Kampf dem Staub! / fight the dust!

(English version follows below)

Es heißt ja immer als guter Ratschlag an Mütter: man muss auch einfach mal seine Standards ändern, es kann halt nicht immer alles perfekt sauber sein und sowieso lieber dreckig und glücklich, als sauber und keine Zeit für die Kinder.

Daran habe ich mich ja auch gehalten, auch wenn mich die Unordnung manchmal rasend macht. Nun ist es nur leider so, dass bei der Großen ein Allergietest gemacht wurde und sich rausgestellt hat, dass sie auf Hausstaub allergisch ist.

So ein Mist.

Karsten ist übrigens auch auf Hausstaub allergisch. Aber er behauptet standhaft seit Januar, dass er erkältet ist.

Jetzt kriegen wir also für’s Kinderzimmer etwas, dass sich Encasing nennt, und müssen uns nur schnell entscheiden, in welcher Bettengröße beide Kinder in Zukunft schlafen sollen. Aber neben diesen Schutzbezügen wäre es wohl ganz ratsam, äußerst regelmäßig und oft zu saugen, zu wischen, Staubzuwischen und Kuscheltiere etc zu waschen. Ein bisschen wie Entlausungskur, nur halt ständig. Nicht, dass wir das hier bisher gar nicht gemacht haben, nein, so ist es ja nicht. Aber es war halt kein Schweizer Standard mehr.

Karsten und ich diskutieren übrigens noch über das Staubsaugen und Staubwischen. Einer von uns sagt, dass hat eh keinen Sinn, gegen Staub kommt man nicht an, der würde ja immer neu produziert werden. Der andere argumentiert, dass das der Grund ist, weshalb jeder normale Mensch regelmäßig putzt. Wenn Staub nicht neu produziert würde, müsse man ja nur einmal allen Staub beseitigen und dann hätte sich das Problem für den Rest des Lebens erledigt.

Das wäre allerdings cool!

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As a newborn mother, you get a lot of good advice. For instance: you might need to overthink your standards – it wont be possible to have a perfectly clean flat, and it is more important to have dirty, but happy kids instead of having no time for your kids at all.

I tried to follow this advice. I think, it is a good one, even if I am reguarly driven crazy by the chaos in our house. But unfortunately, the little one turned out to be allergic to dust mite.

Bummer.

Karsten is, by the way, allergic to dust mite as well. But he perseveringly states since January that he is having a cold.

Now we are about to get something called “encasing” for the kid’s room and we just need to quickly figure out in what kind of bed (sizewise) the kids will be sleeping in the future. But apart from these protective covers, it would be wise to vacuum, to whipe, to dust and to wash the soft animals on an extremely regular basis. It’s a bit like de-lousing, but constantly. And don’t get me wrong, it’s not that we haven’t been cleaning at our place, no. But it’s no Swiss standard anymore.

Karsten and I are also discussing about the sense of vacuuming and dusting. One of us is saying that it doesn’ make sense anyway, there is no way to beat the dust as it is newly produced on a daily basis. The other one argues that this might be the reason that normal people clean on a regular basis. If the dust wouldn’t be continously produced, one would just need to clean once and then we could lean back for the rest of our lives.

That would be cool indeed!

 

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Bericht an den Außenposten/ Report to the outpost

(English version follows below)

Lieber Außenposten,

da du ebenfalls mit dem Elternsyndrom geschlagen zu sein scheinst (so schön, diese Ruhe ohne Familie, aber ach, wie sehr ich sie vermisse…), sei hier eine Auflistung aller Dinge, die wir heute gemacht haben (und du dementsprechend vermeintlich verpasst hast).

Ich: Frühmorgens den Wecker verdöst, denn: die Kinder haben noch geschlafen. Ja, sowas passiert hier tatsächlich, wenn du weg bist. 🙂 Dementsprechend im Eiltempo die Kinder angezogen, mit Essen versorgt, dabei mit meiner Mutter telefoniert, mir den Kopf an der Treppe gestoßen, Brotdose gepackt, allen im Hause Anwesenden Zähne geputzt (wie gut, dass es einer weniger war), allen Anwesenden Schuhe etc angezogen und mit dem Auto losgedüst. Erster Stopp: Wald. Einem Kind erklärt, dass Zugucken beim Minecraft-Spielen langweilig ist und gleichzeitig überlegt, ob wir der Großen gerade eine Karriere als Informatikern versauen, weil das Kind noch kein Copmuter spielt. Zweiter Stopp: Tagesmutter. Kurz gequatscht, beim Wegfahren den Seeadler gesehen. Kurz Innegehalten.

Im Garten geschuftet, viele kleine Laubhaufen gebaut, drei Frösche gesehen, den Container weiter befüllt, die Zeit vergessen. Kaffee getrunken, geduscht, Fotos bearbeitet. Im Turbogang Spaghetti Bolognese gekocht. Den Kleinen abgeholt. Die Große abgeholt. Diesmal mit dem Fahrrad. Zuhause ein Kind ins Bett gebracht, dem anderen beigebracht, wie man Tulpen malt. Mittag gegessen. Kind mit Bonbon und Hörspiel ruhiggestellt und noch einen Kaffee getrunken. Mit dem Kind eine Folge Bullerbü geguckt. Küche aufgeräumt. Wäsche gefaltet. Zweites Kind wieder aufgeweckt. Wäsche gewaschen. Klamotten sortiert. Kaufmannsladen gespielt. Mit den Kindern zum See spaziert und ein Eis gekauft. Die Hälfte meines Eises geteilt. Im Regen zurückspaziert. Abendbrot warm gemacht. Kinder gebadet. Währenddessen das Bad geputzt. Kinder bettfertig gemacht. Sandmann geguckt. Versucht, auch so ein schönes Tageslied zu singen wie du. Du singst aber anscheinend noch mehr “lalala”, sagt die Große. Ein Einhorn in meinen warmen Socken gefunden.

Die Große: Lange geschlafen. Leckeren Saft zum Frühstück getrunken und Joghurt gegessen. In den Wald gefahren. Zugehört und gewundert, was Minecraft ist. Mit der Kindergartenfreundin ab in den Wald gedüst, vorher noch schnell Mama gewunken. Mit dem Kindergarten zum Hühnengrab gegangen. Frühstück im Bauwagen. Geweint, weil xx mir mit dem Hammer auf den Daumen gehauen hat. Pflaster abgelehnt, zu Hause gibt’s viel schönere! Mittags beim Abholen den Kleinen in die Arme genommen und auf dem Rückweg bespaßt, damit er nicht einschläft. Zu Hause gleich ein Bild gemalt, das ist aber beim Abmachen kaputt gegangen. Fand ich ziemlich blöd! Gelernt, wie man Tulpen malt. Kann ich jetzt. Zwei Portionen Nudeln gefuttert. Mit Mama gekuschelt. Einen Bonbon abgestaubt, damit ich Hörspiel höre. Win-win. Ein gemüliches Bett für mein Einhorn gebaut. Nach einer halben Stunde Mama wieder aufgesucht zum Bullerbü-Gucken. Kaufmannsladen gespielt. Klamotten im Keller anprobiert. Schuhe anprobiert. Mützen anprobiert. Leider vergessen, alles wieder wegzuräumen.  Zum See gelaufen, Kaugummi-Eis gegessen, geschaukelt, im Sand gespielt, zurückgelaufen. Dem Mädchen von nebenan Hallo gesagt. Nudeln und Käsebrot gegessen, gebadet, bettfertig gemacht, Sandmann geguckt, ins Bett gekrabbelt und geschaut, ob Mama heute auch mal ein Tageslied singt. Hat sie gemacht, aber anders.

Der Kleine: Lange geschlafen. Vor Mama geflüchtet, damit ich nicht angezogen werde. Gemerkt, dass es keinen leckeren Saft gibt, wenn ich nicht angezogen bin. Klargestellt, dass ich bereit zum Anziehen bin. Drei Portionen Joghurt gefuttert. Vor dem Zähneputzen geflüchtet (Mama hat mich erwischt). Vor dem Schuhe-Anziehen geflüchtet (Mama hat mich erwischt). Den Rucksack der Großen getragen. Zwei Stufen lang. Das Fenster im Auto ganz weit runter gekurbelt. Bei der Tagesmutter schnell spielen gegangen. Gespielt, gespielt, Mittags Mama in die Arme gelaufen. Im Wald protestiert, als ein anderes Kind mit Mama kuscheln wollte. Der Großen in die Arme gelaufen. Ihr den Helm gebracht. Auf dem Rückweg fast eingeschlafen. Zu Hause Mittagsschlaf gemacht. Vorher sichergestellt, dass Mama da ist und mich auf den Arm nimmt, wenn ich rufe. Nachmittags geweckt worden. Im Keller auf dem Bett gehüpft. Schuhe anprobiert (immer die, die gerade die Schwester haben wollte. Sonst macht es keinen Spaß.) Mama und die der Großen das Licht ausgemacht, die Tür zugemacht und “Tschüs” gerufen. Vor Mama weggelaufen, als sie meine Windel wechseln wollte. Mich versteckt, als wir zum See gehen wollten. Es ignoriert, dass Mama ständig gerufen hat. Dann doch irgendwann mitgegangen. Mit dem Laufrad gefahren. In Windeseile mein Eis gefuttert, damit ich auch noch was von Mamas Eis abkriege. Geschaut, wie weit ich mit meinen Gummistiefeln ins Wasser kann. Im Sand gespielt. Sand in den Schuhen gehabt. Wieder zurückgefahren. Und gelaufen. Geschaut, ob Mama mich trägt. Geschaut, ob Mama wirklich weitergeht, wenn ich nicht komme. Geschrien, weil Mama mich unter den Arm geklemmt hat. Mama zugestimmt, dass ich doch laufen kann. Nudeln und Käsebrot gegessen. Aufs Klo gegangen. Gebadet. Heimlich Badewasser getrunken. Vor Mama geflüchtet, weil ich mich nicht anziehen wollte. Von der Schwester überreden lassen, doch den Schlafanzug anzuziehen. Sandmännchen geguckt. “Papa in der Grube” eingefordert. Ganz schnell eingeschlafen.

Alle: Haben dich vermisst!

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Dear Outpost,

since you seem to be hit by the parent syndrom too (SO nice, this quietness without being surrounded by family, but gee, I do miss them…), here’s a list of all the things we did today (and which you, accordingly, missed).

Me: Overheard the alarm this morning because: the kids were still sleeping. Yes, something like this happens indeed when you are away 🙂 Accordingly, dressed the kids at the double, fed them, talked to my mom on the phone, hit my head, packed the lunch box, brushed the teeth of all people here this morning (how good that it was one less than usual, haha), put on everbodies shoes etc and rushed off by car. First stopp: forest. Explained to one of the kids that watching someone play Minecraft is quite boring, while contemplating whether we are destroying our daughter’s future career in computer science because we don’t let our kid play games yet. Second stopp: childminder. Quick but friendly talk. Seen the sea eagle outside. Pause for a moment.

Worked in the garden, built many small leaf spots, said hello to three frogs, filled the container, lost track of time. Had a coffee, had a shower, worked on the pictures of the wedding. Cooked lunch (spaghetti bolognese). Picked up the hobbit. Picked up the little one. By bike, this time. Put one kid to bed, explained the other one how to draw tulips. Had lunch. Calmed down the little one with a candy and an audio book. Had another coffee. Watched an episode of Bullerbü with the little one. Cleaned the kitchen. Folded laundry. Woke up the hobbit. Played shops. Washed some laundry. Sorted some clothes. Took the kids to the lake and bought them icecream. Shared half of my icecream. Walked back in the rain. Prepared dinner. Bathed the kids. Cleaned the bathroom. Tried to get the kids ready for the night. Watched Sandmann. Tried to sing a our-day-song as good as you. But according to the little one, you do more “lalala”. Found a unicorn in my warm socks.

The little one: Slept long. Had yummy juice and joghurt for breakfast. Went to the forest. Listening and wondered what minecraft might be. Off to the forest with my friend, but first waved mom goodbye. Went to the megalithic grave. Breakfast at the trailer. Cried because xx hit my thumb with a hammer. Refused the plaster as we have more beautiful ones at home. Hugged the hobbit when he was picking me up. Entertained him on the way back so he wouldn’t fall asleep. Drew a picture, but accidentaly destroyed it. That was bad! Learned how to draw tulips. Check. Ate two plates of spaghetti. Snuggled with mom. Managed to get a candy so I would listen to an audio book. Win-win. Built a nice bed for my unicorn. After half an hour, consulted mom about the chances to watch Bullerbü. Watched an episode of Bullerbü. Played shops. Tried on clothes in the basement. Tried on shoes. Tried on hats. Unfortunately forgot to put it all away again. Walked to the lake, had an icecream. Played with the swings and in the sand, walked back. Ate spaghetti and bread with cheese. Bathed, got dressed for the night, watched Sandman, crawled into bed and checked whether mom can sing a song about our day. She can, but she does it differently than you.

The hobbit: Slept long. Escaped mom when she tried to dress me. Realised that I don’t get any of the yummy juice if I’m not dressed. Made clear that I’m ready to get dressed. Ate three bowls of joghurt. Escaped when it was my turn to brush my teeth (mom got me). Escaped when I was supposed to put on shoes (mom got me). Carried the backpack of the little one. Two whole steps. Winded down the window in the car before we drove off. Played at the daycare. Ran into mom’s arms at lunchtime. Protested loudly when another child in the forest tried to snuggle with mom. Ran into the little one’s arms. Brought her helmet. Almost fell asleep on the way back. Lunchtime nap at home. But before, made sure that mom is there and that she picks me up and snuggles when I call her. Being woken up in the afternoon. Jumped on the bed in the basement. Tried on shoes. Always the one’s the little one wanted to have. It’s no fun otherwise. Switched off the light, closed the door and told mom and the little one “bye bye”. Escaped mom when she tried to change my diaper (she got me…again…). Tried to hide when we wanted to walk to the lake. Ignored mom’s callings. But went outside eventually. Drove my bike. Ate my icecream in next to no time so that I was able to eat half of mom’s too. Checked how far I can walk into the lake with my rubber boots. Played in the sand. Had sand in the shoes. Drove back. And walked back. Checked whether mom might carry me. Checked whether mom really keeps on walking when I stopp. Cried because mom tucked me under her arm. Agreed with mom that I am actually able to walk. Ate spaghetti and bread with cheese. Went to the toilet. Bathed. Secretely drank out of the bath tub. Escaped mom because I didn’t want to get dressed. Got convinced by the little one to finally put my pyjamas on. Watched Sandman. Made sure mom sings my favorite song. Fell asleep really quickly.

All of us: Missed you!

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Schuften, schuften und nochmals schuften / work, work and work again

(English version follows below)

Die Entsorgung von fünf Bäumen ist ja eine endlose Plackerei, so viel steht fest. Was anfangs noch ganz locker angegangen wurde (hier mal einen Ast rausziehen, da mal einen Ast rausziehen und immer gucken, was man davon für eventuelle Bastelarbeiten im Haus verwenden könnte), das ist inzwischen einem etwas verzweifelten Blick gewichen und man fragt sich, ob der Garten jemals wieder ordentlich aussehen wird. Denn es ist ja nicht nur so, dass die Bäume irgendwie zwischen Feuerholzstapeln (WO eigentlich?? WO lagert man fünf Bäume Feuerholz??) und Container aufgeteilt werden müssen, sondern die vier Nadelbäume haben natürlich auch inzwischen einen Großteil ihrer Nadeln verloren. Es gibt folglich bei uns im Garten keinen Rasen mehr, sondern eine zehn Zentimeter dicke Schicht vermodernde Nadeln und Zapfen. Und als Hobbygärtner wissen wir inzwischen: das ist gut für Blaubeeren, aber für alles andere leider nicht.

Und so habe ich den heutigen sonnigen Vormittag mal wieder genutzt und habe mich trotz dicker Erkältung in den Garten gestellt und Äste geschnitten und weggeworfen und gehäckselt und Nadeln zusammengefegt. Wie gut, dass wir zwischendurch schon so tolle Unterstützung von Freunden und Familie hatten, sonst würden wir es bis zum Winter wahrscheinlich gar nicht schaffen. Noch cooler wäre es eigentlich, wenn wir nochmal ein Arbeitswochenende machen und dann aber mal so richtig schön Stockbrot am Lagerfeuer grillen und so!. Nun bin ich dieses Wochenende erstmal auf einer Hochzeit eingeladen, aber nächstes Wochenende, da könnten wir sowas eigentlich mal machen.

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The disposal of five trees is an endless fag, that’s for sure. What started halfway easy and relaxed (here a branch, there a branch, and always checking what can be used for possible crafts work during winter time) changed by now into desperate sighs and the question whether our garden will ever be nice again. It’s not just the dividing of the trees between firewood piles (WHERE? WHERE do you store five trees cut into fire wood??) and the container, it’s also the problem that the conifers have lost most of their needles. Hence, there is no grass in our garden anymore but a ten centimeter thick layer of conifer needles and cones. And even as new gardeners we know: that’s fine for blueberries, but not for anything else.

So I used the sunny autumn day today and did a work out in our garden, despite a bad cold (the first cold of the season, I guess). I cut branches, filled the container, shredded smaller branches and swept needles. Thank god we had some help from friends and family so far, otherwise we would surely be occupied until the end of the year. It would be even cooler to do another work weekend, but with a proper bonfire and bread on a stick and so on. This weekend, I am off to a wedding, but maybe next weekend?

 

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Decke, Thermoskanne und Sitzmatte / Blanket, thermos jug and seat mat

(English version follows below)

Die Mitbringliste für den ersten Elternabend im Kindergarten: Decke, Schal, Po-Matte, Thermoskanne mit heißem Tee…. Denn als Eltern von einem Waldkind trifft man sich, ja genau, im Wald. Genauer in der kleinen, offenen Hütte am See. Und dann kommt man da an, bei einbrechender Dunkelheit, und steht vor einem mit Kerzen und Laternen beleuchteten Unterstand, der von den Kindern vormittags noch mit Efeu und ausgeschnittenen Sternen und Birken- und Eichenlaub geschmückt wurde. Und dann sitzt man da, trägt mit Taschenlampe seinen Namen in die Liste ein, hört zwischendurch den Regen aufs Dach prasseln, trinkt heißen Tee und sieht Fledermäuse vorbeifliegen. Und denkt sich, dass Elternabende im Waldkindergarten jawohl die coolsten Elternabende überhaupt sind.

The packing list for our first parent’s evening in the kindergarden: blanket, scarf, seat mat, thermos jug with hot tea…..Because as parents of a forestkid you meet – exactly! – in the forest. More specifically at the small, open hut at the lake. And then you arrive at dawn and you stand in front of a hut which is illuminated by candles and lanterns, and which was decorated by the kids with ivy and paper stars and birch- and oak branches. And then you sit there, writing down your name in the light of a torch, listening to the rain on the roof, drinking hot tea and watching bats flying by. And then you think that parent’s evenings at the forest kindergarden are no doubt the coolest meetings of that kind you could ever have.

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Froschparadies / frog’s paradise

(English version follows below)

Während wir uns in den letzten Tagen damit abgemüht haben, die fünf gefällten Bäume irgendwie in den vor unserer Terassentür stehenden Container zu räumen, haben wir festgestellt, dass wir in einem Froschparadies wohnen. Da muss man echt aufpassen, wo man hintritt. Überall hüpft es. Wie gut, dass wir auch nach Abholung des Containers noch genügend feuchte Mauern, Haufen mit Totholz und vermodernden Blättern haben werden, damit die alle über’n Winter kommen.

Und wer ist die Beste im Frösche fangen? Na klar, das Waldkind….

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While we are busy filling five chopped down trees into a container which is parked directly in front of our terrace door, we couldn’t help but noticing that we are living in a paradise for frogs. We have to carefully watch our steps as it is hopping  rustling everywhere. How good that there will be plenty of wet walls, piles of branches and rotting leaves left, even once the container is picked up again.

And who’s the best when it comes to catching frogs? Of course, the little one…

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erste Male (ähm, 17, oder 18, oder was?) / firsts

(English version follows below)

Und dann darf man bei den ganzen Urlaubserinnerungen natürlich auch nicht vergessen, dass ich in dieser einen Woche in Schweden endlich mal meinen ersten Elch in freier Wildbahn gesehen habe. Mitten am Tag, ein Auto vor uns über die Straße gesprungen und dann eine Weile neben uns langgaloppiert. Dabei waren wir noch nicht mal in der Wildnis.

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And then,  somwhere in the big pile of holiday memories, it should be mentioned that I finally saw my very first wild moose. Right in the middle of the day it jumped across the street and ran along the edge of the forest for a while. And we weren’t even in the wilderness.

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Sommergruß (Teil 7) / summer greetings (part 7)

(English version follows below)

So, nun wird es aber Zeit, dass hier die Urlaubsgrüße ein Ende nehmen, schließlich ist seit über einer Woche wieder Alltag eingekehrt. Schöner, strukturierter Alltag. Ist ja auch was Feines. Und herbstlich wird es auch noch dazu.

Unser letzter Urlaubstag in Schweden war nochmal so ein richtiges Sommerurlaubshighlight. Nachdem wir einen Regentag etwas erfolglos damit verbracht haben, die Zeit zu vertreiben (in Schweden machen ja wirklich nach den schwedischen Ferien alle interessanten und urlaubsnotwendigen Geschäfte (zum Beispiel Eisdielen!) zu, was einen teilweise vor leichte Probleme stellen kann. Zum Beispiel, wenn man der Tochter in Fiskebäckskil eine Zimtwecke versprochen hat, was ja in Skandinavien jetzt nicht so utopisch ist, aber leider kein Laden auf hat, der welche verkaufen würde. Oder wenn die hochgepriesene Eisdiele nur noch am Wochenende auf hat. Ausserdem hegen wir die Vermutung, dass alle guten Kaffemaschinen nach den Ferien ausgeschaltet werden und nur noch auf die klassische Kaffeepott,derseitStundenaufderheißenPlattesteht-Variante umgestellt wird. Aber ich schweife ab…), also nach einem Regentag gab es tatsächlich nochmal so richtig geniales Wetter. Sonne, blauer Himmel, Wind. Total schön. Wir fuhren erst nach Grundsund, von wo aus wir kurz vor dem Ort loswanderten, um den Leuchtturm von Islandsberg anzuschauen. Die Strecke war wunderschön, aber irgendwie länger als erwartet, zumindest für die Kinder. Die Große machte trotzdem super mit und irgendwann kamen wir an die Felsen und das Meer und fanden gerade rechtzeitig eine traumhafte kleine Badebucht, wo wir Rast machten und im Wasser planschten. Ich lief noch schnell weiter um den Leuchtturm zu finden – die Aussicht dort oben auf den Felsen ist fantastisch, aber für die Kinder wäre die Strecke dann doch zu lange geworden – und dann freuten wir uns einfach über diesen schönen Flecken Erde. An dieser Stelle eine Notiz an mich selbst: immer Badezeug und genug Essen mitnehmen. Hier hätten wir nämlich auch einfach den ganzen Tag verbringen können. Stattdessen machten wir uns irgendwann auf den Rückweg, um nochmal nach Lysekil zu fahren und dort etwas zu essen.

Im Anschluss fuhren wir noch ein ganz kleines Stückchen weiter und erkundeten den kleinen Naturpark an der Spitze von Lysekil – der war uns nämlich beim ersten Besuch gar nicht aufgefallen. Hach, habe ich schon gesagt, wie sehr ich diese schönen, runden Felsen liebe? Ich finde, wir sollten so einen Felsen im Garten haben. Und wieder lief die Große ganz prima mit, am liebsten barfuß, und wir genossen das blaue Wasser und die vielen weißen Segelyachten, die das Wetter ausnutzten. Der Kleine kletterte anfangs auch fröhlich, dann schrie er eine Weile, dann wollte er nur noch getragen werden, am Ende war er wieder vergnügt…es ist ein Auf und Ab zur Zeit. Was unserer Laune aber gottseidank keinen Dämpfer verpasste. Denn Mensch, war das ein schöner Tag!

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It is about time to finish this holiday greeting business on this blog as we have been back to our daily routine for more than a week now. Beautiful, structured daily routine. It’s nice, isn’t it? And there are more and more signs of autumn now.

Our last day in Sweden was yet another summer holiday highlight for us. After we had unsuccessfully tried to make the best out of a rainy day the day before (in Sweden, all the nice and holiday-survival shops are closed directly after the end of the Swedish summer holidays (ice-cream shops for instance!), which can cause slight problems. For example when having promised a cinnamon role to the daughter in Fiskebäkskil when there is actually nothing open that would sell cinnamon roles. We also suspect that the good coffee machines are switched off at the end of the summer and replaced by the conservative coffeepot-on-a-hot-plate version. But I am getting distracted…), so, after a rainy day the last day made up for it with sunshine, blue sky and wind. Really beautiful. We decided to drive to Grundsund, parked our car right outside the town and started walking towards Islandsberg in order to see the lighthouse. The hike was really nice, but somehow longer than expected, at least for the kids. The little one was, once again, a great walker, and when we just thought that it’s getting too long we discovered a gorgeous little bay where we stopped. Such a great spot. The kids immediately started to play in the water, I took the chance to walk a bit further to look for the lighthouse (with such a fantastic view over the cliffs!) and we enjoyed life. Note to myself: always pack swimsuites and enough food. Because we could have easily spend the whole day here. But at one point, we started to feel hungry, so we walked back and drove to Lysekil in order to have lunch.

After lunch we drove just a little bit further and explored the small nature park at the edge of Lysekil – we didn’t really know it was there when we visited the aquarium at the beginning of the week, and it was so worth coming back! Gee, have I mentioned how much I love these beautiful rocks?? I think we should have one of them in our garden! The little one was, again, walking with great endurance, preferably barefoot, and we enjoyed the blue water and all the white sailing boats which took advantage of the great weather. The hobbit was climbing around happily, then he screamed quite a while, then he wanted to be carried all the way and at the end he was happy again…..it’s an up and down with him right now, but it didn’t spoil the good mood, because hey, that was a beautiful day!

 

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Sommergruß (Teil 6) / summer greetings (part 6)

(English version follows below)

Zwei Tage in dieser einen Woche waren ganz besonders schön, nicht nur, weil das Wetter wirklich toll war, sondern auch, weil wir ganz fantastisch mit den Kindern spazierengehen wandern konnten. Zeit für Fotos war auch. Und es gab natürlich Eis. Also ein voller Erfolg für alle Beteiligten.

Hier also der erste Tag. An dem waren wir in Fjällbacka. Süße kleine Stadt, aber jetzt nicht so, dass man dort den ganzen Tag verbringt – dazu ist es zu klein. Wäre da nicht der Vetteberg mit der Kungsklyftan. Die Kungsklyftan, das ist die Wolfsschlucht im Ronja Räubertochter Film. Da kann man ganz fantastisch durchlaufen, wenn es auch mit Kraxe etwas erschwert wird, und wenn man dann noch ein paar Stufen weiterklettert, dann kommt man oben auf den Berg rauf und dort kann man wirklich ganz fantastisch die Zeit verbringen. Schöne Felsen soweit das Auge reicht (ok, die Große hat zuerst gemeckert, dass die nicht hoch genug waren, aber dann ging es wohl doch), überall blühende Heide und immer im Hintergrund eine fantastische Aussicht über die Schären. Leute, die Welt ist schön!

(Menschen ohne Kinder laufen da oben wahrscheinlich nur ‘ne halbe Stunde rum. Aber mit Kindern dauert es länger, vor allem, wenn das ältere Kind plötzlich auf den Felsen einschläft und wenn man hinten am Berg erst wieder runterklettert und dann nochmal um den Berg rumlaufen muss um überhaupt wieder zum Ausgangspunkt zu kommen.)

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Two days in Sweden were especially memorable, I think. Not just because the weather was really good, but also because we did some really nice walks hikes with the kids. There was enough peace to take pictures. And we had ice-cream. So, a success for all everyone, I’d say.

So here’s the first day on  which we went to Fjällbacka. Cute little town, but not the place were you would spent hours walking down the streets (it’s too small for that). The actual cool thing for us was the Vetteberg with the Kungsklyftan. The Kungsklyftan is a gorge which was part of the film set of Ronia, the Robber’s Daughter. Is very nice to walk through (though slightly challenging when carrying a child on the back), and when you continue to climb upwards you end up on a hill from where you can spend a wonderful afternoon. The view over Fjällbacka and the archipelago is fantastic, there is blooming heather and beautiful rocks to climb and jump on (though the little one was first complaning that they are not high enough, but I assume that is was ok after a while). What a beautiful world we live on, right?

(People without children probably just wander around for half an hour or so. But with children it takes slightly longer, especially when they decide to nap up there and when you  descent on the other side of the hill and then have to walk around it in order to get back to your starting point).

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Sommergruß (Teil 5) / summer greetings (part 5)

(English version follows below)

Nachdem wir erstmal die Fährfahrt hinter uns hatten, wurde der Urlaub übrigens total schön. Wenn man mal davon absieht, dass der Kleine beschlossen hat, mit voller Macht in sein Trotzalter Autonomiealter einzutauchen und uns jeden Tag die Ohren geklingelt haben.

Wir hatten für das Ende der Ferien eine Woche auf einem schwedischen Bauernhof gebucht, weil uns letztes Jahr unser Wochenende auf dem Bauernhof in der Schweiz so gut gefallen hat. Der Bauernhof dieses Jahr war zwar für die Kinder weniger spannend, weil alle Tiere auf den Weiden standen und es deshalb nicht viel in punkto Füttern oder Streicheln gab, aber als Ferienwohnung hat sich der Hof allemal gelohnt. Wir waren etwa eine Stunde nördlich von Göteborg und haben dort die Küste unsicher gemacht. Ein bisschen mussten wir uns noch einspielen was den Urlaubsrhythmus angeht. Ich denke, dass ist einfach so als Familie mit kleinen Kindern – man testet aus, was geht und was nicht, und man versucht, jeden Erwartungen irgendwie ein bisschen gerecht zu werden. Meistens haben wir uns kurze Unternehmungen rausgesucht und uns dann vor Ort ganz viel Zeit zum Klettern und Spielen gelassen. Der Kleine kam mehrmals in die Kraxe und die Große hat mich total beeindruckt, weil sie inzwischen super mitwandert ohne sich auch nur einmal zu beschweren. Das erweitert den Unternehmensradius enorm und macht echt viel Spaß, vor allem, weil sie immer einen Hüpfer beim Laufen hat (schritt, schritt, HÜPF, schritt, schritt, HÜPF). Die allermeiste Zeit sind wir auf irgendwelchen Felsen rumgeklettert und haben Eis gegessen – unsere größten gemeinsamen Nenner sozusagen.

(Die Bilder sind übrigens gemischt aus Lysekil, Fiskebäkskil und Grosshamn)

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After having survived the ferry ride with the kids, the holiday actually became very relaxing! If one ignores that the hobbit has decided to fully jump into his terrible twos (but hey, he’s turning two as we speak, so it’s his right, isn’t it?).

For the end of the summer holiday, we booked a week at a Swedish farm because we had had such a great time last year at a farm in Switzerland and we figured that it’s an awesome thing to do with kids. The farm this year was, however, slightly less interesting for the kids as all the animals were outside on the fields and there was not much going on regarding feeding or cuddling. But it was still a beautiful holiday flat at a beautiful location. It was located about an hour north of Goteborg and we spent much time at the seaside. We are currently still adjusting our way of spending holidays as a family of four – there are different expectations and different needs and we tried to find a good balance so that everyone woul be happy. And I think we succeeded. Most of the days, we chose a destination which was not more than up to 50 minutes away by car, and the we took a lot of time at that destination in order to make everyone happy (which involves the peace to take pictures, enough rocks to climb on and most certainly ice-cream). The hobbit was put in the baby- backpack several times and the little one really impressed me by her endurance and her happiness when we went on short hikes. She didn’t complain even once which allowed us to actually have quite a large radius of activity. She is also a lot of fun to watch, especially since she has a small jump in her walk (step, step, JUMP, step, step, JUMP). I’d love to have that kind of energy again, that’s for sure :-).

(The pictures are taken at Lysekil, Fiskebäkskil and Grosshamn)

 

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Eine Fährfahrt, die ist lustig…(Sommergruß, Teil 4) / Happy times on the ferry….(summer greetings, part 4)

(English version follows below)

Ich persönlich fahre ja sehr gerne Schiff. Egal, ob Segelschiff, Fähre oder Ruderboot – ist alles toll!  Insofern ist es schon lustig, dass mein auserwählter Ehemann nicht nur Höhenangst hat, sondern auch noch ein großes, generelles Unwohlsein bei offenen Wasserflächen verspürt. Es scheint sich jedoch etwas relativiert zu haben, denn wir sind nicht nur erfolgreich vor ein paar Wochen über die Brücken der Bastei spaziert, sondern hatten auch für diese eine letzte Ferienwoche eine Fährfahrt nach Schweden gebucht, im vollen Bewusstsein und mit Ausblick auf durchaus erinnerungswürdige Momente.

Eine Fährfahrt, so dachten wir, wird voll entspannt! Wir fahren abends aufs Schiff, genießen zu Beginn des Urlaubs das Buffet, schauen begeistert zu, wie die Küste verschwindet und wir aufs offene Meer fahren (auch an dieser Stelle der Beschreibung guckte Karsten begeistert, ich denke also, Wasserflächen sind ok, wenn es in den Urlaub geht), erkunden mit den Kindern das Schiff und gehen dann ganz gemütlich schlafen, in einer Kabine mit Seeblick.

So hätten wir das gemacht.

Wären da nicht die Kinder gewesen.

Die Kabine war jedenfalls super. Kein Vergleich zu den Nachtzügen der deutschen Bahn. Ganz ehrlich, wer will noch mit dem Nachtzug fahren, wenn man die Nacht auch auf einem Schiff verbringen kann. Wir hatten viel mehr Platz, konnten uns tatsächlich um die eigene Achse drehen ohne irgendwo anzustoßen, die Betten waren sicherlich 20 Zentimeter breiter und der Rausfallschutz für die Kinder schützte in der Tat vor dem Rausfallen! Die Kinder fanden die Kabine auch super, es gab sogar für jeden ein kleines Kuscheltier und Naschis (die Große hatte eine Kuscheltomate auf dem Bett liegen. Sie ist aber davon überzeugt, dass es eine Erdbeere ist. Ist vielleicht auch besser so.). Nur leider zeigten sie nicht die erwartete Begeisterung, was das Stehen an Deck anging. Es wurde gehüpft, unkontrolliert geklettert (zu viel Adrenalin für den Urlaubsstart, ganz ehrlich!) und ständig war der Großen kalt (aber wärmer anziehen war irgendwie nicht drinnen). Karsten und ich schielten sehnsüchtig auf die Leute, die entspannt mit einem Cocktail die Aussicht genossen. Statt die vorbeifahrenden Schiffe zu bewundern, hing der Nachwuchs lieber hypnotiesiert vor den blinkenden Spielautomaten.

Nun denn, schnell auf zum Buffet. Das war ganz lecker, die Große probierte auch mutig Krebse, nur der Kleine, der machte nur Blödsinn. Die Großeltern können sich das anscheinend nicht vorstellen, aber es war tatsächlich so, dass wir uns in der unangenehmen Situation befanden, der eine berüchtigte Tisch mit dem kreischenden und schmeißenden Kind zu sein und alle anderen zu uns rüberschauten. Wir griffen also zur einzigen Möglichkeit, uns noch ein paar ruhige Bissen zu verschaffen: dem Nachtisch. Etwas präziser: Eis! Erst das Kugeleis, und dann wurde auch noch entdeckt, dass es am anderen Ende des Buffets Softeis gab. Also Eis in Massen, nur damit wir unseren Teller leeressen konnten (erfahrene Eltern werden ahnungsvoll die Augen rollen).

Nun denn, da die Kinder sehr zu meiner Empörung nicht wieder nach draußen wollten, gingen wir alle in die Kabine und versuchten zu schlafen. Also, eigentlich sollten die Kinder schlafen. Taten sie aber nicht. Denn nun setzte der Zuckerschock ein. Der Kleine war so aufgedreht, dass an Schlafen nicht zu denken war. Er redet ja wirklich noch nicht viel, aber wenn er schlafen soll, dann plappert er plötzlich wie ein Wasserfall. Nach anderthalb Stunden Abendprogramm zogen Karsten und ich uns auch schon mal vorsorglich den Schlafanzug an. Nach zwei Stunden waren wir echt genervt. Und müde. Die Schlaflieder gingen in Drohungen über (ich plante, die Kinder am Ziel unserer Reise in den Kuhstall des Bauernhofes zu sperren. Der Kleine protestierte: „NICHT! Dididi!“ – er wollte lieber in den Hühnerstall – und die Große wollte auf das DACH des Hühnerstalles, bitteschön) und als alles nichts half, wurde geflucht. Irgendwann schliefen alle zusammen ein, viel zu spät. Die Große erwachte am nächsten Morgen, zeigte auf ihre Kuscheltomate und sagte sachlich „Mama, die heißt gar nicht SCh….Erdbeere, sondern „Liebe, kleine Prinzesinnen-Erdbeere!“

Nicht ganz so schlimm, aber doch ähnlich verlief übrigens die Rückreise. Aber dazwischen, da war es total schön! Werdet ihr noch sehen!

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Kabine mit Fenster! Purer Luxus! Im Hafen von Kiel war die Stimmung noch super! / Cabin with view! Pure luxury! At Kiel harbour, the mood was still good!

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Netter Leuchtturm vor Göteborg! Fotografiert neben meckernden Kindern! Der Rest der Fährfahrt wurde gottseidank nicht dokumentiert! / Nice lighthouse near Göteborg! Picture taken next to annoying kids! The rest of the ferry ride was not documented (luckily!).

Personally, I love ships. Let it be a tall ship, a ferry or a rowing boat – it’s all awesome! It is therefore kind of funny that my beloved husband is not only afraid of heights, but also feel a general strong indisposition regarding open waters. However, both fears seem to be a bit weaker by now as we not only successfully climbed the bridges of the Bastei a few weeks ago, but also booked a ferry crossing to Sweden for our last week of summer vacation. It was booked by full consciousness and with the prospects of many memorable moments.

A ferry ride, we thought, is going to be super relaxed. We’ll drive to the ferry in the late afternoon, enjoy the buffet, watch happily how the coast line disapperas and we enter the open waters (Karsten still looked positively excited at this point, so I guess open waters are ok when being on a ferry), we let the kids discover the ship and then we’ll have a good nights sleep in a comfortable cabin with sea view.

That’s how we  would have done it.

If we would have been without kids.

The cabin, by all means, was great! Nothing like a night train with the German Railways. Honestly, who wants to go by night train if one can spend the night in such a great cabin on a ferry? We had much more space, and we were actually able to turn around without hitting our heads or shoulders or knees. The beds are at least 20 centimeters wider than in the night trains, and the bed guard which is supposed to stop the kids from falling off the bed at night is actually designed in a way that it fulfills its duty. The kids were quite happy with the cabin too, especially since there was a soft animal and some sweets for each (the little one got a soft tomato. But she insists that it is a strawberry).

However, they didn’t show the same amount of excitement when we wanted to go on deck. They jumped, climbed (too much adrenalin for a vacation start, I tell you!) and the little one was constantly complaining about feeling cold (yet putting on an extra sweater was somehow not an option). Karsten and I were jealously watching the other people, who enjoyed the sunset while drinking a cocktail. Instead of watching the passing ships, they preferred to stare at the blinking gambling machines. Well then, off to the buffet, quickly.

The buffet was pretty nice, the little one was brave enough to try crayfish, but the hobbit was doing nothing but nonsense. The grandparents have a hard time imagining it, but we indeed found ourselves in the uncomfortable situation to be the one infamous table with the crying and stuff-throwing kid (while being watched by everyone else). So we did the only possible thing to ensure we could actually finish our plates: we let them have dessert. More specifically: ice cream. First the normal one, and then they discovered the soft ice at the other end of the buffet. So they ate lots and lots of ice cream (and experienced parents will probably feel a forebording here).

So, after dinner I was a bit indignant as the kids didn’t want to go on deck again, so we went back to  the cabin and tried to sleep. Actually, the kids were supposed to sleep. But they didn’t. Because guess what, the sugar started kicking in. The hobbit was so excited that there was no chance to put him to bed. After one and a half hours, Karsten and I decided to brush our teeth and get ready for bed too. After two hours, we were pretty annoyed. And tired. The lullabies were replaced by threats (I planned to put the kids in the cowshed of the farm we were staying at. The hobbit cried “NICHT! Dididi!” – which means that he preferred to be put in the hen-coop – and the little one wanted to be put on the roof of the shed, please!) and when nothing worked, we started to curse. At one point, all of us were falling asleep, far too late. When the little one woke up the next morning, the first thing she said was “Mom, it’s not a sh…strawberry! It’s called a “lovely, small princess strawberry!”

By the way, the trip back was about the same. Maybe not as bad, but bad enough. But the time in between those ferry rides was wonderful! You’ll see.

 

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