erste Male / firsts

(English version follows below)

Am Wochenende erstmals uralte, bröckelige Fensterfugen entfernt und neue Silikonfugen gezogen. Ein Schweinkram, wirklich, und gar nicht so einfach. Aber immerhin, es sieht besser aus als vorher. So gut, wie kackbraune Fugen auf kackbraunen Fenstern halt aussehen.

Ein Fenster erledigt, neun weitere liegen vor mir. Und die Fugen auf den Außenseiten kann ich erst machen, wenn die Temperaturen wieder wärmer sind.

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Last weekend, I tried to get rid of the old (very old) window sealings in our kitchen, and then draw new ones. Not as easy as it sounds!! But well, it looks better than before. At least as good as brown sealings on brown window frames can look.

One window down, nine more to go. And for the joints outside I have to wait for warmer temperatures.

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Montagmorgen / Monday morning

(English version follows below)

Heute morgen hatten wir Mühe, den Hobbit aus dem Bett zu kriegen. Er war müde, seine Nase war verstopft und gestern Abend hatte er kurz über Halsschmerzen geklagt. Fieber hatte er allerdings keines. Eine kurze Weile überlegte ich, ob ich ihn heute zu Hause lassen sollte. Dann aber verspeiste er drei Honigbrote zum Frühstück, hatte keine Probleme beim Schlucken, weichte eine Klopapierrolle mit Zahnpasta ein, rannte laut kreischend von einem Zimmer ins andere und flüsterte seiner Schwester Schimpfwörter ins Ohr, sodass ich spontan beschloss, dass frische Luft gut für die verstopfte Nase ist und er mit ihn den Wald kommen würde.

Wir zogen uns warm und regensicher an, ich schnappte mir die Rucksäcke der Kinder und den Korb zum Einkaufen und zog die Haustür zu. Und realisierte noch beim Zuziehen, dass ich den Schlüssel nicht eingesteckt hatte.

So ein Mist!

Ich kontrolliere immer, IMMER, ob ich den Schlüssel eingesteckt habe. Nur heute nicht.

Da standen wir nun, um kurz nach acht, und waren ausgesperrt. Kein Haustürschlüssel, kein Autoschlüssel, kein Fahrradschlüssel. Karsten war nicht erreichbar wegen seiner Montagmorgen-Dienstbesprechung. Mein Bruder (mit Ersatzschlüssel) hatte einen Termin mit einem Kollegen, der schon auf dem Weg zu ihm war. Mh.

Also versuchte ich erstmal, die Kinder irgendwie in den Wald zu kriegen. Meine eine Freundin war mit ihrem Sohn beim Kinderarzt. Der Mann meiner anderen Freundin ging nicht ans Telefon. Schließlich kam letztere besagte Freundin schnell von der Arbeit vorbeigesaust und fuhr die Kinder in den Wald. Wie gut, dass wir in so einem kleinen Ort wohnen.

Ich versuchte kurz erfolglos unsere Haustür mit einer Karte zu knacken. Geht nicht. Ist ja irgendwie auch gut so. Und unseren Briefkastenschlitz direkt in der Hauswand neben der Tür haben wir vor zwei Wochen zugeklebt. Mit Montagekleber. Keine Chance, da mit Draht die Haustür aufzukriegen (auch gut so!).

Dann machte ich mich auf den Weg zum Bahnhof, nahm den Zug nach Kiel und traf Karsten am Bahnhof zwecks Schlüsselübergabe. Dann wartete ich eine knappe Stunde auf den Zug zurück, der natürlich Verspätung hatte. Und lief dann wieder vom Bahnhof zu uns nach Hause, wo ich endlich die Haustür aufschließen konnte.

Dann trank ich einen Kaffee um wieder warm zu werden, und fuhr wieder in den Wald, um die Kinder abzuholen.

Montagmorgen, ich sag’s euch.

Ps: Karsten geht’s übrigens auch nicht besser. Abgesehen von der Tatsache, dass er wegen mir wieder von der Uni zum Bahnhof radeln musste, hat er erfahren, dass er bis übermorgen einen Antrag schreiben muss. Trallalla.

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This morning, we had some trouble getting the Hobbit out of bed. He didn’t want to wake up, had a stuffed nose and yesterday he was complaining about a sore throat. But he didn’t have a fever. For a short while I was wodnering whether I should leave him at home today in order to cure the stuffed nose. But then he ate three slices of bread with honey for breakfast, had no problems swallowing them, soaked a roll of toilet paper with tooth paste, constantly ran from one room to another while wildly roaring and whispered various swear words into his sister’s ear. So I spontaneously decided that fresh air is the best cure for a stuffed nose anyway and that he is definitely going to the forest kindergarden today.

The kids put on shoes, jackets, scarfs, hats, waterproofed trousers, winterboots and mittens, I grabbed their backpacks and the basket for the shopping, and I closed the front door. And while closing it I realized that I forgot the key inside.

Argh!

I always, ALWAYS check if I got the keys. Today was literally the first time I didn’t.

And there we were, at eight o’clock in the morning, in our front yard, without a key to the house, the car or the bikes. I couldn’t get hold of Karsten as he was in his Mondaymorning-Meeting. And my brother, who has a spare key, was expecting a customer who was already on its way. Mh.

I then tried to get the kids to the forest kindergarden. My one friend wasn’t available as she was at the doctors with her son. The husband of my other friend didn’t answer his phone. So after several phone calls, my other friend was so kind to swing by and drop the kids at the forest kindergarden, although she actually had to work. It’s the advantage of a small town like ours.

I, in the meantime, tried various ways to break into our house. It didn’t work. Which is, after all, kind of reassuring. Then I went to the train station and  took the train to Kiel where I met Karsten at the station in order to get his key. I then waited for almost an hour for the train which was running late (of course. It’s the Deutsche Bahn. It’s always late!). And then I was walking back to our house and was finally able to get inside again.

I had a cup of coffee in order to warm up again, and then rushed to pick up the children from kindergarden.

Monday morning……

Ps: Karsten is not having a better start into the week either. Apart from cycling back to the station in order to give me his key, he also got assigned to write up a application until Wednesday.

 

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Wohnzimmerkonzert / sofa concert

(English version follows below)

Es gibt ja Eltern, die sind voll entspannt. Die kriegen Kinder und reisen dann erstmal um die Welt. Oder gehen mit den Kindern auf Festivals. Oder auf Partys. Und die Kinder, die sind auch immer so entspannt. Die schlafen dann beim Festival irgendwann auf der Picknickdecke ein, wenn sie müde sind. Oder spielen selbstvergessen, bis ihnen vor Müdigkeit die Augen zufallen. Und finden es spannend, jede Nacht woanders zu schlafen.

Wir gehören nicht zu dieser Spezies.

Ich könnte das jetzt länger ausführen, aber eigentlich ist es ganz einfach: unsere Kinder schlafen nicht einfach irgendwo ein. Sie schlafen morgens auch nicht länger, wenn es abends spät ins Bett ging. Und andauerndes Programm oder ständigen Tapetenwechsel finden sie anstrengend. Zumal der Hobbit immer noch sehr menschenscheu ist.  Unsere langersehnte Fährfahrt nach Schweden damals war ein Disaster, und ich erinere mich sehr gut an das Hansekulturfestival, auf dem der Hobbit irgendwann laut brüllend vor Karsten davongelaufen ist, weil er komplett überfordert war, und Karsten von einer umstehend Frau skeptisch gefragt wurde, ob das tatsächlich sein Kind wäre, dem er da hinterherjagt. Man möge mir glauben: wir haben es immer wieder versucht, und es war immer super anstrengend.

Neulich haben wir dann eine Einladung zu einem Wohnzimmerkonzert bekommen. Ein total cooles Konzept, finde ich. Da lädt man einen Musiker (oder mehrere), die sowieso in der Nähe sind (wegen Konzerten oder Studioaufnahmen oder ähnlichem), zu einem Konzert im eigenen Wohnzimmer ein, sodass sie in einem kleinen Rahmen spielen können. Was viele anscheinend auch gerne machen. Unser erster Instinkt war einen Babysitter zu organieren. Aber unsere Freundin meinte, beim letzten Mal wären da auch viele Kinder gewesen und sie würden ihre zwei auch mitnehmen. Gut, wir beschlossen also die Kinder mitzunehmen.

Und was soll ich sagen: das ging wider Erwarten erstaunlich gut! Das Ganze ging erst gegen halb acht los, also genau um die Zeit, wenn sich die Kinder eigentlich bettfertig machen. Aber wir waren ganz jung und flexibel und hipp, haben sogar noch schnell einen Beitrag für ein veganes Buffet gezaubert, und trafen mit diversen anderen bei den Gastgebern ein (die übrigens weder wussten, wieviele eigentlich kommen würden, noch wussten, wer der Großteil der Leute eigentlich war, der da in ihrem Wohnzimmer saß…so entspannt wäre ich auch mal gerne!). Dann mussten wir allerdings noch lange warten, denn es wurde erstmal gegessen, und der Musiker wartete anscheinend darauf, dass die Leute sich hinsetzten, während die Leute darauf warteten, dass der Musiker ein Startzeichen gab. Manche Eltern (nicht die ganz hippen, aber die, die so ähnlich sind wie wir) kennen das vielleicht – das ist wie im Restaurant, wenn man weiß, dass man die Kinder ungefähr eine Viertelstunde lang ruhig halten kann ohne das etwas zu Bruch geht, und dann kommt und kommt das Essen einfach nicht und leichte Panik bricht aus.

Um kurz vor neun ging es dann aber endlich los, und dann saßen Karsten und ich jeder mit einem Kind auf dem Schoß im Wohnzimmer und hörten ganz entspannt einem britischen Gitarrenspieler zu. Mit Einsetzen der Musik wurde der Hobbit auf meinem Schoß ganz ruhig, lehnte sich zurück und machte die Augen zu. Und schlief dann tatsächlich ein. Einfach so! Der Wahnsinn!

Die Große schaffte das leider nicht, dafür saß sie zu dicht an der Musik, und so blieben wir auch nicht bis zum Schluß sondern machten uns irgendwann still und heimlich aus dem Staub. Aber hey, das hat tatsächlich funktioniert! Wir waren mit den Kindern abends bei einem Wohnzimmerkonzert, ohne Geschrei und Gemurre, und haben uns kurz mal ein kleines bisschen wie hippe Eltern gefühlt. Sollten wir vielleicht mal öfter probieren. Je älter die Kinder werden, desto einfacher wird so etwas anscheinend.

Und Wohnzimmerkonzerte sind echt was Feines!

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There are parents ou there who are completely relaxed. They decide to travel around the world after their babies are born. Or they take their children to music festivals. Or to parties. And the children are always relaxed, too. At the festival they just fall asleep on the picnic blanket when they are tired.  And find it exciting to sleep at a different place every other night.

Well, that’s not us.

I could write a whole blogpost about this phenomena, but it’s actually quite simple: our children don’t just fall asleep somewhere else, they don’t sleep longer in the morning when they went to bed late, and they find continuous programs or constant changes of scenery exhausting (and therefore become exhausting themselves). Particularly the hobbit is rather shy and doesn’t like crowds. Our long-awaited ferry trip to Sweden back then was a disaster, and I remember very well the Hanseatic Culture Festival, where the Hobbit ran away from Karsten at some point, crying loudly, because he was completely overwhelmed, and Karsten was asked by a concerned woman whether it was actually his child who he was chasing after. Believe me: we tried again and again, and it was always super exhausting.

Last week, we got an invitation for a sofa concert. It’s a really cool concept where you invite a musician (or several) to your house so that they can play in a small setting. Many musicians are indeed up for it, as they have free evenings along a tour or while recording in a different city. Our first instinct, apart from saying “Oh, cool!”, was to organize a babysitter. But our friends told us that there were actually lots of children around last time and that they were planning to take their two kids as well. So, we decided to take our children with us to the concert.

And what can I say: we had a really good evening! The whole thing didn’t start until about half past seven, which is exactly the time when the children are normally getting ready for bed. But we were very young and flexible and hip that evening, even came up with a contribution for a vegan buffet, and arrived with various other guests at the host (who, by the way, neither knew how many people would actually come, nor knew who the majority of the people were who sat there in their living room…Gee, I want to be relaxed like that). We then had to wait for quite a long time, because people wanted to eat first, and the musician was waiting for the people to take their seats while the people were waiting for the musician to give a start signal. Some parents (not the hip ones, but the ones similar to us) might be familiar with the situation – it’s like going to a restaurant with your kids and you know you can keep them busy for about fifteen minutes before the first glas breaks, and then the food takes hours and hours and you are starting to feel slightly panicked.

Well, at around nine o’clock it finally started and Karsten and I sat down, the kids on our laps, and we listened to a very relaxed British guitar player. As soon as the music began, the hobbit (who was sitting on my lap) got completely quiet and calm. He leaned back, closed is eyes and….fell asleep. Just like that! How awesome is that??

The big one couldn’t fall asleep as she was to close to the music, so we didn’t stay until the very end but left at one point quietly. But hey, it really worked out! We went to a concert, in the evening, with children, and there was no screaming and no crying. No tantrums either. We shortly felt like very hip and cool parents. Maybe we should try it more often. The older the children, the easier it seems to get.

And sofa concerts are a pretty cool thing, that’s for sure!

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Norddeutschland…/ Northern Germany…

(English version follows below)

…wenn die Kinder morgens angesichts von zwei Zentimetern Neuschnee in herzerwärmende Begeisterung ausbrechen und im Waldkindergarten sofort die Poporutschen rausgeholt werden, um mit zweimal Rodeln den Schnee von der deutlich dickeren Bläterschicht zu fegen.

Begeisterung aber auch bei mir angesichts lang vermisster Sonne. Beginnend mit einem fantastischen Sonnenaufgang!

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…when the children enthusiastically storm outside to enjoy the two centimeters of snow in the morning while some villages in southern Germany are still inaccessible due to the heavy amounts of snow.

But enthusiasm is also coming from me regarding the long missed sunshine outside. Starting with a beautiful sunrise!

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Gartenrückblick und Frohes Neues! / garden review and happy new year!

(English version follows below)

Hallo, hallo, allerseits, und ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, ihr seid alle gut reingerutscht!

Bei uns hält die Trägheit der Feiertage noch an. Allgemeine Vollgefressenheit und langes Kuscheln am Morgen, zumindest mit einigen der Familie. Es gab aber auch mal wieder viel gutes Essen am Ende des Jahres, mannomann. Unser Silvesterbuffet mit Freunden zum Beispiel, das sah war so lecker, aber wir hatten uns in der Menge gnadenlos verschätzt. Zumindest mussten wir dann für die nächsten zwei Tage nicht kochen… Und anscheinend habe ich mich immer noch nicht an den Kuchenstandard meiner Schwiegerfamilie gewöhnt. Vielleicht gehe ich heute mal laufen…

Einen Jahresrückblick habe ich gar nicht geschafft, dabei war es ein schönes Jahr (anstrengend auch, mitunter, aber es ist ja die Tendenz zu merken, dass vieles mit der Zeit einfacher wird!). Mir fiel aber ein, dass ich ja mehr oder weniger regelmäßig die Gartenbeiträge geschrieben und dabei immer den gleichen Blick aus unserem Schlafzimmerfenster fotografiert habe. Hier ist also mein Schlafzimmerrückblick von 2018.

(Ich finde es immer wieder faszinierend zu sehen, wieviel mehr man von den Häusern sieht, wenn die Bäume kahl sind, und wie sich im Mai dann alles in ein grünes Paradies verwandelt! Außerdem kann man ganz wunderbar “Finde die Unterschiede” spielen…es gibt ja mindestens vier oder fünf sichtbare Neuerungen, wenn man genau hinschaut!)

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Ende Januar

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Ende Februar

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Mitte März

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Ende März

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Anfang April

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Ende April

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Mai

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Ende Mai

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Juni

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Juli

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August

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Oktober

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Anfang November

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aktuell

Hello, hello, my dear friends in the distance! We wish you a happy new year and hope that you had a wondeful, relaxing holiday at the end of the year.

We are still in the state of laziness, full bellies and sleeping in (well, at least some members of this family). The last two weeks were dominated by a lot of good food, and excellent company. There was also a little sickness (as usual) and some very long car rides, but all in all we had a very fine time.

I didn’t manage to write anything between the years, not even a review of 2018 although it seems to be obligatory to do so when you have a blog. It was a pretty good year, this year of 2018, that is for sure. Exhausting at some points, too. But generally, there’s the tendency that things are getting easier again (which is very nice).

But I noticed that I actually managed to write my garden update more or less regularly, and I took a picture from the view of our bedroom window almost every month. So here is our bedroom-window-review of 2018 (above).

(I’m always amazed how barren it looks during the winter and how much of the neighbouring houses one can actually see, until it turns into a green oasis in May. Also, it is a bit like “Finding the difference”…there are four or five bigger things that were built during the last year. Do you find them?)

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Frohe Weihnachten / Merry Christmas

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Alle Jahre wieder…/ Every year…

(English version follows below)

Dieses Jahr tu ich mich etwas schwer mit der Weihnachtsstimmung. Es wird gebastelt, gebacken und gesungen, aber irgendwie überwiegt der Stress und ein leichter Druck angesichts der allgemeinen Erwartungen, die jedes Jahr im Dezember vorherrschen.

Weihnachtspost zum Beispiel. Ich schreibe sehr gerne Briefe, und ich finde auch, dass es schön ist den anderen zu zeigen, dass man an sie denkt. Aber wieso muss man denn ausgerechnet in den vier geschäftigsten Wochen des Jahres auch noch allen Bekannten, Freunden und Verwandten Karten schreiben? Das ist doch totaler Wahnsinn. Vielleicht führe ich es nächstes Jahr einfach mal ein, dass wir eine Neujahrs- bis Frühlingspost verschicken. Im Januar und Februar ist doch sowieso immer ein Winterloch, da freut man sich doch sicher sehr über einen Gruß im Briefkasten.

Dann die Weihnachtskekse. Es hat jetzt diverse Backaktionen gebraucht, bis es überhaupt mal ein paar Kekse in die Keksdosen geschafft haben. Statt wie die letzten Jahre viele verschiedene Sachen zu backen, habe ich beschlossen, dass es nur noch zwei oder drei besonders leckere Rezepte gibt. Die da wären: Mandelsplitter und Zimtsterne. Und die obligatorischen Butterplätzchen für die Kinder zum Ausstechen, die ich aber geschmacklich überhaupt nicht mag.

Und die Weihnachtsgeschenke…ich weiß nicht, was mich dieses Jahr geritten hat, aber ich habe viel zu viel selbst gemacht. Das ist irgendwie noch so in mir drinnen, weil das Basteln von Geschenken früher zu meiner Lieblingsbeschäftigung in der Weihnachtszeit gehörte. Aber mit zwei kleinen Kindern zu Hause kommt man nur bedingt zum Basteln, und dieses Jahr war es einfach irgendwann echt stressig. Nichtsdestotrotz sind total feine Geschenke bei rausgekommen (die ich jetzt hier nicht schreiben kann – man weiß ja nicht, wer mitliest).

Das Weihnachtskonzert von der Großen in der Kirche war auch so, mh, lala. Ihre Gruppe musste über eine Stunde (!!!!) warten, bis sie endlich dran waren. Wir reden hier von 4-5 jährigen Kindern, den jüngstem bei dem Konzert, die in einer vollen Kirche eine STUNDE warten müssen, während die ganzen älteren Kinder alle vorher dran sind. Taktisch etwas fragwürdig, finde ich. Vor allem, wenn man den kleinen Bruder auch eine STUNDE auf der Kirchenbank beschäftigen muss. Und am Ende war die Große nach einer STUNDE! so fertig mit den Nerven, dass sie auf der Bühne fast in Tränen ausgebrochen wäre und aussah wie ein Weihnachtswichtel, dem Weihnachten abgesagt wurde.

Gab aber auch schöne Momente in den letzten Wochen. Zum Beispiel haben wir mit der Großen erstmals “Drei Haselnüsse für Aschenbrödel” geschaut, und hach, das ist toll, dass wir jetzt soweit sind so schöne Filme zu gucken! Die Sendung mit der Maus hat uns auch großen Spaß gemacht die letzten Male, vor allem die Beiträge mit Alexander Gerst (“Ich schlage beim Zähneputzen immer Purzelbäume. Warum? Weil ich’s kann!”). Und dann war ich bei meiner Freundin in Lübeck und habe mit ihr bis Mitternacht in ihrer Holzwerkstatt Lampen gebaut. Neben einem Geschenk (vielleicht, vielleicht auch nicht) habe ich eine Lampe einfach nur für mich gebaut, die steht jetzt auf dem Schreibtisch.

Nun muss gepackt, weiter gebastelt, sauber gemacht und morgen im Wald gepunscht werden. Nur nicht müde werden, hopp, hopp….

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This year I’m having a slightly hard time with the Christmas spirit. We are crafting, baking and singing, yes, but somehow the stress and the expectations that come with the christmas holidays are a bit too much this year, if you ask me.

Christmas cards, for instance. I love writing letters, and I also think it’s nice to show others that you think about them. But why , oh why does one have to write a card to every single friend and family member in the four busiest weeks of the year? That’s madness, and most cards are not telling half of what I’d like to write, simply because there’s no time for long texts. Instead of christmas cards I might just introduce a New Years- or Spring mail. There is nothing going on in January and February anyway, so it’s a much better time to have a nice card in your mailbox anyway.

Next topic: christmas cookies. It too several baking afternoons until some of the cookies actually made it into the cookie jar. Instead of baking many different cookies, like the last years, I decided to stick to two or three really good recipes. Which would be: Almond splinters and cinnamon stars. That’s it. Oh, and the obligatory cookies for the children to decorate, which I actually don’t like at all. But there have to be some sacrifices, I guess.

And the Christmas presents… I don’t know what came into me this year, but I tried to make too many gifts myself. It’s a leftover from my past when making christmas gifts was one of my favorite things to do during christmas time. I still like it, but with two small children there is only so much you can do, and this year it was just really stressful at one point because things had to be finished in order to be sent off. Still, I was able to come up with some pretty good presents (which I can’t write about right now as I don’t know who’s reading it. Maybe in another post after christmas).

The christmas concert of the little one’s music group had room for improvement too. The main thing to improve: please, please don’t let the youngest children wait the longest! The little one and her group had to wait over an hour until it was their turn. We are talking about children at the age of 4 to 5, whereas all  the others who were performing first were at least 10 years old. By the time of their song, the little one was so excited and exhausted at the same time that she almost broke into tears during the performance. Poor little one.

But of course there were nice moments during the last weeks too. For example, we watched “Three Wishes for Cinderella” with the little for the first time, and oh, that was awesome. I don’t know if it is popular in other countries too, but this movie is one of the most loved christmas movies in Germany. It’s an old production from 1973, and most of us know it from our childhood. Watching it with the little one and observing her emotions and reactions was such a beautiful moment! We also had fun with the messages from Alexander Gerst (“I always do somersaults while brushing my teeth. Why? Because I can!”). And then I visited my friend in Lübeck and we built lamps in her wood workshop until after midnight. One lamp is probably going to be a christmas gift, but the other one is just for me, and it is sitting on my desk now and making me smile.

So, now I am back to baking, gift wrapping and packing. Cheerio!

 

 

 

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Weihnachtszeit / christmas time

(English version follows below)

Die Weihnachtszeit kommt mir dieses Jahr ungeheuer kurz vor. Vielleicht liegt es daran, dass der Herbst so besonders lange und schön war, sodass man im November noch gar nicht das Gefühl hatte, mit den Weihnachtswichteleien anfangen zu wollen. Nun versuchen wir, alles unter einen Hut zu kriegen. Das Kekse backen zum Beispiel. Ich backe und backe und backe, und trotzdem sind die Keksdosen ständig leer. Mir scheint, wir haben dieses Jahr nicht nur eine, sondern mindestens zwei Weihnachtsmäuse.

Der Nikolaus wurde letzte Nacht von den Kindern sehnsüchtig erwartet. Abends gab es kurz Verunsicherung, als sie erfuhren, dass nur brave Kinder etwas kriegen (man sah es förmlich rattern in ihren Köpfen), aber die Zuversicht siegte. Das erste Mal wurde nachts um 3 Uhr nachgefragt, ob schon morgen sei. Danach ging es gefühlt im Stundentakt so weiter.

Ich hatte in diesem Jahr doppelt Spaß am Nikolaus, weil ich für die Nikolaussocken im Waldkindergarten zuständig war. Deswegen durfte ich den Schlüssel vom Bauwagen nehmen und die aufgehängte Sockengirlande bestücken. Hat Spaß gemacht, und ich mag es, mal in Ruhe das Spielgebiet der Kinder zu erkunden (normal warten wir Eltern ja beim Parkplatz und kommen gar nicht in die Gegend vom Bauwagen). Jetzt warten also neben Schokolade, Nüssen und Mandarinen auch zehn kleine Stiftmonster darauf, morgen aus den Socken zu kommen.

Is it only me, or does the christmas time seems unusually short this year? Maybe it’s due to the long and lovely autumn, so my christmas preparations didn’t start until the first of Decemeber (simply because it didn’t feel like it). Now I am desperately trying to get things done, like baking and crafting with the kids, but somehow we never manage to finish stuff. We have baked so many cookies by now, and yet the cookie jars are almost empty….it’s like tilting at windmills this year.

Today, we celebrate St. Nicholas Day in Germany and the kids were eagerly waiting for the night. In Germany, it’s not Santa Clause who’s coming at night to fill the socks, but it is St. Nicholas who fills the shoes or socks at night. Just the clean ones, though. The kids were slightly worried yesterday evening when they found out that only the nice kids get presents, not the naughty ones. You could see  the panic in their eyes while they were trying to remember how they’d behaved all day. But after some long thoughts they decided that they could be confident to get at least a little bit of sweets from St. Nicholas. The little one woke up at 3am, asking whether it’s already time  to get up. That was only the first time….

I myself had the pleasure of helping St. Nicholas twice this year as I was responsible for a little surprise at the forest kindergarden as well. So I was entrusted with the key to the trailer, and I had a fun time filling all the different socks. I really like to walk around the site with the trailer and to see how they decorated the inside of the trailer with firs and stars and candles – normally, the parents don’t see a lot of the playing area of the forest kindergarden, as we pick the children up at the parking area and not at the trailer. Now, chocolate, clementines, nuts and ten little pen monsters are waiting to be discovred tomorrow 🙂

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Startschuss / starting shot

(English version follows below)

Weihnachtsbäckerei mit unseren Freunden hat ja inzwischen Tradition. In der Schweiz war es der Keksmarathon, hier ist es seit zwei Jahren das Lebkuchenhaus-Backen. So auch dieses Jahr, als Startschuss der Weihnachtszeit. Mit 10 Kilo Lebkuchenteig, Weihnachtsliedern, sehr feinem Glühwein und Räuchermännchen. So lob ich mir das.

Das die Kinder unserer Freunde deutlich vertrauter mit diversen Bastelprojekten sind, merkt man übrigens daran, dass sie sich vor dem Lebkuchenbacken hinsetzen, Papier und Stift nehmen und eine Skizze ihres Projektes machen, diese dann ausschneiden und auf den ausgerollten Lebkuchen übertragen. Wir hingegen machen das Pi mal Daumen. Was sich dann auch etwas im Ergebnis wiederspiegelt. Lecker schmeckt jedenfalls das zusammengekrachte Hexenhaus genau so wie der durchgeplante Zug mit Sitzreihen und Fenstern.

(Von dem Zug habe ich leider kein Bild, aber das letzte Foto zeigt das Hofensemble von Petterson und Findus :-))

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Christmas baking with our friends has become a deeply beloved tradition by now. In Switzerland, we had the annual baking marathon, here we started the gingerbread house tradition. Which marked the beginning of the christmas season this year. With 10 kilo of gingerbread dough, christmas carols, very fine mulled wine and incense smokers. Perfect!

One immediately notices, by the way, that the children of my friend are much more used to planning craft projects than ours. When they are about to build a gingerbread house, they sit down, take a pencil and a paper and draw a sketch of their project, which they then cut and copy it onto the gingerbread dough. We, on the other side, cut it as we by rule of thumb. Which shows in the result, of course. But the crashed gingerbread house tastes, thank god, as good as the designed train with seats and windows.

(I don’t have a picture of that truly fabulous train, but the last picture shows the farm ensemble of the Petterson and Findus books :-)).

 

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Der Garten im Oktober und November / our garden in October and November

(English version follows below)

Nach einem nicht enden wollenden Sommer und Herbst sieht es Ende November draußen nun annähernd so aus, wie es zu dieser Jahreszeit normalerweise auszusehen hat. Trocken ist es nach wie vor – während man letztes Jahr knöcheltief in den Matschpfützen versank, ist der Boden dieses Jahr in fünf Zentimeter Tiefe staubtrocken. Das ist doch verrückt.

Ich hatte es schon mal erwähnt – der Herbst war dieses Jahr außerordentlich lang und schön und ich habe wochenlang den Blick in unseren Garten genossen, weil die Bäume so leuchteten. Geblüht hat von Woche zu Woche weniger, aber die Cosmeen haben sich bis zum ersten Frost gehalten, ebenso wie die zahlreichen Löwenmäulchen. Auch die Wildblumenmischung im Vorgarten bis zum Frost noch munter vor sich hin geblüht. Die Äpfel von unserem Apfelbaum haben super geschmeckt – es lohnt sich, wenn man sie noch nicht alle auf isst  während die Kerne noch weiß sind – aber wir haben den Zeitpunkt zum Einsammeln verpasst, sodass auch hier alles direkt vom Baum in den Mund wanderte. In unseren Mund, den der Vögel und, zu unserer Freude, dem der Eichhörnchen.

Inzwischen sind die Dahlien im Keller verstaut. Der Wein ist radikal zurückgeschnitten worden (jetzt sieht man immerhin wieder unsere Hausnummer) und die Gemüsebeete sind halbwegs aufgeräumt (ganz fertig bin ich allerdings noch nicht). Den Blätterteppich lasse ich größtenteils einfach liegen, außer ein paar kleineren Laubhaufen, die ich noch zusammenharken will als Unterschlupf für diverse Tiere.

Die Eichhörnchen-Futterstelle ist aufgefüllt, das Vogelhaus geputzt und neu befüllt. Es geht also mit großen Schritten in die Winterpause!

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Anfang Oktober / Beginning of October

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Anfang November / Beginning of November

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After a never ending summer and autumn, the garden finally looks like it is supposed to look at the end of November. It is still far too dry though – while we were walking ankle-deep through puddles last year at the same time, this year the soil is dry as a bone as soon as one digs deeper than five centimeter.

I already wrote about the beautiful autumn this year – weeks and weeks I enjoyed the view of our garden as one tree after the other started to turn yellow. The time of flowers was, however, almost over. Except from the garden cosmos, which bloomed tireless until the first frost, and the snapdragons. The wildflower mix in our front yard also bloomed until the very end. The apple from our apple tree were delicious – it is indeed worth it to wait a little bit instead of eating them all while the pips are still white – but we missed the time to pick them and store them, so like many other stuff in our garden they went directly from the tree into our mouths. The birds and, to our great delight, the squirrels loved them too.

But by now, the flowers have turned brown and black, the dahlia have moved into their winter quarters and the wine has been pruned back so that we can finally see our house number again. The vegetable beds are almost tidied up. For now, I will leave the thick layer of leaves on the ground (except for a few leave piles for various small animals).

The feeding station for the squirrels is refilled and the bird feeder is cleaned and refilled as well. Winter is coming!

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