der neue Garten /our new garden

(English version follows below)

Der regelmäßige Blogleser wird wissen: wir hatten in der Schweiz einen kleinen Garten hinter dem Miethaus, den wir sehr genossen haben. Der regelmäßige Leser wird auch wissen: wir sind inzwischen nach Deutschland gezogen. Und haben jetzt einen eigenen Garten. Oh Mann, und was für einen Garten! Groß! Und voll mit Obst und Beeren!

Das Spannende ist, dass wir im Winter umgezogen sind. Das heißt, dass im Garten die ganzen letzten Wochen nichts los war, alles ist kahl und braun und ich habe im Prinzip keine Ahnung, was da nun alles in den nächsten Wochen kommt. Ich habe auch bei vielen Bäumen und Sträuchern noch keine Ahnung, was genau das für Bäume und Sträucher sind. Es gibt nur einige wenige Dinge, die ich mit Sicherheit weiß:

  1. Im Vorgarten sind über 160 rote Rosen. Hundertsechzig! HUNDERTSECHZIG! Der Wahnsinn. Und das sind nur die, die im Straßenrand und am Weg zur Haustür wachsen. Ich mag Rosen sehr gerne, aber 160 sind ja ganz schön viel. Ich würde sie ganz gerne ein bisschen auflockern mit anderen Blumen, aber ich wurde nun schon mehrmals von älteren Herrschaften auf die “Rosenpracht” angesprochen, die da im Sommer kommt und ich glaube, wenn ich es mir nicht mit der Hälfte des Ortes verscherzen will, sollte ich mit dem Auflockern bis zum nächsten Jahr warten. Immerhin habe ich schon von der Nachbarin erfahren, dass die nicht alle im Herbst angehäufelt werden müssen, sondern das norddeutsche Klima auch ohne Schutz überstehen (großer Erleichterungsseufzer an dieser Stelle!).
  2. Es gibt viel Obst im Garten. Einen Apfelbaum, einen Birnenbaum, zwei Kirschbäume. Und viele, viele Beerensträucher. Ich würde schätzen, 15. (Fünfzehn!). Alles müsste mal wieder zurückgeschnitten werden und ich versuche gerade, mich da ein bisschen reinzulesen. Am Apfelbaum wurde schon experimentiert, aber dann fing es plötzlich an zu hageln und nun hoffe ich, dass der Baum mir das nicht übelnimmt.
  3. Der Garten hinterm Haus ist ganz schön schattig, insofern müssen wir schauen, was wir über die Jahre dort anpflanzen können. Ein bisschen mehr Licht wird kommen, weil heute leider, leider die Kastanie unserer Nachbarn gefällt werden musste (Bakterien im Stamm und rutschige Lage am Hang), aber es wird recht schattig bleiben. Moos wächst jedenfalls gut und darf von uns aus gerne bleiben.

Klar haben wir schon einige Ideen, was wir alles in unserem eigenen Garten machen können. Und seit des Wetter etwas sonniger wird, juckt es mir gewaltig in den Fingern endlich anzufangen. Wir haben zu Weihnachten eine Slackline bekommen, die bald aufgehängt wird. Ich habe eine Matschküche im Hinterkopf. Karsten plant ein Baumhaus und eine Schaukel. Ich will zwei Hochbeete, damit wir zumindest ein kleines bisschen Gemüse anpflanzen können. Und das etwas brachliegende Kräuterbeet wird wieder in Schuss gebracht. Die Erdbeeren, die aus der Schweiz mitgebracht wurden, müssen auch dringend in den Boden. Die Sonnenecke im Garten muss gemütlich gemacht werden, damit man dort später schön Kuchen essen kann. Und vielleicht ist ja irgendwo ein Platz für unsere Schweizer Sonnenblumen? Als erstes muss aber ein Gartentor an die Gartenrückseite, denn sonst ist der Kleine jedesmal innerhalb von fünf Minuten aus dem Garten entwischt und auf dem Weg zum Spielplatz…

Bis alles so richtig in Fahrt kommt, freue ich mich über die kleinen Frühlingsvorboten. Schneeglöckchen, Krokusse und Osterglocken kommen an verschiedenen Stellen aus dem Boden (zumindest glaube ich es bei den beiden letzteren – bisher sieht man nur die Spitzen). Bin gespannt, ob auch irgendwo Tulpen sind. Und es wird gerätselt, ob an den einen Gartenseite wohl ganz viele Fliederbüsche sind. Und ob das Gesträuch neben der Haustür tatsächlich eine Forsythie ist. Und in welchen Farben eigentlich der riesige Rhododendron blüht, der mittem im Garten sitzt.

So, ich glaube, ich muss mal schnell in den Keller und schauen, ob die Pflanzschalen schon ausgepackt sind.

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Ein Teil von 160 / One bit of 160

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Bisher braun in braun: das Staudenbeet / mostly brown so far: the perennial bed

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etwas verwahrlostes Kräuterbeet / slightly underused herbal bed

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die noch nicht so sonnige Sonnenecke / the so far not so sunny sun place

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Schatten…/ shadows…

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The regular reader knows: we had had a small garden adjacent to our flat which we very much enjoyed. The regular reader will also be aware of the fact that we recently moved back to Germany. And we now own our very first and very own garden. And gee, a garden it is! Big! And full with fruits and berries!

The ecxiting thing is that we moved here during winter time. Meaning that the garden has been brown and barren for the last months and I have actually no idea about what is to come during the next weeks when spring will finally arrive. I also don’t know many of the trees and bushes which are growing around our house. But there are a few things, that I do know for sure:

  1. There are over 160 red roses in our front yard. Onehundredsixty. ONEHUNDREDANDSIXTY!! Wow! And those are just the ones along the street and along the path to our door. I like roses very much, but 160 are a lot! Preferably, I’d loosen them up a bit and mix them with some vervain, bell flowers and lavender, but I have already been told by several older inhabitants of this town that I am about to witness a “rose glory” in summertime, so I guess unless I want to set the people against myself I have to wait with loosening up until next year. At least I have been told by our neighbour that I don’t need to earth them up in autumn as they are used to the North German winter.
  2. Probably, we are going to drown in fruits and berries next summer. There’s an apple tree, a pear tree, two cherry trees and many, many berries. My guess is 15 berry bushes (FIFTEEN!). All of them need to be cut back and I am trying to catch up with some reading regarding pruning and gardening. We done some brave cutting with the apple tree, but then it suddenly started to hail and I sincerely hope that the tree won’t take it personally.
  3. The back yard is very shadowy, so we have to do some try and error to find out what we could plant where. There will be a bit more light as a big chestnut in our neighbours garden unfortunately had to be cut (bacterias in the trunk and a slipperly location on a slope), but it’ll still be a shadowy garden. However, the moss is liking it and is welcome to say.

Of course all of us already have some ideas of what to do in the garden. And since the weather is slowly but steadily heading towards spring, I am eager to get out and do some work. We need to install our christmas present: a slackline. I want to build a mud kitchen for the kids. Karsten is planning a tree house and a swing. I want to raised beds so we can grow at least a small amount of vegetables. And the underused herbal bed needs some care. The strawberries we brought with us from Switzerland are desperate for a proper place. The sunny spot in our garden needs some cleaning so we can enjoy some cake and lemonade in summer. And maybe there’s a place for our Swiss sunflowers? But first we need to fix the gate at the back of the garden or otherwise the hobbit is off and on his way to the playground within seconds…

Until we are ready to get some work done, I am happy about all the small signs of spring that are now popping up. Snowdrops, crocus and jonquils are growing on several spots here and there. We are eager to see whether the brown bushes on one side of our house are indeed lilac. And whether the other brown bush might be a forsythia. And in which colour the huge rhododendron in the middle of the garden will bloom.

And now if our flower pots and seed have already been unpacked.

About erdhummel

Familial entropy - that's an insight into our current life which has been fundamentally changed last summer when our daughter was born. Having studied in Cottbus, Germany, and worked/studied in Edinburgh, Scotland, we momentarily live in a small town in Switzerland where Karsten is trying to save the environment and Freddie is trying to save our sanity. Since there is not much time for elaborate, long emails while doing that, we thought a blog might be a good option to smuggle ourselves into the lifes of our friends.
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6 Responses to der neue Garten /our new garden

  1. Irene says:

    Ich kann nur raten, im ersten Jahr möglichst wenig zu ändern, sondenr zu beobachten, Notizen zu den Pflanzen zu machen, wo sie wachsen und von wann bis wann… Ab dem 2. Jahr kann man mit Veränderungen beginnen.
    Und auf keinen Fall Akelei unter die Rosen säen! Das habe ich voller Euphorie gemacht, es hat mich mehrere Rosen gekostet, ehe ich die Akelei wieder ausgerottet hatte.
    Im Schatten gedeihen bei uns ganz wunderbar Schlüsselblumen und Tränende Herzen, allerdings haben wir lehmigen Boden. Ihr habt vermutlich Sand.

    • erdhummel says:

      Das ist ein guter Tipp, danke!! Akelei hatte ich mir nämlich schon notiert als eine der Pflanzen, die ich gerne haben möchte (und auf jeden fall Verbene, weil man so leckeren Tee draus machen kann). Notizen werde ich mir dann auch machen, ich bin auch gerade am Beobachten, wo wann Sonne hinkommt – das ist gar nicht so einfach! Aber spannend!

  2. Karen says:

    Das klingt nach keinem schlechten Überraschungspaket. 🙂

    (Bei uns kamen unter dem Meter Schnee, mit dem wir die Wohnung besichtigt hatten, nichts als der Standardrasen, mehrere Quadratmeter Seifenkraut sowie unzählige Zigarettenkippen zum Vorschein. Aber mittlerweile haben wir’s ganz schön.)

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