that fact very much. Just imagine to marry someone who has a completely different expectation of holidays than you have…

For us, enough sleep is, of course, on top of our holiday list. That point has not really been fulfilled for the last five years. The next basic precondition is “take everything easy”. But we are not the type of people who would spend day after day at the beach. We want to see stuff, experience stuff and discover new places. At the same time, we can both take crowded cities or destinations only for a certain amount of time. So we are alwys trying to have the right combination between relaxation, nature and culture.

Relaxation was, as you can imagine, quite easy to achieve during our holiday. Staying in bed as long as we want, doing stuff by following our own rhythm – that’s fantastic! And the delicious food…

In this general state of catharsis, we explored the region. For example, we went to Roussillon and had a look at the ocre site from which the colour for the house walls in that area is taken. The only drawback of that visit (apart from many tourists) was the extrem wind which caused gusts of the finest ocre dust. After a few minutes, there was ocre everywhere, even between our teeth. It was beautiful nevertheless – the colours of the rocks are an amazing contrast to the trees and the blue sky!

On another day, we went to Avignon to visit the old palace of the Pope and of course to have a look at the famous bridge. The palace was quite impressive, but you definitely need one of the audio (and visual) guides to get more information as most of the rooms are almost empty. The audio-viusal guides are well done, though, as they invite you to a time travel and show, via tablet, how the rooms looked like when they were used with their original purpose. Lot’s of stuff for good stories! Generally, we had the impression that Avignon is well- managed regarding tourism. The audio guide was included in the ticket, and the parking situation is solved by two really large parking areas right outside the old town centre, which are for free (!) and from where you can catch a free (!) shuttle into the old town every ten minutes or so.

And yes, I did dance on the bridge! I couldn’t deny myself a little dance, relaxed and happy as I was . In the meantime, Karsten was not nearly as relaxed because the wind was still strong that day, and the bridge is high, and it’s surrounded by water (naturally)….a lot of factors that cause some slight discomfort for him.

After strolling down some streets and squares in Avignon, we continued our trip and went to Pont du Gard, the big Roman aqueduct. At that time, it was already late afternoon and we were a bit confused when following the signs because at one point we had to decide whether we want to go to the right or the left side of the river – how should we now?? In the end, it didn’t matter anyway, because you can easily walk from one side to the other…The parking situation was not as good as in Avignon. In order to buy a parking ticket, one has to buy an entrance ticket to the museum as well, which we didn’t visit as we went straight to  the river for a picnic. We sat there for the rest of the day, eating our picnic, looking at the aqueduct, appreciating the human mind, following one thought and another and watching the sunset in the end. Isn’t it fascinating that this 50 kilometer long aqueduct was build 2000 years ago using nothing but muscular strength? And all that apparently within three years. Now think about some construction work today….for how the highways in Northern Germany are under construction by now…not to mention the Berlin airport…

So, enough text, the part about the nature will follow next time!

Ps: Ah, as someone who actually studied the topic I have to mention: the Pont du Gard was the first World Heritage site I have visited in a long time which had a detailed (and very visible) section about the reason why the aqueduct was listed as World Heritage and what the term World Heritage actually means. Well done!

 

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Bergdörfer / mountain villages

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Einer der Gründe, weshalb ich mich so auf die Provence gefreut habe, waren die vielen kleinen Bergdörfer in der Region. Kleine Gassen, bunte Fensterläden und Hauswände in warmen Farben (oder komplett aus Naturstein) – für jemanden, der gerne fotografiert, ist das ein Paradies. Für jemanden, der es einfach nur schön haben will, auch.

Unsere Unterkunft lag malerisch direkt unterhalb des kleinen Dorfes Saignon. Im Sommer blüht der Lavendel um das Haus herum, jetzt im Herbst waren die Lavendelfelder schon abgeerntet, dafür färbten sich die Weinberge. Von unserem Schlafzimmerfenster konnte man direkt auf das auf Felsen gebaute Dorf schauen, allen voran auf die alte Steinkirche. Ich habe diesen Blick jedes einzelne Mal so genossen!

Saignon hat mir auch von allen Dörfern am Besten gefallen. Die kleinen Gassen sind total schön, vom Aussichtspunkt kann man ganz weit gucken, und es ist nicht so touristisch überlaufen wie manch anderes Dorf in der Provence. Außerdem gibt es dort die beste kleine Bäckerei, bei der man wunderbar morgens einen Kaffee trinken und ein Croissant essen kann. Oder einen Jésuite, den Christine, die Inhaberin, ganz vorzüglich backt. Ich habe zwar keine Vergleichsmöglichkeiten, bin mir aber sicher, dass man dieses Gebäck nirgendwo anders so gut essen kann wie auf dem Kirchplatz von Saignon.

(Andere Dörfer, die wir uns angeguckt habe, waren Roussillon, Bonnieux, Lacoste, Auribeau und Ansouis. Und Apt, aber das ist kein Dorf mehr)

Weil ich die Dörfer so schön fand, gibt’s ne Reihe Fotos nur von Dorfstraßen. Voilá!

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One of the reasons why I was looking forward to our holiday in France are all the small, pittoresque mountain village in the Provence region. Small cobbled paths, colorful wooden window shutters and walls painted with warm colors (or completely out of stone) – it’s a paradise for someone who likes photography. And for everyone who appreciates details.

Our accommodation was situated right at the bottom of the village of Saignon. During summer time, it is surrounded by lavender fields, but lavender time is over in October. Instead, the vineyards start to change colours and the grapes were about to be harvested. From our bedroom window, we could look at the village on top of the rocks, and at the beautiful old stone church. I was amazed by the view everytime I passed that window.

Saignon was also the village which I liked most. The little alleys are beautiful, there is a fantastic view from the top of the rocks and it is not as touristy as many of the other villages. Also, you can find the best bakery in the region in Saignon. Starting the day with a coffee and a freshly baked croissant is great. Or, in Karsten’s case, with a Jésuite, which Christine, the owner of the bakery, has pretty much perfected. I don’t have many comparisons, but I am sure that there is no better place to eat this kind of pastry than sitting at the church square in Saignon.

Other villages we visited were Roussillon, Bonnieux, Lacoste, Auribeau and Ansouis. And Apt, but that’s not a village anymore. And because I enjoyed them so much, this blog post is just about the little alleys and squares. Voilà!

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oh là là, la France!

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Auf die diesjährigen Herbstferien haben wir uns schon wie Bolle über ein Jahr gefreut. Karsten und ich wollten nämlich schon seit Jahren einmal in die Provence fahren – in erster Linie, weil die Eltern einer Studienfreundin dort einen kleinen, steinernen Ziegenstall renoviert und zu einer Ferienwohnung ausgebaut hatten und die Bilder so absolut romantisch aussahen. So ein Ziegenstall ist aber tatsächlich recht klein, so klein, dass nur ein Doppelbett reinpasst. Definitiv nur für zwei Leute gedacht, nicht für eine Familie mit vier Personen. Deswegen haben wir das immer als verspätete Flitterwochen-Option im Hinterkopf gehabt.

Nun ja, unsere Flitterwochen haben etwas auf sich warten lassen. Nach unserer standesamtlichen Hochzeit musste Karsten am selben Abend noch zu einem Phd-Workshop nach England fliegen. Nach der kirchlichen Hochzeit hatten wir ein kleines, süßes Kind, und dann kam noch eines, wie das halt so ist. Inzwischen hatten die Eltern der Freundin den Ziegenstall weiterverkauft. Die Idee der Provence blieb jedoch.

Und letztes Jahr haben wir hoch gepokert und beschlossen, dass unsere Kinder in diesem Herbst alt genug sein müssten, um ein paar Tage bei den Großeltern Urlaub zu machen. Alleine. Während wir in die Provence fahren. In ein kleines, romantisches Steinhäuschen unterhalb eines Bergdorfes. Das ganze Jahr über haben wir uns gefreut, und insgeheim gebetet, dass uns nichts dazwischenkommt.

Es ist nichts dazwischen gekommen. Und die Kinder haben das alles super mitgemacht. Die Große hätte auch ohne Probleme noch weiter Urlaub bei den Großeltern gemacht, aber für den Hobbit war es gegen Ende dann auch genug – und ich glaube, die Großeltern waren dann auch rechtschaffend müde nach all dem Programm.

Und so haben Karsten und ich das erste Mal seit vielen Jahren ein paar Tage alleine Urlaub gemacht. Wenn ich so recht darüber nachdenke, dann war das unser zweiter dritter richtiger Urlaub zu zweit seit wir uns kennen. Was soll ich sagen: das tat so gut! Wir hätten theoretisch irgendwo im Industriegebiet campieren können, und es hätte trotzdem noch irgendwie gut getan – allein die Tatsache, dass wir selber über unsere Zeit entscheiden konnten und nur für uns selbst verantwortlich waren, war toll! Wenn es statt eines Industriegebiets aber noch die Provence ist, mit gelben Weinbergen, idyllischen Bergdörfern, hölzernen Fensterläden und fantastischem Essen, dann fühlt man sich tatsächlich wie Gott in Frankreich!

Wer also kein Fernweh haben möchte, der sollte die nächsten Blogbeiträge überspringen…

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Oh my, for more than a year we had been looking forward to this year’s autumn holidays. Karsten and I had wanted to visit Provence for quite some time now – first and foremost because the parents of our friend had renovated a small barn (for goats) there and turned it into a holiday flat. The pictures looked absolutely romantic. But a barn is actually quite small. So small that there is only room for a double bed. For two people. Not a family of four. That’s why we always kept this idea as a late honeymoon option.

Well, our honeymoon had been postponed for some time. On the evening of our civil wedding, Karsten had to catch a flight to attend a phd workshop in England. Our church wedding was already accompanied by our one-year old, very sweet child which didn’t leave many options for romantic holidays. And the few romantic options we had were obviously well appreciated, as kid number two followed a year later. By then, the parents of our friend had sold the barn. But the idea of a holiday in Provence was still there.

Last year, we pushed our luck and we decided that the kids should be old enough this autumn to spend some time with their grandparents. Alone. While we go on holiday. Alone. A small, romantic stone cottage right beneath a small mountain village. The whole year we had been looking forward to this holiday, always praying that nothing serious will come up.

Nothing came up! The kids spent a happy holiday with their grandparents. The little one would have stayed longer, of course, independent as she is. But for the hobbit, six days were enough, I think. And I believe that the grandparents were quite exhausted after the exciting holiday programm as well.

So Karsten and I went on our first real holiday alone since…ah, let me think.. since eight years? I think it was even our second third real holiday as a couple. What shall I say: it was awesome! Theoretically, we could have camped at an industrial site and it still would have been good – the fact that we had all this time by ourselves and that we weren’t responsible for anyone but us…so good! And if it’s Provence, with yellow vineyards, pittoresque mountain villages, wooden window shutters and fantastic food, then you really do feel like being in heaven.

So, if you don’t want to get jealous, you should refrain from reading the next blog posts 🙂

 

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zurück / back

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Guten Morgen, guten Morgen, wir sind wieder da! Nach knapp zweieinhalb Wochen Herbstferien und abschließend großer Familienfeier sind wir wieder zu Hause und bereit für den Alltag.

Konkret heißt das, dass der Hobbit heute morgen erstmal ganz entspannt und beruhigt bis  kurz nach sieben schlafen konnte, ohne die Angst, etwas zu verpassen. In den Ferien war er jeden Tag eine Stunde früher wach.

Koffer warten aufs Auspacken, Fotos wollen gesichert werden, die Spinnenweben zwischen den Türen sollte man vermutlich auch mal beseitigen. Draußen leuchten die bunten Bäume! Mensch, ist das ein wunderschöner Herbst dieses Jahr!

Den Urlaubsbericht gibt’s demnächst!

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Good morning, good morning, dear friends. We are back! After two and a half weeks of autumn holidays and a big family celebration we finally arrived back home and are ready for our daily routine again.

Meaning that the hobbit could finally sleep until seven this morning, without his common holiday fear to be missing out on something. Because during the holidays, he started almost every day at 6am.

Our suitcases are waiting to be unpacked, pictures are waiting to be copied and edited, and oh yes, I should probably get rid of the cobwebs between our doorframes. Outside, the trees are glowing in red, orange and yellow. It has been such a beautiful autumn this year!

Our holiday report will follow soon – see you then!

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Der Garten im September / our garden in September

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Es klingt etwas absurd, aber im September habe ich schon wieder angefangen einige Stauden zu besorgen und einzupflanzen, die ich nächstes Jahr gerne in den Beeten hätte. Leider läuft das nicht immer so wie geplant – ich bin da einfach nicht konsequent genug. Das Staudenbeet sieht seit Ende August ziemlich kümmerlich aus. Der Großteil der Pflanzen ist verblüht, einzig eine einzelne Herbstanemone, eine Aster und die Sonnenblume blühen vor sich hin, aber fristen ein recht verlassenes Dasein, finde ich. Sehr ambitioniert habe ich mir bei Gelegenheit deswegen einmal Pflanztips durchgelesen. Darin stand unter anderem, dass es Sinn macht, von jeder Pflanze mindestens zwei oder drei zu pflanzen, der Fülle wegen. Klingt einleuchtend. So ein bisschen Strukturiertheit sieht sicherlich gut aus.

Dann habe ich Pflanzen bestellt. Hinterher habe ich nochmal die Bestellung durchgeschaut und gemerkt: ich habe nur von einer einzigen Pflanze zwei Exemplare genommen. Ansonsten habe ich einen kunterbunten Mix bestellt, sowohl was Formen als auch Blüten, Blühzeit und Farbe angeht. Nix mit Struktur. Wie konnte das nur passieren? Meine Qualitäten liegen anscheinend nicht in der englischen Gartenplanung.

Hauptmeldungen im September:

Die Rosen haben trotz unermüdlicher Arbeit und Pflege die Blätter abgeworfen und vor dem Rost kapituliert.

Die Äpfel am Apfelbaum schmecken tatsächlich am Besten, wenn man wartet, bis sie reif sind.

Der Giersch ist massiv auf dem Vormarsch und nimmt inzwischen einen beträchtlichen Teil der Rasenfläche ein. Leider mag ich ihn nicht mähen, weil überall kleine Kröten durch die Gegend hüpfen. Zwei Seelen, ach….

Wir haben wieder Fliegenpilze hinten im Garten. Die werden von den Kindern mit Spannung beäugt. Neulich kam die Große panisch schreiend zu mir, und während ich hektisch nach Platzwunden und tropfendem Blut suchte, verstand ich irgendwann, dass sie die Fliegenpilze aus Versehen (aha, soso!) angefasst hatte. Kein Problem, sagte ich, wasch dir einfach die Hände gut ab. Fünfzehn Minuten später war sie immer noch am Waschen.

Es blühen: Vor allem die Astern, ein bisschen Bergknöterich, eine Silberkerze, die Bartblume, ein bisschen Sonnenhut und die Herbstanemonen. Ach ja, und diverse Löwenmäulchen.

Ein recht ruhiger Monat im Garten, bevor es an die Herbstarbeiten geht. Wie die konkret aussehen, weiß ich noch nicht – wir sind nämlich noch im Urlaub und zumindest in der Theorie komplett entspannt.

Bis bald!

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It sounds a bit absurd, but in September I already started to design and plant some new stuff for the flower beds next year. Unfortunately, this doesn’t always go as planned – I’m just not consistent enough. Since the end of August, the perennial bed has looked rather poor. The majority of the plants have faded, only a single autumn anemone, an aster and the sunflower are blooming, but are living a rather deserted existence, I think. Very ambitiously I have read up on some planting advice. Among others, I learned that it makes sense to plant at least two or three of each type so everything will look more abundant. Sounds plausible. A bit of structure will certainly look good.

Then I ordered plants online. Afterwards, I had a look at my order again and I noticed: I never ordered more than one plant per species. I ordered a colorful mix of different heights and flowering times and colours. No structure at all. How could this happen? My qualities apparently don’t lie in English gardening.

The main garden news in September:

Despite my tireless work and care, the roses are without leaves and have surrendered to the rust.

The apples on our apple tree actually taste best when you wait until they are ripe.

The bishop’s weed is partying and by now occupies a considerable part of the back yard. Unfortunately I don’t like to cut it, because there are little toads everywhere. Two souls, alas! are dwelling in my breast…

We have fly agarics in the back yard again. The children are watching them with a lot of excitement. One day, the little one came to me, screaming in panic, and while I was hectically searching for lacerations and streams of blood, at some point I understood that she had accidentaly touched the fly agaric (accidentaly! well, well!). No problem, I said, just wash your hands really good. After fifteen minutes, she was still washing…

Blossoms in our September garden include, of course, the asters, the mountain knotweed, a silver torch, the bluebeard, still a bit of the coneflower, and the Japanese anemones. Oh yes, and many snapdragons.

It was quite a quiet month in the garden, I must admit, but autumn work will start soon. I don’t know yet what it’ll involve – we are still on vacation and completely relaxed (at least in theory).

See you soon!

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Die Birken / our birches

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Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht im Garten bin oder aus dem Fenster schaue und mich über unsere Birken freue. Diese unglaublich großen, wunderschönen Birken mit ihren weißen Stämmen, für die ich bei jedem Sturm die Daumen drücke. Als letztes Jahr eine der vier Birken gefällt werden musste, tat es mir zugegebenermaßen in der Seele weh.

Als ich heute im Vorgarten war, sprachen mich plötzlich drei Damen an, eine älter als die andere. Ob ich hier wohnen würde und ob sie vielleicht kurz einen Blick in den Garten werfen könnten – sie würden so gerne mal schauen, ob die Birken noch stehen würden.

Die hat ihr Vater bzw ihr Großvater nämlich gepflanzt, ganz früher. Als hier noch ein Reetdachhaus stand.

Und so standen wir hinten im Garten, und mir wurde gezeigt, wo das Haus stand, und wo die Ställe. Wo die Gartenlaube früher war, und wo der Brunnen, denn fließend Wasser hatten sie damals nicht (als einziges Haus in der Straße). So ganz genau konnten sie sich auch nicht mehr erinnern, die älteste der dreien ist definitiv weit über 80 Jahre alt. Aber sie wollen bei Gelegenheit nochmal mit Fotoalben vorbeikommen und mir zeigen, wie das Grundstück früher aussah. Denn ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, dass hier früher mal ein Bauernhaus stand.

Und dann standen wir bei den drei verbliebenen Birken, die ihr Vater gepflanzt hatte und die dementsprechend sicher über 70 Jahre alt sind. Und wir haben uns alle gefreut. Weil die Birken noch stehen. Und weil die Birken so schön sind. Und weil ihr Vater sie gepflanzt hat.

Jedes Mal, wenn ich die Birken nun anschaue, denke ich auch ein bisschen an diese drei alten Frauen. Und an ein Reetdachhaus mit Ställen, Brunnen und Laube, das hier früher mal gestanden hat. Und ich hab das Gefühl, als ob diese Erinnungen nun auch ein kleines bisschen zu meinen Erinnerungen geworden sind.

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There is hardly a day that goes by without me being in the garden or looking out of the window, admiring our birch trees. These incredibly large, beautiful birches with their white trunks, for which I keep my fingers crossed in every storm. When one of the four birches had to be taken down last year, I had indeed a tear in my eye.

When I was in the front yard today, three ladies suddenly approached me, one older than the other. If I would live here and if they could have a quick look at the garden – they would love to see if the birch trees are still there.

The birch trees their father planted, decades ago. When there was a thatched farm house instead of brick house.

And so I found myself in my back yard, and I was shown where the farm house stood and where the stables used to be. Where their mother sat in her gazebo, and where the well used to be as they didn’t have running water at that time (the only house in the street without running water). They couldn’t remember everything exactly – the oldest lady is definitely well over 80 years old. But they want to come again with photo albums one afternoon and show me what the house and the garden looked like when they were young. To be honest, I had no idea that there used to be a farmhouse here.

And then we stood beneath the three birch trees which their father had planted and which are therefore surely at least 60 or 70 years old. And we were all very happy. Because the birches are still growing. And because the birches are so beautiful. And because their father planted them.

 Every time I look at the birches now, I also think a little bit of these three old women. And of a thatched house with stables, a well and and a gazebo that used to be here. And I feel like these memories have turned a little bit into my own memories.

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derzeit / currently

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Derzeit…

…befinde ich mich seit zwei Wochen in einer neuen Ära: beide Kinder gehen nun in den Kindergarten! Die Eingewöhnung vom Hobbit ging erstaunlich gut, vor allem wenn man bedenkt, dass ihn es noch vor wenigen Wochen vollkommen aus der Bahn geworfen hat, wenn ihn jemand ansprach. Ich muss zwar immer noch da bleiben, bis die Gruppe offiziell die Rucksäcke aufschnürt und gesammelt loszieht (meistens zum Bauwagen), aber danach scheint es gut zu gehen. Langsam kommt er auch damit klar, dass der andere gleichaltrige Junge von sehr stürmischer, lauter Art ist, das aber meistens gar nicht böse meint, sondern eigentlich nur spielen will. Trotzdem beschränken sich die Berichte des Vormittages meistens darauf, wer wen geärgert und mit Sand/Kastanien/Stöcken/Ähnlichem beworfen hat. Aber ich erinnere mich dunkel, dass das bei der Großen auch so war und er scheint trotzdem Spaß zu haben. Ich hingegen muss noch lernen, dass ich nicht mehr so furchtbar zeitig zum Abholen da sein muss, sondern ich gerne eine halbe Stunde später losfahren kann.

…fegt der erste Herbststurm übers Land. Die Bäume rauschen vor dem Fenster und ich beobachte wie bei jedem Sturm etwas sorgenvoll unsere großen Birken im Garten. Beim Abholen im Wald trägt man am Besten einen Helm, der Parkplatz ist gesäumt mit Kastanien und Eichen, und ständig kriegt man was auf den Kopf. Am Freitag war innerhalb von einer Stunde der Boden komplett mit Kastanien bedeckt und ich staune immer wieder, was für eine Faszination von schön glänzenden Kastanien ausgeht – ich kann einfach nicht anders als sie aufzuheben und in meine Taschen zu stopfen.

…bin ich äußerst gefrustet, was Nachrichten und Politik angeht. Man mag ja morgens kaum noch die Schlagzeilen anschauen, das verhagelt einem meistens den ganzen Tag. Hier stand eigentlich ein langer Absatz, wovon ich speziell gefrustet bin, aber im Prinzip ist das auch egal. Ich hoffe einfach, dass mir in ein paar Jahrzehnten von meinen Enkelkindern nicht die gleiche Frage gestellt wird, die wir unseren Großeltern gestellt haben, nämlich warum wir das alles nicht haben kommen sehen).

…habe ich für die Saison erstmal die letzte Führung im Freilichtmuseum gemacht. Das waren in dieser Saison deutlich weniger als erwartet und besprochen (und mit deutlich weniger meine ich so gut wie gar keine), für Schulführungen wurde ich noch gar nicht eingesetzt, was sehr ärgerlich war. Dafür habe ich meine eigene Führung konzipiert und mehrmals gehalten, an diesem Wochenende nochmal für eine Kindergartengruppe aus unserem Ort, die speziell nach dieser Führung angefragt hatte. Ich hoffe, dass ich durch so ein bisschen Nachfrage auch mal stärker auf dem Radar des Museums erscheine. Denn die Führungen machen viel Spaß, wenn man mal komplett ausblendet, dass sie finanziell ein Trauerspiel sind (vor allem, wenn ein Drittel des Gehalts auch noch für den Babysitter draufgeht, weil der Ehemann nach wie vor auf Geschäftsreise ist).

…weilt Karsten immer noch in China, kommt aber bald wieder. Er hat inwzwischen anscheinend deutlich positivere kulinarische Erfahrungen gemacht und neben dem durchgetackteten Programm auch Sachen wie die Verbotene Stadt, die Chinesische Mauer und einen kleinen Teil der Inneren Mongolei gesehen. Aber ich bin mir sicher, er freut sich darauf, mal wieder morgen um sechs von seinen Kindern aus dem Schlaf gekitzelt zu werden!

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Currently….

…I have entered a new era: both kids are going to the forest kindergarden now. Which means that I finally got some reliable amount of time each week for work! The first two weeks went surprisingly well with the hobbit, especially if you consider that even a few weeks ago he was absolutely terrified when someone dared to talk to him. I still have to stay in the forest until the group officially ties up the backpacks and starts the day, but when I am gone things seem to be going well. He also gets slowly used to the fact that the other boy at his age is a loud and rather rompish child who is preferred way to show his love and friendship is to chase and tackle. When the hobbit tells me about his morning in the forest, he mainly talks about who hit who with what (chestnuts, sticks, sand and other forest stuff) and one might get the impression that he has a terrible time there, but then again it can’t too bad as he really likes going there. The only thing I still have to get used to is that I can actually stay at home half an hour longer than before. I am still among the first parents who come to pick up their kids, but I am sure I’ll get into the rhythm soon.

…the first storm of the autumn sweeps over our region. I am carefully watching our large birches in the back yard, half expecting them to fall over and I am always relieved when they made it through another stormy night. The expert last year said they should be fine, but still, the movement in the treetops is enormous. When I pick up the kids at the forest, wearing a helmet seems like a good idea these days as the parking lot is lined with chestnuts and oaks and I constantly try to avoid getting hit on the head. On Friday, the whole floor was completely covered with chestnuts and I am always amazed by the magic of it – I simply can’t resist picking them up and putting them in my pockets.

…I am extremely frustrated concerning news and politics. I don’t even like to read the news headlines anymore as it will normally ruin the whole day. I originally wrote a long paragraph about things I am especially frustrated with, but actually it doesn’t matter. I just hope that my grandchildren wont ask me the same question that we asked our grandchildren – that is why we didn’t see it coming.

…I had my last guided tour in the open-air museum for the season. To be honest, the season wasn’t at all what I expected and what I discussed with the museum as I didn’t get any guided school tours at all (the main reason they were looking for new freelancers was because they needed help with all the school visits). That was slightly annoying, but then again I worked out my own specific guided tour for families which I was booked for this weekend again. I hope that this kind of demand will actually put me on the radar for next year, so maybe I’ll get more work done next season. Anyhow, from a finanical point of view the guided tours are a desaster (especially if a third of the salary has to be used for a babysitter because the husband is still on his business trip), but hey, they are fun, so I am still up for it.

… Karsten is still in China, but will return soon. In the meantime, he seems to have had more positive culinary experiences and has seen the Forbidden City, the Great Wall of China and a small part of Inner Mongolia in addition to the very tight program. But I’m sure he’s looking forward to us, and especially to his children who are keen to tickle him awake again at six am on a Sunday.

 

 

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Drachenkönig / king of the dragons

(English version follows below)

Der werte Ehemann weilt derzeit im fernen Osten. Oder im Reich der Mitte. Je nachdem, von wo man es betrachtet. Auf jeden Fall haben die Kinder und ich erstmal wieder gründlich die große Weltkarte studiert, und festgestellt, dass genau dort, wo Karsten gerade ist, ein lustiges Haus abgebildet ist. Und darüber ein langer, roter Drache.

Whatsapp funktioniert nicht und telefonieren per Handy ist teuer, daher ist die Kommunikation zwischen uns derzeit recht rudimentär. Aber wir haben schon gehört, dass Karsten tapfer Magen und geronnenes Blut gegessen hat, und die Krabben mit Kopf und Schale verspeist wurden. Den darauffolgenden Toilettengang stelle ich mir ja eher pieksig vor.

Dann hat er noch erzählt, dass er ganz viele Drachen gesehen hat. Und sogar den Drachenkönig, zu dem die Bauern beten, wenn es mehr regnen soll. So einen Drachenkönig hätten wir hier dieses Jahr auch gut gebrauchen können.

Nun möchte die Große unbedingt wissen, ob Karsten auch eine Drachenprinzessin gesehen hat.

Und der Hobbit möchte wissen, ob er auch Drachenkacki gesehen hat.

(Neben dem Drachen möchte die Große außerdem gerne mal an den Ort in Russland, wo das große Loch mit dem Meteoriten zu sehen ist. Und zu den Osterinseln. Nebenbei haben wir auch noch etwas über Plattentektonik gelernt und Vulkane gesucht und gefunden. Unnötig zu sagen, dass der Hobbit den Popocatépetl am Besten fand, oder?)

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My beloved husband is currently experiencing the Far East (though that is definitely in the eye of the beholder). In any case, the children and I first studied the big map of the world thoroughly again, and found out that there is a picture of a funny looking house exactly where Karsten is staying right now. And above the funny house is a long red dragon.

Whatsapp doesn’t work and mobile phone calls are expensive, so communication is quite rudimentary between us these days. But we have already heard that Karsten bravely consumed stomach and clotted blood, and that the crabs were eaten with head and shell. I imagine the following toilet visit to be rather scratchy.

Then he told us that he has already seen lots of dragons. And even the king of the dragons, to which the people pray when hoping for more rainfall. It seems we were definitely lacking a dragon king here in Germany this summer.

Now the little one is wondering whether he also saw the dragon princess.

And the hobbit wants to know whether he also saw dragon poo.

Besides the dragon, the little one would also like to visit the place in Russia with the big hole and the meteorite. And the Easter Islands, too. Besides, we also learned something about plate tectonics and looked for volcanoes. Needless to say that the hobbit liked Popocatépetl the best…)

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Einmal im Monat am Montagmorgen / once a month on a monday morning

(English version follows below)

Heute war mal wieder einer dieser Tage. Da steht man morgens um sieben mit den Kinder im Badezimmer und hört plötzlich draußen auf der Straße ein rumpelndes Geräusch. Woraufhin alle von uns panisch die Treppe nach unten runterstürzen, ich in die Küche und die Kinder zur Terassentür. Und dann stürze ich im Nachthemd mit der vollen Tasche Papiermüll nach draußen, während mir die Kinder die Tür aufhalten und  “Schneller, Mama, schneller!” rufen, und dann wuchte ich ganz schnell die Papiertonne nach vorne an die Straße und verschwinde wieder im Haus, während ich mir denke, dass ich wirklich mal öfter auf den Abfallkalender schauen sollte.

Danach ist man jedenfalls wach!

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Today was one of these days again. It is shortly before 7am, the kids and I are standing in our bathroom when we hear a rumbling noise from the street. Which causes all of us to sprint down the stairs. I run into the kitchen, the kids are running to the terrace door. And then I sprint outside, just wearing my pyjamas, with the big bag of paper in my hand, while the kids are holding the terrace door open, shouting “Faster, Mom, faster!!”. And the I pull the big paper bin onto the sidewalk and vanish into the house again, telling myself to check our garbage disposal schedule more often.

Well, at least we are awake afterwards!

 

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