Bericht an den Außenposten/ Report to the outpost

(English version follows below)

Lieber Außenposten,

da du ebenfalls mit dem Elternsyndrom geschlagen zu sein scheinst (so schön, diese Ruhe ohne Familie, aber ach, wie sehr ich sie vermisse…), sei hier eine Auflistung aller Dinge, die wir heute gemacht haben (und du dementsprechend vermeintlich verpasst hast).

Ich: Frühmorgens den Wecker verdöst, denn: die Kinder haben noch geschlafen. Ja, sowas passiert hier tatsächlich, wenn du weg bist. 🙂 Dementsprechend im Eiltempo die Kinder angezogen, mit Essen versorgt, dabei mit meiner Mutter telefoniert, mir den Kopf an der Treppe gestoßen, Brotdose gepackt, allen im Hause Anwesenden Zähne geputzt (wie gut, dass es einer weniger war), allen Anwesenden Schuhe etc angezogen und mit dem Auto losgedüst. Erster Stopp: Wald. Einem Kind erklärt, dass Zugucken beim Minecraft-Spielen langweilig ist und gleichzeitig überlegt, ob wir der Großen gerade eine Karriere als Informatikern versauen, weil das Kind noch kein Copmuter spielt. Zweiter Stopp: Tagesmutter. Kurz gequatscht, beim Wegfahren den Seeadler gesehen. Kurz Innegehalten.

Im Garten geschuftet, viele kleine Laubhaufen gebaut, drei Frösche gesehen, den Container weiter befüllt, die Zeit vergessen. Kaffee getrunken, geduscht, Fotos bearbeitet. Im Turbogang Spaghetti Bolognese gekocht. Den Kleinen abgeholt. Die Große abgeholt. Diesmal mit dem Fahrrad. Zuhause ein Kind ins Bett gebracht, dem anderen beigebracht, wie man Tulpen malt. Mittag gegessen. Kind mit Bonbon und Hörspiel ruhiggestellt und noch einen Kaffee getrunken. Mit dem Kind eine Folge Bullerbü geguckt. Küche aufgeräumt. Wäsche gefaltet. Zweites Kind wieder aufgeweckt. Wäsche gewaschen. Klamotten sortiert. Kaufmannsladen gespielt. Mit den Kindern zum See spaziert und ein Eis gekauft. Die Hälfte meines Eises geteilt. Im Regen zurückspaziert. Abendbrot warm gemacht. Kinder gebadet. Währenddessen das Bad geputzt. Kinder bettfertig gemacht. Sandmann geguckt. Versucht, auch so ein schönes Tageslied zu singen wie du. Du singst aber anscheinend noch mehr “lalala”, sagt die Große. Ein Einhorn in meinen warmen Socken gefunden.

Die Große: Lange geschlafen. Leckeren Saft zum Frühstück getrunken und Joghurt gegessen. In den Wald gefahren. Zugehört und gewundert, was Minecraft ist. Mit der Kindergartenfreundin ab in den Wald gedüst, vorher noch schnell Mama gewunken. Mit dem Kindergarten zum Hühnengrab gegangen. Frühstück im Bauwagen. Geweint, weil xx mir mit dem Hammer auf den Daumen gehauen hat. Pflaster abgelehnt, zu Hause gibt’s viel schönere! Mittags beim Abholen den Kleinen in die Arme genommen und auf dem Rückweg bespaßt, damit er nicht einschläft. Zu Hause gleich ein Bild gemalt, das ist aber beim Abmachen kaputt gegangen. Fand ich ziemlich blöd! Gelernt, wie man Tulpen malt. Kann ich jetzt. Zwei Portionen Nudeln gefuttert. Mit Mama gekuschelt. Einen Bonbon abgestaubt, damit ich Hörspiel höre. Win-win. Ein gemüliches Bett für mein Einhorn gebaut. Nach einer halben Stunde Mama wieder aufgesucht zum Bullerbü-Gucken. Kaufmannsladen gespielt. Klamotten im Keller anprobiert. Schuhe anprobiert. Mützen anprobiert. Leider vergessen, alles wieder wegzuräumen.  Zum See gelaufen, Kaugummi-Eis gegessen, geschaukelt, im Sand gespielt, zurückgelaufen. Dem Mädchen von nebenan Hallo gesagt. Nudeln und Käsebrot gegessen, gebadet, bettfertig gemacht, Sandmann geguckt, ins Bett gekrabbelt und geschaut, ob Mama heute auch mal ein Tageslied singt. Hat sie gemacht, aber anders.

Der Kleine: Lange geschlafen. Vor Mama geflüchtet, damit ich nicht angezogen werde. Gemerkt, dass es keinen leckeren Saft gibt, wenn ich nicht angezogen bin. Klargestellt, dass ich bereit zum Anziehen bin. Drei Portionen Joghurt gefuttert. Vor dem Zähneputzen geflüchtet (Mama hat mich erwischt). Vor dem Schuhe-Anziehen geflüchtet (Mama hat mich erwischt). Den Rucksack der Großen getragen. Zwei Stufen lang. Das Fenster im Auto ganz weit runter gekurbelt. Bei der Tagesmutter schnell spielen gegangen. Gespielt, gespielt, Mittags Mama in die Arme gelaufen. Im Wald protestiert, als ein anderes Kind mit Mama kuscheln wollte. Der Großen in die Arme gelaufen. Ihr den Helm gebracht. Auf dem Rückweg fast eingeschlafen. Zu Hause Mittagsschlaf gemacht. Vorher sichergestellt, dass Mama da ist und mich auf den Arm nimmt, wenn ich rufe. Nachmittags geweckt worden. Im Keller auf dem Bett gehüpft. Schuhe anprobiert (immer die, die gerade die Schwester haben wollte. Sonst macht es keinen Spaß.) Mama und die der Großen das Licht ausgemacht, die Tür zugemacht und “Tschüs” gerufen. Vor Mama weggelaufen, als sie meine Windel wechseln wollte. Mich versteckt, als wir zum See gehen wollten. Es ignoriert, dass Mama ständig gerufen hat. Dann doch irgendwann mitgegangen. Mit dem Laufrad gefahren. In Windeseile mein Eis gefuttert, damit ich auch noch was von Mamas Eis abkriege. Geschaut, wie weit ich mit meinen Gummistiefeln ins Wasser kann. Im Sand gespielt. Sand in den Schuhen gehabt. Wieder zurückgefahren. Und gelaufen. Geschaut, ob Mama mich trägt. Geschaut, ob Mama wirklich weitergeht, wenn ich nicht komme. Geschrien, weil Mama mich unter den Arm geklemmt hat. Mama zugestimmt, dass ich doch laufen kann. Nudeln und Käsebrot gegessen. Aufs Klo gegangen. Gebadet. Heimlich Badewasser getrunken. Vor Mama geflüchtet, weil ich mich nicht anziehen wollte. Von der Schwester überreden lassen, doch den Schlafanzug anzuziehen. Sandmännchen geguckt. “Papa in der Grube” eingefordert. Ganz schnell eingeschlafen.

Alle: Haben dich vermisst!

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Dear Outpost,

since you seem to be hit by the parent syndrom too (SO nice, this quietness without being surrounded by family, but gee, I do miss them…), here’s a list of all the things we did today (and which you, accordingly, missed).

Me: Overheard the alarm this morning because: the kids were still sleeping. Yes, something like this happens indeed when you are away 🙂 Accordingly, dressed the kids at the double, fed them, talked to my mom on the phone, hit my head, packed the lunch box, brushed the teeth of all people here this morning (how good that it was one less than usual, haha), put on everbodies shoes etc and rushed off by car. First stopp: forest. Explained to one of the kids that watching someone play Minecraft is quite boring, while contemplating whether we are destroying our daughter’s future career in computer science because we don’t let our kid play games yet. Second stopp: childminder. Quick but friendly talk. Seen the sea eagle outside. Pause for a moment.

Worked in the garden, built many small leaf spots, said hello to three frogs, filled the container, lost track of time. Had a coffee, had a shower, worked on the pictures of the wedding. Cooked lunch (spaghetti bolognese). Picked up the hobbit. Picked up the little one. By bike, this time. Put one kid to bed, explained the other one how to draw tulips. Had lunch. Calmed down the little one with a candy and an audio book. Had another coffee. Watched an episode of Bullerbü with the little one. Cleaned the kitchen. Folded laundry. Woke up the hobbit. Played shops. Washed some laundry. Sorted some clothes. Took the kids to the lake and bought them icecream. Shared half of my icecream. Walked back in the rain. Prepared dinner. Bathed the kids. Cleaned the bathroom. Tried to get the kids ready for the night. Watched Sandmann. Tried to sing a our-day-song as good as you. But according to the little one, you do more “lalala”. Found a unicorn in my warm socks.

The little one: Slept long. Had yummy juice and joghurt for breakfast. Went to the forest. Listening and wondered what minecraft might be. Off to the forest with my friend, but first waved mom goodbye. Went to the megalithic grave. Breakfast at the trailer. Cried because xx hit my thumb with a hammer. Refused the plaster as we have more beautiful ones at home. Hugged the hobbit when he was picking me up. Entertained him on the way back so he wouldn’t fall asleep. Drew a picture, but accidentaly destroyed it. That was bad! Learned how to draw tulips. Check. Ate two plates of spaghetti. Snuggled with mom. Managed to get a candy so I would listen to an audio book. Win-win. Built a nice bed for my unicorn. After half an hour, consulted mom about the chances to watch Bullerbü. Watched an episode of Bullerbü. Played shops. Tried on clothes in the basement. Tried on shoes. Tried on hats. Unfortunately forgot to put it all away again. Walked to the lake, had an icecream. Played with the swings and in the sand, walked back. Ate spaghetti and bread with cheese. Bathed, got dressed for the night, watched Sandman, crawled into bed and checked whether mom can sing a song about our day. She can, but she does it differently than you.

The hobbit: Slept long. Escaped mom when she tried to dress me. Realised that I don’t get any of the yummy juice if I’m not dressed. Made clear that I’m ready to get dressed. Ate three bowls of joghurt. Escaped when it was my turn to brush my teeth (mom got me). Escaped when I was supposed to put on shoes (mom got me). Carried the backpack of the little one. Two whole steps. Winded down the window in the car before we drove off. Played at the daycare. Ran into mom’s arms at lunchtime. Protested loudly when another child in the forest tried to snuggle with mom. Ran into the little one’s arms. Brought her helmet. Almost fell asleep on the way back. Lunchtime nap at home. But before, made sure that mom is there and that she picks me up and snuggles when I call her. Being woken up in the afternoon. Jumped on the bed in the basement. Tried on shoes. Always the one’s the little one wanted to have. It’s no fun otherwise. Switched off the light, closed the door and told mom and the little one “bye bye”. Escaped mom when she tried to change my diaper (she got me…again…). Tried to hide when we wanted to walk to the lake. Ignored mom’s callings. But went outside eventually. Drove my bike. Ate my icecream in next to no time so that I was able to eat half of mom’s too. Checked how far I can walk into the lake with my rubber boots. Played in the sand. Had sand in the shoes. Drove back. And walked back. Checked whether mom might carry me. Checked whether mom really keeps on walking when I stopp. Cried because mom tucked me under her arm. Agreed with mom that I am actually able to walk. Ate spaghetti and bread with cheese. Went to the toilet. Bathed. Secretely drank out of the bath tub. Escaped mom because I didn’t want to get dressed. Got convinced by the little one to finally put my pyjamas on. Watched Sandman. Made sure mom sings my favorite song. Fell asleep really quickly.

All of us: Missed you!

About erdhummel

Familial entropy - that's an insight into our current life which has been fundamentally changed last summer when our daughter was born. Having studied in Cottbus, Germany, and worked/studied in Edinburgh, Scotland, we momentarily live in a small town in Switzerland where Karsten is trying to save the environment and Freddie is trying to save our sanity. Since there is not much time for elaborate, long emails while doing that, we thought a blog might be a good option to smuggle ourselves into the lifes of our friends.
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