Spaziergang / walk

(English version follows below)

Gestern gab es das erste Mal Bodenfrost bei uns. Der Morgen war kalt und ich musste mich erstmal sammeln und überlegen, was bei den Temperaturen (eisig, aber potentiell im Laufe des Vormittages wärmer) eigentlich kleidungsmäßig für den Waldkindergarten angesagt ist. Als dann seit langem Mal wieder beide Kinder aus dem Haus waren, habe ich die Gelegenheit genutzt und bin bei strahlendem Sonnenschein mit Kamera durch’s Moor spaziert. Das ist manchmal genau das, was die Seele braucht!

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Yesterday, we had the first ground frost. The morning was cold and I had to quickly collect my thoughts at breakfast and decide what clothes the little one should wear in the forest (reagarding the icy temperatures with potential to get much warmer within the morning). As soon as both kids were out of house, I took the opportunity (freedom! sunshine!) and went for a walk at the nearby swamp. Sometimes, that’s exactly what is needed!

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Bruchstücke aus der letzten Woche / last weeks’ this and that

(English version follows below)

Da wir letzte Woche lieben Besuch hatten und zudem die Kinder zu Hause waren (Feiertage, Blasenentzündung…), fehlte die Zeit für Blogbeiträge. Manchmal fehlen auch die Worte. Die sind dann zwar in mir drinnen, wollen aber nicht raus. Deswegen kommen heute ein paar zusammengefasste Bruchstücke aus den letzten Tagen.

  • Letztes Wochenende haben wir die Kinder zu einem kleinen Spaziergang im nahegelegenen Moor überredet. War zwar nur kurz, davor aber voller Pfützen. Dabei ist eins meiner Lieblingsbilder aus den letzten Wochen entstanden.
  • Die Eichhörnchen haben ihre eigene Futterstelle entdeckt und entern nun nicht mehr das Vogelhaus. Stattdessen freuen wir uns tagtäglich darüber, wie lustig es aussieht, wenn die Eichhörnchen komplett im Futterhaus verschwinden. Neben den vielen anderen Vögeln hat sich letzte Woche auch ein Buntspecht zu uns in den Garten gesellt.
  • Meine Schwester, mein Schwager und mein Neffe waren zu Besuch und haben ein Hochbett mitgebracht, in dem die Große nun voller Wohlbehagen und Stolz schläft. Noch steht es mitten im Zimmer herum, aber in den nächsten Wochen wird noch ein bisschen umgebaut – unter anderem soll ein Balken eingezogen werden, damit wir eine Schaukel (oder ähnliches) aufhängen können.
  • Verbunden mit dem Hochbett war ein Besuch bei Ikea, der bei den Kindern Begeisterungsstürme auslöste (und ich war heilfroh, dass ich nicht alleine war….zwei Arme reichen bei sowas einfach nicht aus!). Seitdem wohnen zwei weitere Stoffkatzen bei uns, nahezu identisch, bis auf das aufgemalte Bild am Wäschezipfel: die Große hat eine Blume, der Kleine wollte “U-A-Ä” draufgeschrieben haben.
  • Der Kleine kann seit gestern seinen Namen sagen! Es wird!
  • Irgendjemand hat mit einem Messer in alle Äpfel in der Obstschale ein Kreuz geritzt. Wer kann das wohl gewesen sein? (Ironisches Augebrauenhochziehen an dieser Stelle)
  • Am Freitag war der Laternenlauf vom Kindergarten. Im Wald, wo die Waldkinder vormittags bereits den ganzen Weg mit Teelichtern in Gläsern geschmückt hatten. Das sah total schön aus! Schön war auch die Saxophonspielerin, die mit Lichterkrone aus dem dunklen Wald kam. Um halb sechs war es dann aber so dunkel im Wald, dass man die Kinder nicht mehr wiedergefunden hat, sobald sie zwischen den Bäumen verschwanden, und wir haben uns wieder auf den Heimweg gemacht.
  • Der Weg am See entlang ist total überflutet. Gestern kamen mir Enten entgegengeschwommen. Ohne Witz.
  • Gestern waren wir bei einem Musik-Kaffee-Kuchen Nachmittag vom Freundeskreis für Asylsuchende. Leider gab es keinen Kuchen. Und die Musik war zwar cool, aber auf Konzertlautstärke und ziemlich düster. Spätestens als der Sänger etwas von seiner abgeschlachteten Tante sang, ergriff die Große die Flucht (ich persönlich hätte sie schon beim Rattenfänger von Hameln ergriffen, der mit düstere Stimme “Gebt mir eure Kinder” gesungen hat…). Aber wir haben ordentlich gespendet und uns gefreut, so viele sympathische Leute zu sehen!

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Since we had some lovely people staying at our place last week, and since the kids were at home too (holiday, bladder infection…stuff like that), there was no time for blogging. Sometimes, there’s time but no words. At least no words that like to come out. So here are some fragments of the last days.

  • Last weekend, we convinced the kids to go for a walk at the nearby swamp. It was a short walk, but full of puddles. That’s when one of my favorite pictures of the last weeks was taken.
  • The squirrels have finally found their own food and stopped boarding the birdhouse. Now we are quite amused every day when we watch how they disappear completely while eating. And apart from all the wee tomtits, a spotted woodpecker visited our garden last week.
  • My sister and her family visited us and brought my nephew’s old loft bed for the litttle one. She is very proud and sleeps very comfortably in her new bed. So far, it is still located somehow in the middle of the room, but within the next weeks, we are going to do some work in the kids room – among others, we are planning to somehow install a beam for a swing. Big plans!
  • The loft bed came with a mandatory visit of the Swedish furniture shop, which caused a lot of enthusiam among the kids (and I was happy to have some help…two arms are simply not enough when it comes to such trips!). Ever since this visit, we have two little soft cats living with us. They are pretty much identical, except for the two little drawings: the little one’s cat has a small flower and the hobbit insisted on the letters “U-A-Ä” on his cat.
  • Since yesterday, the hobbit can say his name! Slowly, but steadly there’s progress 😉
  • Somebody carved a cross into every single apple in my fruit bowl.
  • On Friday, we went to the annual lantern walk of the kindergarden in the forest. The children from the forest kindergarden spent their morning decorating the path with candles in glasses, which looked incredibly nice at dawn. At half past five, it was so dark that one couldn’t find the kids anymore once they disappeard between the trees, so we went home again.
  • The path along the lake is completely flooded in parts. Yesterday, ducks were swimming along the path. No joke.
  • Yesterday, we went to a music-coffee-cake afternoon organised by the Friends for asylum seekers. Unfortunately, there was no cake. And the music was cool, but as it was a real band it was more like a concert and accordingly loud. And dark. With dark, I mean the music. When the singer sang about his slaughtered aunt in the basement, the little one decided to leave (I, personally, would have left when he was singing about the Pied Piper who sang with a really dark voice “Give me your children!!”…) But we donated money and were happy to see so many likeable people.
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Gartenbewohner / garden residents

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Letzte Nacht lag ich lange wach und lauschte, wie der Sturm draußen tobte. Drei kräftige Herbststürme haben wir diesen Herbst schon gehabt, und jedes Mal rüttelt der Wind an unserem Schlafzimmerfenster, klappert mit der Lüftung in der Küche und pustet uns durch den Kamin die Asche ins Wohnzimmer. Beim letzten Sturm ist unser Ahorn aufs Nachbargrundstück gefallen. Diesmal ist ein kleiner Baum vom Spielplatz zu uns aufs Grundstück gekommen. Kein Wunder, dass man nachts bei solchen Stürmen nicht schlafen kann.

Heute Vormittag war der Himmel dann freigepustet und sobald der Sturm etwas nachließ, kamen unsere Gartenbewohner wieder aus ihren Verstecken. Bei uns ist nämlich richtig viel los im Garten. Die vielen Frösche haben inzwischen ihr Winterversteck gefunden (bis auf einen Trödelfrosch, den wir gestern noch gesehen haben), aber Karsten war in den letzten Wochen fleißig und hat an seiner Werkbank gehämmert und gesägt, und seitdem sind wir stolze (sehr stolze) Besitzer eines 1A Vogelhäuschens und einer Eichhörnchenfutterstelle. Beide werden liebevoll befüllt (nach NABU Richtlinien) und unser Garten erfreut sich sowohl bei Vögeln als auch bei Eichhörnchen an großer Beliebtheit.

Jetzt macht es sich auch so richtig bezahlt, dass ich den Basteltisch der Kinder strategisch gut unter dem großen Fenster zum Garten platziert habe – zur Zeit erschallt in schöner Regelmäßigkeit der Ruf “EICHHÖRNCHEN!!!” durch das Haus und dann hängt die ganze Familie an genau diesem Fenster.

Nur die Verteilung der Futterstellen müssen die Tiere noch kapieren…die Eichhörnchen haben noch nicht ganz verstanden, dass sie ein eigenes Eichhörnchen-Luxusrestaurant haben und entern stattdessen immer waghalsig das Vogelhaus.

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Last night, I was awake for quite some time, listening how yet another autumn storm went on outside. There have been three strong storms so far, and every time the wind shaking our window frame, rattling in our kitchen ventilation and blowing down our fireside, spreading ashes around our living room. The last storm blew our maple tree over to our neighbours. This time, a small tree from the playground leaned into our garden. No wonder that one can’t sleep at night anymore when it’s stormy outside. (Nothing compared to the American tornados though!)

This morning, when the sky was blue again, our garden residents left their safe hiding places again in order to visit us. There is a lot going on in our garden, indeed. The numerous frogs have, by now, found their winter spot (except for one late guy who was still hopping around yesterday, but Karsten has spent quite some time at his work bench and we are now proud (very proud!) owners of not only a topnotch birdhouse but also a squirrel restaurant. Both are filled with seeds and nuts and raisins and love (according to proper guidelines) and our garden has turned into a favorite spot for birds and squirrels.

The idea to place the kid’s crafting table right beneath the big window facing the garden pays off pretty well by now. Every now and then, an enthusiatic shout “SQUIRREL!!” can be heard throughout the house, and then the whole family is pushing around said window.

The only thing that needs to be figured out is the allocation of the food….so far, the squirrels haven’t checked that they own an special squirrel food spot, and instead they continue boarding the birdhouse. But maybe we just need to give them more time.

 

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neue Morgenroutine / new morning routine

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Seit Kurzem haben wir, wenn es trocken ist*, eine neue Morgenroutine:

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Der Anhänger zieht sich ja so viel leichter mit nur einem Kind drinnen! Aber man merkt verstärkt, dass es auf den Winter zugeht – die Sonne geht beim Fahren gerade erst auf und wir müssen immer mal wieder anhalten. Die eine, um sich auszuruhen, und die andere, um das Licht zu genießen.

Allerdings müssen wir das Kinderrad noch ein wenig aufpäppeln. Wieso Räder für Kinder kein Licht und keinerlei Reflektoren haben, kann ich ja nicht wirklich überhaupt nicht nachvollziehen. Auch wenn das Rad von der Größe her noch nicht unter offizielle Räder fällt, so ist das Kind doch, sobald es fährt, Teilnehmer im Straßenverkehr. Sollte man meinen. Gleiches gilt für Laufräder. Also her mit dem Licht!

*(Also derzeit so einmal die Woche…)

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Every now and then, when we hit a dry morning (which is not that often, unfortunately), we have a new morning routine! Pulling the bike trailer is so much easier with only one kid aboard 🙂 But winter is definitely coming – the sun only rises while we are on our way and we have to do several stopps. Some for the kid to rest and some for the adult to enjoy the light.

However, we still need to pimp the little one’s bike a bit. I don’t really understand why children bikes don’t have any lights or cat’s eyes. Even if it is, according to the size, not a “proper” bike yet, the children are, as soon as they are cycling (or even using a balance bike) part of the road traffic, aren’t they? So, more light please!

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Herbstmarkt / autumn market

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In unserem Lieblings-Freilichtmuseum war die ganze letzte Woche Herbstmarkt. Das ist so etwas wie ein fulminantes Finale der Saison, bevor das Museum den Winter über schließt. Eine Woche lang waren knapp 150 Aussteller im vorderen Teil des Museums verteilt und da wir eine Jahreskarte haben, haben wir den Markt ausführlichst genossen. Da gab es aber auch tolle Stände. Wolle, Selbstgenähtes, Obst, Gemüse, Gartenartikel, Dekorationen, Lederarbeiten, Buchbinder, Stempel, Karten, Möbel, Skulpturen, diverse kulinarische Stände angefangen bei Bärlauch über Käse und Marmeladen bis hin zu verschiedensten Sanddornprodukten, Seife und und und….dazu natürlich viele Leckereien, insbesondere das Eiz zur eigenen Zusammenstellung wurde von uns genossen (sehr zu empfehlen: Kaffee-Kakao-Rumkugel und Kirsche-Kokos). Voll war es auch. So voll, dass eine Stunde nach Öffnung schon die ganzen Seitenstreifen an den Landstraßen zugeparkt waren, weil der riesige Parkplatz vor dem Museum komplett besetzt war.

Heute vormittag habe ich dann nochmal die Chance und das gute Wetter genutzt und habe mich auf mein Rad geschwungen und habe mir ganz in Ruhe die noch nicht gesehenen Stände angeschaut. Schön, so ein Herbstmarkt! (Und weil ich hin und zurück knapp 30 Kilometer geradelt bin, konnte ich mir auch mit ruhigem Gewissen wieder einen der diversen kulinarischen Höhepunkte gönnen!)

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Before our favorite Open-Air-Museum is closing its gates during the winter, it came up with its annual, big autumn market. During the whole last week, more than 150 exhibitors showed their products in the first half of the museum. As owners of an annual ticket it goes without saying that we were truly enjoying the last week. There were so many beautiful and interesting stalls. Woolen things, homemade clothes, fruits, vegetables, garden products, decorations, leather products, bookbinders, stamps, selfmade stationaries, furnitures, sculptures and not to forget the various culinary stalls selling stuff like wild garlic products, cheese, various jams or sallow thorn products….and of course many treats for the moment (especially the ice-cream that can be individually compiled was one of our favorites….we were especially pleased with the combinations coffee-chocolate-rum truffle and cherry-cocosnut). Apparently, we also weren’t the only ones who truly enjoyed the market: it took less than an hour last weekend until the big parking lot for the museum was packed and the people started parking on both sides along the roads.

This morning, I took the chance and went there again by bike. The sun was shining and I was able to peacefully stroll around the parts that we didn’t manage to see last weekend (there is only so much you can visit with children before there’s the urgent need to go to the playground). Such a nice autumn market! (And because I biked all in all almost 30 kilometers, I felt very much obliged to enjoy the culinary delights again!)

 

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Rock, Rotwein und Rentner / rock, red wine and retirees

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Gestern Abend waren Karsten und ich aus. So richtig aus. Nämlich auf einem Konzert. Zusammen! Das haben wir seit Geburt der Großen nicht mehr gemacht. Zusammen mit den Erlebnissen im Sommer sieht man also: auch mit Kindern kann man irgendwann wieder eigene Sachen machen.

Nun ist der Ort, in dem wir leben, nicht wirklich für sein aktives Nachtleben bekannt. Ich würde sogar soweit gehen zu behaupten, dass ein Nachtleben hier nicht existent ist. Wenn man mal von Mardern, Fledermäusen und Waldkauzen absieht. Aber! Es gibt hier ein kleines, aber feines Kino mit sehr engagierten Betreibern, die sich die Mühe machen nicht nur gute Filme zu zeigen sondern anscheinend auch einige ziemlich gute Bands in den Ort zu holen. Seit unserem Umzug wollten wir in dieses Kino gehen, und nun hatten wir tatsächlich gestern eine Babysitterin und sind zu einem dänischen Blues-Rock Konzert gegangen. Und was soll ich sagen? Es war richtig cool!

Cool war auch das Publikum. Denn Karsten und ich bemerkten beide mit einem Schmunzeln: wir waren wahrscheinlich mit die Jüngsten im Saal. Ich würde mal schätzen, dass knapp 50% der Gäste über 60 war. Und so saßen wir im Schein von kleinen roten Lampen gemütlich da und tranken ein Glas Rotwein. Bis die Musik losging. Da konnte es einen nämlich eigentlich nicht mehr auf den Plätzen halten. Und zur Pause gaben wir unsere Plätze frei und tanzten lieber. Zusammen mit vielen anderen. Die Stimmung war nämlich super und glaubt es oder nicht, aber besagte 50% haben echt abgerockt.

Voll beschwingt und glücklich und verschwitzt traten wir spätabends wieder ins Freie und machten uns auf den Rückweg, während der Herr neben uns seinen Rollator aufklappte.

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Yesterday evening, Karsten and I went out. Properly. To a concert. Together! We hadn’t done that since the birth of the little one. Combined with the experience during our summer holiday, it is safe to say: even with kids, one is able to, after some time, follow own interests again.

Now, the town we live in is not really famous for its vibrant night life. I would even say that a night life is non existent here. Apart from the bats, the owls and the martens, of course. But! The town happens to have a small, but very fine old cinema with a very dedicated managament who do not only choose very good movies but who also manage to invite really good bands to our town. We wanted to go to this cinema ever since we moved here, and yesterday we finally had a babysitter on a day of a concert, so we went to a Danish Blues Rock Band. And what shall I say….it was amazing!

Not only the band was amazing, but also the audience. As Karsten and I both noticed quickly: we seemed to be among the youngest in the room. I’d guess that about 50% of the audience was over 60. And so we sat down in a small cinema hall, illuminated by little red lamps, and drank a glass of red wine. Until the music started. Because then, one wouldn’t want to sit down anymore. And after the break, we gave our seats away and danced instead. Together with many others. The atmosphere was awesome and, believe it or not, said 50% rocked the concert.

Late in the evening, we left the place sweaty and happy and with a bounce in our steps, while the gentlemen next to us unfolded his walking frame.

 

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abseits / off the beaten track

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Manchmal kommt man an Orte, die hat man einfach nicht auf der Reihe. Heute zum Beispiel, da hatte ich einen Tanten-Nichten-Tag mit dem Versprechen, unsere Fotokamera mitzunehmen zwecks einer kleinen, entspannten Fotosession. Die Nichte durfte vorschlagen, wo es hingehen sollte.

Ziemlich cool! Aber ganz ehrlich, ich hab mich da ja schon ein bisschen gegruselt!

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Sometimes, you discover places that you’d actually never picture yourself in. Like today. Today, I had an aunt-niece-day with the promise to take my camera and to do a small, relaxed foto session. The locations were decided upon by my niece.

It was a pretty cool place. But honestly, it also gave me the creeps.

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Alltagsunterhaltung / daily entertainment

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Mein lieber Sohn, du hältst mich auf Trab! Ich habe ja inzwischen mitgekriegt, dass du anders drauf bist als deine Schwester. Dass du mehr Blödsinn machst und gerne ein Leben am Limit lebst. Dass du, wie mir scheint, deinem Papa sehr ähnlich bist.

Vorgestern, zum Beispiel, da kam ich auf die wahnwitzige Idee, die Fingerfarben auszupacken. Wir haben tolle Bilder gemalt, du und die Große und ich, und dann bist du hinterher ganz tüchtig und schnell zum Waschbecken gelaufen, um dir die Hände zu waschen. Nun ja. War ja sehr lieb gemeint von dir, und ich habe auch nur 15 Minuten gebraucht, um die rote Farbe überall wieder wegzuputzen. (Ich erinnere mich da an eine Eskalation deines Papas beim Pralinen-Herstellen, wo hinterher alles vom Lichtschalter bis hin zur Klospülung voll mit weißer Schokolade war).

Gestern kam es dann etwas hart auf hart. Da waren wir draußen am See und du hattest beim Reingehen einen kleinen Schreianfall und bist mit den Gummistiefeln aufs Sofa geklettert. Was nicht so schlimm wäre, wärst du nicht blöderweise am See in einen Hundehaufen getreten. Habe ich schon irgendwann erwähnt, dass man unser Sofa nicht waschen kann? Also habe ich gestern grimmig eine halbe Stunde versucht, das Sofa zu reinigen. Ah, und der gesamte Boden musste natürlich auch gewischt werden. Denn es stank. Dein Papa fand, dass das eigentlich kein Grund für schlechte Laune ist. (Aber den stört es ja auch nicht, wenn ihm Tauben auf den Kopf…nun ja….lassen wir das.)

Heute war ich dann mit dir bei der U7 und du hast deine “Everybodies Darling” Karte gespielt. Das war ziemlich süß und der Doktor ist davon überzeugt, dass du ein wunderbar kooperatives kleines Kind bist. Hast du gut gemacht! Weniger klug war es allerdings, dich zu Hause auf das Rutschauto zu stellen und dann voll Karacho den Abgang zu machen, so dass es eine Viertelstunde lang aus deinem Mund geblutet hat. Nun hast du also zusätzlich zu einem eh schon halb abgeschlagenen Zahn auch noch schiefe Vorderzähne.

Naja, es gibt Schlimmeres. Aber am Wochenende, da darfst du es mal wieder ruhig angehen lassen, ja? Uns wird bestimmt trotzdem nicht langweilig, versprochen!

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Dear son of mine, you do keep me busy, don’t you? By now, I have clearly noticed that you are not at all like your sister. That you are up to more nonsense. That you apparently like to live life on the edge. And it seems that you are very similar to your dad.

Two days ago, for instance, I came up with the crazy idea to use the finger paint with you kids. We did some great drawings, you and the little one and I, and then you were a good kid and you went to wash your hands. Well. It was a nice gesture, I’ll give you that. It just took about 15 minutes to get rid of all the red color in the bathroom. (And it very much reminded me of a baking experiment of your dad that ended with white chocolate on pretty much everything in his flat, including the light switchs and the toilet flush).

Yesterday, it got tough. We were outside at the lake and you happened to throw a minor tantrum when we went inside again. Unfortunately, in your anger you climbed the sofa and, even more unfortunately, you happened to have dogshit on your wellies. Have I mentioned that we have a non-washable sofa? So I tried for about half an hour to deep-clean it, and oh, the floor had to be swept as well. Because, as the little one put it: “It smells like the hobbit pooped his diapers!”. Your dad thinks that this wasn’t actually a reason to be in a bad mood. (But well, he doesn’t mind when sea gulls shit on….oh, whatever, never mind…)

Today, you and me went to the doctor for your 2-year check up, and you played “everybodies darling”. That was very cute and the doctor is now convinced that you are a very cooperative little child. Well done, my kid, well done. A little less brilliant was the idea to stand on your little push car and then do a full tilt downfall so that your mouth was bleeding for about 15 minutes. Additionally to your already half chipped front teeth, your teeth are also slightly askew.

Well, things could be worse. But during the weekend, you are allowed to take it easy, ok? Life will still be fun, I promise!

 

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Abendessen / dinner

Abendessen, von den Kindern gesammelt. So lob’ ich mir das! /Dinner, gathered by the kids. That’s how I like it!

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Sintflut / deluge

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Was da seit letzter Woche an Wasser vom Himmel kam, kann einen ja wirklich an die Sintflut erinnern. Es scheint, als ob dieses Jahr nicht nur der Frühling und der Sommer in Norddeutschland verregnet sind….

Im Waldkindergarten wurden letzte Woche fleißig Kanäle gebuddelt, damit der Platz mit dem Bauwagen nicht unter Wasser stand. Am Freitag war die Große neu eingekleidet – es gab da anscheinend eine große Pfütze auf dem Weg, wo sie plötzlich “Flutsch!” machte und es gar nicht anders möglich war als nass zu werden (beteuerte sie). Der Erzieher grinste im Hintergrund und machte pantomimisch vor, dass das “Flutsch” eher ein “Hüpf!” gewesen war.

Besagte Pfütze ist inzwischen so groß geworden, dass die Jogger entweder umkehren oder ihre Schuhe ausziehen und durchwaten müssen.

Am Sonntag aber, da war der Himmel blau und die Sonne schien. Passend dazu kamen Familie und Freunde und es gab es Kuchen und Kaffee. Wir haben den Garten hergerichtet und ein paar letzte Blumensträuße gemacht. Es wurden Laternen gebastelt, Waffeln gegessen und abends gegrillt.

So ein kleines Herbstfest zwischendrinnen, das ist doch was Feines!

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Last week, it has been raining cats and dogs. After three days, we were wondering whether it would be necessary to build an ark, and it definitely seems like we’ll not just have a rainy spring and a rainy summer this year, but also a very wet autumn.

In the forest kindergarden, canals had to be digged so that the space around the trailer wouldn’t drown. On Friday, the little one was wearing new clothes when I picked her up – apparently, there was a puddle on the way where she just happened to make “Whooosh!” and there was no way how she could not have ended up soaked (according to her). Her teacher smiled in the background and showed me pantomimicly that the “whoosh” was more likely a “Jump!”.

Said puddle has grown so big by now, that the runners around the lake either run back and take another way or they get rid of their shoes and wade through it barefoot.

But on Sunday! On Sunday the sky was blue and the sun was shining. What a good day to invite family and friends for a small autumn gathering. There was cake and coffee, and the little one and I picked some last flowers. We tidied up the garden and made lanterns and waffles and did a bbq in the evening. What a good way to enjoy this time of the year!!

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