Diese Woche…./ This week…

(English version follows below)

…hatte es in sich! Dabei fing sie doch so harmlos an! Aber die Tatsache, dass ich mich kaum noch an die ersten zwei Tage erinnern kann, spricht für sich. Montag war das ältere Kind in der Krippe (einen Vormittag in der Woche können wir uns grad so leisten), das Jüngere hat fein eine Stunde geschlafen. Ich hätte misstrauisch werden sollen. Aber es war halt Montag, da muss man zumindest versuchen den Schein zu waren und so zu tun, als ob die Woche ein Spaziergang wird.

Dienstag wurde das Level dann schon angehoben, kleinere Wutanfälle von Seiten der Tochter, weil sie erst nicht zum Turnen wollte, dann aber doch, nur war es dann leider zu spät. Gut, wir musten eh einkaufen, denn große Ereignisse warfen ihre Schatten voraus. Nachmittags lieber Besuch unserer Freundin mit Sohn, so dass zwei Kleinkinder begeistert die Duplokisten ausräumen konnten.Sehr süß!

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Abends dann kurzer Sms-Austausch mit einer anderen Freundin. Ich bot ihr an, ihren Sohn am Mittwochvormittag zu mir zu holen, weil die Spielgruppe ausfällt. Sie lehnte dankend ab mit der Bemerkung, ich müsste ja am nächsten Tag auch noch arbeiten. Dieser Kommentar ließ mir irgendwie keine Ruhe. Arbeiten? Meinte sie den Kuchen, den ich für den besten und nun 30jährigen Ehemann backen will und der laut Rezept fünf Stunden dauern soll? Schnell verabredete ich mich mit für den kommenden Nachmittag noch mit zwei anderen Freundinnen auf dem Spielplatz. Arbeiten? Kurz vor dem Schlafengehen fiel es mir wieder ein: tatsächlich, ich muss ja am nächsten Tag arbeiten!! (Anmerkung: ich kann mir meine Arbeitsstunden selbst einteilen, nur zu Veranstaltungen muss ich logischerweise vor Ort sein!). So ein Mist.

Am Mittwochvormittag also schon morgens um sieben mit dem Geburtstagskuchen angefangen (eine Schokoladen-Karamell-Tarte), dann viel mit den Kindern gespielt, draußen herumgefuhrwerkt und zum Mittag nahtlose Kinderübergabe an Karsten gemacht (der, wie so oft bei meinen Veranstaltungen, mittags nach Hause kommen muss, weil die Kinder sonst nirgendwo untergebracht werden können. Zur Zeit eher ungünstig, weil er in der Endphase der Doktorarbeit ist). Schnell aufs Fahrrad geschwungen und nach Zürich geradelt, dort im Schweiße meines angesichts zwei Hüpfburgen aufgebaut. Ich musste einen Spielbus-Nachmittag betreuen, an dem die Kinder aus der riesigen Siedlung beim Familienzentrum alle möglichen Fahrgeräte (Pedalos, Hüpfdinger, lustige Tretautos etc) ausprobieren können. Aber es waren eh alle auf den Hüpfburgen. Die jedoch haben ständig Luft verloren, sodass ich alle zehn Minuten runterkriechen und das Blaseteil wieder anschließen durfte. Nach drei Stunden und meheren Streitschlichtungen fließende Übergabe an meine Mitarbeiterin gemacht und schnell nach Hause geradelt, dort schnell einen Kaffee getrunken und mit den Kindern nach draußen zum Spielplatz. Nach geschätzten 80 Kindern, die nur Mist bauen, ist so ein Spielplatzbesuch ja die reinste Erholung! Abends dann die restlichen drei Stunden der Tarte abgearbeitet und den Geburtstagstisch freigeräumt (in der Tat ein abendfüllendes Programm).

Donnerstag wurde es dann langsam happig. Nach einem harmonischen Geburtstagsfrühstück ging der nun 30jährige Ehemann arbeiten.

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Ich hingegen wurde mit Duplo beworfen. Und mit Gieskannen. Und mit Kartonresten. Letzteres war weniger schlimm, aber trotzdem. Es gab viel Geschrei und Geheule. Der Kleine wurde umgeschubst und knallte mit dem Kopf auf den Boden. Daraufhin wurde die Große in ihr Zimmer geschickt. Wo sie dann ihre Wut am Kleiderschrank ausließ. Irgendwie ja auch lustig.

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Das Gezeter ging weiter. Ich musste zweimal innerhalb kürzester Zeit Pipi-Pfützen aufwischen während der Kleine sich in den Schlaf schrie. Nach dem Mittagsschlaf war er zu allem Überfluss auch noch grottig gelaunt und ich saß mehr oder weniger apathisch auf dem Spielplatz. Abends zumindest Entspannung beim Anschauen des neuen Heidi-Films.

Am Freitagmorgen hatte die Große dann Fieber. Und zwar mittags fast 40° Grad. Dementsprechend war die Stimmung. Kann ich ja total  verstehen, aber das macht’s ja auch nicht weniger anstrengend. Nachmittags dann spontan noch ein Arztbesuch, damit vor dem Wochenende eine Blasenentzündung ausgeschlossen werden konnte. Nur leider weigerte sich die Große, in einen Becher zu pinkeln, sodass wir geschlagene 1,5 Stunden im Wartezimmer saßen, obwohl wir eigentlich sofort hätten drankommen können. Naja, irgendwann hat sie dann einen Beutel bekommen und wir sind nach draußen zum Brunnen gegangen und schwuppdiwupp konnten wir wieder rein. War natürlich keine Blasenentzündung. Abends dann Tiefpunkt der allgemeinen Stimmung.

Die Nacht war auch nicht viel besser, denn fiebernde Kinder wachen halt oft auf (in dem Fall stündlich). Am Samstag dann schnell Wäsche waschen, einkaufen und kurz das Badezimmer putzen, denn wir bekamen lieben Besuch aus Deutschland. Auf dem Rückweg vom Einkaufen bekam außerdem mein Fahrrad einen Platten. Der Besuch tat mir ein bisschen leid, denn die Laune der Tochter war auch an diesem Tag absolut grottig und der Sohn beschloss, statt seines Nickerchens am Nachmittag einfach mal 45 Minuten durchzuschreien. Das geplante Geburtstagsgrillen musste wegen Regen abgesagt werden. Inzwischen war dann auch meine Laune wieder auf dem Tiefpunkt. Wie gut, dass der Besuch Tallisker Storm mitgebracht hatte!

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Heute ging es bergauf! Die Schwiegereltern kamen, wir aßen lecker Spargel und die allgemeine Laune war trotz Schneefalls am Morgen wieder besser. Ich konnte ganz entspannt mal zehn Minuten raus und Fotos machen. Das Fieber ist noch da, aber nicht mehr so hoch und ich hege die Hoffnung, dass die nächste Woche vielleicht ein kleines bisschen ruhiger wird. Wär ja auch mal schön.

Dear English readers….you’ll get a short version. Since the post is basically about how nervewracking the whole week had been, I feel the urgent need to end this evening with a wee dram of whisky.

So, this week included plenty of crying and screaming and hurting little brothers. I was attacked with Duplo, with watering cans and with wrapping paper. Sounds funny, but it was the result of an incredibly bad-tempered little one. I almost forgot a work appointment and then had to keep an eye on about 80 roisterous children on a bouncy castle (which I had to built up first and which constantly lost air so that I had to crawl under it every ten minutes to readjust the bellow). I baked a birthday cake which took five hours. I prepared a birthday table and had a beautiful birthday breakfast with the world’s best husband (who is now 30). I had to listen to one-hour tantrums (mainly caused by the little one hurting the hobbit). Then she ravaged her room. The next day she had high fever and we had to go  to the doctor to make sure she doesn’t have a bladder infection. I waited for 1,5 hours because the little one refused to pee in a cup (we would have been able to talk to  the doctor immediately if she would have been cooperative!). My bike had a puncture. Four bags of dirty laundry waited to be washed. I cleaned two wee-puddles within a few hours while  the hobbit was screaming non-stop. We cancelled the birthday party due to rain. But a good friend from Germany came to visit. Unfortunately, the little one, the hobbit and myself were in a really bad mood that day (party caused by a sleepless night due to the fever). But our friend brought Tallisker Storm, so the evening was safe.

Today, everything lightened up  bit. My parents in law came and brought espargus. It snowed and the fever is still there, but the little one was in a much better mood again. I have high hopes that next week will be a walk in the park.

About erdhummel

Familial entropy - that's an insight into our current life which has been fundamentally changed last summer when our daughter was born. Having studied in Cottbus, Germany, and worked/studied in Edinburgh, Scotland, we momentarily live in a small town in Switzerland where Karsten is trying to save the environment and Freddie is trying to save our sanity. Since there is not much time for elaborate, long emails while doing that, we thought a blog might be a good option to smuggle ourselves into the lifes of our friends.
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2 Responses to Diese Woche…./ This week…

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  2. Pingback: Food-related memories and your chance to win a book! | familial entropy

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